Forum: Politik
Orlando-Massaker: Jedermanns Mörder

Wer war der Attentäter von Orlando? Der IS sieht einen Helden. Der Muslimhasser einen Islamisten. Der Schwule einen Homophoben. Die Feministin den gewalttätigen Mann. Was aber, wenn Omar Mateens Hass nicht "uns" galt - sondern sich selbst?

Seite 1 von 17
Micael54 16.06.2016, 17:24
1. Die Beteiligten fragen, nicht die Leser und sich selber

Ich bleibe dabei. Ein Journalist soll die Fragen nicht an seine Leser und an sich selber stellen. Sondern an die Beteiligten, die Ehefrau, die Familie, die Freunde, die Kollegen, die Nachbarn...

Beitrag melden
moritz27 16.06.2016, 17:36
2. Glauben Sie tatsächlich,

dass wenn morgen das amerikanische Waffengesetz verschärft würde, die Millionen Schusswaffen in privater Hand abgegeben würden? Never! Mal abgesehen davon, dass Sie übersehen haben, dass der Täter seine Waffen als Wachmann ganz regulär erworben hat (und hätte). Und in Ihrem Beispiel mit dem jüdischen Täter war die Waffe ein Messer. Wollen Sie künftig auch Messer verbieten?
Die Schusswaffen sind sicher gefährlich. Doch der den Abzug betätigt ist der Täter. Und ob in diesem Fall aus religiösem Wahn. verklemmter Sexuailität, Minderwertigkeitskomplexen oder anderen Gründen ist den Opfern vermutlich egal.

Beitrag melden
kosaptes 16.06.2016, 17:36
3. Ziel

Ich gehe davon aus, dass der Mann ein Islamist war, der Homosexuelle töten wollte.
Das der Angriff ihm selbst galt ist Wunschdenken.

Beitrag melden
nofreemen 16.06.2016, 17:39
4. er und wir sind Schuld

Guter Text mit guten Gedankengängen. Und weil es so kompliziert ist kommen wir keinen Schritt weiter. Es scheint schon so, das der Mann sich selbst hasste und damit die ganze Gesellschaft egal wer. Alle.

Beitrag melden
trebis 16.06.2016, 17:39
5. Nicht ...

... ein anderes Waffengesetz hätte Abhilfe schaffen können, Herr Augstein, sondern eine tolerante, offene Gesellschaft. Und zwar in der Art, dass sogar ein Mensch wie O.M. sich selbst hätte anerkennen, aktzeptieren und lieben können. Denn am Ende ist der Hass, der O.M. zu dieser Tat trieb, der Hass der Gesellschaft, der Hass seiner Eltern, der Hass seines Glaubens, der Hass der Menschen, die ihn umgeben haben.

Beitrag melden
curiosus_ 16.06.2016, 17:40
6. Steile These ...

Zitat von Augstein
Männlichkeit ist eine soziale Eigenschaft, keine biologische. Nicht alle Menschen männlichen Geschlechts sind im sozialen Sinne "männlich".
... und sicher nicht haltbar. Wie war das mit dem Testosteron? Wie mit Kastraten? Und, wenn nicht "alle Menschen männlichen Geschlechts sind im sozialen Sinne "männlich"", sind, so heißt das nur, dass es da eine Verteilung gibt. Aber nicht, dass das deshalb nicht biologisch wäre.

Beitrag melden
electroDad 16.06.2016, 17:42
7. Danke

ich finde das einen sehr klugen und respektvollen Beitrag. Einen der wenigen.

Beitrag melden
frank199920 16.06.2016, 17:45
8. Mit Ihrer Einschätzung werden Sie wohl richtig liegen!

Wieso bemüht sich sonst niemand um diese relativ einfache Erklärung? Ich fürchte es herrscht hier (wie bei allen anderen Aufregerthemen) ein weit verbreiteter Mangel an Gelassenheit und Urteilskraft.

Beitrag melden
Boone63 16.06.2016, 17:55
9. Dumm

Und bei solchen Artikeln fragt man sich warum niemand linke Politik ernst nimmt.
Das mit dem schwul sein des Attentäters hat sich ja mittlerweile erklärt bzw. warum er in de Club war.
Kein Ton über den Vater (muslim, leidenschaftlicher Schwulenhasser) übder die Gesetzgebung in ALLEN muslimisch geprägten Ländern dieses Planeten.
Nein, die Erklärung ist einfach, er hasst sich selbst, die Waffengesetze in Amerika, natürlich Amerika selber, alle sind Schuld, nur nicht der Täter.
Es ist wirklich zum heulen wie Täter von gewissen Kreisen immer zu Opfern gemacht werden.
Niemand hat ihn gezwungen Leute zu töten, niemand!

Beitrag melden
Seite 1 von 17
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!