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Ostukraine: USA verlangen Absage des Autonomie-Referendums
REUTERS

Präsident Putin hat die Separatisten in der Ostukraine aufgerufen, ihr Referendum zu verschieben. Den USA reicht das nicht: Sie fordern, dass die Milizen ganz auf die Abstimmung verzichten. Den Truppenabzug der Russen bestätigt Washington nicht.

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rwinter77 07.05.2014, 20:37
1. Deeskalation

Gefangenenaustausch und Verschiebung des Referendums können zumindest etwas den Druck aus der Situation nehmen. Für eine weitere Entspannung wäre ein Dialog nützlich, aber die wenn die Kiewer Regierung nicht mit den "Terroristen" sprechen will, mit wem denn dann? Und andere Vorbedingungen sind auch nicht unbedingt hilfreich...

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Emiliano33 07.05.2014, 21:00
2. Autonomiereferendum

Die USA haben recht wenn sie die Absage des Autonomie-Referendums verlangen. Dieses Referendum wäre sowieso nur manipuliert und würde niemals die wirklichen Mehrheitsverhältnisse wiederspiegeln.
Dieses Referendum macht einfach keinen Sinn. Besser wären demokratische, transparente Wahlen die von der OSZE und dem Westen überwacht wären. Dann werden die Separatisten schon sehen, dass sie keine Chance für eine Mehrheit haben und müssten sich bedingungslos fügen.

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Leser1000 07.05.2014, 21:23
3.

Zitat von rwinter77
Gefangenenaustausch und Verschiebung des Referendums können zumindest etwas den Druck aus der Situation nehmen. Für eine weitere Entspannung wäre ein Dialog nützlich, aber die wenn die Kiewer Regierung nicht mit den "Terroristen" sprechen will, mit wem denn dann? Und andere Vorbedingungen sind auch nicht unbedingt hilfreich...
Ich stimme Ihnen grundsätzlich zu. Forderungen die aus moskowiter Sicht evtl. zu Gesichtsverlusten führen können- bevor überhaupt verhandelt wurde- helfen jetzt nicht weiter. Man sollte Putin beim Wort nehmen und eine Verifizierung des vermeintlichen Truppenabzuges verlangen. Wenn dieser wirklich stattfinden sollte kann m.E. einer großräumigen Vertagung des Votums zugestimmt und dann hoffentlich ernsthafte Verhandlungen aufgenommen werden. Moskau ist m.E allerdings tatsächlich gefordert einen ernsthaften Beweis für Dialogbereitschaft zu führen. Ich bin mir sicher es gibt dafür diverse Möglichkeiten zusätzlich zum angekündigten Truppenabzug.

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chilasi 07.05.2014, 21:25
4. Die USA ..

Die USA verlangen? Bin ich hier im falschen Film? Oder spinnen die Amis inzwischen wirklich total? Die sollten sich mal pragmatisch ein Beispiel an Uruguay nehmen ... Präsident Mujica in seinem Hühnerhof ist ein wunderbares Beispiel: http://www.spiegel.de/fotostrecke/uruguay-gesetz-fuer-staatlichen-drogenverkauf-unterzeichnet-fotostrecke-114240-3.html

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haarer.15 07.05.2014, 21:45
5. Verständigung

Die pro-westliche Regierung muss sich mit den pro-russischen Gruppen an einen Tisch setzen. Anders wird das nichts. Und die USA sollen sich mal ganz heraushalten. Von da kommt nichts Produktives. Gibt Putin einen Finger, wollen sie die ganze Hand. Die Präsidentenwahl bringt dem Land auch keinen Nutzen. Bei dieser Auswahl fühlen sich auch nur Kiew und die Westukraine vertreten - der Osten und Süden des Landes aber nicht. Das wird der Ukraine keinen Frieden bringen. Unsere Politeliten verschließen immer nur die Augen davor.

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Claes Elfszoon 07.05.2014, 21:59
6. Irrtum! Es gibt nur ...

Zitat von haarer.15
Die pro-westliche Regierung muss sich mit den pro-russischen Gruppen an einen Tisch setzen. Anders wird das nichts. Und die USA sollen sich mal ganz heraushalten. Von da kommt nichts Produktives. Gibt Putin einen Finger, wollen sie die ganze Hand. Die Präsidentenwahl bringt dem Land auch keinen Nutzen. Bei dieser Auswahl fühlen sich auch nur Kiew und die Westukraine vertreten - der Osten und Süden des Landes aber nicht. Das wird der Ukraine keinen Frieden bringen. Unsere Politeliten verschließen immer nur die Augen davor.
... zwei Entscheider in dieser Phase des Konflikts und die beiden scheinen gerade ihre Verantwortung wahrzunehmen.

Was irgendwelche Krawalltouristen und Kleinkriminelle in der Ost-Ukraine am Verhandlungstisch zu suchen ist rätselhaft. Putin als "Pate" ist gefragt und wenn er die richtigen Antworten gibt kann man gemeinsam ein Regelwerk entwickeln, nach dem die ukrainische Regierung mit seriösen und vollen allen Seiten anerkannten Vertretern der Separatisten vetrhandeln kann.

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cartje 07.05.2014, 22:32
7. USA und NATO

haben noch keine Beweise für den russischen Militärabzug. Was ist mit dem Natomilitär, dass Russland fast umzingelt? Wenn ich Putin wäre, hätte ich nicht einen Moment Vertrauen in diese Brüder und schon gar nicht zu Obama. Überhaupt, wenn schon russischer Abzug, dann auch Rücknahme von "Sanktionen"!

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deb2011 07.05.2014, 22:48
8. Macht keinen Sinn:

Zitat von haarer.15
Die pro-westliche Regierung muss sich mit den pro-russischen Gruppen an einen Tisch setzen.(...)
Weder hat sich Deutschland mit Baader-Meinhof an einen Tisch gesetzt, noch die US-Regierung mit Al Kaida. Staaten haben es zu unterlassen, sich mit Verbrechern gemein zu machen.

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ulrich-lr. 07.05.2014, 22:54
9. Dialogbereitschaft?

Zitat von Leser1000
Moskau ist m.E allerdings tatsächlich gefordert einen ernsthaften Beweis für Dialogbereitschaft zu führen. Ich bin mir sicher es gibt dafür diverse Möglichkeiten zusätzlich zum angekündigten Truppenabzug.
1. So lange es keine Dialogbereitschaft in Kiew gibt, läuft das ins Leere. Der Westen - insbesondere die USA - nutzen auch nicht annähernd die Möglichkeiten, die Übergangsregierung zur Vernunft zu bringen.
2. Die Dialogbereitschaft des Westens ist ja auch kaum vorhanden und eher vorgespielt. Der Westen - insbesondere wieder die USA - stellen Forderungen - in der Hoffnung das selbstherbeigeführte Chaos doch noch im eigenen Interesse zu regeln. um die Menschen in der Ukraine geht es längst nicht mehr. Es geht um das Einflussgebiet, in dem sich 8 Mio. Russen dann gern äußerst unwohl fühlen dürfen.
2. Truppenabzug hin oder her. Die US-Regierung hat zu oft gelogen. Die NATO auch. Wir werden es nie wirklich erfahren.

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