Forum: Politik
Offener Brief an die Kanzlerin: Liebe Frau Merkel...
AFP

... so kann es in Europa nicht weitergehen: Ja zum Euro, Ja zum Export. Nein zur Politischen Union. Das ist auf Dauer Unsinn. Frau Bundeskanzlerin, haben Sie Mut! Einen Sie Europa so wie Helmut Kohl Deutschland geeint hat.

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kalli0412 26.03.2015, 20:21
250. Ergänzung

Verehrter Herr Augstein, Frau Merkel wird man in den Geschichtsbüchern finden als verantwortungsvolle Europäerin. An Ihre reallitäts-vermeidenden bösartigen Ergüsse wird sich dann längst keiner mehr erinnern.

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Berliner42 26.03.2015, 20:24
251.

Zitat von sekundo
sie einmal für ein paar tage durch athen oder thessaloniki. danach werden sie nicht wieder so einen unsinn schreiben!
Sie wollen im Ernst behaupten, daß Frau Merke im Alleingang daran Schuld ist? Blödsinn hoch 33.

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schwaebischehausfrau 26.03.2015, 20:29
252. @RitterRipo:Euro-Freunde-Märchen...

Zitat von ritterrippo
unter dem Euro? Mitnichten! Deutschland profitiert am meisten. Die DM läge heute 30 Prozent über dem Wert des Euro mit der Folge, dass unser Export massiv zurückgehen würde.
..schöne EURO-Freunde-Märchen, die leider der schlichten Realität aber nicht standhalten. Es ist noch keine 12 Monate her, da lag der EURO ca. 30% über dem heutigen Wert - nach ihrer "Theorie" hätte Deutschland vor 1 Jahr demnach fast nichts exportieren können - weil der EURO ja so stark war. De facto ging's unseren Exporteuren aber auch vor 1 Jahr blendend. Der Euro hat alleine zwischen Sommer 2001 (EUR/USD Kurs 0,85 Cent) und Frühjahr 2008 (EUR/USD Kurs 1,58) fast um 85 Prozent (!!!!) geschwankt. Wenn unsere Wirtschaft Kurs-Schwankungen von 85% aushält, dann hält sie sicher auch 20, 30, % Kursschwankungen ohne Euro aus. Denn erstens produzieren unsere Exporteure fast alle heutzutage auch in den Ländern ihrer Kunden (China ,USA, ) und zweitens sind viele "Vor-Produkte" wie Rohlstoffe bei einem starken EURO/DM dann billiger für Deutschland. Dadurch werden die Auswirkungen von Wärhungs-Schwankungen stark abgefedert und kontrollierbarer. Und als letzten Beleg: Nach ihrer Theorie hätte die deutsche Wirtschaft vor der EURO-Einführung permanent am Boden liegen müssen (weil starke DM) und wäre quasi erst durch die Euro-Einführung konkurrenzfähig geworden . Deutschland war aber dummerweise auch in vielen Jahren mit DM "Exportweltmeister". Währenddessen viele Länder trotz einer Weichwährung keine international wettbewerbsfähgien Produkte herstellen können. Deutschland ist ganz sicher weniger abhängig von einer "schwachen Währung" (gleich ob Euro oder DM) als viele südeuropäische Staaten.

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russint 26.03.2015, 20:32
253.

Zitat von freespeech1
Haben Sie schon vergessen, welche Erfahrungen wir Deutsche mit einer starken Persönlichkeit hatten? Nein, da ist mir eine Beamtin wesentlich lieber, die das Land gut verwaltet. Wenn sie es nur täte.
Diese Erfahrung ist nicht allein Hitler zu verdanken, er war ein deutsches Produkt und nicht einzig und allein die Übelsursache.

Schwache Politiker sind in den Krisenzeiten nicht weniger gefährlich für die Gesellschaft und die Folgen von deren Tatlosigkeit und Unkompetenz nicht weniger gravierend.

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toskana2 26.03.2015, 20:34
254. Europa wächst zusammen!

Ich weiß, meine Unterschrift ist zu nichts nutze und dennoch:
Ich unterschreibe jedes einzelne Wort dieses Beitrags!

Darüber hinaus finde ich aus dem Staunen nicht mehr heraus:

Eine Politikerin,
die Physik studierte,
will einfach nicht wissen,
dass sie durch ihr polit. Tun
aus einem Europa-zugeneigten-Volk
Europahasser gemacht hat.

Jawohl,
so wächst Europa zusammen!

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schwaebischehausfrau 26.03.2015, 20:36
255. @an-i:

Zitat von an-i
Falsch...die Sparmaßnahmen hat die Troika beschlossen, und Frau Merkel mit Herrn Schäuble beharren an der Erfüllung dieser brutalen Maßnahmen. Der IWF hat schon viele Länder in die Pleite getrieben!
Sind es "brutale Massnahmen", wenn man von einem Land verlangt, dass es mal anfängt seinen (mit Krediten finanzierten) Konsum/Ausgaben auf den Level seiner Einnahmen bringt? Oder sein unglaubliches Beamten-Heer (war 2008 ungefähr 4 mal so groß wie in England bei vergleichbarer Einwohnerzahl) auf ein vernünftiges Maß reduziert? Oder anfängt, Korruption, Miss- und Vetternwirtschaft und Steuerhinterziehung zu bekämpfen? Glauben Sie mir, die Troika und alle "Retter" von Griechenland haben sich nicht aufgedrängt, ihre Zeit, ihre Energie und insbesondere ihr Geld in Griechenland zu versenken. Es war Griechenland, dass grandios pleite gegangen ist und danach andere Länder und deren Steuerzahler angeschnorrt hat.

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ritterrippo 26.03.2015, 20:45
256. #freespeech

Ein sehr großer Teil unserer Arbeitsplätze hängt vom Export ab. Würde die DM heute ständig aufgewertet, würden die Unternehmen die Lohnstückkosten weiter senken. Viele Arbeitsplätze in der Export-Industrie gingen verloren und die Löhne würden möglichst gesenkt. Zudem würde der Absatzmarkt Europa aus deutscher Sicht verschlechtert. Portugal und Griechenland könnten sich viele Importe nur " leisten", in dem sie Kredite aufgenommen haben. Diese schuldenfinanzierte Nachfrage sorgte für Nachfrage bei den deutschen Rüstungsindustrie. Mal waren es 170 Leopard 2 6a mal 6 U-Boote der HDW aus der modernsten Flüstergeneration. Hinzukommt, dass gerade die Unternehmen die griechischen Entscheidungsträger bestochen haben. Etwa den Verteidigungsminister Tsatsopoulos, der wegen Bestechlichkeit zu 20 Jahren verurteilt wurde. Bei dem Panzerdeal im Wert von 1.7 Mrd. sollen nach der Einlassung eines anderen Bestochenen 63 Mio aus Deutschland geflossen sein.

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agua 26.03.2015, 20:47
257. An#125 ka117

Der Anstieg der Preise für Lebensmittel hängt mit der Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 23 % zusammen,zumindest in Portugal hängt dies mit der "Sparpolitik"zusammen.Da Frau Merkel diese Politik fordert und unterstützt ist sie indirekt schuldig.
Mancher Forist macht sich schuldig,in dem er noch nicht einmal diese Politik hinterfragt.
Das schöne Wort "Reformen" reicht aus,um etwas Positives damit in Verbindung zu bringen,selbst wenn dem nicht so ist.

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kj.az 26.03.2015, 20:52
258. Ineptias

Offener Brief an Herrn J. Augstein:

Ohne naeher auf Ihre Aussagen einzugehen:
mich beschleicht langsam das Gefuehl, dass sie nicht mehr ganz dicht sind !

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londonium 26.03.2015, 20:56
259. Herr Augstein,

Sie sind doch Deutscher, warum sagen sie eigentlich "DIE Deutschen", wie wäre es mit einigen, wenigen, manchen Deutschen, oder einfach nur Deutschen, Sie können doch differenzieren. Und jetzt zu Ihrem Artikel. Kohl ist nicht der Vater der Einheit, Kohl hat die D-Mark auf dem Altar der Deutschen Einheit geopfert; der Spiegel berichtete 1998 darüber und heute streiten es alle ab. Unehrliches Gesindel. Aus Französischer Sicht verständlich, so die Bundesbank, mit das beste, was Deutschland nach 1945 geleistet hat, zu torpedieren. Mit Bismarcks Abgang und W II Aufstieg fing bei uns in Deutschland das Elend an. Aber heute, wie damals ging und geht von Deutschland Null Gefahr aus, wir sind seit Jahrzehnten eine Demokratie, die EU wird also nicht gebraucht, um Deutschland einzudämmen. Die Alliierten haben Atomwaffen, wir nicht. Es reicht mit einer losen Zusammenarbeit, heute braucht es keine Riesenbürokratie um Europa zusammenzuhalten. Ich wäre für das Zurechtstutzen der EU auf ein paar hundert Beamte und auf das wirklich Notwendige, den Rest machen die Mitgliedsstaaten. Gelebte Subsidiaritaet, Herr Augstein. Und jetzt zum eigentlichen Problem: Die öffentliche Hand. Die öffentliche Hand ist viel viel viel zu gross, bei uns in Deutschland angefangen, woanders mag das auch so sein, aber jeder sehe selbst bei sich nach. Sobald Steuereinnahmen steigen, gehen Gehälter im öffentlichen Dienst hoch, automatisch, per Gesetz, daran ist nicht zu rütteln und niemanden juckt es. Und beim Wohlfahrtsstaat werden gigantische Summen verschwendet. Und die Staatsschulden steigen unaufhörlich. Ungleichheiten in der Einkommensverteilung? Ganz sicher brauchen wir nicht die Gigantengehaelter, die in den USA and Leiter von Unternehmen gezahlt werden. Aber vergessen wir nicht, der allgemeine Wohlstand ist in den letzten Jahrzehnten enorm gewachsen, dh, die ABSOLUTE Höhe des Wohlstands für all Gehaltsgruppen im gesamten Westen ist beachtlich. Europäer können sehr gut friedlich als gute Nachbarn leben, dafür braucht es keine gigantische EU Bürokratie und schon lange keinen Attali Euro, der spaltet doch nur den Kontinent. Was in Europa nötig ist, ist ein neuer Unternehmergeist, damit Wachstum entsteht, um unsere zukünftigen Pensionslasten zu bezahlen, für Forschung, für Bildung. Wir können nicht alle Staatsbeamte / Angestellte sein!

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