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Partei in der Krise: Die SPD erneuert sich - und keiner merkt's
imago/ Emmanuele Contini

Dienstpflicht, Linkspartei-Debatte, Asylstreit: Die Union setzt die Themen des Sommers. Und die SPD? Arbeitet emsig an sich selbst.

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mostly_harmless 15.08.2018, 13:16
90.

Zitat von m-zmann
Die SPD war (!) einstmals Partei für diejenigen,[...] "Der Sozialismus stimmt mit der Bibel darin überein, wenn diese sagt: Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen." (Bebel 1883). [....]
Und man sieht, auch damals gab es Teile der SPD, die rechter waren als die Rechten. Da hat Bismarck in dieser Zeit die Sozialgesetzgebung aus der Taufe gehoben, wöhrend Teile der Sozen inklusive Bebel mal wieder weit hinterher waren. Und daran hat sich ja bis heute wenig geändert. Müntefering hat 2006 ziemlich exakt den selben rechtsreaktionären Mumpitz verzapft.

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spiegelneuronen 15.08.2018, 15:22
91. spezielle Unarten

Zitat von pr8kerl
Die Grünen machen es vor: Ein smarter Robert Habeck ist viel interessanter als eine keifende, giftige Claudia Roth. Inhaltlich hat sich bei den Grünen nichts getan, aber schon gehen die Umfragen nach oben. Auf die Attraktivität der Spitze kommt es an, und da waren die neuen Frontleute in Frankreich oder Österreich eben vorzeigbar. Die SPD hat seit Gerhard Schröder kein attraktives Spitzenpersonal. Nicht Schulz, schon garnicht Nahles, und nicht Scholz.
Zugegeben Verpackung bewirkt etwas aber ersetzt trotzdem keinen Inhalt.

Wenn Olaf Scholz neben einem Kontoauszug-Drucker steht, dann fragt man sich zwar: "Wer ist der charismatische Typ neben Olaf Scholz" aber das ja auch ein speuielles SPD-Thema, denn da muss ja Scholz von anderen auf diese Position gebracht worden sein.
Ok, wenn man bestimmte Menschen nicht im Gemeinschaftsbüro sitzen haben möchte, dann kann man die in Parteien so lange Hochloben, bis sie in Positionen mit Einzelbüros sind.
Das scheint aber eine SPD-Lieblingssportart zu sein, die dann letztlich auch Wählerstimmen kostet.

Die Grünen haben zumindest durch die Koalitionsverhandlungen (Jamaika) in der Wahrnehmung einen Wandel vollzogen und Habeck auch in Schleswig-Holstein. Dass man für Claudia Roth extra wieder in der Vergangenheit mehr Vize-Posten geschaffen hat, ist leider auch festzuhalten.

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oalos 15.08.2018, 15:27
92. Leere Versprechen.

Nahles hat die Mindestrente angekündigt - Einführung noch vor den Wahlen 2017.
(http://www.spiegel.de/politik/deutschland/spd-beschliesst-mindestrente-von-850-euro-a-869118.html)
(https://www.focus.de/finanzen/altersvorsorge/rente/nahles-nennt-erstmals-zahlen-zur-mindest-rente-geringverdiener-sollen-zehn-prozent-mehr-als-grundsicherung-bekommen_id_6248990.html)
/http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mindestrente-nahles-kuendigt-neues-rentenpaket-an-14097944.html)
Aber ist klar. Versprechen gebrochen. Gibt eben jetzt ein neues.

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Kurt2.1 15.08.2018, 16:14
93. .

Ein Artikel vollgestopft mit Behauptungen und steilen Thesen. Hat die SPD auch SPON das Gehör entzogen? Macht nichts! Ist aber kein Grund zu glauben, die Zeit dränge. Die SPD muss sich die Zeit nehmen, die sie eben braucht, um sich zu sortieren. SPON wird sich gedulden müssen. Es wird der Journalie nicht gelingen, die SPD vor sich herzutreiben. 2 Jahre, sagt der zeitplan. Heißt es doch, dass erst im Herbst mit der Diskussion um die Themen begonnen werden soll. Sehr gut ist es natürlich, dass die Durchstechereien ein Ende haben (sollen). Wir dürfen uns überraschen lassen. Viel Glück für Andrea Nahles und ihre Partei.

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Kurt2.1 15.08.2018, 16:18
94. #10

Zitat von toninotorino
Vom Herzen her bin ich Sozialdemokrat. Da lass ich mir auch nicht reinquatschen. Ich finde die SPD spannend. Kenne keine andere Partei mit so vielen Ups & Downs. Das war schon immer so. Und ich finde, dass die SPD eine wahnsinnig interessante Geschichte hat. Nahles ist für mich eine der hart am Wind arbeitenden Politikerinnen. Völlig unterschätzt. Ich werde bis zu meinem Ende der SPD verbunden bleiben. Und zwar aus einem Grund. Weil sie sich quält. Weil sie den Arsch in der Hose hat, den Karren für unser Land aus dem Dreck zu ziehen, wenn es nötig ist. Die anderen Parteien sind dagegen nur Luschen. Und dafür wird sie gehasst. Ich hasse sie nicht, sondern sage: Wow! Klasse!
Ich würde Ihnen gern ein Sternchen geben, wenn's denn ginge.
Sie treffen es auf den Punkt.

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Kurt2.1 15.08.2018, 16:20
95. #19

Zitat von atlantus
Hartz4, Agenda, Flüchlingschaos, Unredlichkeit (keine GroKo), Sozialabbau und vieles mehr! Wer braucht die SPD? - Ich brauch sie nicht mehr..
Was soll die Heulerei. Sie wählen die SPD doch sowieso nicht.

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Kurt2.1 15.08.2018, 16:23
96. #37

Zitat von friedrich_eckard
Der Morbus SchröderBlair, auch bekannt als Morbus Seeheim, ist für sozialdemokratische Parteien eine Krankheit zum Tode. Das Leiden ist mit Aussicht auf Erfolg behandelbar, nämlich mit hochdosiertem Corbynin, wenn diese Behandlung noch rechtzeitig begonnen wird. Der spätestmögliche Zeitpunkt, zu dem die SPD sich dieser Kur mit realistischen Heilungschancen noch hätte unterziehen können, lag nach der letzten Bundestagswahl. Das benötigte Personal wäre wohl sogar aufzutreiben gewesen, aber dieser Zeitpunkt ist unwiederbringlich verpasst, und die Partei hat sich damit auf den Weg begeben, an dessen Ende PASOK, die PvdA und die franz. PS schon auf sie warten. Die sog. "Erneuerungsbemühungen" sind nur noch Zuckungen, die kein öffentliches Interesse mehr zu beanspruchen haben. Zu hoffen steht, dass einige, deren Verschwinden aus der politischen Öffentlichkeit man bedauern müsste - grob gesagt: jenes runde Drittel der Partei, dass gegen schwarzrot und für Frau Lange als Parteivorsitzende gestimmt hat - den Weg in die Bedeutungslosigkeit nicht mitgeht und noch rechtzeitig den Absprung findet, und die Frage stellt sich, wie der Krater in der politischen Landschaft zu schliessen wäre, den die Partei hinterlässt, denn: es ist ja nicht so, dass kein Bedarf für eine ehrlich reformistische - der Begriff sei hier ausdrücklich ohne jeden abwertenden Unterton gebraucht - sozialdemokratische Partei bestünde.
Meine Güte, immer dieselben Stanzen. Vielleicht sollten Sie da auch mal was erneuern.

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Kurt2.1 15.08.2018, 16:28
97. #41

Zitat von Annabelle_
Mein lieber Jo125, Aufgabe der SPD war und ist nicht, Unternehmerpartei zu sein -davon hatten bzw. haben wir mit CDU/CSU/FDP u. AfD inzwischen hinreichend. Das Problem der SPD sind auch längst nicht mehr schäbige 18, 19, 20% in Umfragen. Es könnten auch 17, 16, 15% sein, die heutige SPD-Führungen kaum davon abhielten, ihren Agenda-Kurs von Austerität, Hartz-Regime, Leiharbeit, Niedriglohn weiterzufahren. Das ist das wahre Problem der SPD. Nicht Ihres natürlich, das kann ich mir schon denken.
Die Arbeitsgemeinschaft der Selbständigen in der SPD wurde 1891 gegründet. Es gibt sie (natürlich) noch heute - ganz zu recht natürlich.

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rubikon1a 15.08.2018, 16:32
98. Die SPD!

SIE erneuert sich ständig - wie die Schlange ihre Haut und bleibt doch wie die Schlange immer das(die) gleiche....... ! Ein Krampfkampf um den Selbsterhalt. Von dieser Partei kommt nichts mehr! Nur Blendwerk. Ich würde jubeln rutschten die Sozen unter 5%. So eine Schockwelle brauchen diese sogenannten "Sozialdemokraten"!

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tomlex27 15.08.2018, 16:34
99. @#55 Attraktivität allein ist nicht entscheidend

Ich kann Ihnen nicht ganz folgen! Habeck ist (bei den Grünen) erfolgreich, weil er einen wohltuenden Kontrapunkt setzt, nicht weil er einen Knackarsch hat. Bearbock (oder so) würde keiner wählen- bärbeißig, rechthaberisch, ideologisch vernagelt. Habeck ist da anders, der verkauft alten Wein mit sämigen Worten, steigt sogar mit der FDP ins Bett, hat bislang außer der Produktion schöner Worte wirklich gar nichts geleistet und kommt einfach nur nett rüber. Das genügt scheinbar schon. Ganz das Gegenteil zu den anderen Grünen. Das erfolgreiche Gegenteil dazu ist die Kanzlerin. Ziemlich dick und eher häßlich hat sie trotzdem Erfolg, selbst Nahles sieht besser aus, hilft nur nichts. Nahles klammert sich an der Macht, hat den Kontakt zur Basis komplett verloren, gilt auch für alle anderen Berliner- SPD- Regierungsmitglieder. Es dreht nur noch um sich selbst. Die SPD behandelt und thematisiert nicht eines der mannigfaltigen Probleme ihres Klientels und steht deshalb in der Wählergunst verdient da wo sie derzeit stehen. Das hat nichts mit HartzIV etc zu tun! Das ist jetzt lange her, aber die neuen Probleme scheint niemand kennen zu wollen. Ich, als alter SPD- Wähler, bin mal gespannt wann die SPD merkt, dass 18% mit Tendenz sinkend, nicht das Ziel dieser einstmals kraftvollen Partei sein kann. Für mich ist diese Partei momentan völlig unwählbar.

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