Forum: Politik
Oppermann zum Streit mit Griechenland: "Der Grexit wäre für Europa ein Desaster"
MARCO-URBAN.DE

Vor dem Besuch von Alexis Tsipras in Berlin verschärft die SPD den Ton. Im Interview fordert Fraktionschef Oppermann den griechischen Premier zum Reformschwur auf, warnt vor einem Euro-Aus für das Land - und lobt die Linkspartei.

Seite 13 von 14
zeisig 22.03.2015, 19:06
120.

Oppermann ist einer von diesen Berufslinken in Anzug und Krawatte, denen ich einfach nicht mehr glaube. Zu stereotyp werden hier Parolen abgelassen, die jedem Straßenprolllinken in nichts nachstehen. Ich brauche sowas nicht. Er wird die Quittung bekommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sachsuli 22.03.2015, 19:18
121. Diese Aussage hat den Nagel auf den Kopf getroffen

Zitat von Kimmerier
Die EU hat sich in den letzten Jahrzehnten nahezu ungebremst über (fast) das ganze Gebiet ausgedehnt, welche geographisch zu Europa gehört. Ungeachtet der wirtschaftlichen Bedingungen in den betroffenen Ländern und ohne auf den Stand der demokratischen Entwicklung zu achten, wurde die EU Land um Land erweitert. ....Dabei wäre es längst an der Zeit, Fehler bei den Erweiterungen zu korrigieren und die EU wieder auf einen funktionierenden Kern zurückzuführen.
Jetzt aber über die Äußerungen einzelner Politiker zu diskutieren hat wenig Sinn. Wir müssen jetzt die Zeche dafür zahlen, dass man die EU zunächst nur als "bessere Freihandelszone" betrachtete und eine engere Zusammenführungen der rechtlichen Normen in allen tatsächlich wichtigen Lebensbereichen unterließ.
Was mir in der Debatte fehlt, sind belastbare Zahlen, was tatsächlich an Kosten auf die einzelnen Haushalte der übrigen Mitgliedsländer zukommt, wenn Griechenland aus dem Euro ausscheidet und den "Offenbarungseid" ablegt. Welche Summen müßten die Zentralbanken "abschreiben". Welche Belastungen müssten Versicherungen und Banken noch hinnehmen, sofern sie sich noch nicht von griechischen Staatsanleihen getrennt haben. Denn hier ergäben sich ebenfalls Verluste für Betroffene und Wähler.
Polemik bringt uns alle jetzt nicht weiter. Hier gibt es nur eine Lösung, nämlich einen sorgfältigen- aber schonungslosen- Kassensturz. Wenn die Zahlen feststehen, sollten sie auch veröffentlicht werden. Anschliessend eine, bitte offene, Abstimmung im Bundestag (und ohne Fraktionszwang) , damit jeder Wähler prüfen kann, wie sich sein Abgeordneter verhalten hat.
Was die jetzige griechische Regierung "veranstaltet" ist jedoch nachvollziehbar. Man versucht dem heimischen Wähler, nach Möglichkeit jeden nur möglichen Vorteil zu sichern. Das beginnt mit der Wiedereinstellung von Personal beim Staat und reicht bis zur Schonung der Vermögenden (die auch Parteispender sein dürften). Man weiß ja genau, wie auch in Berlin, nach der Wahl, ist vor der Wahl.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
horvat84 22.03.2015, 19:30
122. Europa

Ja zu Europa. Nein zum Euro. Alleine durch den Euro haben sich alle Nationen massiv (!) verschuldet. Warum beschönigen unsere Politiker dieses krankhafte Schulden System immer noch ??? Das nächste mal bitte ein Interview mit Herr Lucke/AfD. Der Mann hat dieses Szenario vorhergesagt und hat diesbezüglich als einziger vernünftige Lösungswege.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
NicksAlleVergeben 22.03.2015, 20:03
123.

Aus dem Artikel:

Oppermann: Es ist richtig, in der Sache Klartext zu reden - und im Ton konziliant zu bleiben.

SPIEGEL ONLINE: Stellen Sie das bei Ihrem Koalitionspartner denn fest?

Oppermann: Die persönlichen Angriffe auf Wolfgang Schäuble sind indiskutabel. Aber wir lassen uns davon nicht provozieren.


Unglaublich! Die Redakteure Nelles und Medick geben sich, wie bei SpOn üblich, alle Mühe, den Deutschen verbale Ausfälligkeiten vorzuwerfen (freilich ohne das alte Sprichwort zu beherzigen, dass es zuweilen aus dem Wald auch zurückruft...), und Herr Oppermann - den ich wirklich nicht mag - pariert das großartig.

Und möglicherweise ist das den Herren Nelles und Medick nicht einmal aufgefallen.

Realsatire!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
broukweedat 22.03.2015, 20:20
124. Sie haben Recht, es ist schlimmer...

Zitat von Leser1000
Nun ja, wenn ich die vielen Flüchtlinge sehe, scheint mir die EU nicht gerade Hort der Unmenschlichkeit zu sein.Das Problem könnte darin liegen, dass Deutschland in der Endausbaustufe eher ein Vereintes Europa vorschwebt (schon um im Konzert der Mächte mithalten zu können), während dieses Ziel bekanntlich viele Mitglieder gar nicht teilen (siehe GB und in F scheint sich ja auch Widerstand zu artikulieren), Aus deutscher Sicht ist ein Bundesstaat durchaus positiv besetzt. Selbst die Bayern können inzwischen mit den "Preißen" letztlich leben (und umgekehrt), im Grunde ergänzt man sich inzwischen, natürlich darf der Dorfpatrioismus trotzdem nicht fehlen (gehört zum Leben dazu; ein 1860´er ist in der Regel eben auch kein FCB Fan).. Zudem möchte Deutschland wiederum subjektiv nicht das Gefühl haben nur gefragt zu sein, wenn es um das Finanzielle geht. Die Selbstfindung der EU bleibt spannend. Aber eines steht m.E. fest: Sie - die EU - hat Europa den Frieden bewahrt. Bleibt zu hoffen, dass auch stürmische Zeiten letztendlich gut überstanden werden
Die GR-Krise ist eine Bedrohung für EU und EUR, weil die Gegner von überallher durch permanentes Schwadronieren den Eindruck erwecken können, GR sei eine ernste Gefahr. So schürt man Indifferenz und Unlust. Gerade deswegen muss jetzt schnell, entschlossen und vor allem zielführend gehandelt werden. Wenn GR seine andauernde Lücke zwischen Konsum und Wirtschaftsleistung nicht schliessen will, kündigt es zumindest(!) die Maastricht-Kriterien, die wir hier in D selbst nach der Wiedervereinigung im Auge behalten haben.
Aber solange der instantiierte Konflikt-Weichspüler Maxime europäischer Politik bleibt, gibt es wohl alternativlose =Weiter-So=-Entscheidungen.

Als der EWS noch lebte und George Soros die Engländer in die Pfundkrise trieb, weil die Währung überbewertet war, hat man - vor dem Euro - entschlossener gehandelt als in den ganzen letzten Jahren rund um GR.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
localpatriot 22.03.2015, 20:23
125. Er ist Politiker, das erklärt alles

Zitat von horvat84
Ja zu Europa. Nein zum Euro. Alleine durch den Euro haben sich alle Nationen massiv (!) verschuldet. Warum beschönigen unsere Politiker dieses krankhafte Schulden System immer noch ??? Das nächste mal bitte ein Interview mit Herr Lucke/AfD. Der Mann hat dieses Szenario vorhergesagt und hat diesbezüglich als einziger vernünftige Lösungswege.
Vieles was ein Politiker so von sich gibt ist nicht auf dem eigenen Mist gewachsen und das Forum zeigt wenig Empathie mit Herr Opperman.

Das Problem in Griechenland ist einfach: Es ist ein Zerfall des gemeinschaftlichen Denkens. Das Konzept einen griechischen Commonwealth wurde von den Oligarchen im Stich gelassen. Das Geld der griechischen Wirtschaft begab Vaterlandsflucht (oder Mutterlandflucht, je nach dem) und lagert nun in den Konten der Grossbanken im Ausland.

Griechenland ist ein altes Volk und die Griechen sind stolze Individualisten und gute Geschäftsleute, jedoch so lange man dort nicht bereit ist das Grundübel, nämlich den Zerfall des griechischen 'Commonwealth' (es gibt kein deutsches Wort) anzuerkennen, bleibt jeder Rettungsversuch zum Scheitern verurteilt.

Herr Oppermann, hat einen linken Anzug, für wen er spricht ist eine andere Sache. Ein Grexit wäre die richtige Lösung für GR und für Europa, wobei es für D wirtschaftlich relativ unwesentlich bleibt ob GR in der Eurozone bleibt oder austritt so lange sich die deutsche Politik zurückhalten kann.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
diekhus 22.03.2015, 21:56
126. Mentlitätswechsel........... Realsatire der Politik.

1) Mentalitätswechsel bei den Griechen........ Herr Oppermann sie sollten schleunigst den Azt wechseln. Wie b......... muss man sein um zu glauben, die Mentalität eines ganzen Volkes ändern zu können ? Eher friert die Hölle ein.

2) Beim Grexit kriegt der Euro erstmal eine weitere Delle und wird anschliessend nachhaltig steigen, denn die Unsicherheiten im Euro, hervorgerufen durch das Fass ohne Boden, genannt Griechenland, wäre kein Instabilitätsfaktor mehr.
Weiterhin ist es ein weithin sichtbares Zeichen für andere Südländer, incl Frankreichs, ihre Finanzen in Ordnung zu halten.
Das Gegenteil wird der Fall sein, wenn Griechenland weiter durchgefüttert wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
henrysucher 22.03.2015, 22:02
127.

Der "grexit" ist vielleicht die einzige möglichkeit, europa von diesem alptraumprojekt euro zu befreien. Der ist nichts anderes als ein mittel der 1 oder 2% hochfinanz, die völker europas in einem schlag an die kandare zu nehmen. 20 jahre neoliberalismus haben einen sozialen und gesellschaftlichen kahlschlag hinterlassen, waste land. Jetzt hebelt "gouveneur" schäubele endgültig die demokratie aus und bemächtigt sich mittels des esm, einem apparat, der VÖLLIGE IMMUNITÄT genießt, dessen entscheidungen keiner parlamentarischen kontrolle unterliegen und dessen mitarbeiter zum schweigen verpflichtet sind, der hoheit über sämtliche finanzen, vorläufiges! spielgeld: 700 milliarden.
Niemand weiß, was bei einem "grexit" passieren würde. Vielleicht gäbe es eine große welle der solidarität und griechenland wäre der auslöser für weitere austritte und austrittsforderungen. - Und dann könnten die postfaschistischen eu-technokraten ihren asozialen laden dicht machen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tubelayer53 23.03.2015, 23:06
128.

Zitat von spon-facebook-1512890064
Ich erwarte, dass er diese Liste beim Gespräch mit Kanzlerin Merkel am Montag vorlegt. Ich will endlich wissen, ob Griechenland zu echten Reformen bereit ist oder nicht.
Das will ich seit 5 Jahren wissen. Ha ha. In Wirklichkeit geht es um Fortsetzung von Wählertäuschung, Parlamentsentmachtung, und Demokratieabbau. Muttis Masterplan.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
luciusvoldemort 23.03.2015, 23:19
129. Welche Angst haben Merkle, Schäuble, Gabriel,

Oppermann und Konsorten eigentlich gemeinsam? Es ist die Angst, das wir in Deutschland eines Tages tatsächlich VOLKSENTSCHEIDE bekommen könnten. Hätten wir die, dann wäre die ganze Chose schon längst gegessen. Wie kann man nur so dumm sein, gegen eine mehr als achtzigprozentige (>80%) Volksmeinung zu diktatieren (sorry sollte heißen regieren).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 13 von 14