Forum: Politik
Ost-West-Konfrontation: Die Mär vom neuen Kalten Krieg
REUTERS/ RIA Novosti

Ost gegen West, Realpolitik mit harten Bandagen: Die Krim-Krise wirkt wie ein Rückfall in den Kalten Krieg. Doch so weit wird es kaum kommen. Für eine Konfrontation der Blöcke sind beide Seiten nicht vorbereitet.

Seite 10 von 14
n01 19.03.2014, 17:29
90. Was fehlt, sind neutrale Personen.

Zitat von hörnerice
Und er zeigt das, in dem er selbst alle regeln bricht. bravo.

Wen zwei Boxer boxen, dann gilt die Regel, damit aufzuhören, wen der Ringrichter dazwischen geht. Wenn nun einer sich nicht daran hält, muss der andere Boxer ja notgedrungen auch die regel brechen, damit er nicht niedergeschlagen wird. Putin sagt zur Zeit einfach nur "Stop". Daran sollten wir uns auch fairerweise halten, oder? Bis es einen neutralen Ringrichter gibt. Gibt es den eigentlich in der Politik? Wenn nicht, wird es aber Zeit dazu.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vortex01 19.03.2014, 17:29
91. Putin wird ...

Wohl vorerst nichts mehr machen. Er hat die Krim, was die EU/NATO und die USA ja haben wollten. Der restlichen Ukraine geht es finanziell schon so schlecht, dass sie 35 Milliarden Dollar brauchen. Wer weiß ob die EU überhaupt noch so einen zweiten Griechenland-Kandidaten haben will. Und dann kann es passieren, wenn die Ukraine nicht in der EU ist und kein Geld hat, dass sie freiwillig zu Russland geht...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Reiner Weint 19.03.2014, 17:29
92. Da ist schon jemand drauf gekommen

[QUOTE=roman1966;15207718]ist eigentlich noch keiner darauf gekommen, die Russen in die EU zu bitten? QUOTE]

Berlusconi hat das 2008 mal vorgeschlagen. In Europa gab es praktisch keine Reaktion (wahrscheinlich haben sich alle seine Kollegen an die Stirn getippt...). In Russland haben Journalisten wohl zu Recht darauf hingewiesen, dass so ein Szenario, wenn man es denn verfolgen wolle, nur als Beitritt der Europäer zu der 4x größeren Weltmacht Russland funktionieren könne. Also hätte sich die EU an die Rechtsnormen, Verwaltung, Wirtschaft Russlands anpassen müssen und Russland hätte dann zu prüfen, ob wir nach dem schmerzhaften Anpassungsprozess alle Bedingungen erfüllen. Sprache, Schrift, Kultur hätten wir behalten dürfen....
Ähm, schönen Dank auch!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wolfk 19.03.2014, 17:30
93. Wunschdenken

Es ist keine Mär, sondern bereits Realität.
Wenn Europa jetzt nicht handelt, wird man in einigen Jahren der versäumten letzten Gelegenheit nach der Annexion der Krim und der folgenden Wiedererrichtung der Su nachtrauern........

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zaunreiter35 19.03.2014, 17:31
94. Ich hatte am Samstag

die Gelegenheit, einem Referat eines deutschen FAU-Mitglieds (FAU = Freie Arbeiter-Union, Anarchosyndikalisten) beizuwohnen, dessen Vater aus der Ukraine stammt. Er hat Familie in der West-Ukraine. Wenn er mit denen versucht, ausgewogen zu diskutieren, wird er als "Russenfreund" beschimpft.
Die West-Ukraine ist eher Agrarland und hat ca. 60 % Arbeitslose, womit klar ist, das viele von denen, die keine Hoffnung mehr haben, sich der "Swoboda" anschließen. Die "Swoboda" speist sich auch aus Hooligans von Dynamo Kiew. Schlägertypen, gegen die unsere Ultras eher Klickerspieler sind.
Im Westen wird ukrainischer Dialekt gesprochen und im Süden und im Osten wird russisch gesprochen. Wer in Odessa in ein Taxi einsteigt und auf ukrainisch erklärt, wo er hinwill, wird der Taxifahrer nur Bahnhof verstehen. Gleiches in Charkow, fragt man da nach dem Weg auf ukrainisch erhält man nur Fragezeichen.
Die "Swoboda" ist im Osten und auf der Krim verhasst. Der Osten ist traditionell aus seiner Geschichte heraus antifaschistisch. Die "Swoboda" hat sich einen Nationalisten aus der Sowjetzeit als Vorbild angeeignet, der eher ein Verbrecher war. Stepan Bandera. Ein Faschist, der zum Tode in Polen und in der SU verurteilt war.
Und wenn diese Lumpenregierung, die sich an die Macht geputscht hat, beschließt Stepan Bandera nachträglich wieder zum Nationalhelden zu machen, kann ich die Menschen im Osten und im Süden verstehen, dass sie Angst vor den Schlägern der Swoboda haben. Und Russland zu Hilfe rufen. Juschtschenko und die "Gasprinzessin" haben Bandera zum "Held der Ukraine erklärt. Janukowitsch hat ihm das wieder aberkannt.
Auf dem Majdan in Kiew waren zuerst die Studenten am protestieren. Die Swoboda mit ihren Schlägertrupps und die Partei von Klitschko haben sich dann die Protestbewegung unter den Nagel gerissen.

Aber es gibt sie noch, die Bewegung vom Volk für das Volk mit ihren eigenen Suppenküchen und Krankenversorgungseinrichtungen. Das haben "Schlag" und "Swoboda" nicht klein bekommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
donnerfalke 19.03.2014, 17:34
95. Putin

Zitat von christian10
putin ist schlau wie ein fuchs und angriffslustig wie ein bär.
Jeder Staatsmann der noch etwas Staatsmännisches an sich hat (siehe Merkels NSA-Affäre), auf Diplomatie setzt anstatt auf Bomben und Aggression (siehe Syrien) und sein Land liebt (siehe Wirtschaftsverbesserung unter Putin), klug taktiert anstatt zu provozieren und zu zündeln (siehe Schlachthaus Kiew),ist genau so schlau. Im Grund ist das alles kein Kunststück, nur es wird nicht möglich wenn man selbst ein USA-Zäpfen ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
juergw. 19.03.2014, 17:34
96. Wirklich ?

Zitat von vonpreungesheim
fliegt übrigens ganz nonchalant zur ISS und nimmt den Amerikaner dabei mit. Der russische Bär ist nämlich zu blöd, Raketen zu bauen, die beim Start explodieren oder sich beim Wiedereintritt selbst zerlegen. Ein dummes Viech, dieser Bär!
ich dachte immer die Raketen werden mittels eines Gummibandes
bzw.Katapultes in den Weltraum geschossen.Ironie aus.
Tja ,der T 34 war auch ein "primitiver" Panzer gewesen und plötzlich
stand er vor der Reichskanzlei.Der Bär ist schlauer als man denkt,gemein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
n01 19.03.2014, 17:36
97. Denke ich auch.

Zitat von broccoli
Sie haben vergessen zu erwähnen wer das alles bezahlen soll? Könnte es sein, dass das nicht die USA sein wird, sondern die EU sprich Deutschland?

Aber ganz sicher, wenn auch sicher nicht Deutschland alleine. Aber wohl einen größeren Anteil, als andere. Für die USA ist das alles wahrscheinlich mehr oder weniger nur ein gutes Thema für den Vorwahlkampf.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Fackel01 19.03.2014, 17:36
98. kalter Krieg ist Unsinn

Hier wird es darum gehen, dass wirtschaftliche Sanktionen ausgesprochen werden und da ist Russland überhaupt nicht vorbereitet. Russland hat ein BIP dass nicht mal 50% des dt BIP entspricht. Die EU und restliche NATO Staaten haben sogar ein 20 mal so grosses BIP. Sanktionen würden Russland empfindlich treffen. Geziele Sanktionen, die sich vor allem gegen die Entourage von Putin wenden, werden/würden ihn in erhebliche Bedrängnis bringen. Dier Tage der Kraftmeierei wäre sofort vorrüber.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chrimirk 19.03.2014, 17:37
99. Welch ein Meinungswandel!

Zitat von sysop
Ost gegen West, Realpolitik mit harten Bandagen: Die Krim-Krise wirkt wie ein Rückfall in den Kalten Krieg. Doch so weit wird es kaum kommen. Für eine Konfrontation der Blöcke sind beide Seiten nicht vorbereitet.
Alle "Experten" und alle Medien (Spiegel auch!) sprachen noch bis gestern vom Kalten Krieg, ja sogar vom Heissen Krieg. Und auf einmal Pustekuchen?
Großer Beitrag zur Glaubwürdigkeit war das nicht Herrschaften! Da kann man gleich BILD lesen und weiss, was man hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 10 von 14