Forum: Politik
Parlamentswahl in Ungarn: Orbáns leise Gegner
Getty Images

Vor den Wahlen in Ungarn am Sonntag liegt die Fidesz-Partei von Premier Orbán in den Umfragen weit vorn - noch. In einigen Regionen ändert sich langsam die Stimmung, sogar in Hochburgen der Rechten.

Seite 1 von 6
hardeenetwork 05.04.2018, 09:20
1. Die Rechten

...werden genauso verschwinden wie sie gekommen sind. Die Menschen wollen Frieden ohne Hass und Populismus. Die wenigen Marktschreier werden langsam heisser und nicht mehr gehört. Gut so!

Beitrag melden
jujo 05.04.2018, 09:40
2. ...

Es ist so wie es schon immer war. Es verlassen immer in der Regel zuerst die gut ausgebildeten, flexiblen Menschen ihre Heimat, egal ob aus Afrika, oder jetzt aus Ungarn.
Leider hat der ungarische Nationalismus immer noch sehr viele (zuviele) Anhänger. Es wird immer noch von einem Großungarn geträumt, das der Vertrag von Trianon revidiert wird. Mein Schwager hat im Wohnzimmer die Karte Ungarns gerahmt im Wohnzimmer hängen mit den Grenzen von 1918.
Meine Frau ( aus Ungarn stammend ) und ich kommen in ein Alter in dem sich Gedanken machen sollte was wird wenn man alleine bleibt und auf Hilfe angewiesen ist. Meine Frau sagt ganz klar, das sie auf keinen Fall z.Z. nach Ungarn zurückgehen würde, obwohl sie sich dort ein sehr gutes Alten- oder Pflegeheim leisten könnte.

Beitrag melden
winnirich 05.04.2018, 09:42
3. Ferenc Szabo...

...hört sich irgendwie an, an wie ein Pseudonym. "Aber Orbán sollte aufhören, Menschen, die auf der Flucht sind, wegen ihrer Religion oder ihrer ethnischen Zugehörigkeit abzustempeln." Das stimmt so definitiv nicht! Andererseits stimmt ja Herr Szabo im Großen und Ganzen Orbans Politik zu. Nur in einzelnen Punkten kann man noch etwas verbessern....wie in einem funktionierenden Staat.

Beitrag melden
sanko1212 05.04.2018, 09:44
4. Ein sehr gutes Psychogram

Der Artikel zeigt sehr anschaulich, warum es auch am 8. April verdammt schwer werden dürfte, ein Regimewechsel südlich des Donauknie herbeizuführen. Die Nationalisten haben nur in Budapest, Szeged und vielleicht noch in ein-zwei Großstädten mit Bildungsbürgertum nennenswerten Widerstand zu erwarten. Auf dem flachen Land verfängt noch immer die kongenial einfache Parole "Csak a FIDESZ!" (Nur die FIDESZ!), die suggeriert, dass nur diese Partei imstande sei, Ungarns Probleme zu lösen. Die unpolitischen und tlw. auch einfach gestrickten Menschen glauben es, sie interessiert es herzlich wenig, wie der vermeintliche Wohlstand zu Stande kam - durch eine exorbitante Subventionierung dank EU und eine extrem hohe Verschuldungsproblem des Landes, dass unter diesen Vorzeichen noch über viele Jahrzehnte nicht in der Lage sein dürfte, über die Einführung des Euro auch nur nachzudenken. Hinzu kommt eine ständige Flucht der wirklichen Eliten ins westliche Ausland, da diese nicht willens sind, in einer Atmosphäre der Unfreiheit, der Intoleranz und der beständigen hasserfüllten Indoktrinierung durch gleichgeschaltete Massenmedien zu leben und zu wirken.

Beitrag melden
ronvalentini 05.04.2018, 09:47
5.

Zitat von hardeenetwork
...werden genauso verschwinden wie sie gekommen sind. Die Menschen wollen Frieden ohne Hass und Populismus. Die wenigen Marktschreier werden langsam heisser und nicht mehr gehört. Gut so!
Ganz genau.
Siehe die Font National in Frankreich und die Lega in Italien...beide fast verschwunden. Traeumen Sie weiter!

Beitrag melden
peterpeterweise 05.04.2018, 09:54
6. Einzelperson zu lange an der Macht

Wenn die Staatschefs zu lange an der Macht sind, dann verschwinden die kritischen Geister in deren Umfeld und es kommen die Applausklatscher. Unabhängig davon, ob der entsprechende Staatschef beim Amtsantritt für Erneuerung und Aufbruch stand, wird das System träge. Und die Person an der Spitze neigt zu einsamen Entscheidungen, die die ursprüngliche Wählerschaft zweifeln lassen. Das ist in Orban-Ungarn nicht anders als im Merkel-Deutschland. Eine Beschränkung von Amtszeiten ist nicht die schlechteste Idee um eine Erneuerung der Regierungspartei zu erzwingen, ohne dafür warten zu müssen bis der Wähler zum Protestwähler wird.

Beitrag melden
norgejenta 05.04.2018, 10:11
7. Genau

die flexiblen und gutausgebildeten gehen immer zuerst. Hat man schon im 18. Jahrhundert in Australien gesehen. Nur gut ausgebildete, Mörder, Totschläger, Räuber etc. die man auf diese Weise losgeworden ist. (Bevölkerungsüberschuss). Nur sagt man das heute nicht mehr so.. Die gutausgebildeten und flexiblen gehen leise. Nicht in Masse sondern Stück für Stück. Steigen in ihr Flugzeug und wandern in ihre neue Destination aus. Die meisten bringen außer fundiertem Wissen auch noch Geld und hohe Motivation mit..

Beitrag melden
Havel Pavel 05.04.2018, 10:13
8. Solche Parolen kommen wieder genau von den Richtigen!

Zitat von ronvalentini
Ganz genau. Siehe die Font National in Frankreich und die Lega in Italien...beide fast verschwunden. Traeumen Sie weiter!
Und solche Argumente kommen gerade von solchen Menschen, die vorgeben, dass sie sich ein "buntes" Europa wünschen. Dabei vergessen sie aber offensichtlich, dass sie stattdessen jedem einzelnen Land ihren Einheitsbrei vorzuschreiben versuchen. Es ist doch eher positiv zu sehen, wenn nicht jedes Land wie die Lemminge jedem Trend blind hinterherlaufen sondern ihre Politik auch nach eingenem Ermessen ausrichtet, dafür steht doch eigentlich Demokratie. Wer am Ende die klügeren Entscheidungen getroffen hat wird die Zukunft zeigen und da stehen die Ungarn bisher wohl gar nicht mal so schlecht da wenn ma sich nur mal die unzähligen Probleme ansieht die das ein oder andere Land sich so freiwillig geschaffen hat. Dort wird sich wohl eher die Frage stellen, wie weit das gemeine Volk dies noch mittragen wird.

Beitrag melden
segelsetzer1 05.04.2018, 10:18
9. Junge Demokratie

Wie soll ein Staat , der viele Jahre im Warschauer Pakt eingebettet , war so schnell zu einer " rechtstaatlichen Denkweise " kommen wie es bei uns üblich ist - Die großen Vorbilder der " Freiheit " wie die USA und GB schotten sich ab . Abschotten heisst nicht teilen wollen . Die EU war nicht nur für Ungarn die Eintrittskarte zum Wohlstand , wie für viele andere Osteuropäischen Staaten . Wir vergessen schnell das der Freiheitsdrang der Ungaren und Polen in den achtziger Jahren die Grenzen Osteuropas löchriger gemacht haben , letztendlich das System das die UDSSR eingfeführt hat zum Wanken gebracht hat . Europa überfordert die Menschen nicht nur in den neuen Mitgliedsländern sondern auch in den alten . Die Werte Europas sind vielen Menschen suspekt und zu mutig und führen zu den Parteien die den Populismus fördern . Tot sind diese Parteien noch lange nicht , und werden wenn die unkontollierte Immigration aus Afrika weiter anhält noch an Zulauf gewinnen .

Beitrag melden
Seite 1 von 6
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!