Forum: Politik
Partei in der Krise: Die SPD erneuert sich - und keiner merkt's
imago/ Emmanuele Contini

Dienstpflicht, Linkspartei-Debatte, Asylstreit: Die Union setzt die Themen des Sommers. Und die SPD? Arbeitet emsig an sich selbst.

Seite 12 von 12
mostly_harmless 16.08.2018, 08:30
110.

Zitat von joanz74
[...]. Ich halte das was unter Agenda 2010 beschlossen wurde selbst nicht für das goldene Ei, aber einfach alles zurück drehen? Und dann? [...]
Also ich finde ja, die SPD sollte genau so weitermachen, wie in den letzten 20 Jahren. Um so schneller macht die Partei Platz für einen Nchfolger, der nicht nur von linker Politik redet, sondern linke Politik macht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mostly_harmless 16.08.2018, 08:37
111.

Zitat von andreas13053
[...]Jeden ehrlichen Sozialdemokraten würde nämlich der Zustand der SPD mindestens mit Sorge erfüllen. [...]
Für Sozialdemokraten gibt es in der SPD inzwischen eine eigene Nische. Die Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokraten in der SPD (AGSS). Extra für die wenigen Sozialdemokraten, die (aus welchen kuriosen Gründen auch immer) die SPD noch nicht verlassen haben. Wie viele das sind, weiss ich nicht. Aber viele können es nicht sen, sonst würde man wenigsten ab und zu davon hören.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
m-zmann 16.08.2018, 08:53
112. Das alte Dilemmader SPD...

Zitat von mostly_harmless
Und man sieht, auch damals gab es Teile der SPD, die rechter waren als die Rechten.
Was soll/will sie sein? Der politische Arm einer starken Arbeiterschaft, die stolz auf das Geschaffene schaut und selbstbewußt einen gerechten Anteil fordert? Will sie die Selbst(!)-organisation diese Menschen in Gewerkschaften, Konsumvereinen, Knappschaften und Sparkassen (weiterhin) ermöglichen? Um dann wahlweise als rechts oder neoliberal beschimpft zu werden?

Oder soll sie in paternalistischer Manier als Obrigkeit die getreuen Untertanen von der Wiege ("Lufthoheit über den Kinderbetten") bis zur Bahre durch Verbote und Vorschriften vor allem Übel bewahren, da sie es selbst nicht können? Einschließlich davor, für sich selbst zu sorgen ("bedingungsloses Grundeinkommen")?

Welche Wählergruppe will sie also ansprechen und wo erhofft sie sich die besten Ergebnisse? Ich bin auf die Entscheidung gespannt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
andreas13053 16.08.2018, 09:19
113. Davon abgesehen,

Zitat von m-zmann
Oder soll sie in paternalistischer Manier als Obrigkeit die getreuen Untertanen von der Wiege ("Lufthoheit über den Kinderbetten") bis zur Bahre durch Verbote und Vorschriften vor allem Übel bewahren, da sie es selbst nicht können? Einschließlich davor, für sich selbst zu sorgen ("bedingungsloses Grundeinkommen")?
dass die SPD solch eine Option im 21. Jahrhundert in einer Demokratie gar nicht hat, und wohl nicht mal im Ansatz anstrebt, ist Ihr Verständnis vom bedingungslosen Grundeinkommen ganz offensichtlich höchstens rudimentär.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Kurt2.1 16.08.2018, 09:37
114. #109

Zitat von oalos
Ich dachte immer, die Parteien werben um Zustimmung, um Wähler. Auch um solche, die sie bislang noch nicht gewählt haben oder sie nicht mehr wählen. Da ist es doch ganz plausibel für einen Wähler, zu erklären, warum das nicht geht. Oder ? Mit Rumpelstilzchen-Argumenten wird das nix.
Wie man hier unschwer erkennen kann, ist bei manchem Wähler Hopfen und Malz verloren. Es gibt welche, die sind schon da richtig aufgehoben, wo sie gerade sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
TorstenReiffarth 16.08.2018, 11:12
115. Zum Scheitern verurteilt

Letztlich macht die SPD genau dort weiter, wo sie aufgehört hat:
Sie denkt nur an sich und was ihrer Meinung nach für den Bürger gut wäre, statt mal den Bürger zu fragen und sich nach dessen Meinung, Wünschen und Bedürfnissen zu richten. Somit palnt sie nichts anderes als die nächste Runde der Beformundung des Bürgers.
Von Erneuerung kann also keine Rede sein, höchstens von Renovierung.
Und der Versuch ist unter den derzeit gegebenen Umständen von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
friedrich_eckard 16.08.2018, 17:49
116.

Zitat von mostly_harmless
Für Sozialdemokraten gibt es in der SPD inzwischen eine eigene Nische. Die Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokraten in der SPD (AGSS). Extra für die wenigen Sozialdemokraten, die (aus welchen kuriosen Gründen auch immer) die SPD noch nicht verlassen haben. Wie viele das sind, weiss ich nicht. Aber viele können es nicht sen, sonst würde man wenigsten ab und zu davon hören.
Die gab es mal, so um 2009 herum - die Initiative ist aber längst still versandet (siehe hier: https://www.nachdenkseiten.de/?p=3914 unter Nr. 18).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 12 von 12