Forum: Politik
Offizielle Gründung der Anti-Euro-Partei: Deutschlands neue Protest-Truppe
AFP

Raus aus dem Euro - mit dieser Botschaft will die "Alternative für Deutschland" im Herbst in den Bundestag einziehen. Bei der offiziellen Gründung in Berlin herrscht große Euphorie. Die Anti-Euro-Bewegung ist sich sicher: Die anderen Parteien zittern schon.

Seite 34 von 81
cato. 14.04.2013, 19:48
330.

Zitat von Izmi
Sie kennen sicher das ungelöste Problem des magischen Vierecks, oder auch - je nachdem - Vieleck genannt. In diesem vereinfachten Modell des Vierecks sind die wirtschaftlichen Eckpunkte, die es anzusteuern gilt, genannt: wirtschaftliches Wachstum, Arbeitsmarktstabilität, Preisstabilität nach innen, Preisstabilität nach außen. Aber egal, was man tut, einer dieser Punkte bleibt immer unerfüllt. Und je nach Komplexität des Modells kommen weitere Eckdaten dazu. Ein ausgeglichener Staatshaushalt etwa, besonders wichtig im Augenblick. Das Ganze kann natürlich auch bezogen werden auf den europäischen Haushalt, und, wenn es denn dazu käme, auch auf einen Nationaldeutschen. Was ich sagen will: egal, ob mit oder ohne Euro, ob EU oder BRD: die Probleme bleiben die gleichen. Den einen oder andren Vorteil erkauft man sich vielleicht mit einem Austritt aus der Gemeinschaft, aber dafür handelt man sich andere wieder ein. Sollte es uns dann nicht daran gelegen sein, das Experiment Europa weiter fortzuführen und die Probleme im europäischen Rahmen zu lösen, als dass wir die gleichen innerhalb unserer BRD-Grenzen ganz alleine auf uns nehmen?
Über einen Austritt aus der europäischen Gemeinschaft spricht eigentlich niemand. Und die Diskussion inwiefern sich die deutschen Probleme von europäischen Problemen unterscheiden führt ein bischen weit weg vom Kernproblem.
Um es abzukürzen, die Deutsche Politik wollte seit je her (böse Zungen sagen seit den 40er Jahren) ein politisch geeintes Europa, außerhalb Deutschlands gibt es dafür keine Mehrheiten und damit erübrigt sich eigentlich die Diskussion, ob es sinnvoll wäre mehr Kompetenzen an die EU zu übertragen (mal davon abgesehen, dass das Grundgesetz keine größeren Kompetenzabritte Deutschlands an die EU mehr zulässt und man dafür einen Volksentscheid oder eine neue Verfassung benötigt.)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Montanabear 14.04.2013, 19:49
331. Anti-Euro

Zitat von Nekromant
Mit Polemik kommen wir doch nicht weiter. Deutschland muss erstmal seine eigenen wirtschaftlichen Probleme Zuhause bewältigen, bevor man sich aufmacht, die ganze Welt zu heilen.
Ja, wenn jetzt die Schulden mit Schulden getilgt werden, wie würden sich diese Schulden in Guthaben verwandeln ? Das kann doch nur durch neue Steuern erreicht werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
els067 14.04.2013, 19:50
332.

Zitat von Robert B.
Welche Freiheit wird da gemeint? Im Moment laufen wir dank EU auf einen "Nannystaat" zu. Wassersparduschköpfe und Glühbirnenverbot sind da ja nur der Anfang. Eine neuer DM wertet auf. Na und? Rohstoff werden im Einkauf billiger, Zulieferteile aus dem Ausland auch. CH,N,S,DK kommen auch ohne Euro aus.
Stimmt, es gibt andere Währungen.
Die DM wird dann wohl um die 30% aufwerten, Vieles wird billiger.
Die Exporte werden aber teurer, der deutsche Arbeitnehmer ist dann um einiges höher bezahlt als die europäischen Kollegen, die Ex-Partner, noch gute Kunden Deutschlands, werden sich wohl das nicht mehr leisten können.
Der Finanzsektor, die Banken, Versicherungen werden erhebliche Probleme kennen. Deutschland selbst wird viel Geld verlieren.
Aber sie haben ja recht, Rohstoffe werden billiger sein, französischer Käse auch, wie italienische Pasta...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ontologix II 14.04.2013, 19:55
333. Neoliberale Irrungen

Zitat von nouwo
Ihre Ausführungen. Das neoliberale Experiment wurde doch von Schröder gestartet. Oder sehe ich das falsch.
Ja, das sehen sie falsch. Das neoliberale Experiment wurde mit der geistig-moralischen Wende von 1982 gestartet. Die Bundespost z.B. wurde nicht von Schröder privatisiert, sondern vom schuldengeplagten Kohl 1995. Schröder können Sie zu Recht vorwerfen, dass er diese Liberalisierungen nicht rückgängig gemacht hat. Darin hat er sich vom britischen Pseudosozialisten Tony Blair bestärken lassen.

Zitat von nouwo
Dieser Schröder war der beste CDU-Politiker, den die SPD jemals hatte!
Hier liegen Sie noch weiter von der Wahrheit entfernt. Wäre es nach der netten Frau Merkel gegangen, wäre die Bundeswehr in den Irak einmarschiert, um dort Massenvernichtungswaffen zu suchen. Das forderte sie als Oppositionsführerin lautstark im Bundestag.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
snafu-d 14.04.2013, 19:55
334.

Zitat von happydwarf
Das wird enden wie mit den Piraten. An Anfang tolle Ideen. Und dann kommen die Leute, die die Partei nur als Fahrstuhl in ein rundum abgesichertes Leben sehen. Und die Partei wird ganz schnell unwählbar. Zudem... Mit wem wollen sie denn koalieren? Die anderen Parteien sind doch alle Pro-Euro...
Falsch, denn die AfD-Mitglieder haben id.R. schon ein "ein rundum abgesichertes Leben"...

Die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen von 1000 € sucht man daher im Parteiprogramm vergebens.

Das macht die AfD ja so gefährlich:

ihre Mitglieder sind keine Loser, sondern gehören zu den Leistungsträgern der Gesellschaft.

Die aber keine Lust mehr auf die aktuelle Politik haben.

Jetzt geeehhhhtttttsss looooss...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
xehris 14.04.2013, 19:55
335. Vom Gewissen geleitet

Zitat von Spessartplato
...laufen den "Heilsbringern Merkel und Schäuble" nach, die anderen Lucke etc. Ich bevorzuge Lucke, weil er nicht freiwillig in die Politik ging, sondern durch sein Gewissen sozusagen gezwungen wurde, Leute wie Merkel und Schäuble, die in die Politik drängen anstatt ihren erlernten Beruf auszuüben sind mir äußerst verdächtig.
Heilsbringer? Merkel und Schäuble haben Recht und Verträge gebrochen, ihre Europolitik ist nahe am Rand zur Kriminalität, mit verheerenden Folgen für Deutschland und den Rest Europas! Das konnte man aus der Rede Bernd Luckes heute heraus hören.

Als Fachmann durchschaut Herr Lucke mit Entsetzen die katastrophalen Fehlentscheidungen Merkels und Schäubles. Sein Gewissen ist es vermutlich, das zum Einschreiten lenkt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
EvilGenius 14.04.2013, 19:56
336. Alle Probleme gelöst?

Zitat von kuac
Euro weg und DM her. Sind damit alle Probleme gelöst ? Keine Finanzkrise mehr, keine Bankenkrise mehr, keine Arbeitslosigkeit mehr, keine Armut mehr ?
Das nicht, aber zumindest muss Deutschland dann keinen parasitären Gaunerstaaten mehr aus der Patsche helfen. Das ist zumindest ein Anfang.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Nekromant 14.04.2013, 19:56
337. .....

Zitat von Trondesson
Nein, es geht hier nicht um Deutschlands Zukunft. Es geht einzig und allein darum, den Zustand Deutschlands vor dem Euro und der Finanzkrise wiederherzustellen. Es geht also nur um die Vergangenheit.
Wer keine Vergangenheit hat, hat auch keine Zukunft.
Unser ganzes Wissen und technischen Errungenschaften
stammen aus der Vergangenheit.
Aber es bleibt dabei, Attac und Occupy sind weder Deutschland
um das es hier geht, noch irgendwie Systemrelevant.
Sicher hat man in diesen Vereinen auch Angst um staatl.
Zuwendungen, aber darum geht es hier doch gar nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bodendikus 14.04.2013, 19:58
338. Gute Idee!

Zitat von burhardt
... Wir sehen bereits am innerdeutschen Länderfinanzausgleich, wie schwer vermittelbar dies ist. Die große Herausforderung: Wie organisieren wir einen geordneten Rückzug in nationale Währungen ohne Kolateralschäden. Zum Nulltarif wird das nicht funktionieren. Gleichwohl, es wird der Weg des geringen Übels sein. Wir sprechen in Europa unterschiedliche Sprachen. Keiner käme auf die Idee, allen eine gemeinsame Kunstsprache zwangsweise zu verordnen. Die Vielfalt macht Europa, nicht die Gleichschaltung. Nationale, kulturelle, soziale und ökonomische Unterschiede haben sich individuell über Hunderte von Jahren herausgebildet. Davon lebt die Identität und der Stolz der europäischen Individuen. Wir müssen uns diesbezüglich respektieren. Eine gemeinsame Zwangswährung tut Europa nicht gut, weil sie diese Unterschiede nicht respektiert.
Wir lassen uns einfach von den (bitte das Passende einsetzen:) Bayern, Hamburgern, Berlinern, Ossis, Wessis, ... nicht mehr ausbeuten! Jedes Bundesland sollte seiner kulturellen Indentität entsprechend auch eine eigene Währung haben!

Wird da der Schwachsinn deutlich? Es gibt durchaus Vielvölkerstaaten mit gemeinsamer Währung aber unterschiedlichen kulturellen Wurzeln und ebenso unterschiedlichen Sprachen. Etwas Südafrika oder de facto auch die USA. Oder meinetwegen auch Deutschland, auch wenn nicht Deutsch Sprechende hier eher scheel angeschaut werden.

Jedenfalls: Das ganze ist kein gegen eine gemeinsame Währung sprechender Grund. Wenn es denn überhaupt einer ist. Und immer nur gegen die "anderen" zu hetzten, egal ob die in Bayern, Berlin oder Zypern leben kann man machen, hilft aber nicht. Dafür jedoch braucht es Offenheit und keine nationale, religiöse, oder an sexueller Orientierung verhaftete Engstirnigkeit.

Ich hoffe, dass sich diese Partei bis zu den Wahlen selbst zerfleischt hat, so dass sie nicht noch Übles anrichtet!!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ha19 14.04.2013, 19:58
339.

Ich habe eigentlich immer SPD gewählt., aber im September wird es bei mir höchstwahrscheinlich die AfD werden.
Und mal an alle Klugmeier hier, die herummosern das diese "Truppe" ja gar keine Antwort auf alle Fragen hat. Wer hat denn ernsthaft mal die Programme der "etablierten" Parteien gelesen?
Fakt ist auf jeden Fall eins: der Maastricht Vertrag wurde durch die Mehrheit der Bundestagsabgeordneten gebrochen. Denn dieser sah ja eindeutig vor, das kein Land für die Schulden eines anderen Landes aufkommt! Der Euro hat ein gemeinsames Europa wieder mehr entzweit, als es vor der Währungsunion der Fall war. Alle Forderungen nach "..einem weiter so.." sind weltfremde Hirngespinste!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 34 von 81