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Paritätsgesetz für den Bundestag: Abgeordnete planen fraktionsübergreifende Frauenrun
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Der Bundestag soll weiblicher werden: Für dieses Ziel wollen sich Abgeordnete nach SPIEGEL-Informationen fraktionsübergreifend treffen. Nur die AfD ist nicht dabei.

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baß1 13.02.2019, 02:33
1. Geschlechterübergreifende Zusammenarbeit

Dass das Thema in einer Gruppe von Menschen, die ausschließlich aus Frauen besteht, zeigt, dass die unvoreingenommene Bereitschaft zu konstruktiver Zusammenarbeit zwischen Frauen und Männern im Bundestag noch weniger vorhanden ist, als in vielen Unternehmen. Und wenn wir schon mal bei dem Thema sind: Die im fortschreitenden 21. Jahrhundert bestehende Erkenntnis, dass mit Frauen und Männern nicht alle geschlechtlichen Identitäten repräsentiert sind, hat sich bis zu diesem Gremium wohl noch nicht rumgesprochen.

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Denk_mal 13.02.2019, 03:44
2. Mehr Frauen im Parlament

finde ich sehr gut.
Ob eine Quote mit der Verfassung vereinbar ist, wage ich zu bezweifeln.
Es ist an uns Wählern & den Parteien die Wahllisten zu verändern.
Weniger Beamte, mehr Selbstständige, weniger Juristen, mehr Arbeiter, weniger im Rentenalter, mehr Arbeitssuchende würden dem Bundestag ebenfalls gut tun.
Wenn wir anfangen alles in Gesetze zu fassen wo führt das hin?
Überspitzt ausgedrückt, muss dann 1% der Abgeordneten eine lesbische, alkoholkranke Krankenschwester mit Migrations Hintergrund aus Sachsen sein?
Mir wäre es lieber wenn im Bundestag alle Gruppen unserer Gesellschaft gleichmäßig vertreten sind. Doch ob Quoten der beste Weg dorthin sind bezweifele ich.

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rockwater 13.02.2019, 04:20
3. Politik sollte direktdemokratischer werden

Mehr Frauen alleine bringen gar nichts. Frauen sind auch nur so eine Modeerscheinung.

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Andre V 13.02.2019, 04:46
4.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die AfD-Frauen tatsächlich eingeladen worden sein sollen. Das "mit Argumenten bekämpfen" bedeutet doch genau das nicht, sondern fällt eher in die Kategorie Deutsche "Demokratische Republik".
Es müsste doch ein Leichtes sein für 2 Investigativreporter, eine entsprechende Einladung bei einer Eingeladenen einzusehen.

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ollimorp 13.02.2019, 05:18
5.

Sehr demokratisch

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panzerknacker 51 13.02.2019, 05:19
6. Paritätsgesetz

Bin mal gespannt, was das BVerfG zu so einem "Gesetz" sagt; Stichwort Gleichheitsgrundsatz GG. Solange sich nicht genügend Frauen bemüßigt fühlen, sich für Politik aktiv zu interessieren und einzusetzen, kann das nur wieder zur Platzierung irgendwelcher "Quoten-Tussies" führen, die dann mehr oder weniger gelangweilt in Bundestag und Ausschüssen herumsitzen. Eine Beleidigung für all die Frauen (und Männer), die aus eigenem Antrieb engagiert in die Politik gehen.

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arvenfoerster 13.02.2019, 05:49
7. Vorteile des Föderalismus

Der Föderalismus hat den Vorteil, dass man Gesetze und Regeln in einem Teil des Staates ausprobieren kann. Brandenburg hat, entgegen verfassungsrechtlicher Bedenken, ein Paritätsgesetz eingeführt. Es wäre jetzt sinnvoll, die juristische Klärung dort abzuwarten und danach seine Schlüsse aus der Urteilsbegründung zu ziehen. Aber nein ...

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montgomery-burns 13.02.2019, 05:53
8. Genderpolitik

Mal gespannt wann wir Quoten für Religion und Hautfarbe bekommen. Dachte mal, dass es für ein Amt im Bundestag wichtig sein solltet was man kann und nicht welches Geschlecht man hat. Das hat sich wohl geändert. Es interessiert dabei auch nicht, dass Frauen im Vergleich zum Verhältnis der Geschlechter der angetretenen Kandidaten leicht überproportional im Bundestag vertreten sind. Identity politics ist für mich das schlimmste das es gibt. Es kommt nicht darauf an was jemand kann und ob jemand gut oder anständig ist. Wichtig ist nur in welche Gruppe er eingeordnet wird.

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Michael Kn 13.02.2019, 05:54
9. Spannende Eingriffe

Die Besetzung im Parlament erfolgt durch Wahl. Also muss nun jede Partei demnächst 2 oder gar 3 (wir haben ja als Divers als 3. Geschlecht) für den Bereich der Personenwahl aufgestellt werden. Dann müsste jeweils also jeweils die Stärksten nach Geschlecht gewählten Personen in das Parlament einziehen? Mehr Überhangmandate?

Und dann bestimmen sich demnächst die Listenplätze nach dem benötigten Geschlecht um 50% (bei der Annahme von 2 Geschlechtern) bzw. 33,3% (bei der Anahmen m/w/d)?

Ich bin mal gespannt, was da für eine Idee zum Eingriff in das Wahlsystem rauskommt.

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