Forum: Politik
Offensive der Islamisten: Taliban überrennen afghanische Provinz Helmand
AFP

Die Taliban stehen kurz vor der Einnahme der südafghanischen Stadt Sangin - einem strategisch wichtigen Ort und Zentrum der Opiumproduktion. Nun sollen britische und amerikanische Spezialkräfte die islamistischen Kämpfer zurückdrängen.

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rauschebart 123 22.12.2015, 11:26
90. Da wird ganz offensichtlich,

Zitat von querdenker22
Die liegt dann momentan wohl (noch) in staatlicher afghanischer Hand; unterstützt vom Nato-Bündnis. Welch eine Doppelmoral!
wie sehr der Westen Opium fürs Volk braucht. Ähnlich war es mit dem Crack. Nur einmal die Geschichte des US Journalisten Gary Webb lesen, dessen Geschichte im Film "Kill the Messenger" aufgezeigt wurde.
Er brachte die Story, dass der CIA die Slums in den US-Großstädten mit billigem Crack überfluteten, um die nicaraguanischen Contra-Rebellen zu finanzieren. Besonders schlimm waren die entwürdigenden Kampagnen gegen ihn, welche die NYT, Washington Post und die L.A. Times anzettelten. Das zerbrach seine Ehe, er fand selbst als Pulitzer-Preisträger nirgendwo mehr in den USA einen Job als Journalist und beging schließlich Selbstmord. Um sicher zu gehen, schoss er sich gleich 2 x in den Kopf.

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ostkraft 22.12.2015, 11:28
91. Raus aus Afghanistan!

Die Bevölkerung fühlt sich nicht beschützt durch die ausländischen Streitkräfte und auch nicht von ihrer Zentralregierung. Zivilie Kollateralschäden und Opfer ohne Ende, andauernde Korruption, keine Rechtsstaatlichkeit, kein Gewaltmonopol des Staates. Die Afghanen werden seit 36 Jahren zwischen den Machtinteressen der Radikalen, der Clans und der ausländischen Interventen zerrieben.
Da ist nix zu machen, die Menschen dort müssen es selbst lernen, und wenn es noch 200 Jahre dauert. Dann lieber raus da und nur versuchen, nicht noch mehr Waffen und Sprengstoff in dieses Pulverfass reinzulassen.
Solche Völker kann man nicht unterjochen, sie werden sich nie bevormunden lassen. Dazu muss man nur einmal die historischen Aufzeichnungen der Briten von 1842 aus Afghanistan lesen, die Erfahrungen der Japaner in Südostasien 1940 bis 1945, die der Franzosen 1945-54 in Indochina, der Amerikaner in Vietnam, Kambodscha und Laos 1960-75. Aber sie lernen nix daraus. Neue machtgeile und waffenstarrende Generationen globaler Polizisten und Krieger machen die gleichen dummen Fehler immer wieder und wieder: Afghanistan 2001, Irak 2003, Libyen 2011, Syrien 2014...
Die Herzen der Menschen gewinnt man nicht mit Zerstörung und Tod.

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Beat Adler 22.12.2015, 11:32
92. Weshalb sich die Kluft vertieft?

Zitat von muellerthomas
Soweit einverstanden, dass die Kluft sich vertieft. Aber weshalb? Und sollte man dagegen wirklich nichts unternehmen? Auf erstere Frage habe ich keine wirkliche Antwort, die zweite möchte ich verneinen. Sie sagen es: Es gibt keine muslimische Aufklärung. Aber soll der Rest der Welt ......
Weshalb sich die Kluft vertiefte und weitervertieft? Der Grund dafuer ist der erhaeltlichen Information via SatellitenTV, Internet, smartphone geschuldet.
Die Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sind so ueberzeugend, dass immer mehr Menschen, besonders mulimische Menschen, sie haben wollen. Bereit sind dafuer auf die Barrikaden zu gehen. Der arabische Fruehling waere ohne die Informationsrevolution nie entstanden.

Kim der Aufgedunsene weiss ganz genau, warum seine lieben Untertanen nicht ins Ausland telefonieren duerfen, kein Internet haben und auch kein TV ausser dem Staatlichen. Er weiss, wie er sich seine Macht erhaelt.
Kein muslimisches Land kann sich vom Rest der Welt abschotten. Dass die Bewohner nach Freiheit streben, ist eine logische Folge des Erfolgs des American way of life und der westlichen augepraegten Demokratie. Beides sind erstrebenswerte Ziele.

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seamanslife 22.12.2015, 11:44
93. Zahlen?

Zitat von rauschebart 123
die für sich sprechen. Im Jahre 2001 wurden unter den Taliban 184 Tonnen Opium in Afghanistan produziert. Im Jahre 2014 waren es 6400 Tonnen. Das nennt sich doch ein durchschlagender Erfolg. Diese Zahlen sind einfach zu ergoogeln, da man diesbezügliche Links in der Red. wohl nicht so mag.
Die Geheimdienste der Interventionsstaaten in Afghanistan kennen die die Drogenbarone mit Hausnummer, sie kennen die Wege der Drogen durch die Transitländer und die Dealer in Europa und den USA.

Sie kennen auch die Wege des Öls und die Endabnehmer, welches vom IS über Zwischenhändler und per Tanker von Häfen im östlichen Mittelmeer abtransportiert wird. Wenn der US-Präsident und der russ. Präsident Länder und sogar Familiennamen der Beteiligten nennen dann spricht das ja wohl Bände.
Fazit - Nichts

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hapeschmidt2 22.12.2015, 11:48
94. Cdu

Zitat von Beat Adler
(...) Dass die Bewohner nach Freiheit streben, ist eine logische Folge des Erfolgs des American way of life und der westlichen augepraegten Demokratie. Beides sind erstrebenswerte Ziele.
"The american way of life" ist ein erstrebenswertes Ziel? Das sagt ja noch nicht mal die CDU... ;-)

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muellerthomas 22.12.2015, 11:51
95.

Zitat von Beat Adler
Weshalb sich die Kluft vertiefte und weitervertieft? Der Grund dafuer ist der erhaeltlichen Information via SatellitenTV, Internet, smartphone geschuldet. Die Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sind so ueberzeugend, dass immer mehr Menschen, besonders mulimische Menschen, sie haben wollen. Bereit sind dafuer auf die Barrikaden zu gehen. Der arabische Fruehling waere ohne die Informationsrevolution nie entstanden.
:-) Nein, ich setze ja vorher an. Wie Sie doch auch festgestellt haben, waren Afghanistan, aber auch Iran, Ägypten und andere islamische Länder früher mal weit "westlicher" als heute. Die Frage für mich ist also eher, was dazu geführt hat, dass der Islamismus zugenommen hat. Denn hier gab es nach meinen Begriffen seit den 70er oder 80er Jahren Rückschritte, die einer Erklärung bedürfen. Die Fortschritte wie der Arabische Frühling sind m.E. relativ gut erklärbar. Hier wäre eher die Frage, wie der Westen dies noch mehr fördern kann.

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