Forum: Politik
Olaf Scholz: "Ich glaube, Herr Spahn bedauert ein wenig, was er gesagt hat"
DPA

Die Kritik Jens Spahns Hartz-IV-Äußerungen reißt nicht ab. Nun haben sich auch Olaf Scholz und Frank-Walter Steinmeier in die Debatte eingeschaltet. Unterstützung kommt aus CSU und FDP.

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peterpan2200 13.03.2018, 08:44
30. Wer in so exponierte Stellung gehoben wurde

sollte mal ganz schnell diese Stammtisch gehabe ablegen.
Oder sagen ich gehe denn ich bin völlig überfordert.

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so-oder-so 13.03.2018, 08:45
31.

Ich kann die Kritik nicht nachvollziehen. Als Student habe ich jahrelang, wie viele meiner Kommolitonen, deutlich unter dem Hartz4 Satz gelebt. War kein Leben in Luxus, aber gut ging's mir schon. Rechnet man die Wohnkosten bei manchen Studis runter, die ja eh bei Hartz4 übernommen werden, landet sicherlich der eine oder andere bei 50% des Regelsatzes (z.B wenn die Mutter alleinerziehend war und der arbeitende Papi den Baföganspruch schmälert, jedoch nix zahlen will). Überleben nur mit Minijob - kommt toll, besonders während des Grundstudiums...

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Gesamtbild 13.03.2018, 08:46
32. Unsägliche Debatte

"Mehr wäre immer besser, aber wir dürfen nicht vergessen, dass andere über ihre Steuern diese Leistungen bezahlen." Das ist der entscheidende Satz. Und wie ich schon gestern schrieb: Ich habe 3 Jahre von weniger als Hartz 4 gelebt. Und meine Probleme waren bestimmt nicht das ich hungern musste oder kein Bier mehr trinkengehen konnte. Die Debatte ist schlicht und einfach unsäglich. Glaubt denn wirklich irgendwer, das mehr Geld hilft? Bessere Betreuung würde helfen. Diskutiert wird aber immer nur über mehr mehr mehr. Aber wenn ich wie gestern lese das bei ca. 300000 Hartzern die Leistungen gekürzt wurden weil sie nicht dazu in der Lage waren Termine beim Amt wahrzunehmen sieht man doch wo das Problem liegt: In der Betreuung vor Ort! Man muss den Leuten helfen aus Ihrem psychischen Loch herauszukommen. Mehr Hartz vier (incl Miete +Heizung 1000-1200!!!!!) hilft da gar nix. Das kostet zwar auch Geld ist aber sicher nachhaltiger. Hausbesuche sind das Zauberwort.

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zeisig 13.03.2018, 08:46
33. Alles so wie es sein soll.

Endlich haben wir wieder ein gesundes politisches Spektrum. Es gibt die Mitte, die Rechten und die Linken. Und die Vertreter dieser Parteien äußern sich so, wie man es von ihnen erwarten kann.Daß SPD und Linke in Sachen Sozialtransfers eine andere Haltung einnehmen als CDU/CSU oder FDP ist nur natürlich und zu begrüßen.

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Ährengast 13.03.2018, 08:48
34. Spalten und herrschen

Mit Herrn Spahn als Gesundheitsminister dürfte es jedenfalls sehr schwer werden für die künftige Regierung, eines, vielleicht das wichtigste, ihrer erklärten Ziele zu erreichen: den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Der kann es einfach nicht lassen, seine Sprücheklopferei, sein Abwerten von Gruppen, die ihm nicht passen, seine höhnisch wirkenden Kommentare, die vielleicht einfach nur Ausdruck von blanker Ahnungslosigkeit sind.

Interessieren würde mich, woran Herr Scholz fest macht, dass es Spahn "ein wenig leid tut".

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benseamaster 13.03.2018, 08:48
35. Ungleichheit der Würde

Unerträglicher ist, dass Herr Spahn den ALG II Bezieher als Schmarotzer darstellt - Zitat Spahn: "Mehr wäre immer besser, aber wir dürfen nicht vergessen, dass andere über ihre Steuern diese Leistungen bezahlen." Dieser arrogante Umgang zeigt exemplarisch, wo die gefühlte Ungerechtigkeit seinen wahren Kern birgt: In der ungleich behandelten Würde des Menschen.

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tpro 13.03.2018, 08:51
36.

Zitat von peterpan2200
sollte mal ganz schnell diese Stammtisch gehabe ablegen. Oder sagen ich gehe denn ich bin völlig überfordert.
Ist es "Überforderung" wenn jemand sagt, daß all die Wohltaten von Steuerzahlern finanziert werden? Das können nur Leistungsverweigerer von sich geben, die im Hotel Mama bei immer gefülltem Kühlschrank wohnen.

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oldman2016 13.03.2018, 08:53
37. Das Geld wird für Afhanistan gebraucht

Ich verstehe die Aufregung um Hartz IV nicht. Es ist doch viel wichtiger, dass mit Milliarden Euro die Bundeswehr die Freiheit Deutschlands am Hindukusch verteidigt. Da bleibt nunmal an der Heimatfront gegen die Armut kein Geld übrig. Ach ja Freiheit: Auch wegen des heroischen Freiheitskamfes der Bundeswehr am Hindukusch ist der islamistische Terrorismus nach Deutschland gekommen. Nur durch Beschränkung der persönilchen Freiheitsrechte der Bürger in Deutschland ist diesem Terrorismus noch beizukommen - wenn überhaupt.

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zeisig 13.03.2018, 08:54
38. Bei Spahn besonders kritisch ?

So langsam habe ich das Gefrühl, daß bei allem was Herr Spahn sagt, besondere Sensibiltät von den politischen Gegnern an den Tag gelegt wird. Es paßt wohl nicht ins Bild, daß ein ansonsten modern daherkommender U 40 Mann konservative Ansichten vertritt.

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Freedom of Seech 13.03.2018, 08:54
39.

Zitat von lausemann
Spahn hat Recht, wenn er sagt, dass niemand hungern muss, der Hartz4 Unterstützung bekommt. So sind die Sätze angelegt. Ob die Höhe der Hartz4 Sätze aber reicht, um ein würdiges Leben in einem sehr reichen Staat zu leben, ist ein anderes Ding. Da müssen aber die Politiker der GroKo mal endlich die Berechnungsgrundlagen ändern, Geld ist ja da und wird auch von Hartz4 Beziehern schließlich wieder in Verkehr gebracht. Es ist ja nicht verloren wie die vielen Millionen, die Reiche im Ausland parken.
Wer ein würdiges Leben führen will hat nichts davon wenn Hartz-IV verdoppelt wird. Die Würde verliert man dadurch, dass man nicht für sich selbst sorgen kann. Das wäre auch bei einem bedingungslosen Grundeinkommen nicht anders - man wird nur nicht so oft daran erinnert. Die Stigmatisierung von Hartz-IV wird sich niemals abschaffen lassen. Die Stigmatisierung ist ein gesellschaftlicher Schutzmechanismus der verhindern soll, dass zuviele Personen auf Kosten der Gemeinschaft leben. Bei schwierigen okonomischen Bedingungen wird die Gesellschaft dafür Verständnis haben - nicht aber bei Vollbeschäftigung wie aktuell (die wenigen Ausnahmen, z.B. bei schwer psychisch Kranken, bestätigen die Regel). Häufiges Problem von Hartz-IV Empfängern ist, dass sie ihr privates Umfeld nicht verlassen und nicht umziehen wollen. Nach ein paar Jahren ohne Job hat es sich dann erledigt. Staatliche Milde d.h. keine Aufforderung z.B. von NRW oder den neuen Bundesländern nach Bayern zu ziehen, macht damit aus einem akuten Problem ein chronisches Problem. Gut gemeint ist halt nicht gut gemacht. Wenn im linken Spektrum Politiker also Wohltaten verteilen wollen, stellt sich die Frage: wollen sie wirklich den Betroffenen helfen oder geht es nur darum, dass sie sich selbst gut fühlen (auf de Seite Guten).

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