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Offensive gegen Separatisten: Viele Tote bei Luftangriffen in Ostukraine
DPA

Ukrainische Kampfjets haben im Osten des Landes Stellungen der Separatisten beschossen. Die Regierung in Kiew spricht von Hunderten Toten - die Rebellen widersprechen. Doch beide Seiten beklagen Opfer.

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Christy Mack 12.07.2014, 11:33
1. Finanzierung des Ukraine-Kriegs.

Genauso wie im aktuellen Krieg zwischen Hamas und der israelischen Regierung, frage ich mich, ob man die aufgewendeten Mittel nicht lieber gleich in den Aufbau steckt. Natürlich ist die Ost-Ukraine kein kleines Gebiet von der Hälfte Hamburgs mit weniger als 2 Millionen Einwohnern wie der Gaza-Streifen.

Dennoch müsste beiden Seiten auch ohne die externe Einflussnahme mittlerweile klar geworden sein, dass weder eine Separation oder ein Anschluss an Russland wie bei der Krim gelingen kann, weil dafür allein Moskau schon die Mittel fehlen.

Genauso müsste doch auch der Regierung in Kiew klar sein, dass es keine freiwillige Entwaffnung/Aufgabe der Anti-Kiew-Kämpfer geben wird.

Wie schwierig und wie lange eine so erzwungene Friendeslösung durch Selbstentwaffnung sein kann, hat man in Europa bei der ETA und bei der IRA jahrelang minitiös miterleben können.

Die Frage ist nun also, wer bezahlt den Wiederaufbau und macht damit die bizarre Fortführung des Kampfes lächerlich.

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seans 12.07.2014, 11:37
2. Putins Wahnsinn

Mittlerweile wurden Putins Froschmänner in der Ostukraine sogar mit Raketenwerfern ausgerüstet. Was bleibt einem Präsidenten, der sein Land verteidigt denn noch übrig? Man kann diesen Stellvertreterkrieg auf eigenem Territorium nicht weiter hinnehmen. Man muss die Leute befreien. Auch Amnesty International weist deutlich auf die schweren Menschenrechtsverletzungen der "Separatisten" hin, die - was wohl jeder weiß - eigentlich nur eine Kohorte Russlands sind.

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killi 12.07.2014, 11:43
3. Der Kreml mal wieder...

-Angesichts der Gewalt in der Ostukraine beklagt Russland eine zunehmende Zahl an Flüchtlingen.- Seltsam, als damals angeblich hundertausend Krimflüchtlinge nach Russland flüchteten, hat man diese mit offenen Armen empfangen und war stolz darauf.

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colonium 12.07.2014, 11:49
4. Entwaffnung aller Extremisten, nict nur der Ostukrainischen.

Ich habe mir Mal die Propagandaseiten der Rebellen angeschaut, wie z.B. Southfront und fand die Sprache dort widerlich und abscheulich. Dann habe ich mir die offiziellen Seiten des ukrainischen Präsidenten angeschaut und seiner Minister..und fand die Sprache genauso schrecklich und menschenverachtend.

Allerdings sollen die Seperatisten doch alle "Verbrecher" sein und Poroschenko und seine westukrainische Clique doch alle "Demokraten".

Das sind Sie nicht, es sind russenhassende, zum Teil Rechtsradikale westukrainische Extremisten und das bedrückt mich sher, dass wir solche Leute offiziell seitens unserer Regierung unterstützen.

Auf seiner offizielen Webseite, schreibt oder schrieb Poroschenko von "Ungeziefer, Unmenschen, Abschaum, totaler Vernichtung ....ist das die Sprache eines Demokraten?

Und dann immer wieder die völlig Wirren Zahlen. Zählt man alle "angeblich getöteten" seperatisten zusammen, wäre man wahrscheinlich schon bei einem Wert von 100.000, genauso die irrwitzige Behauptung man hätte seit Wochen schion alle Grenzposten unter Kontrolle und würde nicht ungezielt in Städte schießen, was die OSZE eindeutig widerlegte.

Fakt ist allerdings, das mindestens 500 Zivilisten getötet wurde, eher mehr...

Die abscheuliche Rhetorik mancher Anhänger der Seperatisten auf derer Facebook Seite erschreckt ungemein, aber noch erschreckender ist, dass die Sprache der angeblichen "Demokraten" aus Kiew noch drastischer ist und der Wahrheitsgehalt der Aussagen offizieller ukrainischer Stellen einen Wahrheitsgehalt hat, der noch unter der der Verlautbarungen der Rebellen liegt. Das ist wirklich unfassbar.

Wie in einem Kommentar des Blattes des verehrten Augstein, dem Freitag, beschrieben wurde.... "Poroschenko und seine Hampelmänner".. machen wir im Westen uns wirklich zu solchen, indem wir ihn völlig unkritisch seitens unserer Regierungen gewähren lassen.

Um es drastisch zu sagen, Poroschenko und seine westukrainische "Regierung" verrät mindestens genauso Stark die demokratischen Grundwerte, wie manche der waffenstarrenden ostukrainischen Seperatisten.

Aber diese Seperatisten greifen nicht Poroschenkos Kernalnd , die Westukraine , an, sondern Poroschenko greift die Os<tukraine an und das tit er mit hilfe des "Rechten Sektors" (heute wohl Nationalgarde genannt) und vieler anderer , westukrainischer und russenhassender Freiwilligenverbände.

In dieser Situation kann man verstehen, dass niemand die Waffen niederlegt...den würden waffenstarrende Seperatisten aus der Ostukraine, die westukrainischen Städte Lviv oder Ternopil belagern, ein Genozid in der Westukraine drohen, dann würden die Westukrainer sich auch nicht kampflos ergeben.

Ohne eine Entwaffnung der völlig unkontrollierbaren "Nationalgarde" und der anderen rechtsradikalen Freiwilligenbataillone, kann es keine Forderung nach Entwaffnung der Seperatisten geben.

Und auch Poroschenko sollte sich selbst entwaffnen..nämlich sein antidemokratisches Gerede einstellen, dass ihn zum Sprachrohr der Svoboda macht, aber nicht zu einem ukrainischen Präsidenten.

http://www.freitag.de/autoren/lutz-h...-hampelmaenner

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hdwinkel 12.07.2014, 12:01
5. Bürgerkrieg

Das UNHCR geht mit Stand vom 27.06. von über 54.000 Binnenflüchtlingen und über 110.000 Flüchtlingen nach Russland aus
http://www.unhcr.de/presse/nachricht...stukraine.html
Besonders erwähnt wird, daß die meisten Flüchtlinge nach Russland keinen Flüchtlingsstatus beantragen, weil sie Repressalien nach ihrer Rückkehr fürchten.
Beide Konfliktparteien setzen sich offenbar über elementare Menschenrechte hinweg:
https://www.amnesty.de/presse/2014/7...on=node%2F3034

Es schaut so aus, als ob langsam aber sicher syrische Verhältnisse einziehen.
Selbst die Sprache der Beteiligten nähert sich immer weiter an, wenn von Terroristen, Rache, Vergeltung und Vernichtung seitens der jeweiligen Regierungen gesprochen wird. Irritierend ist die Parteinahme unserer Regierung mittlerweile in beiden Bürgerkriegen, kurioserweise für grade die gegensätzlichen Beteiligten.
Einmal für die Regierung, das andere mal für die Aktivisten.

Es wird Zeit, allen Beteiligten klar zu machen, daß ihre jeweiligen Strategien nur Leid erzeugen und ein friedliches Miteinander der verschiedenen Volksgruppen in der Ukraine damit weiter erschweren.
Den Separatisten muß klargemacht werden, daß es eine unabhängige Ostukraine, oder gar einen Anschluß an Russland nicht geben wird.
Der ukrainischen Regierung sei gesagt, daß sie mit ihrer angeblichen 'Befreiungsaktion' das Gegenteil erreicht: sie wird als Okkupant wahrgenommen werden.

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warum_denkt_keiner_nach? 12.07.2014, 12:01
6.

Zitat von killi
-Angesichts der Gewalt in der Ostukraine beklagt Russland eine zunehmende Zahl an Flüchtlingen.-
Es ist doch seltsam, dass die Mehrzahl der Leute anscheinend Richtung Russland flüchtet. Also zu den Bösen. Und nicht in Richtung der strahlenden Demokraten. Merken Sie was?

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ff_m 12.07.2014, 12:07
7. Unterschied

Kann mir jemand den Unterschied zwischen einer Anti-Terror-Operation und einem Bürgerkrieg erklären? Was hat man den jetzt in der Ukraine?

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erasmus89 12.07.2014, 12:07
8. Je mehr Poroschenko,

auf Gewalt setzt, desto so höher werden die Kosten. Er wird doch nicht im Ernst daran glauben, dass sie die Ostukrainer ergeben. Für jeden getöteten Zivilisten stehen dann gleich die ganze Familie und die Anverwandten als potenzielle Rebellen bereit.

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braveman 12.07.2014, 12:10
9. Es ist gut

dass Präsident Poroschenko dem Treiben der separatistischen Terroristen nicht länger zuschaut. Es gibt nur ein rechtmäßiges Militär im Land, und das ist die ukrainische Armee! Russland hat sich in keiner Weise in die inneren Angelegenheiten der Ukraine einzumischen!

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