Forum: Politik
Österreich: Kurz verlangt völlig neue EU-Flüchtlingspolitik
DPA

Österreichs neuer Kanzler Sebastian Kurz schlägt sich im EU-Flüchtlingsstreit auf die Seite von Ungarn und Polen. "Die Mitgliedstaaten sollten selbst entscheiden, ob und wie viele Menschen sie aufnehmen."

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tuedelich 25.12.2017, 08:47
400. an hugahuga 391

Zitat von hugahuga
Sie scheinen es nicht verstanden zu haben. Nomen est Omen, vielleicht? Herr Kurz schlägt durchaus machbare Lösungen vor, die den Vorteil haben, dass Flüchtlingen entweder vor Ort oder zumindest in ihrem Kulturkreis geholfen wird. Das hat zzur Folge, dass weniger Flüchtlinge sich anpassen müssen, dass sie ihre Kultur erhalten und dass es - last not least - bei uns nicht zu Verwerfungen der bekannten Art kommt. Wenn Sie das alles für "antiquiert und nationalistisch" halten, dann ist Ihnen nicht zu helfen.
Herr Kurz schlägt z.B. vor, dass wieder Internierungslager zum Konzentrieren der Flüchtlinge - aber bitte nicht in Europa - eingerichtet werden. Und das ewige "Verständnis" für die Hilfe "vor Ort" ist pur Heuchelei, solange dort nicht wirklich geholfen wird bzw. Kriege beendet sind. Noch einmal: Ansprüche von Hilfesuchenden MÜSSEN BEI UNS geprüft werden - schauen Sie sich einfach einmal als Beispiel Libyen und die sonstigen nordafrikanischen Staaten (oder auch die Türkei) unter dem Gesichtspunkt der Menschenrechte an .... und klopfen dann bitte die Forderungen (nicht nur von Herrn Kurz - auch von deutschen Politikern) ab.

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seine-et-marnais 25.12.2017, 09:58
401. Das Ganze hat nur einen Haken

Zitat von tuedelich
Herr Kurz schlägt z.B. vor, dass wieder Internierungslager zum Konzentrieren der Flüchtlinge - aber bitte nicht in Europa - eingerichtet werden. Und das ewige "Verständnis" für die Hilfe "vor Ort" ist pur Heuchelei, solange dort nicht wirklich geholfen wird bzw. Kriege beendet sind. Noch einmal: Ansprüche von Hilfesuchenden MÜSSEN BEI UNS geprüft werden - schauen Sie sich einfach einmal als Beispiel Libyen und die sonstigen nordafrikanischen Staaten (oder auch die Türkei) unter dem Gesichtspunkt der Menschenrechte an .... und klopfen dann bitte die Forderungen (nicht nur von Herrn Kurz - auch von deutschen Politikern) ab.
Nicht nur Herr Kurz, auch Herr Macron will die Überprüfungen schon in Afrika vornehmen lassen. Denn wenn Ansprüche in Deutschland, Österreich oder Frankreich geprüft werden dann bleiben in den allermeisten Fällen die Abgewiesenen einfach als Illegale im Land oder ihr Herkunftsland weigert sich sie zurückzunehmen. Diese Aushebelung des Rechtsstaates, bei der gewisse Vereinigungen sich das Recht nehmen staatliche Entscheidungen zu unterlaufen mit Begründung 'ihrer ideologischen' Sicht ist es was ihre Forderung hier im Forum unmöglich macht. Denn wenn innerhalb der EU-Staaten geprüft wird, dann muss auch konsequent das Ergebnis dieser Überprüfung, Anerkennung oder Abschiebung durchgesetzt werden. Und genau hier sitzt auch das Missverständnis, man mischt verfolgte Asylsuchende, die das Recht auf Schutz besitzen, mit Migranten durcheinander. Dies ist von gewisser politischer Seite gewollt, auch vom Charity Business, hat aber nun mal den politischen Rechtsrutsch in Europa zufolge. Man muss also auch die Vereinigungen kritisieren die diesen massiven Rechtsbruch in Europa fordern, also die Ursache, und nicht nur 'entsetzt' gegen Kurz und andere argumentieren.
Schöne Grüsse aus Frankreich in dem wir tagtäglich Bilder von umherirrenden Migranten sehen, erst gestern wurde ein junger Mann bei Calais auf der Autobahn totgefahren, mit Camps in den Wäldern um Calais oder Ouistreham, mit Bildern von Camps auf dem Boulevard Exterieur (Chapelle, Villette) in Paris, mit Bildern von all denen die dann in Europa bleiben.... und scheitern, deren Träume platzen.

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rösti 25.12.2017, 10:46
402. Ja

Zitat von luny
Hallo Rösti, nein, wir sind nicht alle Christen und ja, es geht hier konkret um die ungelöste Flüchtlingsfrage und nicht darum, was diverse Regierungen seit 1949 in Deutschland geleistet/erreicht oder eben nicht erreicht haben. Zur Flüchtlingsfrage erwarte ich von unserer geschäftsführenden Regierung konkrete Lösungsvorschläge. Mehr Geld verteilen, ist keine Lösung. Die an den Stammtischen sitzen, kassieren keine Diäten und tragen auch keine politische Verantwortung. Die liegt bei denjenigen, denen es offensichtlich nicht gelingt, politische Lösungen herbeizuführen. LUNY
Sie waren doch sicher unter dem Weihnachtsbaum und wahren gerührt..... sicher sind wir auf die eine andere Art christlichh geprägt!
Wir haben in schlimmeren Zeiten Flüchtlinge aufgenommen und auch die Ostdeutschen Landsleute sind ohne Kriegs und Hungersnot in den Westen gegangen und wurden augenommen- nur die wirklichen Kriegsflüchtlinge nehmen wir ungern auf.... sie sind halt nicht weiss und damit sind wir, ein Superreiches Land marteriel verdorben und Rassisten!`? Das kann doch nicht sein einer seitz ist Christus ein gefeierter Flüchtling ( auch ein Araber wie wir Wissen ) und auf der anderen Seite.............Ich jedenfalls möchte keinen unserer Politiker mit denen aus Ungarn, Polen usw. tauschen. ( diese Art hatten wir schon )

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Stefan Sx 25.12.2017, 11:10
403. Flüchtlinge habens schwer in Deutschland

Zitat von rösti
Wir haben in schlimmeren Zeiten Flüchtlinge aufgenommen und auch die Ostdeutschen Landsleute sind ohne Kriegs und Hungersnot in den Westen gegangen und wurden augenommen-
Da wo ich herkomme, das war in meiner Kindheit ein bayerisches Städtchen von 10000 Einwohnern. Die Kriegsflüchtlinge, die wegen der Vertreibung im Osten dort angekommen sind, haben auch tatsächlich die Möglichkeit bekommen, sich anzusiedeln. Zwei Kilometer vom damaligen Ortsrand, direkt zwischen einer Bundesstraße und einer der am stärksten belasteten Bahnlinien Deutschlands. Vermutlich das schlechteste damals verfügbare Bauland. Die Leute aus der "Siedlung" waren bis in die 90-er Jahre hinein nicht gern gesehen im Ort und sind entsprechend auch eher unter sich geblieben. Und das waren tatsächlich Landsleute. Es ist ganz interessant, ein bisschen zu forschen darüber, wie die Kriegsflüchtlinge von damals in Deutschland behandelt wurden. Insofern wundert es mich kein bisschen, was die Leute hier im Forum von sich geben. Willkommenskultur ist keine deutsche Tugend.

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biber01 25.12.2017, 11:54
404. @StefanSX

Es gab Anfang der siebziger Jahre einen Schub von etwa 300000 Spätaussiedlern aus Polen. Eine Tante von mir u. ihre Familie gehörte dazu.
Damals traten ähnliche Probleme wie heute mit der fünffachen Menge an
Kriegs- u. Wirtschaftsflüchtlingen auf.
Die Kinder der Spätaussiedler, die kein o. kaum Deutsch konnten, wurden in Fördeklassen zusammengefasst und
mussten erstmal die deutsche Sprache lernen, bevor sie in Standardschulen kamen. Vielleicht ein Modell für heute? Es gab auch das Problem mit zu langem Aufenthalt in Notunterkünften,
Die Isolation von der "eingeborenen" Bevölkerung.
Es gibt hierzu einen sehr intetessanten
Spiegelbericht von 1971.
Nicht lange vorher waren hunderttausende von Gastarbeitern nach D. gekommen.
Die Integration Spätaussiedler aus Polen war spätestens in der zweiten Generation vollständig gelungen, die Integration der in der gleichen Zeit gekommenen muslimischen Zuwanderer ist in großen Teilen auch in der zweiten u. dritten Generation nicht gelungen.
Daher sehe ich große Probleme bei der Integration des muslimischen Teils der Kriegs- u. Wirtschaftflüchtlinge auf uns zukommen.

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franz.v.trotta 25.12.2017, 15:32
405.

Zitat von maxbee
Meine Güte, was sind Sie doch naiv! Als ob nicht alle EU-Mitglieder nur der Vorteile wegen in der EU wären. Sehen Sie sich doch nur mal Macrons neue Vision an: Ein EU-Finanzminister mit einem mehrere hundert Milliarden schweren Budget - v. a. für Transferleistungen gedacht. Dass hiervon auch Frankreich profitieren würde steht ebenso außer Frage wie dass der Zahler v. a. Deutschland wäre. Dafür kann sich Martin Schulz und seine SPD begeistern, nicht jedoch dafür, dass es in Deutschland endlich wieder anständige Löhne und Renten gibt. Das käme ja einer Selbstkritik bezüglich ihrer Agenda-2010-Verarmungsreformen gleich.
Zitat: " ... dass es in Deutschland endlich wieder anständige Löhne und Renten gibt".- Dafür setzt sích die SPD ein. Wer sonst? --- Die Christlichen Parteien waren sogar gegen einen Mindestlohn, und wurden in ihrem Abwehrkampf von führenden Wirtschaftsinstituten unterstützt. Erinnern Sie sich: Millionen von Arbeitslosen wurden prophezeit.

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tuedelich 25.12.2017, 17:56
406. Hallo seine-et-marnais

Zitat von seine-et-marnais
....... Schöne Grüsse aus Frankreich in dem wir tagtäglich Bilder von umherirrenden Migranten sehen, erst gestern wurde ein junger Mann bei Calais auf der Autobahn totgefahren, mit Camps in den Wäldern um Calais oder Ouistreham, mit Bildern von Camps auf dem Boulevard Exterieur (Chapelle, Villette) in Paris, mit Bildern von all denen die dann in Europa bleiben.... und scheitern, deren Träume platzen.
Das heißt also, dass auch Frankreich die Asylpolitik, besser die Asylsuchenden egal ist/sind.
Übrigens weiß ich, dass auch der "jungsche" Macron solch sonderbare Forderungen wie der "ganz jungsche" Kurz auch in Sachen Asylpolitik mit der Einrichtung von "konzentrierten" (das andere Wort schenke ich mir hier) Lagern im Nordafrika aufgestellt hat. (Und dafür leider ganz viel Beifall auch in der Bundesrepublik eingeheimste).
Nebenbei ....
..... will Herr Macron aber auch zusätzliches europäisches Militär neben den bereits vorhandenen der Mitgliedsstaaten und der Nato. Ist also nicht alles Gold, was auf der politischen Bühne auch in Frankreich glänzt. ;-)

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780 25.12.2017, 18:07
407.

Zitat von maxbee
Das Flüchtlingsproblem ist in erster Linie ein Merkel- und damit ein deutsches Problem und nicht eines der EU. Sie war es, die ohne Rücksprache mit den anderen EU-Staaten die Flüchtlinge nach Deutschland(!) eingeladen hat. Nur weil Merkel die negativen Folgen ihrer Einladung nicht bedachte, sollen nun die anderen EU-Mitglieder dafür gerade stehen?
Das würde ich massiv bestreiten. Merkel und überhaupt Deutschland hätte zwar eine wirklich gute Diplomatie gebraucht, um die Polen und Ungarn, die lieber in eine Diktatur abdriften würden, mit ins Boot zu holen, aber die Schuldigen, sind Assad, Amerika, Russland und andere kriegführende Staaten, einschl. Erdogan.
Das sind die wirklich Schuldigen an der Flüchtlingsmisere.
Und wir alle, die wir Auslöser der Klimawandelkatastrophe sind, s. die Hungergebiete.
Mit Stop ist da gar nichts getan, oder wollen Sie von den Flüchtlingswellen, die Experten noch erwarten, überrollt und kriegerisch angegriffen werdne?

Allerdings an der Diplomatie ist das Ganze zum Schluss gescheitert und an der Unmenschlichkeit einiger Staaten wie Polen und Ungarn, zufällig Länder, deren Flüchtlinge bei uns früher aber aufgenommen worden sind, eigentümlich, es gibt eben solche Flüchtlinge und solche.

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jimmyolli 27.12.2017, 21:22
408. Intelligenter als Junker und Merkel

Zitat von entenlein
Es kann keine andere Lösung geben als was Herr Kurz sagt. Eigentlich ist es auch in Ö schon zu spät die Migration einzuschränken. Er kann es ja jeden Tag hautnah miterleben wie sich Wien in den letzten Jahren verändert hat und verständlich dass er nicht in diese Richtung gehen will... Kurz als 31-Jähriger ist viel klüger als Merkel und Juncker zusammen. Traurig.
Das ist ja schnell mal möglich. Junker ist ein alter Frauengrabscher und ein Säufer und dass Merkel so ziemlich der dümmste Mensch ist der das Kanzleramt je dazu missbrauchen konnte um seinem Narzissmus zu frönen.Die hat Deutschland mehr Schaden zugefügt als alle anderen Kanzler seit 49 zusammen. Wenn sie und der Junker
nun glauben sie könnten diese Überfüllung mit illegalen Eroberern aus aller Welt, zu absurd hohen Kosten, von allen anderen Länder fordern,dann beweist das doch explizit ,dass es den beiden an der nötigen Weisheit und Intelligenz zur Ausübung ihrer Aemter fehlt.

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gis 27.12.2017, 22:49
409. Selbst unsere

Zitat von 780
Mit Stop ist da gar nichts getan, oder wollen Sie von den Flüchtlingswellen, die Experten noch erwarten, überrollt und kriegerisch angegriffen werdne?
Bundeswehr braucht eine kriegerische Auseinandersetzung mit Flüchtlingen nicht zu fürchten. Da steckt keine militärische Macht dahinter.

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