Forum: Politik
Ostermärsche: Krieg, Krieg, Krieg
DPA

Ostern war mal die Zeit der Friedensmärsche. Das ist vorbei. Die Leute wollen gar keinen Frieden. Ohne Krieg fehlt ihnen was. Darum bereiten sie ihn vor.

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kleinstaatengegner 02.04.2018, 22:25
120. "Krieg ist ein Zustand,

bei dem Menschen aufeinander schießen, die sich nicht kennen, auf Befehl von Menschen, die sich wohl kennen, aber nicht aufeinander schießen." G. B. Shaw.............. FAZIT: Nach dieser Einsicht können Kriege nur verhindert werden, wen die Kriegserklärer selbst die Kampfstiefel schnüren müssten.

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zoon.politicon 02.04.2018, 22:33
121.

Natürlich ist der Satz: "Die Leute wollen gar keinen Frieden, ohne Krieg fehlt ihnen was" für sich genommen Unsinn, taugt höchstens zur Provokation, will wohl Widerspruch auslösen.
Was ich für sinnvoller halte, als solche Sätze zu schreiben, ist eine ernsthafte Friedensforschung, die versucht, Mechanismen unserer Gesellschaft(en), die Krieg begünstigen, aufzudecken.
Bez. solcher Mechanismen denke ich als Erstes an den Narzissmus Mächtiger bzw. Macht-Gieriger, der nicht halt macht vor der Schürung gesellschaftlicher Konflikte, an die mangelnde Fähigkeit von Wählern, solche gefährlichen Narzissten zu erkennen u.ä.

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rloose 02.04.2018, 23:24
122.

Zitat von bran_winterfell
Ich bin mir durchaus bewusst, dass Irak damals von allen Seiten hochgepäppelt wurde (und das nicht nur von den bösen US-Amerikanern, dem Irak haben damals ALLE Waffen geliefert, sogar die friedliebende DDR). Macht Hussein aber um keinen Deut besser, oder Ihrer Meinung nach doch? Zählen Husseins Tote bei Augstein oder Ihnen nicht?? Und ich habe es auch noch in unguter Erinnerung, wie Gaddafi von allen hofiert wurde und mit seinem Zelt durch halb Europa tourte. Nur, war es deshalb unter Gaddafi in Libyen besser als es heute ist? Für manche vielleicht ja, für viele mit Sicherheit nicht. Ich bin weiß Gott auch kein "IS"-Versteher, aber die angebliche (alternativlose) Wahl "Hussein/Gaddafi/Assad oder IS - na dann doch lieber Hussein/Gaddafi/Assad" ist zynisch und total falsch.
Ich fang“ mal mit der Frage zu Gaddafi an. Da kann man wohl eindeutig sagen, dass es zu seiner Zeit besser war, schlechter geht ja wohl kaum. Das grundsätzliche Problem ist ja wohl, dass man dauernd Despoten unterstützt, die sich irgendwann als solche erweisen, meistens in dem Moment, in dem sie einem nicht mehr gewogen sind. Dann beschließt man neue Despoten zu unterstützen, die noch schlimmer sind, aber die alten bekämpfen. Wenn Politiker bis heute nicht erkennen, dass diese Politik nicht zu mehr Frieden, sondern zu mehr Krieg und auch Flucht führt, dann kann ich daraus nur schließen, dass diese Politiker dumm sind oder mehr Frieden gar nicht in ihrem Interesse ist. Herr Augstein befindet anscheinend letzteres für wahrscheinlicher, ich weiß es nicht. Ich weiß aber auch nicht welche Möglichkeit zu bevorzugen ist.

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rloose 02.04.2018, 23:31
123.

Zitat von pavel1100
Guten Abend, lieber Hamlet, natürlich würde ich es gut finden. Viele Russen würden es vielleicht auch gut finden, wenn sie dafür mehr in ihr Gesundheitssystem und eine bessere Versorgung stecken könnten. Imperiale Größe kann man nicht essen. Leider ist kein Vertrauen da, weder bei Russland, noch bei uns.
Nur Vertrauen gewinnt man nicht, indem man immer mehr aufrüstet. Selbst zu Zeiten des Kalten Kriegs hat man wenigstens miteinander gesprochen, Abrüstungsvereinbarungen getroffen, aber heute sehe ich da niemanden, der überhaupt Interesse daran hat.

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kilimutu 03.04.2018, 06:28
124. Henne und Ei

Es mag ja durchaus einige Gründe geben, Russland kritisch gegenüber zu stehen. Nur die Tatsache, dass Russland den Krieg in Syrien NICHT angezettelt hat (und als einzige Partei völkerrechtlich legitimiert in Syrien beteiligt ist), sollte doch auch mal Erwähnung finden.

Und wer dann hier den Eindruck erwecken will, dass der Westen (und u.a. Katar) Assad aus Gründen der Menschenrechte abräumen wollten, der sollte mal den Artikel aus der Wirtschaftswoche lesen, die ja nicht gerade im Ruf eines linken Kampfblatts steht (fluechtlingskrise-waffen-fuer-nahost-fluechtlinge-fuer-deutschland).

https://www.wiwo.de/politik/ausland/fluechtlingskrise-waffen-fuer-nahost-fluechtlinge-fuer-deutschland-/12310284.html

Und ganz pragmatisch gesehen: Abschreckung hat uns (auch mit etwas Glück) das Überleben im kalten Krieg gesichert. Da sollte auch mal sehr kritisch hinterfragt werden, ob ein Bundeswehretat von 37 Mrd. EUR im Jahr 2017 nicht wenigstens für ein bisschen Abschreckung ausreichen müsste, anstatt die Bundeswehr der Lächerlichkeit Preis zu geben.

Zumal man sich dann die ganze Kriegsrethorik sparen und sich auf wirklich wichtige Fragen konzentrieren könnte. Denn auch Putin ist ein Pragmatiker - anders als die blonde Locke aus der Gegend jenseits des großen Teichs.

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liberalerfr 03.04.2018, 08:34
125.

Die Leute sind heute reifer als vor 30 Jahren und wollen keinen Frieden um jeden Preis. Die Menschen wollen einen Frieden in den sie weiterhin die Freiheit haben, den Spiegel mit den Augstein Kolumnen zu lesen.

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Darwins Affe 03.04.2018, 08:54
126. Heraklit

"πόλεμος πάντων μὲν πατήρ ἐστι …“. Der Krieg ist der Vater aller Dinge und der König aller. Die einen macht er zu Göttern, die andern zu Menschen, die einen zu Sklaven, die andern zu Freien.

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Barath 03.04.2018, 08:56
127. ...

Vermutlich der beste Kommentar, den ich von Augstein bisher gelesen habe.

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fleischwurstfachvorleger 03.04.2018, 09:13
128. Nein

Nein, die Leute / Menschen wollen keinen Krieg. Warum sollten sie ihn auch wollen? Krieg ist mit Tod, Leid, Elend, Chaos verbunden.
Die einzigen, die daran Interesse haben, sind unverantwortliche Politiker und natürlich die Waffenschmieden und Waffenexporteure.

Krieg ist nicht salonfähig geworden, sondern genauso verabscheuungswürdig, wie vor Hundert Jahren.
Krieg darf nicht Mittel zum Zweck sein. Dies widerspricht aber leider den Doktrin unserer engsten Verbündeten. Nicht umsonst (sic!) kommt ja aus den USA die Forderung, den Wehretat nach Oben zu schrauben. Als, ob es nicht schon genug Waffen geben würde.
Damit das "Waffenfass" nicht überläuft, müssen diese Waffen auch verbraucht werden.

Deswegen bin ich gegen die Aufstockung unseres Wehretats, meiner Meinung nach sollte man den Etat eher halbieren, dann halbiert sich auch der Zwang, die Waffen einsetzen zu müssen.

Die größte Gefahr der letzten Jahrzehnte gehen leider von den USA aus. Und Solidarität und Bündnistreue sehe ich in diesem Zusammenhang als sehr schädlich für uns Deutsche an.
Wo kann ich denn meine Mitgliedschaft zur NATO kündigen?
Wenn 20 Millionen wahlberechtigte Bürger meinem Beispiel folgen würden und sich Dörfer, Gemeinden und Städte als NATO-freie Zonen erklären würden, würde unserer Bundesregierung endlich klar werden, dass wir Menschen Frieden haben wollen und kriegstreibende Partner nicht unsere Freundschaft verdient haben.

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jeze 03.04.2018, 09:13
129.

Zitat von nickleby
Wer davon überzeugt ist, den Frieden zu garantieren, muss sich so verhalten wie die erfolgreichste Friedensorganiosation der Gechichte, die Nato. Sie ist ein "animus in consulendo liber " (Sallust) ein freier Geist während der Beratung. Deswegen ist die Nato der Inbegriff .....
Ich frage mich regelmäßig, wie Menschen zu so einer Meinung, wie der ihren kommen können.

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