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Pannenserie bei Regierungsfliegern: Ministerium prüft, ob Lufthansa-Tochter Wartungsf
Ralf Hirschberger / DPA

Der Beinahe-Absturz eines Regierungsfliegers hat Folgen. Der oberste Ermittler der Bundeswehr soll nun untersuchen, ob es systemische Probleme bei der Instandhaltung der Jets durch eine Tochter der Lufthansa gibt.

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spon-1169332508199 21.04.2019, 10:23
1.

Mal den ZDF Beitrag zur Lufthansa Technik ansehen...
Auch diese Pannenserie bei Bombardier ist komisch, die sind nicht so alt und andere fliegen 20 Jahre alte Globals ohne ständige Probleme

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Das dazu 21.04.2019, 10:27
2. Ich verstehe einiges im Artikel nicht

"Allerdings stellte sich später heraus, dass die Lufthansa ausgerechnet das fehlerhafte Fahrwerk bei der Wartung ausgetauscht hatte."
Ja, welches des sonst? Das kann ja so nicht stimmen.
"Schon beim Rückflug zur Basis der Flugbereitschaft aber gab es erneut Probleme am gleichen Fahrwerk, wieder blockierte das sogenannte Anti-Skid-System, das ähnlich wie beim Auto das Blockieren der Reifen beim Aufsetzen von Verkehrsflugzeugen verhindern soll."
Das hat man beim Rückflug bemerkt? In der Luft?
Oder doch eher bei der nächsten Landung?
"Zudem dürften die Recherchen Einfluss darauf haben, ob die Bundeswehr auch die drei neuen Regierungsflieger vom Typ A350 umbauen wird oder nicht."
Ich nehme mal an, das die neuen Flieger zu 100% umgebaut werden. Nur möglicherweise eben nicht mehr von LHT.
Es scheint wohl Ostern geschuldet zu sein, aber so ergibt einiges im Artikel keinen Sinn.
Auch das Update des Handbuches beim Kommunikationsausfall ist nur schwammig erklärt. Man baute das neue System 2010 ein und es fiel erst bei einer Störung 2018 auf ?

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chiefseattle 21.04.2019, 10:56
3. LH Technik

Der Artikel steckt voller Unklarheiten. Dass ein neues (?) Kommunikationssytem in den A340 eingebaut wird, ohne die Besatzung zu unterrichten, kann ich mir, bei bestem Willen, nicht vorstellen. Bei der Global ist eine falsche Verkabelung der Spoiler auch schon vor dem Start feststellbar. Falls die im Artikel gemachten Anschuldigungen stimmen, haben LH Technik und Bundeswehr einen riesigen Vertrauensverlust. Vielleicht stimmen dann die Berichte, dass LH Technik sich im März 2021 aus Berlin zurückzieht, top Leute sind wahrscheinlich schon woanders.

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lowouwri 21.04.2019, 10:57
4. Preiswert ist nicht immer gut

Ich gehe stark davon aus, das der sog. Fachkräftemangel auch in der Wartung angekommen ist. Leute mit speziellem Sozialen Hintergrund werden dann schon mal eingestellt wenn nur einen Schraubenzieher halten können. Aber mit Auslandserfahrung. Die sind dann preiswert zu haben, und aus Wartung wird Abwartung. Erfahrungen die ich selbst in meiner techn. Beruflaufbahn machen durfte.
Die Kastanien aus dem Feuer holen dürfen dann die wirklich Qualifizierten.

Um zu retten was noch zu retten ist.

Gruß und schöne Ostertage

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anders_denker 21.04.2019, 10:58
5. Mich würde nicht wundern wenn gewisse kostenverursachende Prozesse

auf WUNSCH des KUNDEN nicht durchgeführt werden. Schon komisch das nur bei genau einem Kunden eben Probleme auftreten und das dieser zwar gerne irgendwo Klotzt (z.B. marode Schiffe renovieren), aber zuvor ebe gerne an der regelmäßigen und kompetenten Wartung spart. So wie große Teile der Panzer und Hubschrauber etc. nicht Einsatzfähig sind, wird permanent kaputt gespart. Das ganze hat System und es ist mehr als gut das es endlich nicht nur den normalen Soldaten sondern die hohen Tiere der Politik trifft.
Dem Dienstleister Fehler zu unterstellen halte ich für sehr unrealistisch - gerade der sollte an korrekter Ausführung interessiert sein.

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Rubikon_2016 21.04.2019, 11:30
6. Nur mal am Rande...

Es ist ernsthaft so, daß die Flugzeuge der Regierung durch einen externen Dienstleister gewartet werden und nicht durch die Bundeswehr, bzw die entsprechenden Fachleute der Luftwaffe?
Warum ist das so? Dieses verdammte Outsourcing ist zu verbieten, und zwar überall. Abgesehen davon, daß die qualitativ gleiche Arbeit zu einem günstigeren Preis erledigt werden soll, was natürlich nicht funktionieren kann, sehe ich keinerlei Vorteile.
Und der Preisunterschied wird zwingend durch geringere Personalkosten generiert... man finde den Fehler...
Wann verstehen diese Neoliberalen eigentlich, daß Qualität eben kostet? Beim Material ebenso wie beim Personal??

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bertram.anderer 21.04.2019, 11:41
7. Service im Unternehmensberatercheck

Ich würde meinen Hintern darauf verwetten das die hochbezahlten Berater Frau von der Leyen empfohlen haben "Die Wartungskosten auf den Prüfstand zu stellen". Das machen Berater immer gerne nach dem Motto "Es muss alles auf den Prüfstand, Wir halten uns alle Optionen offen" und den üblichen Bullshit Bingo der Beraterarmee.
Dann schepperts halt irgendwann und es wird "von unten" nachjustiert, also wieder ein bisschen mehr Wartung gemacht.
Dass das dann auf Kosten und Risiko der Politiker geht die solchen Unsinn zu verantworten haben hat natürlich schon einen gewissen Charme. Bin sehr gespannt was noch alles passieren muss bis man einsieht das man nicht überall sparen kann.

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tp13 21.04.2019, 11:46
8.

Zitat von chiefseattle
Der Artikel steckt voller Unklarheiten. Dass ein neues (?) Kommunikationssytem in den A340 eingebaut wird, ohne die Besatzung zu unterrichten, kann ich mir, bei bestem Willen, nicht vorstellen. Bei der Global ist eine falsche Verkabelung der Spoiler auch schon vor dem Start feststellbar. Falls die im Artikel gemachten Anschuldigungen stimmen, haben LH Technik und Bundeswehr einen riesigen Vertrauensverlust. Vielleicht stimmen dann die Berichte, dass LH Technik sich im März 2021 aus Berlin zurückzieht, top Leute sind wahrscheinlich schon woanders.
Die 737Max hat gezeigt, das das sehr wohl geht.

Obendrein scheint es nun auch bei LH-Flügen Probleme zu geben, jüngst gab es sogar eine Luftnotlage auf einem Linienflug der LH.

Die LH Technik hatte 2017 angekündigt, 25% Kosten zu sparen. Offensichtlich wurden im Zuge dieser Kosteneinsparung vermehrt Leiharbeiter eingestellt, vieles outgesourced und man will wohl auch ältere, erfahrenere und damit teure Mitarbeiter loswerden. In Jobportalen finden sich Hinweise, dass die Konditionen für neue Mitarbeiter in den letzten Jahren merklich verschlechtert wurden. Erfahrungsgemäß versuchen Firmen dann auch vermehrt, Mitarbeiter loszuwerden die noch nach älteren und teureren Konditionen entlohnt wurden.

Vielleicht beginnt sich das jetzt zu rächen und die Effekte beginnen richtig durchzuschlagen. Wenn das so sein sollte, dürften in Zukunft noch weitere und ebenso schlimme Vorkommnisse zu befürchten sein.

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Das dazu 21.04.2019, 12:21
9. Natürlich ist das so

Zitat von Rubikon_2016
Es ist ernsthaft so, daß die Flugzeuge der Regierung durch einen externen Dienstleister gewartet werden und nicht durch die Bundeswehr, bzw die entsprechenden Fachleute der Luftwaffe? Warum ist das so? Dieses verdammte Outsourcing ist zu verbieten, und zwar überall. Abgesehen davon, daß die qualitativ gleiche Arbeit zu einem günstigeren Preis erledigt werden soll, was natürlich nicht funktionieren kann, sehe ich keinerlei Vorteile. Und der Preisunterschied wird zwingend durch geringere Personalkosten generiert... man finde den Fehler... Wann verstehen diese Neoliberalen eigentlich, daß Qualität eben kostet? Beim Material ebenso wie beim Personal??
So ein Flugzeug ist eben kein Auto, das in jeder Werkstatt einen Ölwechsel bekommen kann. Wie die Piloten sind auch die Techniker auf die verschiedenen Typen geschult.
Da es sich um verschiedene Flugzeugtypen handelt, müsste die BW ziemlich viel Knowhow bereit halten. Das würde dann erst recht angekreidet werden.
Diese Lösung ist absolut OK, wenn man nicht irgendwo geschludert hätte.
Die Frage, die es zu beantworten gilt, ist ob es Absicht war, Sparwut oder Schlendrian.

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