Forum: Politik
Paragraf 218: Eine Abtreibung muss legal möglich sein
DPA

Die Debatte um das Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche wird von Gegnern und Befürwortern mit höchster Empörung geführt. Doch in Wirklichkeit geht es nicht um die Werbung, sondern um das Recht auf Abtreibung.

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VadidWyle 13.12.2018, 19:37
60. Sehe ich auch so!

Jede Frau sollte über Ihren Körper selbst bestimmen dürfen!

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klaus.mueller 13.12.2018, 19:38
61.

Zitat von hadwerker
Eine Frau sollte allein entscheiden können, ob sie ein Kind bekommt oder nicht. Eine unvoreingenommene Beratung durchaus gut, aber wie gesagt, jede Frau hat das Recht allein über ihren Körper zu bestimmen. NIEMAND ANDERS!
und der Ehemann hat da nix zu sagen? Ist auch sein Kind!

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jo125 13.12.2018, 19:38
62. Einfach

Zitat von luxemb
1. Auch eine Abschaffung von Paragraph 218 enthebt die Justiz nicht der Pflicht die Grundrechtsabwägung gegebenfalls zu prüfen und da wird es Fälle geben, wo wie z.B. wie jetzt von den Jusos gefordert, Kinder noch direkt vor der Geburt abgetrieben werden. Was ist da noch der Unterschied zur Tötung direkt nach der Geburt?
Eben die (erfolgreiche) Geburt.

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Lice 13.12.2018, 19:39
63. Gibt es vegane Abtreibungsbefüworter?

Abtreibung ist kein gesetzliches, sondern ein Ethisches Dilemma. Wann Leben beginnt ist biologisch geklärt. Das Recht am eigenen Körper begründet niemals ein unschuldiges zu beenden. Abtreibung kann somit legal sein, wie auch die Todesstrafe, aber niemals zu rechtfertigen.

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Pless1 13.12.2018, 19:39
64. Das geht nicht

Zitat von waddehaddeduddeda
Das Verfassungsgericht hat entschieden, der Embryo steht unter dem Schutz und ist Träger der Menschenwürde. Vielleicht solte man den Teil der Verfassung einfach mal ändern.
Der Schutz leitet sich direkt aus dem Art. 1 GG ab. Den kann man nicht ändern, er ist von der so genannten Ewigkeitsklausel geschützt, geregelt in Art. 79 GG.

Dieser lautet:
„Eine Änderung dieses Grundgesetzes, durch welche die Gliederung des Bundes in Länder, die grundsätzliche Mitwirkung der Länder bei der Gesetzgebung oder die in den Artikeln 1 und 20 niedergelegten Grundsätze berührt werden, ist unzulässig.“

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a.weishaupt 13.12.2018, 19:40
65. Es muss die Übernahme von Verantwortung eingefordert werden

Allerdings muss man über das Thema reden. Ich bin sehr für individuelle Rechte, aber: bei über 100.000 Abtreibungen pro Jahr in einem reichen Land kann man davon ausgehen, dass das nicht alles Notlagen sein werden. Auswüchse wie Babyklappen zeigen die Weigerung, Frauen Verantwortung für ihr Handeln tragen zu lassen. Ein gewisser Prozentsatz von Menschen beiderlei Geschlechts handelt verantwortungslos, aber nur bei einem von beiden wird das auch (meistens) konsequent geahndet.

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marcaurel1957 13.12.2018, 19:41
66.

Zitat von noahark
Es ist schon eine erstaunliche Geschichtsklitterung zu behaupten, dass die Gesetzgebung erst seit 1871 die Tötung von Kleinstkindern eingeschränkt hat. In fast jeder Kultur werden Taten wie diese weit schwerer sanktioniert als dies in Deutschland jemals der Fall war. Das Selbstbestimmungsrecht einer Person endet definitiv dann wenn es mit dem Recht auf Leben konkurriert.
Es gibt für einen 3 Monats-Nasciturus kein „Recht auf Leben“, dieser hat nichts mit einem Menschen gemein und es steht vollständig im Ermessen der Frau, ob sie den Gast aus ihrem Bauch entfernen lassen will oder nicht. Dieses Selbstbestimmungsrecht geht allen anderem vor!

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simie 13.12.2018, 19:42
67.

Zitat von Gastone
Die Autorin fordert allen Ernstes eine Fristenlösung und formale Legalisierung von Abtreibungen? Das gab es nach der Wiedervereinigung schon mal, und das BVerfG hat eindeutig entschieden, dass das gegen den grundgesetzlich garantierten Schutz des Lebens verstößt, der ausdrücklich auch pränatal gilt. Genau aus diesem Grund wurden §§ 218 und 219 so konzipiert und formuliert. Fristenlösung und Legalisierung sind mit unserem Grundgesetz schlichtweg nicht vereinbar. Karlsruhe locuta, causa finita.
Das damalige BVerfG irrt sich in diesem Punkt. Und wenn sie die Geschichte des BVerfG kennen, wüssten sie, dass es nicht das erste Mal wäre, wenn es seine Meinung irgendwann auch ändern würde. Gerade unter Verfassungsrechtlern ist die damalige Entscheidung dann auch höchst umstritten. Sie ist einfach nicht überzeugend argumentiert. Es ist einfach nicht wirklich nachvollziehbar dargelegt, wieso einem ungeborenem Leben, insbesondere schon in der Anfangsphase der Schwangerschaft, mer Rechte als der Frau zugesprochen werden, insbesondere wenn man die massiven Auswirkungen einer Schwangerschaft berücksichtigt.

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curiosus_ 13.12.2018, 19:45
68. Anders Denkenden ihre Vorstellungen aufzwingen?

Zitat von udo l
weshalb ich mit dem Konservatismus der Christlichen nicht, oder nur schwer umgehen. Ich habe nichts dagegen wenn Menschen nach ihren Wertvorstellungen oder Moral leben, niemals würde ich mir darüber ein Urteil erlauben. Wenn diese aber dann anders denkenden ihre Vorstellungen aufzingen, wie in diesem Fall zu sehen, dann macht mich dies unglaublich wütend. Leider ist dies erfahrungsgemäß aber eine typische Eigenschaft der konservativen.
Ganz so simpel ist es wohl nicht. Es hängt einzig und alleine daran ab wann ein Mensch ein Mensch mit allen Rechten und Pflichten ist. Auf irgend ein Alter muss man nun mal diesen Termin setzen, und die Geburt als Startpunkt anzusetzen wäre sicher zu spät. Also muss der Termin früher liegen. Und sobald dieser Termin erreicht ist hat das ungeborene Leben Rechte, insbesondere den auf Leben.

Dagegen ist nun das Recht der Mutter (und des Vaters?) auf Selbstbestimmung abzuwägen. Aber Selbstbestimmung schließt dann das Ungeborene nicht mehr ein. Über es zu bestimmen wäre Fremdbestimmung. Und dafür ist das Recht zuständig. Und das hat sicher nichts mit "anders denkenden ihre Vorstellungen aufzingen" oder "konservativ" zu tun, das ist schlicht und einfach ein Rechtsstaatprinzip. Wer schwanger wird hat nun mal nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten dem ungeborenen Leben gegenüber.

Und da ist es wohl nicht Zuviel verlangt, dass man zwar innerhalb der ersten 12 Wochen straffrei abtreiben darf, sich aber vorher zumindest beraten lassen muss.

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jo125 13.12.2018, 19:45
69. Können Sie so sehen

Zitat von conocedor
Dazu passt auch die kalte, empathielose und menschenverachtende Sprache, mit der Jusos diesen Beschluss kommentieren: Leben im Mutterleib ist hier nach der Frau "alles andere" oder "irgendwelche Ungeborenen", Kritiker dieses Beschlusses selbst aus den eigenen Reihen werden tatsächlich als "Antifeministen" geschmäht. Man kann ja über das Für und Wider der Strafbarkeit einer Abtreibung unter Ausnahme der Fristenregelung im Paragraphen 218 diskutieren und dazu unterschiedlicher Meinung sein. Was die Jungsozialisten allerdings in ihrem Beschluss kundtun, ist ein für mich ein Ausdruck tiefster moralischer Verrottung und des Zerfalls zivilisatorischer Grundwerte.
Sie argumentieren mit emotionalen Adjektiven. Das zeigt eine eigene innere Haltung, muss aber nicht das allgemeine Empfinden widerspiegeln. Ich verwahre mich aber davor, von Ihnen als jemand mit moralischer Verrottung und der Nichtanerkennung zivilisatorischer Grundrechte tituliert zu werden, weil ich Ihre Einstellung in keiner Weise teile. Ich halte es - als Alt-SPDler hier ausnahmsweise mit den JUSOS.

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