Forum: Politik
Pakistanische Klage gegen US-Drohnen: Das tapfere Dutzend

Fast täglich sterben in Waziristan Menschen durch US-Drohnenangriffe - erstmals organisiert nun eine Gruppe von Angehörigen den Widerstand und traut sich, gegen die USA zu klagen. Zum Ärger der Taliban.

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jaein 20.01.2011, 13:43
10. naiv

Zitat von shine31
Für die "Operator" ist das doch nur noch ein Videospiel. Das dabei sehr oft auch unschuldige Zivilisten sterben, ist denen doch eh egal.
glauben sie denn ein pilot aus nem kampfjet sieht mehr?
ist töten erst moralisch wenn man seinem gegner in die augen sieht?
kann man auch gegen die drohne des kleine mannes klagen, den selbstmordbomber?
manohman

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rainman_2 20.01.2011, 13:44
11. ...

Zitat von
[...] Es ist Abend im Fastenmonat Ramadan, die meisten Familienmitglieder haben sich zum Gebet ins Haus zurückgezogen. Nach dem Gebet wollen sie gemeinsam das Fasten brechen. Wazir genießt noch die letzten Sonnenstrahlen [...]
Ich weiß nicht was ich von dem Artikel halten soll, er beginnt wie eine islamische Schnulze oder Propaganda ...

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Holzhacker 20.01.2011, 13:45
12. blub

"Die Forderung von 500 Millionen Dollar pro Todesfall ist sicher sehr hoch angesetzt"

Aha. 500 Millionen. Jetzt werden wir sogar hier schon wie die Buerger Pakistans verarscht.

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Matze59 20.01.2011, 13:50
13. Öffentlichkeit herstellen!

In einem nicht erklärten Krieg werden unter nicht rechtsstaatlichen Bedingungen Zivilisten getötet. Alles im Namen des "Kriegs gegen den Terror". Die ist nicht nur moralisch fragwürdig, sondern üntergräbt die demokratische Rechtstaatlichkeit aller Länder die an diesem "Einsatz" beteiligt sind. Eine "Katastrophe" für all diejenigen, die ernsthaft die Durchsetzung der Menschenrechte fordern. Deshalb brauchen wir mehr Öffentlichkeit, auch durch eine solche Klage, damit diese unerträglichen Vorgänge breiter diskutiert und Rechstaatlichkeit eingefordert werden kann.
Ansonsten gilt:
Holt unsere Jungs nach Hause!

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politisch-correct 20.01.2011, 14:00
14. Ursachen

Zitat von Matze59
In einem nicht erklärten Krieg werden unter nicht rechtsstaatlichen Bedingungen Zivilisten getötet. Alles im Namen des "Kriegs gegen den Terror". Die ist nicht nur moralisch fragwürdig,.....
In einem nicht erklärten Krieg werden unter nicht rechtsstaatlichen Bedingungen Zivilisten und andere getötet. Alles im Namen des "Kriegs gegen die Ungläbigen".

Die ist nicht nur moralisch fragwürdig, sondern üntergräbt die demokratische Rechtstaatlichkeit aller islamischen Länder die den Frieden wollen. Eine "Katastrophe" für all diejenigen, die ernsthaft die Durchsetzung der Menschenrechte fordern. Deshalb brauchen wir mehr Öffentlichkeit, auch durch verstossen von islamischen Terroristen aus der Umma, damit diese unerträglichen Vorgänge breiter diskutiert und Rechstaatlichkeit eingefordert werden kann.

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Atheist_Crusader 20.01.2011, 14:03
15. ...

Pff... Rechtslagen kann man diskutieren, wenn Jemand tatsächlich kommen könnte, um dem Recht zur Geltung zu verhelfen. Aber wer soll das schon sein? Die UNO ganz sicher nicht.

Falls die Klage in irgendeiner Form durchkommen sollte, werden weder Minister noch hohe CIA-Leute auf der Anklagebank landen. Sondern nur ein paar Drohnenpiloten und lokale CIA-Agenten als Opferlämmer. Die kleinen Mittäter, aber nicht die Leute, die das ganze System geschaffen haben und am Leben erhalten.

Das einzig fragliche ist also, ob die Klage durchkommt. Einerseits ist es den meisten US-Bürgern vollkommen egal, ob irgendsoein Bergbauer im Krieg gegen den Terror verheizt wird... besonders wenn die Alternative - direkt Leute hineinschicken - eigene Truppen in Gefahr bringt. Amerikanische Leben riskieren, um keine Pakistanis versehentlich zu töten? Kein toller Werbeslogan für Wählerstimmen.
Auf der anderen Seite könnte so etwas Signalwirkung haben. Nicht weil es zum Abbruch der Drohnenangriffe führen könnte, sondern weil es zeigen würde, dass man sich an den verhassten USA auch rächen kann ohne eine Waffe in die Hand zu nehmen.

Wenn die Amis also clever sind, lassen sie die Klage zu. Das bisschen Blutgeld was dort üblich ist (Summen im unteren vierstelligen Dollarbereich) sind ein kleiner Preis für die propagandistische Wirkung. Und wenn es irgendwann mal Überhand nimmt, kann man den Rechtsweg ja einfach mit den üblichen Totschlagargmuenten wieder zumauern.

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plopp! 20.01.2011, 14:04
16. Titel

Nun aber mal langsam. Die durch US-Drohnen getöteten pakistanischen Zivilisten sind nicht umsonst gestorben, sondern für den Frieden, schließlich ist Obama ja FRIEDENSnobelpreisträger!

Achtung: Für alle, die es nicht kapieren, dies war Ironie, wer will, kann auch Zynismus sagen.

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Rodri 20.01.2011, 14:18
17. Typisch

Mal wieder die typische Reaktion unserer muslimischen Freunde. Statt die Ursache allen Übels - den islamistischen Terrorismus - anzugehen beschwert man sich über den angeblichen Feind. Wenn die Taliban nicht so feige wären und sich mitten zwischen der Zivilbevölkerung verstecken würden, dann würde es auch keine solchen zivilen Opfer geben.

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Atheist_Crusader 20.01.2011, 14:19
18. ...

Nebenbei muss man sich mal von einer wichtigen Illusion in puncto Menschenrechte befreien: dass sie irgendjemanden interessieren.
Menschrechte sind nur so viel wert, wie der Staat dessen Pass ich besitze es durchsetzen kann und will. Ich bin deutscher Bürger, das heißt der deutsche Staat sorgt (meistens) dafür, dass meine Menschenrechte gewahrt werden. Und solange ich in Deutschland bleibe, funktioniert das auch wunderbar. Oder Europa oder Kanada oder Japan oder generell in halbwegs zivilisierten Rechtsstaaten, die Deutschland nicht über Gebühr hassen.

Aber der praktische Teil meiner Rechte endet dort, wo das keinen mehr interessiert. In manchen Teilen Afrikas oder Mittelamerikas oder Asiens... was sollte es denn zum Beispiel einen burmesischen Grenzer interessieren, ob ich Menschenrechte habe? Selbst wenn ich die burmesischen Worte für "Rechtsstaatlichkeit", "internationale Abkommen" und andere hübsche aber praktisch nutzlose Phrasen kennen würde... was würde das für einen Unterschied machen? Er versteht das ganze System nicht, das Konzept dahinter... und vermutlich interessiert es ihn gar nicht.

Menschenrechte sind kein *blabla* unveräußerliches Recht *blabla* jedem Menschen gegeben *blabla* international gültig. Sie sind ein Privileg derer, die das Glück haben, den "richtigen" Pass zu besitzen.
Was dann zu dem traurigen Schluss führt: Waziristanis haben keine.

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astrobyte 20.01.2011, 14:24
19. Es wäre unvorstellbar,

wie die USA reagieren würden, wenn irgendein Staat dieser Erde eine Drohne über amerikanischem Territorium kreisen lassen würde, um Zivilisten per Raketenbeschuss zu töten. Mittlerweile gibt es keinen größeren Schurkenstaat als die USA - kein Wunder, dass Länder wie z.B. China keine Ratschläge Obamas in bezug auf die Menschenrechte mehr akzeptiert...

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