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Paritätsgesetz für den Bundestag: Abgeordnete planen fraktionsübergreifende Frauenrun
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Der Bundestag soll weiblicher werden: Für dieses Ziel wollen sich Abgeordnete nach SPIEGEL-Informationen fraktionsübergreifend treffen. Nur die AfD ist nicht dabei.

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Sp0nline 13.02.2019, 07:07
20. Frauen sind im BT eigentlich überrepräsentiert

Die Überschrift klingt jetzt reißerisch... aber man man gehe auf die Seite der Bundeszentrale für politische Bildung stelle fest der Frauenanteil in den Parteien sieht wie folgt aus:Grün 39%, Linke 37%, SPD 32%, CDU 26%, FDP 23%, CSU 20%, AFD 16%,.... Wenn man das entsprechend der Ergebnisse der BTW2017 gewichtet kommt man auf 27,9% Frauenanteil im Bundestag.

Man kann also sagen das mit aktuell 30,9% die Frauen eigentlich überrepräsentiert sind gemessen an dem was man "reinkippt"... Gerne mehr Frauen im BT... dann aber doch bitte an der Basis (also Zusammensetzung der Parteien) was ändern als Wahlergebnisse so zu Formen bis sie einem passen. ... das Beste, da kann jede Partei direkt loslegen ;)

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Siggi_Paschulke 13.02.2019, 07:12
21. M/w/d

Wenn man etwas ändern sollte, dann bitte gleich ganz aktuell und zukunftssicher auch ein Drittel diverse Menschen...

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Anna156464641156 13.02.2019, 07:44
22. Fassen wir mal zusammen

Es soll ein elitärer Kreis gebildet werden dessen einziges Zulassungsmerkmal das richtige Geschlecht ist. Das Thema das Diskutiert werden soll ist der Frauenanteil im Bundestag schön mit einer Zahl hinterlegt. Aber dieses Thema und diese Zahl sind ja nur dann ein Problem wenn man der Meinung ist dass das Parlament die Bevölkerung widerspiegeln soll. Das soll es aber nicht! Sonst könnte man das Parlament einfach nach der Demographie besetzten und das mit den Wahlen ganz lassen. Vielleicht möchte mein Wahlkreis und ich ja von einem Mann oder einer Frau oder was weiß ich nicht wem Vertreten werden weil dessen Argumente und Ansichten die Richtung meines Wahlkreis am besten widerspiegeln. Da kann der Männeranteil auf 0% sinken oder bei 80% sein. Es ist doch völlig egal wer da im Bundestag sitzt, wichtig ist nur das die Bevölkerung vertreten und eben nicht bloß widergespiegelt wird. Und die einzigen die bei diesem undemokratischen Irrsinn nicht mitmachen ist die AfD. Guten Morgen.

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Satara 13.02.2019, 07:46
23.

Wurde schon zigmal gesagt, macht es aber nicht weniger wichtig - das Geschlecht darf keine Rolle bei der Wahl spielen, eine Wahlrechtsreform, die Parität vorschreibt ist verfassungswidrig und völlig unsinnig. Man könnte nach jedem möglichen Charakteristikum (Haarfarbe, Links-/Rechtshändigkeit, ...) unterrepräsentierte Gruppen versuchen gesetzlich durchzuprügeln, wäre genauso unnötig.

Es ist hinlänglich bekannt, dass der geringe Frauenanteil im Bundestag die geringe Betiligung von Frauen in den Parteien widerspiegelt. Dazu hatte die BpB Umfrageergebnisse veröffentlicht, die aufgezeigt haben, dass Männer im Durchschnitt wesentlich mehr Interesse an Politik haben als Frauen. So einfach ist das.

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Amanare 13.02.2019, 07:53
24. Falscher Weg

Ich persönlich halte die Parität hier für den falschen Weg. Die Parteien sollten, meiner Meinung nach, den tatsächlichen Porzentsatz der Frauen (und Männer) ihrer Mitglieder in den jeweiligen Parlamenten wiederspiegeln (+/- 5%).
Partei X hat 40% Frauenanteil - dann sollten 35-45% der Parlaments- oder Regierungsplätze an Frauen gehen.
Partei Y hat 60% Frauenanteil - dann sollten 55-65% der Parlaments- oder Regierungsplätze an Frauen gehen.

Nur so kann man die Wirklichkeit wiedergeben.

Wenn in meiner Partei Parität herrschen würde, aber wir 90 (10) Männer und 10 (90) Frauen haben, dann schrecke ich doch alle interessierten (und womöglich qualifizierten) Mitglieder ab sich zu engagieren weil sie durch eine gut gemeinte aber unrealistische Quote gehindert werden.

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gurit 13.02.2019, 07:54
25. Demokratisch?

Der durchschnittliche Frauenanteil aller im Bundestag vertretenen Parteien liegt bei unter 30 Prozent (Grüne 39,5-AfD 17 Prozent). Der Frauenanteil im aktuellen Bundestag liegt bei 30,9 Prozent und damit bereits darüber. Angesichts dessen halte ich eine Festsetzung von 50 Prozent für diskriminierend und zutiefst undemokratisch.

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faz-leser 13.02.2019, 07:58
26. Keinerlei Quoten!

Solange der Frauenanteil in den Parteien nur zwischen 14 % (AfD) und 38 % (Grüne) beträgt, sehe ich keinen Grund dafür, dass es im Bundestag höhere Frauenquoten geben soll. Das wäre zutiefst undemokratisch. Außerdem gibt es zwischen Frauen und Männern keine spezifischen Interessenkonflikte. Wenn man schon über Quoten nachdenken wollte, dann eher über Paarungen wie Junge/Alte oder Angestellte/Beamte/Selbstständige.

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zeisig 13.02.2019, 08:13
27. Kein Verständnis.

Ich habe kein Verständnis für diese Initiative. 30 % Frauen , das ist doch gar nicht so schlecht. Und wenn es auf natürlichem Wege - ohne Quote - mehr werden, dann um so besser. Aber bitte ohne Gesetz.

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xfbrx 13.02.2019, 08:20
28. Und was soll der Blödsinn?

Wird die Politik dadurch besser, dass es dann mehr Frauen sind, die die falschen Entscheidungen treffen? Glaubt irgendjemand, dass dadurch bessere Entscheidungen getroffen würden? Außerdem, wenn man das macht, sollte man vorher bei den Berufsgruppen anfangen, das wäre viel wichtiger für die Repräsentation des Volkes. Weniger als 1% der Deutschen sind Juristen, also sollten auch weniger als 1% der Bundestagsabgeordneten Juristen sein. Stattdessen brächten wir da Krankenschwestern, Arbeitslose, Obdachlose, Künstler etc. und einen ganzen Haufen normale Arbeiter und Büroangestellte. Nebenbei, das Hauptproblem unseres Bundestags heißt "Fraktionsdisziplin"(lies: Fraktionszwang). Das ist der Hauptgrund weshalb wir keine repräsentative Demokratie haben, sondern eine Parteienherrschaft. Wenn mehr Frauen statt Männern der "Fraktionsdisziplin" unterliegen würden, würde sich sich absolut Null Komma gar nichts am Abstimmungsverhalten ändern.

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r.muck 13.02.2019, 08:21
29. 30,9%

Solange der Anteil der weiblichen Abgeordneten ziemlich genau den dem Anteil bei den Mitgliedschaften in den politischen Parteien entspricht, sehe ich keinerlei Notwendigkeit, daran durch Änderungen am Wahlgesetz oder gar am Grundgesetz vorzunehmen.

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