Forum: Politik
Pakistanische Klage gegen US-Drohnen: Das tapfere Dutzend

Fast täglich sterben in Waziristan Menschen durch US-Drohnenangriffe - erstmals organisiert nun eine Gruppe von Angehörigen den Widerstand und traut sich, gegen die USA zu klagen. Zum Ärger der Taliban.

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spiegel-hai 21.01.2011, 11:58
120. Paradox

Das ist sehr treffend formuliert. Danke sehr. hmmm, ab und zu hat unsereins ja doch eine Chance, und was will uns das in diesem Zusammenhang sagen ;-)

kennen Sie übrigens das hier?

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spieglfechter 21.01.2011, 15:16
121. Einmischung

Zitat von rainman_2
Ich bin der Meinung, die Welt hat ein Recht sich gewaltsam in die inneren Angelegenheiten eines Staates einzumischen, wenn dort die Menschenrechte mit Füßen getreten und Terrorismus zum Exportschlager geworden ist.
Aha. Wann ist nach Ihrer Auffassung mit einer „Einmischung“ der Menschenrechtshüter in die inneren Angelegenheiten und den Terrorexport Saudi-Arabiens zu rechnen ?
http://www.spiegel.de/panorama/justi...737684,00.html
http://www.nytimes.com/2009/06/24/wo...audi.html?_r=1

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pax 22.01.2011, 18:57
122. Freiheitskämpfer

Zitat von Atheist_Crusader
Alles überzeugte Anhänger? Sicher nicht. Ein guter Teil hat auch nicht *für* Adolf oder Saddam gekämpft, sondern nur *unter* ihnen *für* sein Land. Nur einen Haufen Leute die ihre Heimat gegen die ausländischen Barbaren verteidigen wollten, egal was für ein Irrer es regiert. Und egal, wie viel netter, demokratischer oder moralisch integrer die Möchtegern-Befreier sind.
Ich denke ich verrate ihnen da kein Geheimnis, dass eben der Irakkrieg ein klassisches Beispiel für massenhafte Desertation ist. Die Deutschen haben ihre Lektion auf die harte Weise gelernt , bzw. wenn ich mir die immer noch vorhandene Machtgläubigkeit in Deutschland ansehe , ist selbst auf die harte Weise nicht viel hängen geblieben. (Schon die Römer haben die Germanen für ihre sinnlose Opferbereitschaft verachtet.)
Tatsächlich ist es ein normales Verhalten in vielen Ländern, dass man um zu überleben seine Flinte ins Korn wirft, sobald die Lage aussichtslos ist.
Zitat von Atheist_Crusader
So sind eben viele Menschen gestrickt. Lieber den Teufel den man kennt als ein paar Fremdlinge mit ihren Kris-dän-tuhm und ihrer Däh-mokk-ra-tih, zwei Worten mit denen der durchschnittliche Bergbauer in der Praxis sowieso nicht viel anfangen kann. Wie sollte er auch, eine umfassende Bildung hat er nie genossen.
Selbst das ist alles noch Verklärung.
Ich kann ihnen ja mal kurz schildern , was ich von einem Ärzte ohne Grenzen Mitarbeiter , der lange in Afghanistan war , über die Mentalität und Beweggründe der Leute dort auf dem Land erzählt hat. Interessant werden seine Aussagen dadurch, dass er strenger Pazifist die bloße Präsenz westlichen Militärs schon für einen Fehler hielt. Etwa 6 Monate nach dem Gespräch wurden in seiner Umgebung mehrere Mitarbeiter ermordet und Ärtze ohne Grenzen haben ihr Personal vollständig abgezogen.(Die Morde wurden durch Clanfehden verursacht, aber die Taliban bekennen sich grundsätzlich zu jedem Mord, um universelle Präsenz vorzutäuschen)
Aber zum Inhalt:
In den Dörfern herrscht nicht nur Analphabetentum sondern ein komplettes Unwissen über jeglichen Aspekt menschlichen Lebens. Sie kennen nicht mal die Bedeutung des Wortes Christentum. Der einzige mit etwas Lesefähigkeit ist meist der örtliche geistliche. Sobald er befiehlt, dass Kämpfer losgeschickt werden müssen, gibt es keine Frage warum oder gegen wen . Es werden halt einfach ein paar junge Männer losgeschickt. Ob diese zurück kommen oder nicht ist völlig egal. Das Konzept von Verantwortung bzw. von Ursache und Wirkung ist völlig unbekannt. Die Bewertung von Ereignissen nimmt in geistlichen Fragen der Geistliche, in weltlichen Fragen der Dorfälteste vor. Dass Menschen sterben ist völlig normal. Wodurch sie sterben ist nebensächlich, denn es ist immer Schiksal. Das Verhältnis eines Familienvaters zu seinen Kindern ist auf keiner anderen Stufe als das Verhältnis zu seinen Eseln und Ziegen, die Ehefrauen haben einen weit niedrigeren Status. Kinder werden geboren und sterben und wenn sie zwischendurch alt genug geworden sind, waren sie nützlich.
Es gibt einfach keine Möglichkeit aus dieser Weltbild oder von mir aus "Mentalität" auch nur annähernd den edlen Wilden der sein Land verteidigt zu konstruieren. Ihr Land besteht aus ihrem Dorf und es liegt sowieso seit Jahrhunderten unter der Kontrolle irgendwelcher "außerdörflicher" Mächte, deren Regeln befolgt werden , als wären sie Naturgesetze und die sich immer wieder ändern so wie das Wetter.

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