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"Ohne Vorbedingungen": Trump zu Treffen mit iranischer Führung bereit
DPA

Im Atomstreit mit Iran ist US-Präsident Trump nach eigenen Worten zu einem Treffen mit Staatschef Ruhani bereit. Er stelle keine Vorbedingungen.

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sir wilfried 30.07.2018, 21:22
1. Shakespeare hätte seine helle Freude

Shakespeare hätte seine helle Freude. Auch Goethe würde ein weiterer Band Faust aus der Feder fließen. Das mächtigste Rumpelstilzchen der Welt außer Kontrolle. Wir dürfen es live erleben. Die Filmrechte werden unbezahlbar sein. Sollte am Ende zugunsten der Dramaturgie der Iran doch noch platt gemacht und ein märchenhafter Schah installiert werden? Wir dürfen gespannt sein.

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Hamberliner 30.07.2018, 21:24
2. cui bono?

Manchmal hat man den Eindruck, Trumpeltierchen vollführt seine völlig unberechenbaren Kapriolen als Marionette irgendeines Aktienspekulanten, der entsprechende Aktien billig einkauft, dann Trumpeltierchen nach seiner Trillerpfeife tanzen lässt, dann nach der Überraschung die Aktien teuer verkauft. Money makes the world go round.

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heini-fisch 30.07.2018, 21:27
3. Eins muss man Trump ja lassen.

Er spricht mit den Leuten. Kein diplomatisches Geeiere. Es wird geredet.

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BoMo_UAE 30.07.2018, 21:31
4. Stolz

Die Iraner sind viel zu stolz und konsequent, um sich mit diesem Clown zu treffen. Sein grossspuriges Getue mit Kim und Putin haben auch nichts gebracht und haben die Welt noch unberechenbarer gemacht, weil der maechtigste Praesident der Welt sich mehrfach als Luftpumpe gezeigt hat.

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discprojekt2 30.07.2018, 21:32
5. Also,

Die westliche Welt hat sich in der Vergangenheit ja nicht um direkte Gespräche mit "feindlichen" Regierungen bemüht. Trump hat mit China, Russland, Nordkorea gesprochen. Iran folgt vielleicht. Jedenfalls besser als Drohnen zu entsenden.

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Atheist_Crusader 30.07.2018, 21:46
6.

Super Sache. Wird bestimmt mindestens so erfolgreich wie das Treffen mit Nordkorea. Also, man wird eine Menge Gedenkmünzen und anderen Blödsinn verkaufen können.

Dass es allerdings eine langfristige positive Veränderung bringt, die Idee kann man getrost abschreiben. Jahrzente an mehr oder weniger offenen Kriegsdrohungen und die Unterstützung des ideologischen Todfeindes in Riad haben das ohnehin schon schlechte Verältnis nur noch weiter abstürzen lassen - und Trumps Bruch des Atomabkommens hat jegliches Vertrauen zerstört.
Selbst ein guter Diplomat hätte da eine monumentale Aufgabe vor sich, aber für Trump wäre das wie der Versuch eines neunzigjährigen querschnittsgelähmten Asthmatikers allein den Mount Everest zu besteigen.

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Atheist_Crusader 30.07.2018, 21:49
7.

Zitat von heini-fisch
Eins muss man Trump ja lassen. Er spricht mit den Leuten. Kein diplomatisches Geeiere. Es wird geredet.
Ja, das ist das Problem: er macht internationale Beziehungen zu einem Gutteil davon abhängig wie gut er mit Leuten persönlich kann. Was ganz einfach eine saudumme Idee ist. Nicht nur weil Staatsoberhäupter wechseln, sondern auch weil er ganz einfach überhaupt keine Ahnung von irgendwas hat.

Es hat schon seinen Grund, warum es dieses "diplomatisches Geeiere" gibt. Nur so kann man etwas schaffen das länger hält als bis nächsten Mittwoch.

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sven2016 30.07.2018, 21:50
8.

Der Mann ist eine Nullnummer. Ein Tag weltweite Publicity ohne Sexhintergrund, dafür tut er Alles.

Im üblichen Dreiklang: mit Weltuntergang bedrohen, das beste Treffen der Geschichte, Problem gelöst ... und Alles ist wie zuvor.

Nur der beste und beliebteste Präsident aller Zeiten hat für das Geschichtsbuch gearbeitet (anschließend zwei Tage Golf).

Irre.

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mimoun74 30.07.2018, 22:03
9. Welcher Westen?

Zitat von discprojekt2
Die westliche Welt hat sich in der Vergangenheit ja nicht um direkte Gespräche mit "feindlichen" Regierungen bemüht. Trump hat mit China, Russland, Nordkorea gesprochen. Iran folgt vielleicht. Jedenfalls besser als Drohnen zu entsenden.
Wer ist die westliche Welt?
Die USA alleine?
Es gibt ein gültiges Iran Abkommen mit Ru/China/EU und daran hält sich Iran. Was die anderen Staaten des "Westens" angeht waren sie meist gesprächsbereit und pragmatisch.
Nur die USA (auch vor Trump) haben blockiert. Nordkorea wollte seit Jahrzehnten direkte Verhandlungen mit den USA was diese abgelehnt haben. Und auch Putin wollte ein besseres Verhältnis zum Westen was immer von den USA verhindert wurde.
Was Drohnen in den Iran angeht habe sie es schon häufig versucht. Das letzte Mal vor ein paar Jahren wurde so eine hochmoderne "tarnkappenfähige" Drohne der USA vom Iran elektronisch gestört und erbeutet. Seitdem hat der Iran (+RU) diese Technologie auch.
Ist also nicht so einfach den Iran militärisch in die Knie zu zwingen, sonst hätte es Israel schon vor Jahren alleine probiert.

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