Forum: Politik
Oettingers Italien-Eklat: Wenn der Falsche das Richtige sagt
REUTERS

Günther Oettinger ist mal wieder in den Fettnapf getreten: Diesmal hat der EU-Haushaltskommissar nicht nur seinen Chef, sondern auch weite Teile Italiens gegen sich aufgebracht. Dabei hat er eigentlich recht.

Seite 4 von 9
donatellab 30.05.2018, 09:21
30. Humorseite?

Das Schicksal der gesamten EU liegt in Händen der Finanzmärkte. Diese Tatsache zu negieren zeugt von einem Tunnelblick der Extraklasse.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Leser161 30.05.2018, 09:27
31. Demokratieverständnis

Die Grundlage von Demokratie ist, dass ein jeder sich dem demokratischem Mehrheitsvotum unterzuordnen hat. Unabhängig davon ob das gut für ihn ist oder nicht. Wenn die Märkte also die Italiener lehren (sollen) sich richtig zu entscheiden ist das halt nicht demokratisch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
blabla55 30.05.2018, 09:28
32.

Solange wählen lassen bis es passt eine Lachnummer.Man sollte die Demokratie in der heutigen Form abschaffen,Lobbyisten,Industrie und Finanzwirtschaft bestimmen wo es lang geht.Unten bleiben die Brotkrümel oben wird es immer fetter.Denke so blöd ist der Wähler in Italien nicht und wählt nach Vorlagen der Eu.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
seine-et-marnais 30.05.2018, 09:33
33. Die grosse Frage

Zitat von donatellab
Das Schicksal der gesamten EU liegt in Händen der Finanzmärkte. Diese Tatsache zu negieren zeugt von einem Tunnelblick der Extraklasse.
Sie haben ja recht, aber müssen wir das ohne Einschränkungen akzeptieren? Schliesslich hat ja der europäische Otto Normalverbraucher 2008 als sich die ganzen Finanzmärkte verspekuliert hatten die Banken mit Milliarden gestützt. Wenn die EU nur die Finanzmärkte widerspiegelt, was ist sie dann den Bürgern wert? Finanzmärkten denen zuliebe kräftig von unten nach oben umverteilt wird. Die EU in ihrer jetzigen Form ist den Bürgern wert und vor allem 'teuer', zu teuer. Und deshalb kommen Wahlergebnisse wie in Italien zustande.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Nandiux 30.05.2018, 09:38
34. Der Kommentar ist ähnlich arrogant wie von Oettinger.

Es ist anmaßend und nicht in Ordnung, eine demokratische Wahl so zu kommentieren. Oettinger und andere diverse Politiker haben nicht darüber zu entscheiden, ob die Italiener ''Populisten'' zu wählen haben oder nicht. Mal davon abgesehen, dass die etablierten Parteien in Italien seit Jahren nichts auf die Reihe bekommen haben.

Ein bisschen mehr Zurückhaltung und Demut wäre wirklich angebracht. Bei uns darf Merkel ständig von einer marktkonformen Demokratie reden und ist heute noch im Amt. Der deutsche Wähler ist natürlich viel mündiger.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wekru 30.05.2018, 09:41
35. die meisten sind da scheinbar überfordert

Ich glaube, sehr viele Menschen in Italien und auch hier verstehen ganz ein Zusammenhänge nicht. Menschen sind nicht nur frei bei politischen Wahlen, sondern ebenso frei in ihren Entscheidungen, was sie mit ihrem Geld machen. Und wenn italienische Populisten Wahlen mit Versprechen gewinnen die nur im Kommunismus durchsetzbar sind, dann bekommen die Italiener eben auch die Folgen zu spüren in der Form eines wirtschaftlichen Unterganges und weiterer Verarmung. Wenn Wähler in ihrer Mehrheit zu blöd sind das zu begreifen, dann kann Demokratie nicht funktionieren und noch weniger Europa.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
marialeidenberg 30.05.2018, 09:41
36. Sie sollten unterscheiden:

Zitat von bruno_67
Er hat natürlich nicht Recht. Gerade unsere Medien haben sich doch wochen- und seitenlang über die angebliche Beeinflussung der US-Wahl, Brexit, franz. Präsidentenwahl usw........ durch Russland echauffiert. Wenn nun EU-Kommissar Oettinger den italienischen Wählern sagt, wie sie gefälligst markt- und eurokonform zu wählen haben, soll das das richtig und in Ordnung sein ?? Wieder mal werden unterschiedliche Maßstäbe angelegt, denn wir (Brüssel) sind ja die Guten, wir dürfen das.
Es ist eine Sache, inhaltlich Recht zu haben, aber es ist politisch verheerend, sich mit der Autorität und Öffentlichkeitswirksamkeit eines EU-Kommissars in den Wahlkampf eines Mitgliedstaates einzumischen.

Der einzige Vorteil: Er hat schwäbisch gesprochen; so hat er nur einen Teil der Öffentlichkeit erreicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Neapolitaner 30.05.2018, 09:44
37. Italien möchte wieder eine abwertbare Währung

nichts anderes sind die Mini-BOTs. Und die Idee dahinter ist: Besser weniger Geld als gar kein Geld. Weniger Geld, das man gegen den Euro dynamisch abwerten kann, bis das Gleichgewicht im Wettbewerb wieder hergestellt ist. Die Bürger Italiens wissen also, worüber sie bei einer Wahl abstimmen. Ratschläge von außen: "auch auf die Finanzmärkte achten" sind da nicht zielführend, ganz im Gegenteil.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
donatellab 30.05.2018, 09:46
38. 2008

Die Bankenrettung 2008 war aus meiner Sicht ein Verbrechen an den EU-Bürgern. Die Arbeitsverdichtung, die Tatsache, dass es auf mein Erspartes keine Zinsen mehr gibt, schlechte Kinderbetreuung, Pflegeheime, die den Namen nicht verdient haben usw. Das sind in der Tat die Folgen der großen Umverteilung. Geld regiert die Welt und selten war es so offensichtlich wie heute.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
KingTut 30.05.2018, 09:53
39. Nichts Schlimmes ...

... kann ich weder an Öttingers Äußerung noch an seiner Nationalität finden. Die Kritik ist richtig (wie auch der Autor zugibt) und hat mit Deutschland überhaupt nichts zu tun. Nicht nachvollziehbar ist deshalb die Schelte gegen unser Land, dessen wirtschaftliche Stärke auch auf die anderen EU-Länder ausstrahlt, wie Statistiken immer wieder belegen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 9