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Offener Machtkampf nach Brexit: Labour-Chef Corbyn schasst Widersacher
DPA

In der britischen Labour-Partei ist nach dem Brexit-Referendum ein Machtkampf entbrannt. Parteichef Corbyn entließ einen seiner schärfsten Kritiker aus dem Schattenkabinett. Der fordert prompt seinen Rücktritt.

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Roßtäuscher 26.06.2016, 16:05
30. Es ist in der Tat ein großer Fehler seitens der EU

Diesen Brexit bedauern? Mit diesen Sonderrechten und Rabatten? Die britische Selbstherrlichkeit als unverzichtbar erklären? Ist wie eine Aufmunterung das Referendum zurück zu ziehen. Damit schwächt sich die EU weiter, kommt somit aus dem Briten-Schlamassel nicht heraus.
Was in Brüssel immer wiederkehrend veranstaltet wird, ist alles andere als eine Abkehr von den Fehlern. Weiter so, bis die Karre feststeckt ohne Vor und ohne Zurück.
Wie will man die alten Fehler, die man plötzlich einsieht, überhaupt abschaffen? Die Aufnahmekriterien hätten von Anfang an ab den 6 Gründerstaaten mit anderen Bedingungen, einem vernünftigen Stimmrecht eingerichtet werden müssen. Damit nicht nur Nehmer Zugang finden, sondern gleichzeitige Geber. Damit diese verdammte Rosinenpickerei gar nicht erst angefangen hätte. Wie will man dies jetzt ändern? Grimms Märchen.

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INGXXL 26.06.2016, 16:33
31. Für mich stellt sich

die Frage muss das Parlament einem Austrittsantrag nach §50 zu stimmen? Zwingen kann man die Abgeordneten ja nicht dafür zu stimmen Wenn ja ist die ganze Abstimmung eine Farce gewesen und führt zu weiterer Verdrossenheit. Vielleicht sollte SPON hierzu recherchieren.

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schlaumonster 26.06.2016, 16:41
32. Sinnvolle Möglichkeiten für die Inseln im Westen Europas

Die Britischen Inseln driften ja auch geografisch Richtung unseres Vetters-mittlerweile höchstens 3. Grades- Amerika. Baba und dasaufts net!

1.) England erhält einen ähnlichen Status wie Norwegen!

2.) Schottland wird nach 350 Jahren wieder unabhängig und tritt nach kurzen Verhandlungen der EU bei.

3.) Es muß allerdings eine Volksabstimmung auf den Shetlandinseln akzeptieren, ob sich diese wieder an Norwegen oder Dänemark anschließen wollen.


4.) Die Kanalinseln sind weder ein Teil Großbritanniens noch der EU, sondern der letzte Rest des alten Herzogtums Normandie. Sie sollen daher selbst entscheiden, ob sie bei England verbleiben, ob sie unabhängig werden wollen, oder ob sie sich dem Großteil ihres Herzogtums, nunmehr also Frankreich, anschließem wollen und somit der EU beitreten.

5.) Ähnlich Gibraltar: Dieses ist bis jetzt noch Teil der EU und möchte es wohl überwiegend bleiben. Also sollen seine Bürger vor die Wahl gestellt werdenzwischen einem Verbleib bei England, einem Anschluß an Spanien-den will praktisch dort eh fast niemand-oder der Unabhängigkeit als Kleinstaat mit 32.000 Einwohnern innerhalb der EU.


6.) Nordirland: Die Nordiren können wählen, ob sie lieber bei Irland oder bei Schottland, wo die meisten ja ursprünglich herkommen, andocken wollen. Bei der EU und ihren Subventionstöpfen werden sie auf alle Fälle bleiben wollen.

7.) Die Isle of Man mit immerhin 85.000 Einwohner hat sogar die Qual der Wahl zwischen England, Schottland, Irland und der Unabhängigkeit. Umsatzsteuerlich ist sie bereits ein Teil der EU, nicht anders als Monaco übrigens!

8.) Bleibt als letztes und schwierigstes Problem Wales. Unabhängigkeit oder weiterhin eine Union mit England? Unabhängigkeit kann aus historischen Gründen nur unter einem Monarchen stattfinden, der von der englischen Queen ausgesucht wird, unter der edingung, daß er "kein Wort der Englischen Sprache spricht"! Diesmal muß es allerdings fairerweise ein Erwachsener sein!

FINIS BRITANNIAE!

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helmut_s 26.06.2016, 16:41
33.

Zitat von steve121
Die haben mit ihrem Theater nicht nur der EU massiven finanziellen Schaden zugefügt, sondern viel Geld der Weltwirtschaft mit dem Mist, in nur wenigen Stunden regelrecht verbrannt...Die Briten in der EU zu belassen, wäre jetzt viel teurer als sie auf nimmer Wiedersehen gehen zu lassen...
Dieses Geld ist auf irgendeinem Buchungskonto einer Bank noch viel schneller aus dem Nichts entstanden, als es jetzt verbrannte. Wo vorher eine Null stand, war nachher ein Minus, und auf dem Konto irgend eines Kreditnehmers, der damit rumspekulieren wollte, ein Plus.

Es wurde niemals durch Realleistung erwirtschaftet, aber natürlich haben alle Geldschieber drauf geschielt, ein bisschen was von dem Zauber abzubekommen.

Jetzt ist es eben weg, so what.

Das ist es mir nicht wert, in Ressentiments auszubrechen - und schon zweimal nicht, wenn die einmalige Chance besteht, eine Bauchentscheidung, die über das Schüren von Ängsten und eben solche Ressentiments herbeigeführt wurde, nochmal der Revision zu unterziehen.

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elferlein 26.06.2016, 16:49
34.

Zitat von INGXXL
die Frage muss das Parlament einem Austrittsantrag nach §50 zu stimmen? Zwingen kann man die Abgeordneten ja nicht dafür zu stimmen Wenn ja ist die ganze Abstimmung eine Farce gewesen und führt zu weiterer Verdrossenheit. Vielleicht sollte SPON hierzu recherchieren.
Ein Referendum muss bindend sein.

Mittlerweile wollen ja angeblich bereits 3 Mio. Briten eine Wiederholung des Referendums.

Ich bin der Meinung, dass vor einer Wiederholung die EU gefragtw erden sollte, ob sie diese Wiederholung anerkennen. Immerhin haben die Briten bereits durch ihr erstes Referendum Schaden für die EU verursacht. Die Briten haben erklärt, dass sie raus wollen, nun geht der Weg zurück nur über einen Beitrittsantrag. Damit würden die Briten nicht zu den Gründungsmitgliedern gehören. Ach, gehörten sie ja eh nie ... nur zu den besonders priviligierten.

Ok, die Umsetzung der Abstimmung ist eine nationale Angelegenheit. Lasst sie zurück kommen oder bleiben ... ohne jede Extrawurst.

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rofis 26.06.2016, 17:11
35. zur Erinnerung

Die selben Leute, die jetzt Corbyns Rücktritt fordern, haben jahrelang dem Kriegsverbrecher Tony Blair die Stange gehalten und verdanken ihm ihre Karriere. Es ist überhaupt nicht polemisch, zu sagen, dass Blair an den Galgen oder nach heutigen Gepflogenheiten bis an das Ende seiner armseligen Existenz hinter Gitter gehört. Mit ihm fing die Katastrophe schließlich an.

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mountbatten 26.06.2016, 18:27
36.

Totaler Irrsinn dieser Machtkampf. Je stärker sich die Konservative streiten weil sie entweder für oder gegen den Brexit waren desto mehr braucht Labour einen Führer der die Unterstützung der Basis und der traditionellen Wählerschaft hat. Corbyn eben.

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Ra's al-'Ayn 26.06.2016, 18:32
37. Corbyn verdient Unterstützung

Labour hat mit Corbyn die deutlich besseren Aussichten auf einen Wahlsieg.
Der innerparteiliche Putsch war von langer Hand vorbereitet worden und zwar völlig unabhängig vom Ausgang des Referendums, das jetzt als Vorwand dient.
Zur Frage eines weiteren Referendums: das wird es mit Sicherheit geben, schließlich werden die Wähler über das Verhandlungsergebnis mit der EU abstimmen wollen. Und bei Ablehnung wird eben solange weiterverhandelt bis ein für alle akzeptables Ergebnis zustande kommt. Dabei ist sorgfältig darauf zu achten, dass die Interessen von Arbeitnehmern, Rentnern und Krankenversicherten gewahrt bleiben. Milliardenkürzungen im Sozialhaushalt wie angekündigt wird es jedenfalls mit Labour nicht geben.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass nach einem Beitritt der Schotten, Nordiren, auch little England mit Cornwall und Wales ihren Weg nach Europa finden werden. Alles nur eine Frage der Zeit, aber eher mittel- als langfristig, sicherlich noch vor dem nächsten Generationenwechsel.

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sensei 26.06.2016, 23:36
38.

Zitat von Mali
Und wenn sich die Briten entschließen das Referendum nicht anzuwenden muß man das auch akzeptieren.
Die Briten schaffen hier griechische Verhältnisse. Donnerstag wird das in einem Referendum beschlossen, Montag ist es wieder hinfällig?

Jetzt gibt es die "Befürchtung" der neue Premierminister würde eher Neuwahlen ansetzen als das Parlament zu befragen um einer Artikel 50-Abstimmung zu entgehen und um England mehr Zeit zu geben.

Das heißt es gab nie einen BrExit, denn die Experten sind sich einig: die besseren Deals wird es nicht geben und nahezu alle Lügen der BrExit-Freunde sind nichts wert. Es ging einzig und allein um die Kontrolle, die hätten sie jetzt zurück - und nun wollen sie sie nicht mehr. Kindergarten.

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clint east wood 27.06.2016, 09:12
39. 2referendum geht gar nicht...

Denn Grund wäre ja:sorry wir waren zu faul,uns zu informieren oder zu blöd selbst zu denken und sind einer Propaganda auf den Leim gekrochen - kurz: wir Briten sind demokratieuntauglich. Vorschlag zur Beschleunigung: ab morgen ist englisch keine offizielle EU-Sprache mehr.Alle Dokumente nur noch französisch und deutsch. Und für Betty`s Nachfolge (sie wird außerhalb Europas sterben :-((): Charles königt für Schotten und Iren bis zum Wiederbeitritt, William für England und Wales. Kein Immigrationsrecht für englische(!) Wirtschaftsflüchtlinge in die EU. Und die Freizügigkeit für britische Tiefdruckgebiete herüber auf den Kontinent wird abgeschafft!

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