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Pädophilie-Debatte: Irrwege des Liberalismus
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Die Grünen stehen im Mittelpunkt der Pädophilie-Debatte. Doch ihre große Zeit hatte die Bewegung lange vor der Gründung der Ökopartei. In einem Gastbeitrag beschreiben die Göttinger Parteienforscher und den Zeitgeist Ende der sechziger, Anfang der siebziger Jahre.

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Humboldt 28.08.2013, 16:02
1. unwissenschaftlich

Zitat von sysop
Die Grünen stehen im Mittelpunkt der Pädophilie-Debatte. Doch ihre große Zeit hatte die Bewegung lange vor der Gründung der Ökopartei. In einem Gastbeitrag beschreiben die Göttinger Parteienforscher Franz Walter und Stephan Klecha den Zeitgeist Ende der sechziger, Anfang der siebziger Jahre.
Vielleicht wäre es als Wissenschaftler einmal angebracht, wenn die beiden Herren erst zu Ende "forschen" oder zumindest einmal ihre Auftragsarbeit für die Grünen erschöpfend zu Ende bringen und veröffentlichen, und erst dann sich an der Debatte beteiligen.

Alles andere ist unwissenschaftlich, ahistorisch und vor allem unseriös!

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till-eulenspiegel 28.08.2013, 16:07
2. Der Liberalismus war zweifellos ein Irrweg....

...der durch einen anderen Irrweg abgelöst wurde.

Kaum ein Thema das heutzutage eine derartige Hysterie auslöst - siehe Debatte um die gerichtlich angeordnete Neuregelung der Sicherungsverwahrung von Sexualstraftätern. Die lauern heutzutage nämlich hinter jedem Busch ! Kaum ein Kind geht noch allein in den Kindergarten oder zur Schule oder einfach mal so auf den Spielplatz, ohne dass sich Mami und Papi Riesensorgen machen (dabei ist die Anzahl der sexuellen Gewaltdelikte tatsächlich seit Jahren rückläufig). Besser hält man sich als Mann von solchen Orten fern...

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DrStrang3love 28.08.2013, 16:30
3.

Zitat von Humboldt
Vielleicht wäre es als Wissenschaftler einmal angebracht, wenn die beiden Herren erst zu Ende "forschen" oder zumindest einmal ihre Auftragsarbeit für die Grünen erschöpfend zu Ende bringen und veröffentlichen, und erst dann sich an der Debatte beteiligen. Alles andere ist unwissenschaftlich, ahistorisch und vor allem unseriös!
Ich würde Ihnen da beipflichten, wenn sich die Nicht-Wissenschaftler aller Parteien da genauso verhalten würden, und nicht sich nicht in geifernden Verteufelungen und Schuldzuweisungen ergehen würden, bevor alle Fakten auf dem Tisch sind.

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002614 28.08.2013, 16:50
4. Nun wird es also

Es ist ja so einfach. Wenn es die politischen (oder religiösen) Gegner betrifft, ist es ein Skandal, der mit großer Wucht und größter Verachtung abqualifiziert wird, wenn aber die eigene Schmuddelecke aufgedeckt wird, dann wird es in wissenschaftliche Abhandlungen gepackt, die kaum jemand nachvollziehen kann ! - "Die Grünen stehen im Mittelpunkt der Debatte" ? Mit Beschreibungen wie: das seien "wertkonservative... Vertreter libertärer... Positionen" - bis hin zur ständigen Erwähnung der FDP ..?? - Die 68er und die Sympathisanten aller nicht-konservativen Strömungen bis hin zu den RAF-(klammheimlichen Sypathisanten) sind damals fast geschlossen bei den GRÜNEN gelandet.

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Schweizer 28.08.2013, 16:56
5. optional

Die Autoren drücken sich darum herum Klartext zu reden. Natürlich führt nicht jeder sexuelle Kontakt zwischen Kindern bzw Jungendlichen (da wird im Artikel gar nicht unterschieden!) zu seelischen Problemen. Das ist aber nicht das Problem. Das Problem ist das Machtgefälle zwischen Kinden und Erwachsenen. Erwachsene können Kinder -gerade bedürftige Kinder- derartig manipulieren, dass von einem freien Willen im Zweifel keine Rede sein kann. Dies ist das eine Problem.

Das andere ist -es wurde angesprochen- die gesellschaftlichen Normen. Wenn die Norm in einer Gesellschaft so ist, dass die Verletzung derselben jemanden in grosse Probleme stürzt, dann muss das potenzielle Opfer geschützt werden. Erst wenn die Norm eine andere geworden ist, braucht es auch diesen rechtlichen Schutz nicht mehr.

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melnibone 28.08.2013, 17:00
6. Da fehlt doch die Wiederaufnahme ...

eines Artikels zum gleichen Thema, aber mit der FDP als Protagonisten. Seltsam warum jetzt? Aber wir haben ja Wahlkampf und von daher ist dass wohl legitim. Dann, sollten FDP und Grüne schon damals kollektiven ´Parteisuizid´ begehen? Siehe den sinnentleerten Satz: Es war aber kein genuiner, kein elementarer Bestandteil Ihrer Parteiideologie. Na da hatten wir aber nochmal Glück. Zu Adorno, dem ´Legimitatinosreferenten´ fällt mir immer wieder ein beispielhaftes Verhalten der sogenannten ´Intelligentsia´ ein. Draussen auf den Strassen tobten die Studentenunruhen und drinnen hält Adorno einen Vortrag über Goethes Farblehre. Kein Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung; kein Zeitkontext. Ansonsten ´Zeitgeschichte´ in der heissen Phase des Wahlkampfs kann auch etwas ´anrüchiges´ entwickeln.

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Earendil77 28.08.2013, 17:14
7.

Zitat von Humboldt
Vielleicht wäre es als Wissenschaftler einmal angebracht, wenn die beiden Herren erst zu Ende "forschen" oder zumindest einmal ihre Auftragsarbeit für die Grünen erschöpfend zu Ende bringen und veröffentlichen, und erst dann sich an der Debatte beteiligen. Alles andere ist unwissenschaftlich, ahistorisch und vor allem unseriös!
Wieso? Was die beiden Herren hier referieren, ist doch das, was meistens am Anfang so einer Untersuchung steht: Forschungsstand und historische Kontextualisierung. So eine Untersuchung wird ja nicht voraussetzungslos durchgeführt.

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Oskar ist der Beste 28.08.2013, 17:15
8.

Zitat von sysop
Die Grünen stehen im Mittelpunkt der Pädophilie-Debatte. Doch ihre große Zeit hatte die Bewegung lange vor der Gründung der Ökopartei. In einem Gastbeitrag beschreiben die Göttinger Parteienforscher Franz Walter und Stephan Klecha den Zeitgeist Ende der sechziger, Anfang der siebziger Jahre.
Pädophilie hat mit Liberalität nichts zu tun, sondern mit der Ausnutzung der Unterlegenheit Schwächerer zur Befriedigung sexueller Bedürfnisse.
Ich finde es aber schon merkwürdig, wie wenig gerade bei den Grünen diejenigen wie Cohn Bendit belangt werden, deren Verhältnis in jedem Fall in den siebziger Jahren mehr als gestört gewesen ist.
Im Gegensatz zum gewaltätigen Fischer kann man bei Pädophilie nicht davon ausgehen, daß sich jemand in dieser Hinsicht unbedingt geändert hat.

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tribes 28.08.2013, 17:16
9. Beck muss weg ..

"sondern sich auch den Irrwegen einer Deregulierung vernünftiger Normen ohne Ausflüchte zu stellen"

Es wird Zeit, dass sich die Grünen ganz klar von diesen "Irrtümern" distanzieren und nebenbei mittlerweile bekannte "Altlasten" entsorgen, sonst kann ich und hoffentlich viele Andere auch, sie nicht wählen. So einfach ist das !

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