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Offensive gegen Kurden: US-Regierung irritiert über türkische Syrien-Operation
AP

Interessenkonflikt zweier Nato-Staaten: Die Türkei geht gegen Kurden vor, die von den USA unterstützt werden. Nach dem türkischen Einmarsch in Nordsyrien warnt Washington: Haltet euch zurück.

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Hans_Kammerer 22.01.2018, 11:00
1. Die USA sind irritiert ? Ernsthaft ?

Statt gemäß den Vorschlägen der zweitgrößten Nato Armee gemeinsam mit der Türkei und der "FSA" gegen den IS vorzugehen wählten die USA entgegen aller Bedenken, Proteste und Konsequenzen den Weg die Waffenbrüder der PKK, die u.a. auch innerhalb der EU und der USA eine verbotenen Terrororganisation darstellen, mit modernstem Kampfgerät auszustatten und eine reguläre 30.000 Mann starke Armee formen zu wollen. Und nun ist man wirklich irritiert, dass die Türken als "Kollateralschaden" einer erneut verfehlten US Nahostpolitik die Zähne zeigen und gegen amerikanischen Widerstand Fakten schaffen ? Die Beweggründe der Türken scheinen berechtigt. Irritiert wird man in Washington eher darüber sein, dass es jemand trotz anhaltender Destabilisierungspolitik der USA wagt, diesen die Stirn zu bieten. Wer überdies mal aufmerksam verfolgt hat wie die Destabilisierung Syriens per Stellvertreterkrieg chronologisch abgelaufen ist, den wird die Türkische Reaktion angesichts ca 15 - 20 mio Kurden im eigenen Land eher nicht wundern. Die Türken befinden sich seit 50 Jahren immer auf einem schmalen Grat an der Schwelle zu einem Bürgerkrieg. Potenziell einsickernde PKK Kämpfer aus Syrien und die Bewaffnung türkischer Kurden mit diesen dort nun gelieferten Waffen wären der Auftag zu syrischen Verhältnissen in der Türkei. 10 mio Flüchtlinge inklusive.

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gorgonzola68 22.01.2018, 11:07
2. ist Syrien genauso souverän wie die Ukraine?

oder kann da jeder seine "Einflusszone" mit militärischen Mitteln definieren? Der Westen ist einfach unglaubwürdig.

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HeisseLuft 22.01.2018, 11:16
3. Das ist zunehmend lächerlich

Man kann sich nicht mit einer Gruppe militärisch verbünden, gemeinsam gegen einen gemeinsamen Gegner kämpfen - und im Anschluss seelenruhig zusehen, wie dieser Verbündete attackiert wird - und lediglich zur Zurückhaltung beim Angriff auf den Verbündeten mahnen.

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vliege 22.01.2018, 11:16
4. Geschichte wiederholt sich

ausser dem erhobenen Zeigefinger wird es aus US/Europa Sicht nichts geben um den Kurden und wichtigsten Partner gegen den IS bei zu stehen. Sie waren es, die am Boden, Stadt für Stadt von den IS Islamisten befreit haben. Hätten alle kampffähigen Syrer so gehandelt anstatt zu flüchten wäre Syrien Schon Monate vorher vom IS befreit. In den beiden Irakkriegen im Kampf gegen Saddam waren die Kurden verlässliche Partner und wurden nach getaner Arbeit im Stich gelassen. Die Kurden verdienen auch heute mehr als nur Schulter klopfen und Milan Raketen. Der Panzerdeal aus Deutschland ist eine Schande und verstößt klar gegen Artikel 26 des Grundgesetzes (Unterstützung eines Angriffskrieges). Ich hoffe das die Verantwortlichen in der Politik nachts nicht mehr schlafen können weil ihr einem Despoten zum Völkermord verhelfen tut. Leider liest man in den deutschen Medien noch nicht viel über die Zivilisten die bis jetzt getötet wurden, da ist die internationale Presse weiter. Erdogan macht keinen Unterschied zwischen kurdischen Militärs und Zivilisten er bombt alles weg. Wo war sein Eifer gegen den IS?

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syracusa 22.01.2018, 11:19
5. die PKK ist keine Terrororganisation

Die PKK ist schon lange keine Terrororganisation mehr. Terrorakte hat sie schon lange nicht mehr verübt. Die Terrororganisation ist die türkische AKP-Regierung, die den Friedensprozess mit der PKK einseitig aufgekündigt hat, und die einen blutigen Krieg gegen die türksichen Kurdengebiete führt.

Die EU sollte endlich klare Kante zeigen und die Einstufung der PKK als Terrororganisation aufheben.

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nickleby 22.01.2018, 11:23
6. Türkei

Das Vorgehen der türkischen Armee gegen die Kurden erinnert an das Handeln des Osmanischen Reichs als es ca zwei Millioneen Armenier ermordete. Nun sind die Kurden dran, und die Welt schaut zu. Es gibt 25 Millionen Kurden in der Türkei, die jetzt nichts Gutes zu erwarten haben, wenn Erdogan als Oberrepräsenntant das Zeichen gibt. Der Genozid an den Armeniern reicht der Türkei wohl nicht. Nun geht es an die Kurden.

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OvB 22.01.2018, 11:23
7. Partner?

Die YPG war für die USA (und wohl für alle, die nicht so gerne früher oder später vom IS "regiert" werden möchten) gerne als Partner gesehen, der unter heftigen eigenen Verlusten den IS bekämpft, während sie selbst nur zugucken, gute Tipps und ein paar Waffen liefern mussten. Andersherum ist die Partnerschaft wohl nicht so wichtig, sonst müssten doch die USA die YPG genauso gegen Angriffe in Schutz nehmen. Also zum Beispiel der Türkei mit einem Atomschlag drohen, wenn sie nicht sofort ihren Angriff einstellt. Das kostet ja nichts und hat ja sonst auch geholfen. Aber es reicht nur für ein "wenn ihr die restlichen Männer in Stücke schießt, die für uns den Kopf hingehalten haben, lasst doch bitte ihre Kinder leben - wenn's keine Umstände macht". Mal sehen, ob sich da nochmal jemand auf eine "Partnerschaft" mit den USA einlässt...

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mimoun74 22.01.2018, 11:27
8. Hindukusch der Türkei

Man muss bevor man etwas beurteilt die Äußerungen der letzen Vergangenheit betrachten um die Reaktion der Türkei zu verstehen.
Die USA wollten die SDF/PYG (andere Namen für PKK) zu einer 30000 Mann starken Armee mit weiteren schweren Waffen aufrüsten.
Und das nachdem der IS bis auf kleine Nester besiegt ist. Kein Land der Welt lässt an seiner direkten Grenze langsam eine komplette grünliche Armee aufbauen und wartet bis die einmaschiert. Die Türkei hat der USA lange genug versucht zu erklären das man das nicht zulässen wird.
Russland hat den Kurden einen Ausweg gewiesen den die PYG abgelehnt hat.
Sie sollten sich östlich des Euphrat zurückziehen und die Gebiete wieder der Syrischen Armee von Assad unterstellen. Russland hätte dann die Türkei überzeugen können nicht militärisch einzugreifen.
Aber die PYG hat lieber auf die USA gesetzt die sich langfristig Militärstützpunkte in Nordsyrien sichern möchte.
Jetzt wird sich die USA entscheiden müssen ob sie lieber kommunistische Milizen unterstützt um völkerrechtswidrig Militärstützpunkte in Syrien zu bekommen oder die NATO Infrastruktur der Türkei.
P.S. Wenn Deutschland im Hindukusch verteidigt wird ist es noch legitimer das die Türkei an seinen direkten Grenzen verteidigt wird.

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archi47 22.01.2018, 11:27
9. dann kommt wohl auch dort der aufkeimende Laizismus unter die Räder

wenn Erdogans Religionskrieger gegen die Laizisten und Minderheitentoleranz in Syrien Front macht?
Ich habe den Eindruck, das diese gesäuberte türkische Armee nicht mehr so weit von den religiösen Eiferern in Syrien entfernt ist.
Die Kurden haben die "Drecksarbeit" für die USA gemacht und nachfolgend angefangen die verschiedenen Gruppen miteinander zu befrieden und jetzt kommen die Religiösen aus der Türkei und bringen Mord und Totschlag zurück?
Hat das Stillhalen der USA womöglich auch damit zu tun, dass diese Trump-Regierung religiöse Prinzipien, auch moslemische, weniger gefährlich erscheinen, als das Denken in freien Zügen, wie es den kurdischen Befreiungsbewegungen eigen ist?

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