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Paradise Papers: Zur Hölle mit den Reichen
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Die neue Daten-Enthüllungen zeigen wieder einmal: Wer reich ist und nicht teilen will, der muss gar keine Gesetze brechen. Die Gesetze sind ja für ihn gemacht. Steuern zahlen nur Idioten und Arme.

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hypnos 07.11.2017, 12:06
420. Unsere Gesellschaft zerfällt, unumkehrbar

Vollkommen korrekte Analyse. Unsere Gesellschaft zerfällt, unumkehrbar. Das christlich jüdische Abendland ist am Ende. Unsere sogenannten Eliten führen Krieg gegen uns. Die Globalisierung nützt nur ihnen. Ihre Gelder zerstören unsere Lebensgrundlagen, Löhne sinken auf Sozialhilfeniveau, Mieten steigen ins unermessliche. Und die Politiker von allen Parteien fühlen sich nur den Reichen verpflichtet. Gesetze dienen ausschliesslich den Reichen und dem Kapital. 20 reiche Familien bestimmen die öffentliche Meinung. Sie werden mit dem Bundesverdienstkreuz belohnt. Uns hat man belogen und betrogen. Wir müssen uns von Apparatschiks wie Tauber und Spahn verhöhnen lassen. Aber diese Mischpoke geht mit unter.

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Illoinen 07.11.2017, 12:14
421. Alles gut beschrieben......(?)

Aber woran genau liegt es nun, daß die Gesetze nicht geändert werden, daß die Reichen weiterhin über – immerhin demokratisch gewählte – Politiker mächtig bleiben? Ist die Steuerhinterziehung von Milliarden auf den Bahamas so viel abstrakter als die 900 Euro monatlich, die ein Hartz-IV-Betroffener erhält, oder das Geld, das für Flüchtlinge aufgewendet wird? Teilt die obere oder sogar die abrutschende Mittelschicht die Fiktion, daß jeder Reichtum ehrlich erarbeitet und Steuern Raub sind? Glaubt die Mittelschicht, irgendwann selber Millionen zu scheffeln und die egoistischen Vorteile der Steuerhinterziehung genießen zu können? Quelle Nachdenkseiten

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Ottokar 07.11.2017, 12:20
422. Was soll die Aufrregung Herr Augstein

es ist keine Steuerhinterziehung sondern eine legale Vermeidung von Steuerzahlungen. Meinen Sie denn Herr Augstein das, wenn diese Gelder im Staatssäckel ankommen, sich die Armut in Deutschland ändert ? Es bessere Toiletten in den Schulen gibt ? Nehmen Sie mal das Steueraufkommen in Deutschland und schauen nach wo diese Gelder sinnlos verbraten werden.

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Roboute 07.11.2017, 12:23
423. Verwirklichte Dystopie

Wir leben in einer Welt, in der ein Vorrang der Politik vor der Ökonomie nicht mehr existiert. Transnationale Konzerne können selbst mächtige und demokratisch legitimierte Staaten gefügig machen, weil der Nationalstaat durch die Globalisierung erpressbar geworden ist. Stichwort: Standortwettbewerb. Die Hoffnung einer gerechteren Welt ist einem Schreckensbild gewichen: Eine gierige, globalisierte Wirtschaftselite stürzt mit ihrem grenzenlosen Egoismus sowohl die Ökologie als auch den Staat, mitsamt seiner Bürger ins Elend. Und wir schauen sprichwörtlich ohnmächtig zu. Schöne neue Welt.

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garno 07.11.2017, 12:33
424.

Zitat von Brilly_Wandt
klingt ja erstmal alles ganz gut nachvollziehbar; und ja, es handelt sich ja im Einzelfall tatsächlich mitunter um schreiende Ungerechtigkeiten. ABER: Was genau soll den geschehen? Hr. Augstein und alle anderen bestürzten deutschen Menschen werden nicht erreichen, dass den Reichen dieser Welt diese Möglichkeiten genommen werden, so wünschenswert .....
"Es gilt die Frage zu klären, wie kann der globale Kapitalismus weiter entwickelt werden, dass er sozialer wird, ... Eine Antwort darauf könnte das deutsche System der sozialen Marktwirtschaft ... sein. D.h., wir in D brauchen wahrscheinlich am wenigstens zu ändern."
Wenn man davon ausgeht, dass die deutsche Wirtschaft, als eine der weltweit mächtigsten, von einer globalen Wirtschaft einseitig profitiert, auf Kosten anderer. Wie kann man dann fordern: Am deutschen System soll die Welt genesen?
Ohne Frage muß sich der globale Kapitlaismus weiter entwickeln. Wie wäre es mit mehr Transparenz und Öffentlichkeit? Dagegen sträuben sich aber gewaltige Kapitalinteressen.

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karniggel33 07.11.2017, 12:36
425. Tacheles

Ich lese den Spiegel kaum noch, aber Ihre Kolumne ist in der letzten Zeit ein echter Lichtblick!
Vielen Dank.

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Überfünfzig 07.11.2017, 12:48
426. Sollte es gelingen.....

....alle Steuervermeidungsschlupflöcher zu schließen, würde es dem deutschen Mittelstand kein Deut besser gehen! Man schaue sich nur das Gezerre um die Haushaltsüberschüsse an, wie im Auftrage ihrer Lobbisten die Politiker das Geld mit vollen Händen ihren Günstligen zukommen lassen wollen und das dann als allgemein notwendig verkaufen. Trotz hoher Steuer in Skandinavien, ist die Akzeptanz dort deutlich höher, als bei uns, da die Regierungen das Geld auch sinnvoll und zum Wohle in die Gesellschaft zurückfließen lassen. Wenn ich mir da bei uns die Infrastrukturbaustellen und mangeldne Personalausstattung für die innere- und äußere Sicherheit, als auch im Sozialwesen anschaue, vergeht einem ganz schnell die Motivation, hier freudig Steuern zu zahlen und es nur noch als Diebstahl an meiner Arbeitsleistung zu empfinden.

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w.vollmer 07.11.2017, 12:59
427. Diese Debatten bringen nichts

Was mich am meisten erstaunt ist, dass von den Benachteiligten relativ wenig Widerstand kommt. Wenn Lohnerhöhungen angesagt sind, wird von UN Seite gleich mit dem Verlust von Arbeitsplätzen gewunken. Und es wirkt. Der Bürger selbst trägt eine Mitschuld an diesen politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen. Er ist träge und schaut nur zu. Die Bundesliga interessiert ihn mehr als die Politik. Er bekommt tag täglich vor Augen geführt, an welcher Stelle er in diesem System steht, aber kein Aufschrei. In politischen Sonntagsreden wird viel vom Leistungsfähigkeitsprinzip gesprochen. Der Bürger findet das auch noch ganz toll, obwohl das leistungsfähigkeitsprinzip, Leistung gleich Vergütung, zur reinen Sprechblase verkommen ist. Wir leben in einer Demokratie und damit gibt die Mehrheit vor, wie was in unseren Staat vollzogen wird. Also bitte nicht mehr klagen! Wenn dann TUN.

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