Forum: Politik
Ostukraine: Tote bei Armee-Einsatz in Slowjansk
REUTERS

Die ukrainischen Streitkräfte rücken gegen die Separatisten in Slowjansk vor. Reporter berichten über Schüsse und brennende Straßensperren. Offenbar kamen mehrere Menschen ums Leben.

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Stabser 24.04.2014, 21:36
220. ein Fernrohr kaufen

Zitat von Fackel01
Die einzigen russischen Bürger deren Leben bedroht ist sind doch die russischen Soldaten auf den Barikaden. Nach der Logik von Putin sollte er sich am besten selbst verhaften, denn dann könnte Frieden in die Ukraine einziehen und es würde kein russischer Soldat auf fremden Boden sein Leben verlieren.
dann kann man auch die Russen alle sehen,welche auf den Barikaden in
der O.UA kämpfen.
Ganz einfach,Putin verhaften,dann braucht kein russischer Soldat mehr sterben.Welch ein Denkschema,als ob hier einer von den Foristen schon einen russischen Soldaten in der UA pers.gesehen hat,naja vieleicht hat
dieser Forist schon einen entdeckt.Wenn ja,dann bitte an Paul Ronzheimer v.d.Bild melden,Der macht eine Repotage daraus.Wäre doch mal was Neues.

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matthias.richter39 24.04.2014, 21:47
221. > DerDodg Post Post #213

Zitat von DerDodga
Allerdings sehe ich dies ein wenig anders - es dürfte Russland einfach schwer fallen, die "eigene Revolution" fallen zu lassen, während "der Westen" mit "seiner Revolution" in der Regierung einzieht, und das obwohl beide zu guten Teilen die gleichen Methoden angewendet haben. Mal abgesehen davon: Da Putin offiziell niemandem dort Unterstützung leistet, kann er diese ja nun auch schlecht entziehen. Schon alleine deswegen nicht, weil man ihm danach erst recht in jedem Fall die volle Schuld in diesem Konflikt zuweisen würde. Genausogut könnten zudem die USA oder Europa Kiev an die kurze Leine legen, es ist in so einem Konflikt ja immer sinnvoll beiden Seiten klar zu machen wo die Grenzen sind. Keinesfalls sollte man ein irgendwie geartetes Signal senden, dass die Nato eingreifen könnte - das kann man in Kiev (und natürlich auch in Moskau) dann ja nur als Blankoscheck für jegliches Handeln verstehen. Den "Friedensvertrag" haben meinem Verständnis nach jedenfalls ziemlich offensichtlich beide Seiten gleichermaßen gebrochen, eine Seite einen solchen bereits zum zweiten Mal. Die Androhung einer russischen Intervention im Falle von schlimmeren Gemetzeln empfinde ich persönlich so langsam daher erlich gesagt weniger als Drohung als vielmehr eine Garantie dafür, dass es nicht zu allzu schlimmen Exzessen kommt. Spätestens wenn es viele Tote (Separatisten) gibt, werden die Unterschiede zum Kosovo etwa dann ja doch sehr sehr klein....
Sie machen zwei grundlegende Fehler: 1. 100%ige Rechtfertigung des offiziellen Vorgehens der russischen Regierung. 2. 100%ige Annahme, dass die NATO in welcher Weise auch immer in der Ukraine eingreifen könnte bzw. der Westen als solches in der Ukraine bereits eingegriffen hat.
Betrachten Sie das als intra-staatliches Problem, sowohl der Heterogenität derjenigen, die nicht unter russischer Abhängigkeit regiert werden möchten, als auch der Heterogenität derjenigen, die eine russische Zugehörigkeit bzw. russische Protektion/Annexion wünschen. Aus beidem wird kein Schuh. Die Ukrainie wird ziemlich sicher niemals EU-Mitglied, genausowenig wie sie russisch wird. Jedenfalls dürfte letzteres in einem Bürgerkrieg enden. Ersteres war, wenn überhaupt eine hypothetische Fehlannahme. Von daher ist das Ergründen von Schuldfragen belanglos.

Für die Russen wäre es wie gesagt, recht simpel, die Entspannung herbeizuführen: 1. Beenden der Kriegsrethorik, so dass man in Donezk versteht, dass sich weitere Besetzungen und Schießereien nicht auszahlen. 2. Keine neuen Pässe ausstellen, die in Donezk auf ein Szenario der Krim hoffen lassen.
Für beides müsste man weder Geld, Truppen oder sonstirgendwas verschieben. Es reicht eine weitere diesmal aber sinnvolle Pressekonferenz seitens des russischen Außenministers. ;)

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DerDodga 24.04.2014, 22:19
222. Kein Titel

Zitat von matthias.richter39
Sie machen zwei grundlegende Fehler:
Es stimmt - ich hätte ruhig noch einmal erwähnen können, dass ich selbstverständlich auch die Einmischung von Ost ebenso wie die von West in der Ukraine nicht gutheisse (ich denke das tun aber bereits genug Leute)! Verlierer sind dabei wohl immer die Ukrainer und selbstverständlich ist das Vorgehen Russlands zu verurteilen! Ich hoffe nur auf ein Szenario mit möglichst wenig Toten - und das könnte momentan realitistisch betrachtet tatsächlich am ehesten eine _temporäre_ Besetzung durch Russland oder viel besser noch durch UN-Truppen sein.

Was die Einmischung des Westens angeht: Es ist doch nachzulesen z.B. auf Wikipedia, dass diese schon lange dort stattfindet (Stichwort Orange Revolution) und auch gegenüber den Maidan-Protesten und Janukowitsch hat man sich jetzt meiner Meinung nach nicht unbedingt neutral gezeigt - ebensowenig wie Russland versteht sich. Beide haben letztlich eben ihre Interessen vertreten, eigentlich ganz einfach.

Zitat von matthias.richter39
Betrachten Sie das als intra-staatliches Problem...
Das dumme ist: Wir haben dem Westen der Ukraine derart den Mund wässrig gemacht was eine EU-Mitgliedschaft angeht, dass alles andere dort jetzt eigentlich nur zu maßloser Enttäuschung führen kann - von den zu erwartenden Sparprogrammen im Falle eines Beitritts etc. mal abgesehen. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass viele Menschen im Osten tatsächlich keine grosse Lust haben sich an der EU zu orientieren. Also könnte durchaus auch dieses Szenario den gleichen Sprengstoff bergen.

Zitat von matthias.richter39
Für die Russen wäre es wie gesagt, recht simpel, die Entspannung herbeizuführen: 1. Beenden der Kriegsrethorik, so dass man in Donezk versteht, dass sich weitere Besetzungen und Schießereien nicht auszahlen. 2. Keine neuen Pässe ausstellen, die in Donezk auf ein Szenario der Krim hoffen lassen. Für beides müsste man weder Geld, Truppen oder sonstirgendwas verschieben. Es reicht eine weitere diesmal aber sinnvolle Pressekonferenz seitens des russischen Außenministers. ;)
Ich glaube persönlich nicht wirklich daran, dass dort Ruhe einkehrt selbst wenn Russland eine Intervention kategorisch ausschliessen würde - dafür dürften wohl die Interessen zu weit auseinandergehen. Allerdings wären solche Schritte selbstverständlich ebenso wichtig wie richtig, doch gilt das genannte selbstverständlich wieder einmal für beide Seiten. Momentan will offensichtlich keiner den ersten Schritt zur Deeskalation machen - da aber der Westen sich nunmal selbst als eher Defensiv betrachtet, würde ich zunächst mal entsprechendes Handeln vom Westen erwarten.

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lightyagami 25.04.2014, 03:25
223. und auf einmal wimmelt es von Experten...

die alle möglichen Verfassungen und Rechte kennen, wissen was vor Ort geschieht und wer nun der Böse und wer der gute ist. Schwarz-weiß denken Pur. Mir ist eine Welt in der Amerika und der Westen die Macht besitzt zehn mal lieber als eine Welt dominiert von diktatorischen Spinnern aus Russland oder China. Ich gebe oft dieses Beispiel, in Amerika gehen die Menschen auf sie Straße wenn die eigene Regierung unrechtmäßigen Krieg führt, wie die Vietnam Friedensbewegung, oder die no War for oil Demonstrationen gegen den Irakkrieg. Hier wird Pauschalisiert und Dämonisiert, Russland besitzt kein Recht sich in diesen Konflikt innerhalb der Ukraine einzumischen, es wurde den USA auch verboten dem Blutvergießen in Syrien ein ende zu setzen.

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