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Offensive gegen Gaza: Die Stunde der Hamas
REUTERS

Zerstörungen im Gaza-Streifen, Raketenalarm in Tel Aviv und Jerusalem: Hunderttausende fürchten einen neuen Krieg in Nahost. Doch die Hamas dürfte von dem Konflikt profitieren - er könnte gleich drei Probleme der Radikalislamisten lösen.

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ein anderer 20.11.2012, 22:00
20. ...

Zitat von Mononatriumglutamat
Auch das ist falsch. Richtig ist, daß Arafat die Anerkennung Israels in einem Brief versprochen hat,
Falsch, Arafat hat sogar nach einer Konferenz mit Sharon in den USA öffentlich das existenzrecht Israel anerkannt. Und als Sharon an das Microfon trat, faselte er nur "die Konferenz verlief gut". Das war typisch, wie Israel Arafat und die PLO dauernd ins leere laufen liessen.

Zitat von Mononatriumglutamat
und richtig ist, daß die palästinensische Nationalversammlung bereits vor 15 Jahren beschlossen hat, die palästinensische Nationalcharta dahingehend zu ändern. Richtig ist aber auch, daß diese Änderung bis heute nicht vorgenommen wurde und das Ziel der Vernichtung Israels in der offiziellen Version der palästinensischen Nationalcharta enthalten ist
Wenn Israel die ganzen 15 Jahre den Krieg gegen das palästinensische Volk nicht beendet hatte, kein Wunder. Noch heute werden Palästineneser vertrieben, vorwiegend aus Ostjerusalem und dem Jordantal.



Zitat von Mononatriumglutamat
Im Gegenteil ist es noch gar nicht lange her, als Mahmoud Abbas offiziell einen Platz nach der Anführerin des Küstenstraßen-Anschlags benannt und die Terroristin, die für den Tod von 37 Israelis verantwortlich ist, als "inspirierend" und "Vorbild für die Jugend" gelobt hat.
Meinen Sie Sharon wird nach seinem ableben nicht auch geehrt? Ein Mann der nach Augenzeugenberichten massgeblich in die Massaker von Sabra und Schatilla verwickelt war.

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ein anderer 20.11.2012, 22:19
21. ...

Zitat von Mononatriumglutamat
Also soll Israel einfach so tun, als hätte es die Zeit vor 1967, als die jordanischen Besatzer gemeinsam mit den palästinensischen Arabern alle Juden aus der West Bank vertrieben haben, und die folgenden arabischen Überfälle auf Israel '67 und '73 gar nicht gegeben? Das ist kein Angebot, sondern ein Witz. Meine Frage, wo die palästinensischen Araber je Friedenswillen, Kompromiß- oder Kooperationsbereitschaft gezeigt hätten, haben Sie nicht einmal mit einem einzigen Beispiel positiv beantworten können. Das wundert mich aber ehrlich gesagt nicht, denn ich suche schon seit Jahren nach so einem Beispiel, leider ohne Erfolg.
Wow, man merkt, dass sie mitten im Konflikt stehen und nicht fähig sind einen Schritt zurück zu machen um die Situation auch mit einer anderen Perspektive wahrzunehmen. Kein Wort über die vertriebenen Palästinensern von 1948 bis heute oder darüber dass Israel Sadat's Friedensangebot auschlug.

Zitat von Mononatriumglutamat
Was nun "die Grenzen von 1967" angeht: dabei handelt es sich nicht um Grenzen, sondern um Waffenstillstandslinien, und dies waren und sind sie auf den ausdrücklichen Wunsch der arabischen Seite. Und wenn die arabische Parteien sich mit den "Grenzen von 1967" hätten zufrieden geben wollen: warum haben sie Israel dann 1967 und 1973 überfallen, wiederum mit dem erklärten Ziel seiner totalen Vernichtung?
Schon komisch, beim Iran argumentieren Sie damit, dass der Iran den NPT Vertrag unterschrieben hat und man ihn nun zwingen darf den Vertrag einzuhalten.
Aber bei Israel scheinen Sie Verträge nicht so genau zu nehmen. Israel hat mit dem Beitritt zur UNO auch die Charta akzeptiert, welche ganz klar den Gebietsgewinn durch Krieg verbietet.

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Mononatriumglutamat 21.11.2012, 00:14
22.

Zitat von ein anderer
Falsch, Arafat hat sogar nach einer Konferenz mit Sharon in den USA öffentlich das existenzrecht Israel anerkannt. Und als Sharon an das Microfon trat, faselte er nur "die Konferenz verlief gut". Das war typisch, wie Israel Arafat und die PLO dauernd ins leere laufen liessen.
Ich fürchte, Sie irren sich. Bitte lesen Sie das noch einmal selbst nach. Sicherlich können Sie Ihre Behauptung, Arafat habe das Existenzrecht Israels als Staat des jüdischen Volkes öffentlich anerkannt, mit einer seriösen Quelle belegen? Meines Wissens ist das nämlich falsch.

Zitat von ein anderer
Meinen Sie Sharon wird nach seinem ableben nicht auch geehrt? Ein Mann der nach Augenzeugenberichten massgeblich in die Massaker von Sabra und Schatilla verwickelt war.
Und wieder einmal irren Sie sich. Das Massaker von Sabra und Schatila waren die Phalange-Milizen. Das Einzige, was man Scharon vorwerfen könnte, ist, dort nicht eingeschritten zu sein. Von einer "maßgeblichen Beteiligung" kann jedenfalls keine Rede sein.

Aber kann man ihm denn wirklich vorwerfen, daß er Leib und Leben der ihm anvertrauten Soldaten nicht riskieren wollte um zu verhindern, daß ein Feind den anderen bekämpft? Das hätte kein verantwortlicher Kommandeur oder Minister jemals getan, von der politisch heiklen und brüchigen Situation zu diesem Zeitpunkt des libanesischen Bürgerkriegs einmal ganz abgesehen.

Dennoch wurde Scharon ja hinterher dazu gezwungen, die politischen Konsequenzen zu tragen und als Verteidigungsminister zurückzutreten. Das Kapitel mag nicht das hellste in seinem Leben sein, aber er hat sich in seinem langen Leben als Offizier und Politiker zweifellos eine Menge Verdienste um sein Land erworben.

Das ist auch der große Unterschied zwischen Scharon und der von Abbas geehrten Terroristin: er hat in einem dunklen Moment etwas Schreckliches nicht verhindert, sich jedoch viele andere Verdienste erworben. Sie hingegen hat etwas Schreckliches getan und ist nur für genau dieses Schreckliche geehrt worden. Diesen großen Unterschied kann man wohl nur dann übersehen, wenn man das unbedingt will.

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ein anderer 22.11.2012, 17:54
23.

Zitat von Mononatriumglutamat
Sicherlich können Sie Ihre Behauptung, Arafat habe das Existenzrecht Israels als Staat des jüdischen Volkes öffentlich anerkannt, mit einer seriösen Quelle belegen? Meines Wissens ist das nämlich falsch.
Wollen Sie mich jetzt mit derselben krummen tour über den Tisch ziehen wie das Israel mit der PLO gemacht hat? Wir haben zuvor immer vom Existenzrecht Israels gesprochen. Und nicht die Neuauflage mit dem Verweis "als Staat des jüdischen Volkes".

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Mononatriumglutamat 22.11.2012, 19:58
24.

Zitat von ein anderer
Wollen Sie mich jetzt mit derselben krummen tour über den Tisch ziehen wie das Israel mit der PLO gemacht hat? Wir haben zuvor immer vom Existenzrecht Israels gesprochen. Und nicht die Neuauflage mit dem Verweis "als Staat des jüdischen Volkes".
Aber Meister, ganz genau darum geht es doch! Das ist der wichtigste Punkt an der ganzen Veranstaltung mit der Anerkennung. Es geht doch nicht darum daß Israels Existenz als Staat anerkannt wird, denn die ist schließlich evident und bedarf keiner Anerkennung mehr. Was denken Sie denn, warum die arabische Seite sich damit so schwer tut? Weil sie die faktische Realität nicht selber sieht?

Worum es geht, ganz explizit geht, ist, Israel als nationale Heimstatt des jüdischen Volkes anzuerkennen. Also als einen Staat, in dem das jüdische Volk souverän leben kann, frei, sicher, selbstbestimmt, und menschenwürdig.

Nur wenn die palästinensischen Araber Israel als Staat des jüdischen Volkes anerkennen, und zwar nicht nur als Lippenbekenntnis, sondern real: nur dann können sie neben einem souveränen Staat zu leben, welcher von Juden bewohnt wird, die keine Dschizya und keine Kharaj bezahlen und nicht unter der Dhimma muslimischer Herrscher stehen.

Jetzt mal ehrlich: haben Sie denn wirklich überhaupt nichts von diesem ganzen Konflikt verstanden? Diese Sache mit der Anerkennung Israels als Staat des jüdischen Volkes ist einer der wichtigsten Wesenskerne in dieser ganzen Geschichte: die Akzeptanz der Araber von souveränen jüdischen Nachbarn in ihrem eigenen Staat.

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