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Oettingers Italien-Eklat: Wenn der Falsche das Richtige sagt
REUTERS

Günther Oettinger ist mal wieder in den Fettnapf getreten: Diesmal hat der EU-Haushaltskommissar nicht nur seinen Chef, sondern auch weite Teile Italiens gegen sich aufgebracht. Dabei hat er eigentlich recht.

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Jan B. 30.05.2018, 10:00
40.

Zitat von bruno_67
Er hat natürlich nicht Recht. Gerade unsere Medien haben sich doch wochen- und seitenlang über die angebliche Beeinflussung der US-Wahl, Brexit, franz. Präsidentenwahl usw........ durch Russland echauffiert. Wenn nun EU-Kommissar Oettinger den italienischen Wählern sagt, wie sie gefälligst markt- und eurokonform ....
"Wenn nun EU-Kommissar Oettinger den italienischen Wählern sagt, wie sie gefälligst markt- und eurokonform zu wählen haben, soll das das richtig und in Ordnung sein ??"
Eben das hat er doch gar nicht gesagt. Haben Sie auch nur ansatzweise den Artikel zu Ende gelesen?

Seine Aussage: "Meine Sorge ist, und meine Erwartung ist, dass die nächsten Wochen zeigen, dass die Märkte, dass die Staatsanleihen, dass die wirtschaftliche Entwicklung Italiens so einschneidend sein könnten, dass dies für die Wähler doch ein mögliches Signal ist, nicht Populisten von links und rechts zu wählen."

Erst einmal schreibt er "könnte" und dass dies lediglich seine persönliche Ansicht ist. Seine Sorge ist, dass sich Italiens wirtschaftliche Lage noch verschlechtern könnte, würden die Wahlversprechen der Lega Nord und der 5-Sterne-Bewegung so umgesetzt werden. Ich habe die Programme nicht gelesen, aber nach dem was ich mitbekommen habe, wollen beide Bewegungen nicht vorhandenes Geld nach dem Gießkannenprinzip verteilen. Dagegen schienen die gängigen Wahlversprechen deutscher Parteien Peanuts zu sein.
Was also wenn sich die Sorge Oettingers bewahrheitet und noch schlimmer, man wieder Ausländer für die Verschlechterung der Lage verantwortlich macht? Dass sowohl die Lega als auch 5-Sterne so reagieren, zeigt doch eher, dass Oettinger wohl einen wunden Punkt getroffen hat.

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From7000islands 30.05.2018, 10:03
41. Juncker laviert wie immer

Treffender Bericht. Oettingers Aussage war sachlich aus seiner Sicht. Die Rüge Junckers zu Oettinger wirft ein schlechtes Licht auf Juncker. Juncker ist schon seit Jahren ein Stein des Anstosses in der EU, aber er merkt es nicht, weil er zu viel Macht hat. Also muss man erst die EU demontieren, damit Juncker geht ?

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taf73 30.05.2018, 10:08
42.

Zitat von KingTut
... kann ich weder an Öttingers Äußerung noch an seiner Nationalität finden. Die Kritik ist richtig (wie auch der Autor zugibt) und .....
Na dann nennen Sie doch einfach mal eine Statistik die das belegt.

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fromtheoff 30.05.2018, 10:12
43. Recht hat er ja

Man muss Oettinger nicht moegen, aber er hat wohl recht mit seinen Bemerkungen.
Leider nicht hilfreich, dass die Kurzfassung im Sinn verdreht wurde- fuer die Populisten ein gefundenes Fressen.
Was sollten die Italiener auch ohne den Euro anfangen? Zurueck zur Lira und ueber Nacht wird jeder wieder Millionaer weil die Kaufkraft in den Keller rauscht?

Italien hat zwei Probleme die nichts mit der EU zu tun haben.
Korruption auf allen Ebenen der Gesellschaft und Steuerhinterziehung ist bei Italienern so populaer wie Fussball.
Beides wird konsequent von bisher allen Regierungen toleriert und deswegen schafft es auch der reiche Norden nicht den Karren aus dem Dreck zu ziehen

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defabry 30.05.2018, 10:17
44.

Lichtjahren bin von Lega und M5s (die sind nicht linke) entfernt und hatte ich nie, sowieso mit der Lega, ein einziges mal der gleiche meinung mit denen geteilt . Was aber über das wählen oder nicht wählen gesagt worden ist, hat in Italien so ein shitstorm ausgelöst das sogar linke radikale sich geäussert haben und recht an Salvini und Di Maio geben mussten . Für Leute wie mich ist das natürlich das erste und letztes mal das man mit den 2 Idioten was zu teilen hat, aber für die meisten Italiener die keine wirkliche politische Einstellung haben, war ein Grund sich mit den populisten zu identifizieren. Das heißt, die beiden jetzt haben den Rest der Wähler erreicht. Wenn das wollte die Idee alle Idee sein um den Italiener zu beeinflussen, ist das ja tragisch gescheitert. Also wenn man bei nächste wahl den Menschen lieber am Strand gehen und die Ratingagenture, Finanz Märkte und Co. Wählen lassen, bitte nicht gleich sagen "tja, typisch italienisch"

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Olaf 30.05.2018, 10:24
45. Medienkritik

Es handelt sich wohl eher um einen Medienskandal. Der Journalist hat die Aussage von Herrn Öttinger also "zugespitzt". Die Reaktionen wären sonst wohl nicht heftig genug ausgefallen.

Wo ist da jetzt genau der Unterschied zu Populisten, die ja auch mal gerne Aussagen "zuspitzen"? "Lügenpresse" ist auch so eine Zuspitzung, für Medien die einer eigene, politische Agenda verfolgen, anstatt sich als Berichterstatter zu verstehen.

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seine-et-marnais 30.05.2018, 10:36
46. Vorhersehbar

Matteo Renzi war einst in Italien gewählt worden als jüngster Regierungschef, als Macher der nun mal Italien auf Vordermann bringen sollte und wollte (Arbeitsmarkt, Renten usw), dynamisch, mitreissend, umjubelt von den EU-Granden und begrüsst von den Partnern.
Seine Zwischenbilanz war wohl für die Italiener nicht sehr überzeugend. siehe http://www.spiegel.de/politik/ausland/italien-und-matteo-renzi-nach-dem-referendum-strafe-fuer-den-verschrotter-a-1124393.html Und da gab es beim Referendum eine Koalition von extrem rechts bis links die ihn auflaufen liess. Im lesenswerten Spiegelartikel ist da von 'Wut' die Rede.
Nur, und hier sollten in Brüssel die Alarmglocken schrillen, ersetzen Sie mal Renzi durch Macron, was passiert wenn Frankreich wählt 'à la mode italienne'. Macron gefeierter jüngster Regierungschef, angetreten um das Land nach EU-Wünschen umzukrempeln, und hören sie mal was von den Wählern kommt, ich spreche nicht von Mélenchon und FI, sondern von den von Macron Enttäuschten, von den Preissteigerungen Betroffenen, von denen die nicht von Macrons finanzpolitischen Hütchenspielen profitieren. 2019 wird für Macron ein kritisches Jahr, die Umstellung im Steuersystem, zB die neue Norm für Gehaltabrechnungen ist eine wahre Satire wie man glaubt Leute verar...en zu können. Wenn der Wähler 2022 in Frankreich nochmals den Tisch umwirft, tabula rasa macht wie in Italien, was wird Oettinger dann sagen. Umfragen sind nun mal nicht alles, aber bei folgender Umfrage, 1 Jahr nach der Präsidentschaftswahl, wen würden Sie jetzt wählen kam heraus 36% Macron, 23% Le Pen (mehr als im 1. Wahlgang 2017), 16.5% Mélenchon ..... https://www.huffingtonpost.fr/2018/04/18/ce-sondage-un-an-apres-la-presidentielle-confirme-la-strategie-de-macron-et-est-terrible-pour-wauquiez_a_23414034/
Man sollte sich mal schamlos offen mit der Realität auseinandersetzen.

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simtom 30.05.2018, 10:38
47. Er hat recht.

Dass Herr Öttinger etwas richtig gesagt, ausgesprochen hat, kommt eher selten vor. Sein Tweet zu den Wählern in Italien sind allerdings absolut richtig. Ein aufmunterndes, weiter so, wäre an der Stelle allerdings falsch

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qjhg 30.05.2018, 10:38
48. Da wundert sich die SPD über ihre

so schlechten zustimmungswerten. Herr Oettinger schadet mit seinen Äußerungen nun schon seit Jahren dem Ansehen Deutschlands und der EU und Frau Merkel hält an diesem schon als Ministerpräsident versagendem Politiker noch immer fest. Und die SPD ist so auf das Weitersoll fixiert, dass auch sie in dieser Sache nichts ändert. Ist das die neue EU Offensive im Koalitionsvertrag?

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suplesse 30.05.2018, 10:41
49. Politiker

haben das Land oder in diesem Fall die EU zu vertreten. Das bedeutet, der hochbezahlte Politiker sollte seinen Job verstehen. Hier diplomatisch sein, wenn es notwendig ist, um Schaden abzzwenden. Dort offene Worte finden wo es notwendig ist, sich zu positionieren. Öttinger brabbelt immer drauf los, ohne zu kapieren, was sein Gebrabbel für Konsequenzen hat. Der Oberlehrer aus dem Ländle sollte rasch nach Hause zurückkehren.

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