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Parlamentswahl in Thailand: Schwester des Königs steht mit Kandidatur vor dem Aus
REUTERS

In Thailand hatte sich Prinzessin Ubolratana überraschend als Kandidatin für die Parlamentswahlen aufstellen lassen. Der König, ihr Bruder, stellte sich daraufhin gegen sie - das hat nun Folgen.

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dschungelmann 09.02.2019, 11:12
1. Das wars wohl ...

mit der Wahl in Thailand. Militaerdiktatur ist angesagt im Demokratiemaentelchen. Ernstzunehmende Kandidaten gibt es sonst nicht. Dafuer hat Prayut und "the big joke" schon gesorgt. Mal sehen was die bereits zornige Bevoelkerung dazu sagt.

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raoul2 09.02.2019, 12:43
2. Der aktuelle Premierminister

wird wohl auch der nächste Regierungschef sein - und das ist auch gut so. Oder anders ausgedrückt: Alles ist besser als eine vom flüchtigen Kriminellen Thaksin Shinawatra aus dem Ausland geführte "Regierung", die seine von übelsten Rachegelüsten und ungebremster Geld- und Macht-Gier gespeiste Politik der verbrannten Erde fortsetzen möchte. Da sich der letzte demokratische Premierminister Abhisit glücklicherweise standhaft einer Koalition mit einer oder mehreren der installierten "Rothemden-Parteien" widersetzt, bleibt dem Shinawatra-Clan nur die (theoretische) Möglichkeit, mit recht abstrusen Aktionen ihre Rückkehr nach Thailand vorzubereiten. Man kann nur hoffen, daß die Mehrheit der WählerInnen die Absichten der braunen Clique rund um die rechtskräftig verurteilten Exilanten durchschaut, um die endgültige Ausplünderung Thailands doch noch zu verhindern. Dem Land und den Menschen sei's gegönnt, wenn dieser Spuk ein Ende hätte.

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skeptikerjörg 09.02.2019, 13:04
3.

Zitat von raoul2
wird wohl auch der nächste Regierungschef sein - und das ist auch gut so. Oder anders ausgedrückt: Alles ist besser als eine vom flüchtigen Kriminellen Thaksin Shinawatra aus dem Ausland geführte "Regierung", die seine von übelsten Rachegelüsten und ungebremster Geld- und Macht-Gier gespeiste Politik der verbrannten Erde fortsetzen möchte. Da sich der letzte demokratische Premierminister Abhisit glücklicherweise standhaft einer Koalition mit einer oder mehreren der installierten "Rothemden-Parteien" widersetzt, bleibt dem Shinawatra-Clan nur die (theoretische) Möglichkeit, mit recht abstrusen Aktionen ihre Rückkehr nach Thailand vorzubereiten. Man kann nur hoffen, daß die Mehrheit der WählerInnen die Absichten der braunen Clique rund um die rechtskräftig verurteilten Exilanten durchschaut, um die endgültige Ausplünderung Thailands doch noch zu verhindern. Dem Land und den Menschen sei's gegönnt, wenn dieser Spuk ein Ende hätte.
Na ja, wenn die Militärdiktatur mit dem durchsichtigen Mäntelchen der Demokratie wirklich das Beste für Thailand ist, sollte man das Land am besten aufgeben. Mitsamt dem Playboy auf dem Königsthron. Ihre Argumentation, werter raoul2, ist übrigens dieselbe, die die Militärjunta in Myanmar geltend macht.

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raoul2 09.02.2019, 13:39
4. Besser als Thaksin

bedeutet nicht automatisch "das Beste". Wohl aber das derzeit beste, das (ganz pragmatisch) möglich ist, da der letzte demokratische Premierminister nicht mehr wirklich im Rennen ist. Mir persönlich wäre "Mark" natürlich immer noch am liebsten. Am Rande: Mir ist nicht bekannt, daß die Regierung von Myanmar sich irgendwann gegen einen alternden Kleptokraten wie Thaksin ausgesprochen hätte. Bin aber gern bereit, Ihre Informationen dazu (sofern es sie denn geben sollte) zu überprüfen. Ich warte.

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DerDifferenzierteBlick 09.02.2019, 16:20
5. @Raoul2: Nicht sehr schlüssige Argumentation

Zitat von raoul2
wird wohl auch der nächste Regierungschef sein - und das ist auch gut so. Oder anders ausgedrückt: Alles ist besser als eine vom flüchtigen Kriminellen Thaksin Shinawatra aus dem Ausland geführte "Regierung", die seine von übelsten Rachegelüsten und ungebremster Geld- und Macht-Gier gespeiste Politik der verbrannten Erde fortsetzen möchte. Da sich der letzte demokratische Premierminister Abhisit glücklicherweise standhaft einer Koalition mit einer oder mehreren der installierten "Rothemden-Parteien" widersetzt, bleibt dem Shinawatra-Clan nur die (theoretische) Möglichkeit, mit recht abstrusen Aktionen ihre Rückkehr nach Thailand vorzubereiten. Man kann nur hoffen, daß die Mehrheit der WählerInnen die Absichten der braunen Clique rund um die rechtskräftig verurteilten Exilanten durchschaut, um die endgültige Ausplünderung Thailands doch noch zu verhindern. Dem Land und den Menschen sei's gegönnt, wenn dieser Spuk ein Ende hätte.
Dass die sehr bekannte und beliebte Prinzessin, die auch rechtmäßige Königin sein könnte, sich entgegen der Tradition und der Familie dazu entschließt, einen Teil ihrer Privilegien aufzugeben und sich in die Niederungen der Tagespolitik zu begeben, um Jahre nach dem Militärputsch bei der ersten Wahl gegen die Militärs anzutreten - nur um als Marionette des durchs Militär gestürzten Ex-Premierministers zu fungieren, das ist schon eine ziemlich absurde Unterstellung. Denn dafür gibt es schlicht keinen einzigen Grund, warum sie das tun sollte. Wahrscheinlicher scheint, dass die lange Zeit in den USA unter normalen Verhältnissen lebende Prinzessin sich um die Demokratie im Land sorgt und auch die arme Bevölkerung im Blick hat und sich daher einer Partei angeschlossen hat, die sehr viel für die Armen getan hat. Das gilt unabhängig von der Bewertung der Person Thaksin Shinawatra. Dass Sie hier Werbung für die Militärdiktatur machen ("das ist auch gut so"), finde ich dann doch etwas befremdlich.

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stanlaurel 09.02.2019, 19:28
6. @Raoul2: Schwarzbraun ist die Haselnuss

Als "alternder Kleptokrat" hätte sich Thaksin wunderbar in die Ahnengalerie thailändischer Premiers eingereiht. Chuan Leekpai (1997-2001) war die einzige Ausnahme der letzten 40 Jahre. "Mark" - wie Du selbsterkorener Thailand-Kenner ihn nennst - war bestenfalls ein weniger grobes Werkzeug der Oberschicht. Abhisit entspricht zwar den westlichen Vorstellungen an einen "gebildeten Politiker" - war aber einer der ineffizientesten Premiers der letzten 20 Jahre und hat/te nie die Ambition, sich gegen die herrschende Ordnung zu stellen.
Nein, Thaksin und sein Clan hat sich in den Augen vieler westlicher Thailand-Immigranten dadurch versündigt, dass er sich bewährter (aber abgeschmackter) populistischer Massnahmen bedient UND diese mit den - in Asien üblichen - autokratischen Exekutivmassnahmen durchgesetzt hat.
Ich bin kein Fan des Shinawatra-Clans. Aber ich bin überzeugter Demokrat. Und ich glaube nicht, dass Du oder ich weiss, was "das Beste" (ganz pragmatisch) für die Thais ist. Ausserdem haben Militärdiktaturen soziologisch und wirtschaftlich gesehen, keine gute Leistungsbilanz.
Ansonsten am besten Kolonialismus mit Dir als Beamten. Dann wäre bestimmt alles besser.

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raoul2 09.02.2019, 20:58
7. Zumindest was Sie angeht ...

Zitat von stanlaurel
... ich glaube nicht, dass Du oder ich weiss, was "das Beste" (ganz pragmatisch) für die Thais ist ...
... gebe ich Ihnen recht. Immer erst lesen, dann nachdenken und versuchen, das Geschriebene zu verstehen, bitte. Es geht doch nur darum, etwas "Besseres" als die Thaksinisten zu finden. Und das ist halt weder die Prinzessin oder ein weiterer Proxy des Kriminellen noch Ihr Chuan Leekpai, ein Kämpfer" wie Suthep oder einer der bisherigen KandidatInnen. Dem Land und der Bevölkerung täte eine Beruhigung jedenfalls sehr gut; auch wenn der Kriminelle in Dubai oder anderswo (oder seine Anhänger - auch wenn sie wie Sie stets abstreiten, dem Exilanten die Stange halten) notfalls einen "Bürgerkrieg" in Kauf nehmen würden. Ich dagegen hoffe weiterhin, daß sich (notfalls mit Prayuth an der Spitze) meine Hoffnung bestätigen möge, die sich in dem alten Spruch manifestiert: "Stell' Dir vor, es ist Krieg - und keiner geht hin". In diesem Sinne: Ganz ohne Schaum im Gesicht einfach in Ruhe abwarten. Das gilt für Stan genauso wie für Laurel und andere Shinawatra-NachläuferInnen.

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Paul Lenz 10.02.2019, 16:33
8. Thaksin war der thailändische Trump

Für Thaksin war die Demokratie gerade mal dafür da, um gewählt zu werden, alles andere wollte er dann selbst regeln, sozusagen als CEO des Staates. Also haargenau das Spiegelbild des in den USA amtierenden Dekretators: für Geld über Leichen gehen und immer schön das nationalistische Lager bedienen. So etwas hat kein Land verdient.

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raoul2 10.02.2019, 18:36
9. Wie wahr

Zitat von Paul Lenz
... für Geld über Leichen gehen und immer schön das nationalistische Lager bedienen. So etwas hat kein Land verdient ...
Wobei man aber nicht vergessen darf, daß der macht- und geldgeile Mini-Trump in Thailand tatsächlich an die 3,000 Leichen mehr oder weniger direkt und persönlich zu verantworten hat. Man kann nicht nur via Google bis heute seine Untaten (etwa beim Krue-Se- oder Tak Bai-Massaker und vor allem im Zusammenhang mit seinem unsäglichen "war on drugs") nachlesen. Wie viele Menschenleben zumindest indirekt durch Folter und "außergerichtliche Tötungen" auf sein Konto gehen, ist bis heute nicht abschließend untersucht - es sind derart viele, daß man wie diverse NGO feststellen muß: Thaksin ist der "schlimmste Menschenrechtsverletzer des letzen Jahrhunderts in Thailand" (z.B. Human Rights Watch), dessen Opfer in die Tausende gehen. Und auch die Anhänger des kriminellen Kleptokraten, die rotgefärbten braunen Nationalisten, die auch schon mal den öffentlichen Applaus ihrer Gleichgesinnten bei der Verkündung stolz entgegennehmen, daß ein Kleinkind von den Granaten ihrer bewaffneten "Krieger" aus dem Hinterhalt auf offener Straße erschossen wurde. Gruselig, daß es angesichts dieser Verbrechen auch heute noch Anhänger dieser furchtbaren Familien-Clique gibt.

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