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Partei in der Krise: Die Hoffnung der SPD? Die SPD!
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Die Sozialdemokratie in Deutschland ist in schlechtem Zustand. Sie lässt eine politische Lücke, die nur sie selbst füllen kann. Das ist ihre Chance.

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Grünspahn 31.10.2018, 13:12
1.

Doch es gehen der SPD die Theman aus! - Wenn ein überwiegender Teil der Bevölkerung angibt, mit den jeweiligen wirtschaftlichen Verhältnissen zu mindest zufrieden zu sein, dann kann man noch so sehr gerechtigkeit per Umverteilung propagieren - es geht am überwiegenden Lebensgefühl der Menschen vorbei. Wenn man Menschen mit einem Einkommen größer 60 TEUR jährlich als so reich bwetrachtet, dass man sie steuerlich mehr belasten will, dann geht das vielen Facharbeitern, gerade in den teueren Ballungsgebieten, massiv an den Lebensstandard. Wer für die Förderung von feministischen Pornos und für die Einrichtung für Toiletten für Menschen mit diverser geschlechtlicher Idendität fordert, der hat die Lebenswirklicheit eines Großteil der Gesellschaft aus den Augen verloren.
Wer wirklich linke bzw. sozialistische Politik sucht, der findet die Linke, wer sozialdemokratishe Politik sucht, wählt Grün oder CDU. Für was steht die SPD eigentlich, welche ihrer Themen sind den mehrheitsfähig, die nicht mit einer ähnlichen Lösung von anderen Parteien angeboten werden? - Die SPD hat ihren Kern verloren und alles was sie macht führt nicht gerade zu einer klaren Identifizierbarkeit.

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Leser161 31.10.2018, 13:19
2. This?

"Dieses Vorgehen zu einem lukrativen Geschäft zu machen, daran habe die SPD mitgewirkt. Aber es liege eine große Hoffnung bei den Kollegen, dass es die SPD sei, die genau das ändere. "

Das ist der hoffnungsfrohe SPD-Wähler, jemand den die SPD in eine schlechte Situation gebracht und der trotzdem keine Hoffnung hat ausser der SPD. Das ist trist. Sehr trist.

Die SPD sollte sich bessere Visionen ausdenken. Ich habe die SPD früher gewählt, ich finde die SPD im Prinzip gut, aber ich werde bestimmt nicht zu ihr zurückkehren, wenn das ihre Vision ist.

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zero-bond 31.10.2018, 13:22
3. Genau das wird nicht erfolgreich sein

Das Konzept "Man muss nur ein linkes Programm haben, dann klappt das schon" ist seit 3 Legislaturperioden gescheitert.
Bei sämtlichen Bundestagswahlen hatte die SPD ein Wahlprogramm, welches eine sehr starke Handschrift des linken Flügels trug. Darin enthalten: Immer die gleichen Themen, wie bspw. Steuererhöhung für Reiche, Abschaffung der privaten Krankenversicherungen, gesetzliche Verbote (z.B. Mietpreisbremsen) etc.
All das hat zu keiner Zeit zu merklichen Stimmenzuwächsen geführt, dabei war es unerheblich ob die SPD Teil der Regierung oder Teil der Opposition war.
Auf Landesebene hat die SPD mit ähnlichen Programmen ebenfalls versagt (SH, NRW, Hessen) und Regierungsverantwortung verloren.
Warum also soll "ein wenig mehr links" nun die große Wende bringen?

Strategisch gesehen ist das falsch, da die angesprochene Zielgruppe ähnlich derer der Linkspartei ist und es im schlimmsten Fall nur zu einer Verschiebung der Stimmen im sog. "Linken Lager" kommt, nicht aber zu einem Stimmengewinn seitens frustrierter CDU, FDP oder AFD Wähler.

Am alten Leitspruch "Wahlen werden in der Mitte gewonnen" ist durchaus etwas dran, die SPD braucht Stimmen der CDU um eine reale Machtoption zu erhalten. Diese kann sie aber nur gewinnen, wenn sie Antworten auf Probleme außerhalb des linken Wahlprogrammes hat und Konzepte vorlegen kann.

Kein Mensch weiß mehr wofür die SPD genau steht, im Zweifel für rückwärtsgewandte Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, die teuer für den Steuerzahler wird (Rückbau der Agenda, Steuererhöhungen, erhöhte Sozialleistungen), warum also soll die zahlende Mitte diese Art von Politik wählen? Die Vorschläge der SPD stehen eben nicht für Zukunft, sondern für ein Zurück in die 90er.

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Fantastic 31.10.2018, 13:27
4.

Falsch! Die SPD hinterläßt keinerlei Lücke. Das zeigen die Wahlergebnisse. Es gibt längst orginäre Alternativen.
Die SPD hat es schlicht versäumt mit Programm und Personal zu bestehen. Das seit Jahren. Es gibt keine Berechtigung mehr für die SPD. Das entscheiden auch nicht die Noch-Mitglieder oder die Führung, sondern die Wähler. Die ehemals angesprochenen Wähler gibt es so nicht mehr. Alle angestrebten Positionen sind längst besetzt.Wie die SPD aus dieser Falle herauskommen will, bleibt mir ein Rätsel.

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mostly_harmless 31.10.2018, 13:31
5.

Die Grünen sind gerade dabei, die SPD abzulösen. In jeder Beziehung, auch beim typisch sozialdemokratischen links Blinken und rechts Abbiegen. Das können die Grünen inzischen besser als die Sozen. Und die "Vordenker" wie Palmer haben sich schon daran gemacht, die CSU rechts zu überholen und sich der AfD anzunähern

Und das sie SPD wieder sozialdemokratisch wird, werden die Seeheimer auch in Zukunft verhindern. Die finden sich eher mit dem Verschwinden der SPD ab, als damit, dass die SPD linke Politik macht. Die nächste Generation (Klingbeil) ist doch schon in Amt und Würden.

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man 31.10.2018, 13:34
6. Für die Änderung

einer falschen Gesetzgebung hatte die SPD in Regierungsmitverantwortung nun wirklich genug Zeit. Man hat es nicht mal im Ansatz versucht. Da hätte sich der nette TSG und Fr. Nahles mal eher aus dem Fenster lehnen sollen. Aber so geht es wenn man den Draht zur Basis verliert, mit Gerechtigkeitsphrasen durch die Lande zieht aber die Probleme nicht angeht.

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Gudrun3 31.10.2018, 13:34
7. Die SPD ist heute "Krankenwagen" einer Gesellschaft,

die durch die SPD seit 20 Jahren erst krank gemacht wurde. Die ohnehin eher kleine Rolle, die "Aufstieg durch Bildung" bis dahin gespielt hat, wurde durch die Agenda 2010 zu Gunsten netter Kennziffern in der Wirtschaft erfolgreich zunichte gemacht. Heute zählen mehr denn je nicht Bildung, sondern Elternhaus, Vitamin B und Arbeitszeugnisse. Daran würde auch ein jüngerer Bernie Sanders mit viel heißer Luft vor einem bürgerlichen Parteien- und Medienblock wenig ändern. Eine SPD-Kanzlerschaft jedenfalls gilt auf absehbare Zeit wohl als ausgeschlossen. Diese Partei ist zu diskreditiert in der Bevölkerung. Man glaubt ihr schlicht nicht mehr, egal, welche Hafensänger dort noch an der Spitze herumkaspern werden.

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lock_vogell 31.10.2018, 13:39
8.

Zitat von Grünspahn
Doch es gehen der SPD die Theman aus! - Wenn ein überwiegender Teil der Bevölkerung angibt, mit den jeweiligen wirtschaftlichen Verhältnissen zu mindest zufrieden zu sein, dann kann man noch so sehr gerechtigkeit per Umverteilung propagieren - es geht am überwiegenden Lebensgefühl der Menschen vorbei. Wenn man Menschen mit einem Einkommen größer 60 TEUR jährlich als so reich bwetrachtet, dass man sie steuerlich mehr belasten will, dann geht das vielen Facharbeitern, gerade in den teueren Ballungsgebieten, massiv an den Lebensstandard. Wer für die Förderung von feministischen Pornos und für die Einrichtung für Toiletten für Menschen mit diverser geschlechtlicher Idendität fordert, der hat die Lebenswirklicheit eines Großteil der Gesellschaft aus den Augen verloren. Wer wirklich linke bzw. sozialistische Politik sucht, der findet die Linke, wer sozialdemokratishe Politik sucht, wählt Grün oder CDU. Für was steht die SPD eigentlich, welche ihrer Themen sind den mehrheitsfähig, die nicht mit einer ähnlichen Lösung von anderen Parteien angeboten werden? - Die SPD hat ihren Kern verloren und alles was sie macht führt nicht gerade zu einer klaren Identifizierbarkeit.
son quatsch...
mit 60.000 p.a. kann man in so ziemlich jedem ballungsraum deutschlands wunderbar leben... das haus muss man sich zwar im speckgürtel kaufen und nicht in der innenstadt, aber man kann sich ein haus kaufen und wenn man 2 leute im haushalt hat mit solch einem einkommen, dann geht das sogar ziemlich locker und ohne großes eigenkapital.
man muss die einkommensgruppe um 60.000 vielleicht nicht noch mehr belasten, aber leute die eben noch mehr verdienen (z. B. >80.000) sehr wohl und es bringt definitiv nur soziales ungemach, wenn leute mit einem einkommen von ~60.000 p.a. überproportional entlastet werden, diese leute brauchen keine entlastung, menschen mit einkommen >30.000 p.a. die brauchen entlastungen und das bitte nicht zu knapp...
und ein mindestlohn von >12,-€ die std. sollte bei der wirtschaftsleistung deutschlands eigentlich nicht zur diskussion stehen, der müsste in stein gemeißelt werden, dass ja kein merz, lindner, spahn, oder sonst wer den wieder einkassiert...

und genau das ist politik, die ich von einer SPD die ihrem namen auch wieder gerecht wird erwarte... genauso endlich wieder den datenschutz als etwas zu schützendes anzusehen und sämtliche sanktionen gegen ALG 2 empfänger einzustampfen.

es wird immer leute geben, die nicht arbeiten wollen/können und da wird keine sanktion etwas dran ändern, andersrum wird der anteil der bevölkerung, die nicht arbeiten will, nicht wirklich steigen, wenn diese unsinnigen sanktionen endlich wegfallen würden. DAS ist lebensrealität und das muss man endlich akzeptieren.

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charlybird 31.10.2018, 13:41
9. Ich vergleiche

die SPD mal mit einem Drogenabhängigen, der eine Entgiftung nach der anderen gemacht hat, dabei eine Resozialisierung nach der anderen versaut hat und trotzdem wieder die berühmte '' Zweite Chance'' erhalten hat. Nun ist man es irgendwie leid geworden, die Uneinsichtigkeit in die Notwendigkeit davon abzulassen immer wieder zu unterstützen.
Wir werden uns also wohl damit abfinden müssen, dass die SPD, genauso wie die meisten ''Drogis,'' an der Einsicht scheitern, sich zunächst einmal ein neues Umfeld zu suchen.
Im übertragenen Sinne: Der SPD fehlen radikale Ideen, der Blick weg von der Mitte, keine Anbiederung mehr an die Wirtschaft über das nötige Maß hinaus, ein klares Bekenntnis zum Sozialstaat und ein halbwegs abgesteckter Weg, wie man gedenkt das zu erreichen.
Und das hoffentlich nicht mit dem eisernen Friedrich.
Nur all das wird bereits an Olaf Scholz scheitern und die Seeheimer Unkenrufe besorgen dann den Rest.

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