Forum: Politik
Partei in der Krise: Die Hoffnung der SPD? Die SPD!
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Die Sozialdemokratie in Deutschland ist in schlechtem Zustand. Sie lässt eine politische Lücke, die nur sie selbst füllen kann. Das ist ihre Chance.

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mhitzler2 31.10.2018, 13:44
10. Nicht mit dieser Führung

Wir Wähler, das sage ich jetzt mal so anmassend, können zu dieser SPD-Führung kein Vertrauen mehr aufbauen. Nahles, Scholz und Co. haben in den letzten Monaten so viele Dinge vermasselt, nur um die GroKo zu retten, dass eine neue Glaubwürdigkeit nur ohne diese Personen entstehen kann. Diese und auch deren Vorgänger/innen haben in den letzten 20 Jahren zu viel Sozialabbau betrieben, zu viele Kompromisse der Regierungsbeteiligung willen akzeptiert, und eben auch zu viele handwerkliche Fehler gemacht. Nein. Ich, der Wähler habe fertig mit Nahles. Keine Diskussion.

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DerDifferenzierteBlick 31.10.2018, 13:48
11. Die Linke ist keine Alternative. Das Hauptproblem der SPD ist Merkel.

Und die Linke ist keine Alternative zur SPD. Es gibt doch sehr massive Unterschiede zwischen Links-Mitte und Linksaußen. Allein dass die Linke damals mit überwältigender Mehrheit gegen Deutschlands Beteiligung an der international ausgehandelten (mit Russland und Obama) Zerstörung der syrischen Chemiewaffen gestimmt hat (nur 5 von 64 Abgeordneten waren dafür) und bis heute in großen Teilen entgegen der Realität und dem dringenden Appell ihres eigenen Experten (van Aken) die Existenz dieser Chemiewaffen leugnet (siehe Abstimmung beim letzten Parteitag), zeigt, wie realitätsfremd die Linke in weiten Teilen ist. Gleiches gilt leider auch für viele ihrer Forderungen in der Wirtschafts- und Sozialpolitik. Extrem linke Politik à la Sozialismus bringt keinen funktionierenden Staat hervor (siehe zuletzt Venezuela): Es gibt in der globalen Geschichte kein positives Beispiel dafür, das hat sogar auch Herr Gysi mal in einem Sommerinterview zugegeben. All das spricht aber natürlich nicht gegen eine vernünftige an der Realität orientierte linke Politik einer gemäßigt linken Partei...
+++
Die SPD hat in der großen Koalition viele sozialdemokratische Themen durchgesetzt (Mindestlohn, Mietpreisbremse, Einschränkung der Leiharbeit, paritätischer KV-Beitrag etc.) und auch gesellschaftlich wichtige und notwendige Änderungen (Ehe für alle, Einwanderungsgesetz etc.) - aber die Wähler können sich nicht mit dem Spitzenpersonal identifizieren und wählen deshalb andere Parteien, obwohl die diese Dinge nicht durchgesetzt haben oder sogar blockiert haben: Vor allem Frau Merkel gibt der sozialdemokratischen Politik ein Gesicht, obwohl alle diese Änderungen gegen ihre Partei und teilweise auch gegen sie durchgesetzt wurden. Aber das scheint den Wählern egal zu sein. Auch, dass jede Stimme für die CSU auch immer bedeutet die CSU zu fördern, da beide Parteien nun mal immer gemeinsam regieren. Das scheinen die Wähler aber nicht zu bedenken. Mit einem neuen konservativeren CDU-Chef wird sich das wieder ändern.
Die Grünen stehen dagegen wie beschrieben vor allem für andere Themen und können die SPD daher nicht ersetzen.

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lachender lemur 31.10.2018, 13:49
12. Schulz-Hype wurde von der SPD gründlich missverstanden

Im Artikel wird behauptet, der sogenannte "Schulz-Hype" habe
neue Mitglieder mobilisiert um "für die SPD zu kämpfen". Das ist völliger Unsinn. Es war die Person Schulz und seine Authentizität als linker, global denkender Pro-Europäer, die der SPD den völlig unerwarteten Zulauf bescherte. Die SPD ist aber als Partei weder links-global ausgerichtet noch erkennbar pro-Europa. Daher auch ihr Sinkflug, verglichen mit den Grünen, die als Partei genau das verkörpern, was die Person Schulz anno Hype verkörperte.

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John McC!ane 31.10.2018, 13:50
13. Im derzeitigen Zustand...

...wird die SPD von der Lücke, die sie lässt, vollwertig ersetzt! Die gesamte "erste Reihe" gehört ausgetauscht - aber bitte nicht wieder durch die gleichen Nasen, die die Misere zuvor massiv mitverschuldet haben (Gabriel, Schulz& Co), sondern echten Nachwuchs. Das wird dauern, aber die einzige Alternative wäre derzeit wohl den Laden zuzumachen und den Grünen beizutreten...

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moonman 31.10.2018, 13:53
14. Welche Lücke?

Bildlich gesprochen, kann in einem Haifischbecken keine Lücke entstehen, wenn Einer gefressen wird. Es gibt biologische Erklärungen warum Arten (Parteien) sterben und letztendlich aussterben. Unterhalb einer bestimmten Populationsdichte (Wählerzuspruch) wirkt jeder weitere Verlust doppelt schwer und mangels ausreichender (politischer) Feritilität ist bald das Ende der Bohnenstange erreicht.
Die (s)pd hat keine Chance und die sollte sie nützen. Eine paritätische Fusionierung mit allen Parteien, sprich Auflösung ist meine Empfehlung. NaJa, das passiert ja, von ganz alleine.

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Gut Reden 31.10.2018, 13:54
15. Alte Phrasen

Vom ständigen Wiederholen wird es auch nicht richtiger. Die Armen werden nicht immer ärmer, bloß weil die Reichen auf dem Papier reicher werden. Relativ gesehen natürlich schon.
Die Friseurin bekommt 90% der Klassenfahrt vom Amt bezahlt, sollte sie zu wenig verdienen. Das gilt auch für Aufstocker und Wohngeldempfänger, die deutlich über H4 sind.
Flaschensammler müssen gar nicht so arm sein, oder aber sie hätten Ansprüche, die sie nicht abholen (wollen). In wieweit jeder für seine Rente auch selbst verantwortlich ist sei dahingestellt. Tafelgänger genauso. Ist jemand, der sich für einen 5er bückt deswegen arm? Warum arbeiten überhaupt noch Leute mehr als die erforderliche Stundenzahl, oder reiche Erben, beweist das, dass sie arm sind?
Gerade die Leute, die mit ehrlicher Arbeit grade so auf oder wenig über H4 sind können mit diesem Anspruchsdenken und den dauernden Sozialerhöhungen oft gar nichts anfangen, die wollen sich auch nicht dauernd anhören, wie arm sie doch seien. Die SPD ist eine reine Transferleistungsempfängerpartei und Sozialindustrieangestelltenpartei geworden.

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K.Hexemer 31.10.2018, 13:54
16. die SPD

müsste mal kapieren, dass man für Minderheiten nur etwas tun kann wenn man Mehrheiten hat!

müsste mal kapieren dass man mit 10 Minderheitenthemen a 4 % keine 40 % Wählersitmmen bekommt

müsste ihre Empfehlung an die CSU bzgl. AfD selbst ernst nehmen. Unter umgekehrten Vorzeichen: Wer mit grüner Politik haussieren geht, jagt die Wähler zum Original! Grün frisst rot!

und dann: lauter abgebrochene möchtegern Akademiker... Wo sind die Leute mit einer vorzeigbareb Erwerbsbiografie im Vorstend?

So einfach wäre das !

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Grünspahn 31.10.2018, 13:58
17.

Zitat von lock_vogell
son quatsch... mit 60.000 p.a. kann man in so ziemlich jedem ballungsraum deutschlands wunderbar leben... das haus muss man sich zwar im speckgürtel kaufen und nicht in der innenstadt, aber man kann sich ein haus kaufen und wenn man 2 leute im haushalt hat mit solch einem einkommen, dann geht das sogar ziemlich locker und ohne großes eigenkapital. man muss die einkommensgruppe um 60.000 vielleicht nicht noch mehr belasten, aber leute die eben noch mehr verdienen (z. B. >80.000) sehr wohl und es bringt definitiv nur soziales ungemach, wenn leute mit einem einkommen von ~60.000 p.a. überproportional entlastet werden, diese leute brauchen keine entlastung, menschen mit einkommen >30.000 p.a. die brauchen entlastungen und das bitte nicht zu knapp... und ein mindestlohn von >12,-€ die std. sollte bei der wirtschaftsleistung deutschlands eigentlich nicht zur diskussion stehen, der müsste in stein gemeißelt werden, dass ja kein merz, lindner, spahn, oder sonst wer den wieder einkassiert... ....+
Ach ja, mit 60 TEUR Jahreseinkommen - das ist ein Bruttowert - können sie sich in jedem Speckgürtel ein Haus kaufen? - Wirklich? Bei uns 60 km von München entfernt kosten Häuser 450 TEUR aufwärts - und das sind dann ältere Reihenhäuser. In München selbst kommen Sie mit 60 TEUR Jahreseinkommen nicht in eine Kategorie der Reichen. - Das dürfte in HH oder in FFM nicht sonderlich anders sein. Da es keine Abschläge auf die Einkommenssteuer bei teuerem Wohnort gibt können Sie 60 TEUR JE in Meck-Pom oder der Lüneburger Heide nicht mit dem gleichen Einkommen in einem Ballungsraum vergleichen. Warum sollte also ein zB ein Facharbeiter bei BMW die SPD wählen? Damit er mehr Steuern zahlen darf?

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nixblicker00 31.10.2018, 13:58
18. Nehmt doch das Heft des Handelns in die Hand!

Regierung verlassen - sofort! Dann kommt die CDU in Zugzwang. Warum sollte man deren Wahl zum neuen Vorsitzenden abwarten?

Es kann doch nicht sein, dass eine Frau Dr. Merkel zu schlecht für den Vorsitz der CDU ist und zugleich Kanzlerin bleibt. Und die SPD soll das ganze immer nur abnicken? Komplett falsch.

Also, raus aus der Regierung, sofort. Nebenbei verdampft dann die AfD.

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Idinger 31.10.2018, 14:00
19. Genau das ist es !

Zitat von mhitzler2
Wir Wähler, das sage ich jetzt mal so anmassend, können zu dieser SPD-Führung kein Vertrauen mehr aufbauen. Nahles, Scholz und Co. haben in den letzten Monaten so viele Dinge vermasselt, nur um die GroKo zu retten, dass eine neue Glaubwürdigkeit nur ohne diese Personen entstehen kann. Diese und auch deren Vorgänger/innen haben in den letzten 20 Jahren zu viel Sozialabbau betrieben, zu viele Kompromisse der Regierungsbeteiligung willen akzeptiert, und eben auch zu viele handwerkliche Fehler gemacht. Nein. Ich, der Wähler habe fertig mit Nahles. Keine Diskussion.
Der Slogan "Für die SPD kämpfen" kann doch nicht ernst gemeint sein. Die fehlenden personellen und inhaltlichen Reaktionen nach den Wahlergebnissen in Bayern und Hessen zeigen doch deutlich, dass es nur darum ging, der oben stehenden Funktionärsgruppe der SPD die Futtertröge zu erhalten.

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