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Paradoxien der Geschlechterdebatte: Die Frage des Unterschieds
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Eine Umfrage legt nahe: Es gibt beim Wissen über politische Themen einen Unterschied zwischen Männern und Frauen. Was sagt uns das?

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fördeanwohner 25.08.2017, 11:24
170. -

Zitat von walligundlach
Ein solcher Beitrag im Spiegel? Kamikaze? Volle Zustimmung - . Vor allem die "Diversität" verdient Beifall. Wenn Väter die besseren Mütter werden sollen, dann reicht´s langsam. ...
Darum geht es nicht. Bleiben wir bei Ihrer Auswahl: Es geht darum, dass Väter versuchen können sollten, die besseren Mütter zu sein, wenn sie das wollen, ohne dass ihnen das Leben finanziell oder sonstwie schwer gemacht wird.

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nordschaf 25.08.2017, 11:26
171.

Zitat von senscommun
[...] Und Sie weisen auch den Ausweg, den wir im übrigen alle schon in unseren vortrefflichen bundesrepublikanischen Schulen gelernt haben: Stecke die Menschen nicht in Schubladen, trainiere dir Vorurteile und Klischees ab und begegne jeder und jedem als Individuum! [...] Man .....
Ehrlich gesagt geht diese Erkenntnis schon auf viel ältere Quellen zurück, wie z.B. das neutestamentarische Bilderverbot. Man soll sich nicht nur kein Bild von Gott machen, sondern auch von dem nach Gottes Vorbild geformten Menschen nebenan. Was.. so gesehen eigentlich nicht mal so doof ist. Kann man übrigens auch hübsch bei Max Frisch nachlesen, ist also ein mehrfach bearbeitetes Thema.

Die ad nauseam propagierte Selbstentfaltung scheint mir doch eher ein Kind des Zeitgeistes zu sein und somit schlicht "Moden" unterworfen. Aber wie Sie darauf kommen, dass der Begriff des universellen Menscheitsbildes ein Werkzeug kolonialistischer Ausbeutung ist und den Begriff somit dekonstruiert, müssen Sie mir doch bitte nochmal erklären. Mir mag scheinen, dass sich schon die Frage nach Selbstentfaltung in einem kolonialistischen Kontext so ziemlich genau gar nicht stellt. Aber da mag ich auf dem Wege des Holzes sein. Wenn Sie von da dann aber auf die Forderung nach Gleichheit von Mann und Frau folgern, dann müssen Sie offenbar John Lennon meinen : "Woman is the nigger of the world.". Naja. Wollen wir doch mal auf dem Teppich bleiben oder in John Lennons Fall im Bett. Ich finde es zwar witzig, dass bei Meetings immer mal wieder erwartet wird, dass die weiblichen Teilnehmer das Kaffeegeschirr einsammeln, aber das lässt sichja auch gut ignorieren, nicht wahr?

Meiner Ansicht nach hat man schon etwas falsch gemacht, wenn man der Meinung ist, man müsse die Forderung nach der Gleichstellung (nicht Gleichheit) von Mann und Frau überhaupt begründen. Aber genau darauf will ja der gute Jan Fleischhauer (mit dem ich sonst selten einer Meinung bin) hinaus: es geht schlicht um Unterschiede, nicht um vor- oder nachrangig. Wenn wir uns wertfrei auf Unterschiede einigen, dann fällt das Konfliktpotenzial auch weg. Die böse Frauenquote ist dann nicht mehr ein Instrument zur Benachteiligung von Männern, sondern eine Wiedergutmachung für jahrzehnte- wenn nicht jahrhundertelange Benachteiligung von Frauen. Und wenn alles gut geht, hat sichs dann auch irgendwann erledigt und kann dekonstruiert werden.

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sirgorath 25.08.2017, 11:29
172.

Zitat von allessuper
Schauen Sie sich bitte die Zahlen an: Schon in der Jugend 16 bis 25 verfügen junge Männer über mehr Geld (291 versus 345 € pro Monat). Im Job ist das erst recht so: weniger als 25% Frauen verfügen über ein Netto-Einkommen von 1.500, während es......
Ohne einen genaueren Blick darauf, wieso diese Zahlen so sind, sind diese vollkommen Wertlos.
Da Frauen weniger oft ein Netto-Einkommen über 1500 Euro haben ist ihre Rente im Schnitt natürlich auch niedriger als die der Männer. (Dafür gibt es dinge wie die Witwenrente)
Da Frauen häufiger in sozialen Berufen und auch häufiger nicht Vollzeit arbeiten ist es natürlich so, dass sie weniger als 1500 Euro im Monat verdienen, oder haben sie schon mal von einer Kindergärtnerin gehört, welche über 1500 Netto verdient? Nein? Ich auch nicht. Ebenso wenig gibt es Kindergärtner, welche über 1500 Netto verdienen.

Ihre Zahlen wären eventuell eher brauchbar, wenn sie z.b. zeigen würden, dass Frauen die Informatik studiert haben weniger als 1500 Euro Netto bekommen, die männlichen Informatiker aber über 1500 verdienen. (Beides in Vollzeit) Da sie solche Zahlen aber nicht finden werden, ist das ein komplett Sinnloser vergleich.

Und vermutlich (ohne, dass ich da genauer geschaut habe) werden die unterscheide in der Jugend ebenfalls daher rühren, dass die gewählten Ausbildungsberufe unterschiedlich entlohnt werden.
Sie mögen zwar gerne Fakten haben, aber zum Fakten lesen gehört auch dazu, diese Fakten zu hinterfragen und das haben die eindeutig nicht getan.

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barbierossa 25.08.2017, 11:34
173. Made my day!

Zitat von shirker
"Das Forschungsinstitut Kantar Public hat im Juli 1052 repräsentativ ausgewählte Menschen befragt,...". Na ja, das ist aber jetzt beinahe schon ein ganzes Jahrtausend her. Heute würden die Befragungsergebnisse bestimmt ganz anders aussehen.
Danke, zusätzlich zum Wetter hat mir die Lektüre ihres Beitrags die Laune für heute erhellt! Ich übersehe solche vierblättrigen Kleeblätter viel zu häufig...

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chrima 25.08.2017, 11:39
174.

Zitat von stefank
Da hat sie Ihnen doch glatt den Teil der Studie unterschlagen, in der die Forscher die Gründe für die größere politische Faktenkenntnis der männlichen Probanden nennen. Aber das hole ich hier gerne nach, so dass Sie sich nicht mehr fragen ......
Jetzt mal ganz ehrlich: Das ist doch Satire, oder?

Seit ich mich erinnern kann waren Frauen immer als Moderatoren präsent zumeist auch als Redakteur von Nachrichtensendungen tätig.
Angefangen von Dagmar über Barbara und Anne bis hin zu den Twitter-Möchtegern-Journalistinnen von heute+.
Was Seriosität und allgemeines Niveau angeht mit absteigender Qualität, aber das ist kein geschlechtsspezifisches Phänomen. Die Zeiten eines Ha-Jos sind wohl endgültig vorbei. heute+ mutet uns dafür einen @doktordab zu.

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notbehelf 25.08.2017, 11:39
175. Danke!

Vielen Dank für den sachlichen und informativen Beitrag, der auch eine Einleuchtende Erklärung dafür bietet, warum es diese unterschiedliche Wahrnehmung (noch) gibt!

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chrima 25.08.2017, 11:46
176.

Zitat von muskat51
Was wäre wohl passiert, hätte man die Teilnehmer einen Aufsatz über die Frage schreiben lassen, welches Konfliktpotenzial aus der aktuellen türkischen Politik und der türkischen Nato-Mitgliedschaft resultiert? Die feiner differenzierten Beiträge wären die der Frauen gewesen, behaupte ich mal frech. Viele Grüße und nix für ungut Achim
Danke, ich verzichte gern auf "feiner differenzierte Beiträge" (sowohl von Frauen als auch von Männern), solang diese Beiträge sich eher wenig an Fakten orientieren.
Es sei denn mir ist gerade nach einem Phantasieroman.

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heinzgünther 25.08.2017, 11:52
177.

Zitat von sirgorath
Ohne einen genaueren Blick darauf, wieso diese Zahlen so sind, sind diese vollkommen Wertlos. Da Frauen weniger oft ein Netto-Einkommen über 1500 Euro haben ist ihre Rente im Schnitt natürlich auch niedriger als die der Männer. (Dafür gibt es dinge wie die Witwenrente) Da Frauen häufiger in sozialen Berufen und auch häufiger nicht Vollzeit arbeiten ist es natürlich so, dass sie weniger als 1500 Euro im Monat verdienen, oder haben sie schon mal von einer Kindergärtnerin gehört, welche über 1500 Netto verdient? Nein? Ich auch nicht. Ebenso wenig gibt es Kindergärtner, welche über 1500 Netto verdienen. Ihre Zahlen wären eventuell eher brauchbar, wenn sie z.b. zeigen würden, dass Frauen die Informatik studiert haben weniger als 1500 Euro Netto bekommen, die männlichen Informatiker aber über 1500 verdienen. (Beides in Vollzeit) Da sie solche Zahlen aber nicht finden werden, ist das ein komplett Sinnloser vergleich. Und vermutlich (ohne, dass ich da genauer geschaut habe) werden die unterscheide in der Jugend ebenfalls daher rühren, dass die gewählten Ausbildungsberufe unterschiedlich entlohnt werden. Sie mögen zwar gerne Fakten haben, aber zum Fakten lesen gehört auch dazu, diese Fakten zu hinterfragen und das haben die eindeutig nicht getan.
Mein liebster Teil ist ja der bzgl der Rente :D

" Und bei der Rente geht es dann richtig eklatant zur Sache: Frauen verfügen über 634 € monatl. Altersrente, Männer hingegen über 1056€ im Durchschnitt."

Frauen die 1952 oder früher ins Arbeitsleben eintraten wurden also benachteiligt? Ja Potzblitz, ein Glück hat das mal jemand aufgedeckt! Hier sollte der Gesetzgeber dringend mal was machen! :D

Es bedarf schon einer besonderen Sorte Ignoranz damit einem direkt im Anschluss folgendes in die Tastatur purzelt:

"Nichts ist resistenter als ein Vorurteil, das seinen Weg gemacht hat. Aber Glaube versetzt ja bekanntlich Berge. Ich muss sagen, manchmal finde ich meine Geschlechtsgenossen sehr einfältig bis unbelehrbar. Sorry Jungs. Aber der Mann in mir mag lieber Fakten."

Aber immerhin bestätigt er damit, aus der Studie um die es im Kommentar geht lassen sich keine Rückschlüsse auf die einzelne Person ziehen!

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brazzo 25.08.2017, 11:56
178. @stefank

"In allen Ländern seien der Inhalt und der Stil politischer Nachrichtensendungen überwiegend an Männern orientiert. So sind die handelnden Personen meist männlich, von Experten bis zu Moderatoren, ebenso richtet sich die Art vieler Sendungen an Männer. Die Forscher sehen einen Teufelskreis. Schließlich sei bekannt, dass Menschen Vorbilder in den Medien brauchen und dass Interesse an der Politik immer auch damit zu tun hat, ob jemand glaubt, selbst etwas bewirken zu können. "
Das ist mir auch schon aufgefallen. Die Moderatoren in der FAZ oder SZ sind ja fast immer Männer und dazu dann auch noch dieser männlich trockene Stil.
Dabei zeigen doch gerade Publikationen wie Gala, Bunte, Laura, Tina, Vanessa, Bibi und auch Renate, wie man Frauen ansprechen müßte, um sie noch mehr für Politik zu begeistern.

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allessuper 25.08.2017, 11:58
179. Sie haben alle Jobs vergessen,

Zitat von vox veritas
Sie haben bei Ihrer Quote diejenigen Frauen vergessen, die dann auch im Hoch- und Tiefbau arbeiten, in der Montage auf dem Bau, als Maurer, in der Müllentsorgung, etc., etc. Ich verstehe immer noch nicht, warum es nur Quoten für Jobs in angenehmen warmen Büros geben soll, aber nicht dort, wo man schmutzig und dreckig wird und es nass und kalt ist.
bei denen Frauen Hintern putzen (Babypopos ebenso wie ganz alte Backen, egal ob aus der eigenen Familie oder nicht), Körper heben, Fußböden schrubben... ich glaube, da können wir uns freuen, dann doch auf dem Bau an der frischen Luft zu sein.

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