Forum: Politik
Offensive der Islamisten: Taliban überrennen afghanische Provinz Helmand
AFP

Die Taliban stehen kurz vor der Einnahme der südafghanischen Stadt Sangin - einem strategisch wichtigen Ort und Zentrum der Opiumproduktion. Nun sollen britische und amerikanische Spezialkräfte die islamistischen Kämpfer zurückdrängen.

Seite 3 von 10
unbekanntgeblieben 22.12.2015, 09:04
20.

Zitat von Beat Adler
Teile der Bevoelkerung unterstuetzen die Taliban. Besonders unter der laendlichen Bevoelkerung Afghanistans scheint die Unterstuetzung ausgepraegt zu sein. Ohne Hilfe durch die lokalen Einwohner ist der Kampf gegen die Taliban kaum moeglich. Erst wenn .....
In der Nähe der Stätte ist das wohl in Ordnung. In den ländlichen Gegenden kann aber grade mal der Dorfälteste ein zwei Zeilen lesen, und seine Interpretation des Korans ist da entscheidend.

Ausserdem ist die Polizei und andere Behörden dort wohl sehr korrupt. Sinvoll wäre es die Opium-Produktion dort für eine Weile still zu legen, die Einnahemn der Taliban stammen anders als beim IS mit dem Öl zu einem Großteil daraus. Das will aber der Westen nicht. Ein Schelm wer böses denkt ...

Was auch beim IS selten erwähnt wird, der Endabnehmer des Öls ist nicht die Türkei alleine ...

Beitrag melden
lupenreinerdemokrat 22.12.2015, 09:15
21. Opiumanbau

Seltsam. Haben die Taliban ihre Meinung um 180° geändert?
Noch bevor die "Koalition" im Jahr 2001 in Afghanistan einfiel, wurden die Taliban von den Vereinten Nationen gelobt für die Bekämpfung und die Zerstörung des Mohnanbaus in Afghanistan:

http://www.faz.net/aktuell/politik/afghanistan-der-zweifelhafte-kampf-der-taliban-gegen-drogenanbau-139651.html

Das war auch mein Wissensstand bis zuletzt. Als die Taliban ab 2001 zurückgedrängt wurden, stieg auch die Opiumproduktion wieder sprunghaft an.
Nun machen die Taliban mit Opium Geschäfte?

Beitrag melden
Valis 22.12.2015, 09:15
22. Wundert es irgendjemanden?

Kunduz wird bald auch komplett fallen.
Der Einsatz der Deutscheb war eh immer nach dem Motto " Nur das nötigste" aber wenigstens konnten wir durch Präsenz und durch Feuerüberlegenheit und vor allem Disziplin den Feind abschrecken!
Die ANP und ANA haben beiweitem nicht die Disziplin und die Moral Checkpoints rund im die Uhr zu betreiben, Höhen zu besetzen oder Patrouille zu laufen.
Ich war 3 mal in Kunduz.Auf die Armee und Polizei war nie verlass! Als würden sie keine Sicherheit wollen.
Uns Soldaten war klar das der Abzug viel zu früh war und das allgemein viel zu wenig auch militärisch getan wurde um die Sicherheit des Landes gewissenhaft an die Armee zu übergeben!
Die jetzige Reaktion der Bundesregierung ist doch nur eine Farce!
Soldaten nochmal aufstocken und Einsatz verlängern.
Wo? In Mazar Al Sharif? Mazar war nie ein Problem! Der fokus vonn tausenden Deutschen Soldaten in Mazar (auch Center Parc Afghanistan genannt) war in dem Ausmaß schon immer falsch! Wenn man es richtig machen will muss man seine Fehler eingestehen und es mit der Brechstange wieder richten!
Heisst: Einsatz auf 10 Jahre verlängern.Fokus auf Kunduz verlegen mit 5000 Deutschen Soldaten und Ausbildungslager für die ANA

Beitrag melden
muellerthomas 22.12.2015, 09:16
23.

Zitat von Beat Adler
Auch in diesem mulimischen Land, wie in allen Anderen auch, ist der Riss, der die Modernen von den Schariahahnhaengern trennt, tief und scheint immer tiefer zu werden. Diese Auseinandersetzung, dieser Konflikt ist virulent und ein Abklingen ist nicht in Sicht. Nirgendwo.
Ja, seh ich auch so. Und daher sind vielleicht ganz neue strategische Ansätze erforderlich. Rein militärisch wird man den Islamismus nicht erfolgreich bekämpfen können, aber der Ansatz "wenn es den Menschen erstmal (materiell) gut geht, werdenn die nicht radikal" halte ich auch für Wunschdenken. Auch das punktuelle Eingreifen in jeweils einem Gebiet ist vermutlich kein dauerhaft sinnvoller Ansatz.

Beitrag melden
nick999 22.12.2015, 09:17
24. Das ist nun mal ein Feudalstaat

mit Stammesfürsten.

Was bilden wir uns eigentlich ein, unsere Wertvorstellungen in alle Ecken der Welt zu exportieren.
Da wo es nicht funktioniert, wird regelmäßig nur Chaos zurückgelassen.

Beitrag melden
funnukem 22.12.2015, 09:23
25. Opium fürs Volk

habe ich das richtig verstanden?
Die afghanische Regierung verliert die Kontrolle über die Opiumproduktion....
das ist ja wohl absurd... 14 Jahre sinnloser Krieg für Demokratie und Freiheit...

aber die Opiumproduktion ging ungebrochen weiter, nur die Kassen in denen es klingelt wechselt von Zeit zu Zeit.
Das Märchen, dass unsere westliche Zivilisation am Hindukusch verteidigt wird zieht schon lange nicht mehr.
Offensichtlich gibt es dort auch genügend Menschen denen die Taliban näher stehen als die gottlose Regierung in Kabul.
Es wird Zeit das Desaster endlich zu beenden.

Beitrag melden
rauschebart 123 22.12.2015, 09:25
26. Warum dieses Gejammer?

Die eigentlichen Kriegsziele der Amerikaner wurden doch klar verwirklicht. Der vor dem Überfall der USA, mit ihrem Club der Willigen, auf Afghanistan, hat den damals praktisch nicht mehr existierenden Mohnanbau zur nie erhofften Blüte verholfen. Die Herstellung von Opium und Heroin stellen längst nie erhoffte Rekorde auf und die Taliban wurden längst überzeugt, dass man von Drogen, sowie der Herstellung von und dem Handel mit Drogen gut leben und profitieren kann.

Beitrag melden
Orthoklas 22.12.2015, 09:26
27. 60 Amis und 30 Briten?

Wahnsinn: 90 Soldaten sollen den Ort vor dem Fall bewahren? Soll das Slapstick sein? Man hat zunehmend den Eindruck, dass vor Ort alle, außer die Terroristen, unfähig sind. Arme Bevölkerung!

Beitrag melden
GnRH 22.12.2015, 09:26
28.

Zitat von Olaf
Hmm.., verstehe ich das richtig, dass da gerade westliche Spezialeinheiten ein Zentrum der Opiumproduktion verteidigen?
Das verstehen Sie richtig, die Bundeswehr hat genau das gleiche getan. Man arbeitete frei nach dem Motto, dass man doch lieber mit den Warlords und nicht mit den Taliban "arbeitet".

Ich verstehe es sowieso nicht so ganz. Wenn ich ganze Sache richtig verstanden habe, dann hat die Taliban im endeffekt nichts mit Al Qaida zu tun und ist ein ganz anderer Verein.

Hatte die Taliban im Prinzip nicht einfach "nur" eine Regierung gestellt, die nach dem Scharia Prinzip geführt wurde? Das wird doch sonst auch von "uns" akzeptiert wenn es gerade in den Kram passt.

Auf jeden Fall sah und sehe ich die Taliban als eine Fraktion mit der man eine diplomatische Lösung hätte finden können.

Die Taliban ist nicht auch nicht ganz lupenrein, aber nicht so verballert und irrational wie der IS.

Beitrag melden
fatherted98 22.12.2015, 09:26
29. Lach...

Zitat von willi10661
Schon interessant, dachte wir als die Guten hätten das abgeschafft oder haben wir nur den Großhandel übernommen?
...haben Sie nicht die schönen Bilder von Deutschen Radpanzern gesehen die durch blühende Mohnfelder fuhren...ach ja...wurde ja nach der Erstaustrahlung zensiert (als man merkte was man dort zeigte). Die ISAF haben doch mit den nördlichen Kriegsherren (darunter Herr Dosdom) ein Abkommen geschlossen...Mohnfelder werden nicht "kritisiert"...dafür gabs freie Fahrt und keinen Ärger mit den regionallen Kriegsherren...die Taliban waren da eh nur in kleinen Trups unterwegs.
Tja...mit wem sich der Westen...wen es brennt...so ins Bett legt, sieht man ja jetzt am Beispiel Türkei...dort wird die Sicherung der EU Aussengrenzen mit dem Gummiknüppel betrieben...schöne Gutmenschen-Weihnachten Frau Merkel.

Beitrag melden
Seite 3 von 10
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!