Forum: Politik
Pakistans neue Allianzen: Mit Islamisten und Chinesen gegen Amerika

Das US-pakistanische Bündnis liegt in Trümmern. Seit dem Nato-Angriff auf zwei Grenzposten hat Pakistans Militär die Erlaubnis, amerikanische Drohnen abzuschießen, Washington musste eine Luftwaffenbasis räumen. Die neuen Partner von Islamabad*sind*China - und die Taliban.

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Dornröschen2 13.12.2011, 09:19
30. Die Lehren aus der Geschichte

Zitat von sysop
In Pakistan erinnert man sich genau, wie schlagartig der Westen das Interesse an der Region verlor, nachdem die Rote Armee in Afghanistan geschlagen war und die Sowjets abzogen.[/url]
Hätten die Amerikaner nicht alles daran gesetzt, dass dies passiert, gäbe es den Krieg heute nicht, und die deutschen Soldaten wären auch zu Hause. Mörder wie die Taliban mit Waffen zu beliefern rächst sich immer!

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deus-Lo-vult 13.12.2011, 10:22
31. ...

Zitat von eu-sklave
Was denken Sie, von wo die USA Bomber in Europa weltweit starten? Vielleicht aus Deutschland mit Duldung aus Berlin?
Aha? Von wo aus in Deutschland denn? Erleuchten Sie uns doch mit Ihrem Fachwissen!
Wo sind denn in Deutschland Bomber stationiert?

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god is a dj 13.12.2011, 16:06
32.

Zitat von andynm
Nonsens. Weder sind die Taliban ein "Produkt Pakistans", die Führer der Taliban sind alle Afghanen, noch braucht China solche Ratschläge. Die wissen was sie tun. Was soll eigentlich der "islamische Friede" sein?
Im Wesentlichen schon. Bereits der Name "Taliban" weist auf ihre Herkunft als Schüler - "Talib" - pakistanischer Madrassen hin. Die meisten der ursprünglichen Taliban, die 1994 mit einem Paukenschlag auf dem afghanischen Schlachtfeld auftauchten, waren ehemalige Flüchtlingskinder, welche - nicht selten als Vollwaisen - vor dem Krieg in ihrer Heimat in die pakistanischen Stammesgebiete - bevölkert im Wesentlichen von Pashtunen - in Sicherheit gebracht worden waren und erst mit Mullah Omar in ihre Heimat zurückkehrten.

Da sich die Niederlage des bisherigen Schützlings der pakistanischen Armee im innerafghanischen Konflikt - Gulbuddin Hekmatyar - abzuzeichnen begann, suchte die pakistanische Regierung eine Alternative, um ihren Einfluss in dem Nachbarland zu sichern.
Vorrangiges Ziel der Regierung unter Benazir Bhutto war es damals, endlich eine sichere Handelsroute für die LKWs der pakistanischen Transportmafia durch Afghanistan hin zu den zentralasiatischen Republiken aufzutun - so zumindest Ahmed Rashid in seinem Buch "Taliban" aus dem Jahr 2000.

Schon der erste Auftritt der Taliban auf dem afghanischen Schlachtfeld - die Eroberung des Grenzortes Span Baldak am 12.10.1994 durch 200 Talib aus Pakistan und Kandahar - erfolgte im Auftrag und Sold der pakistanischen Transportmafia: "Sie hatte bereits Hunderttausende pakistanische Rupien an Mullah Omar gestiftet und den Taliban ein monatliches Gehalt versprochen, wenn sie die Sperrketten von den Straßen nähmen, Banditen fernhielten und dem LKW-Verkehr Sicherheit garantierten." (A. Rashid, S. 70)

Bereits Anfang November konnten die Taliban nahezu kampflos Kandahar nehmen, obwohl Mullah Naquib - Befehlshaber der Stadt - über mehr als das 10fache an Männern (2500) verfügte: "Einige seiner persönlichen Berater behaupteten später, Naquib habe für sein Aufgeben vom ISI Bestechungsgelder in beträchtlicher Höhe angenommen und die Zusage, auch weiterhin seine Befehlsgewalt ausüben zu können. Seine Männer wurden von den Taliban übernommen, der Mullah in sein Dorf bei Kandahar verbannt. Die Taliban beschlagnahmten Dutzende von Panzern, ... Waffen und 6 MiG-21 Kampfbomber..." (aaO., S. 72)

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