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Partei gegen Provokateur: Zweifel in SPD an Sarrazin-Ausschluss wachsen

An diesem Montag will die SPD-Spitze das Ausschlussverfahren gegen Thilo Sarrazin einleiten - doch der Unmut bei den Genossen wächst: Führende Sozialdemokraten halten einen Rausschmiss für falsch. Parteichef Gabriel gerät dadurch unter Druck.

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Eva B 13.09.2010, 08:35
1. ...

Zitat von sysop
An diesem Montag will die SPD-Spitze das Ausschlussverfahren gegen Thilo Sarrazin einleiten - doch der Unmut bei den Genossen wächst: Führende Sozialdemokraten halten einen Rausschmiss für falsch. Parteichef Gabriel gerät dadurch unter Druck.
Zitat aus dem Artikel:
Der wegen seiner Thesen über Zuwanderer und Vererbung ins Kreuzfeuer der Kritik geratene Sarrazin sei ein schamloser Selbstvermarkter, sagte SPD-Vorstandmitglied Martin Schulz der "Bild"-Zeitung.

Obwohl ich Gabriels Standpunkt sehr gut nachvollziehen kann, trifft Herr Schulz damit den Nagel auf den Kopf.
Sarrazin geht es ausschließlich um den Profit, also sollte man ihm den Gefallen eines Parteiausschlussverfahrens nicht tun - je länger sich das Thema in den Medien hält, desto mehr freut das Sarrazin.

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harrybr 13.09.2010, 08:36
2. na

Zitat von sysop
- doch der Unmut bei den Genossen wächst: Führende Sozialdemokraten halten einen Rausschmiss für falsch. Parteichef Gabriel gerät dadurch unter Druck.
hoffentlich bekommt er druck; zeit genug das Buch zu lesen hatte er nun ja.

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Thraex 13.09.2010, 08:37
3. Auch hier ....

... poste ich noch mal meine Meinung über die Medien und Politik Propaganda die gegen Sarrazin läuft.

Wie befürchtet hat die Medien Propaganda gegen Sarrazin perfekt funktioniert. Würde man heute eine Umfrage machen, wären wahrscheinlich "nur" noch 60-70% für Sarrazin, Tendenz fallend, leider.
Man hat es mit allen Mitteln und mit aller Macht versucht (fast die gesamte Medienlandschaft + Politik) - vergeblich, dem Michel kannste nur mit aus seiner Sicht ungerechtfertigten Abfindungen kommen, so wie jetzt eben mit den Tausend Euro mehr. Nun kippt die Stimmung endgültig.

Erstaunlicherweise hat ausschließlich der Spiegel bisher diese Summe genannt, alle anderen zitieren nur den Spiegel, selbst die Nachrichten im ZDF.
Der Spiegel ist wirklich Mächtig!
Zitate:
Unterdessen hat die Linkspartei Thilo Sarrazin aufgefordert, auf seine Extra-Pension zu verzichten, die er nach einem Bericht des SPIEGEL [...]

[...} nach Informationen des SPIEGEL auf Vermittlung des Bundespräsidialamts zustande gekommen.

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u_s 13.09.2010, 08:39
4. Rauswurf ist zwingend notwendig

Die SPD muß ihn rauswerfen und sich mit dem Thema (und vielen anderen unsozielen Beschlüssen der Vergangenheit) auseinandersetzen. Als Ergebnis steht dann vielleicht wieder eine wählbare SPD. Andernfalls wird sie von Asozialen wie Sarrazin vor den Karren gespannt.

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Optimisten 13.09.2010, 08:39
5. Ausschüsse sind Standard.

Zitat von sysop
An diesem Montag will die SPD-Spitze das Ausschlussverfahren gegen Thilo Sarrazin einleiten - doch der Unmut bei den Genossen wächst: Führende Sozialdemokraten halten einen Rausschmiss für falsch. Parteichef Gabriel gerät dadurch unter Druck.
Ausschussverfahren sind doch Standard bei der SPD bei nicht auf Linie der Führung denkenden Mitgliedern (siehe zuletzt den ehemaligen MP Clement). Wenn ich also SPD Mitglied bin, gehört das quasi dazu. Warum dann die Aufregung.
Der Verfassungsschutz sollte aber aktiv werden, und prüfen, ob die SPD wirklich noch eine demokratische Partei ist.
Wo es dann doch zum eigenen Nachteil werden könnte, verhalten sich Gabriel und Nahles rein opportunistisch: Denn seltsam, dass noch kein Verfahren gegen Helmut Schmidt läuft. Der denkt ja auch selbständig.

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hansmaus 13.09.2010, 08:52
6. *gähn*

ich habe mich gestern schon gewundert, kein Sarazin-Thema bei SPON kann ja gar nicht sein, es scheint das Thema zu sein um welches sich das Universum dreht

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Baikal 13.09.2010, 09:00
7. Nur werden sich dann..

Zitat von u_s
Die SPD muß ihn rauswerfen
.. die letzten, noch zum politischen Denken fähigen Wähler ebenfalls von der SPD verabschieden, werden erkennen, wie sehr eine Partei sich selbst belügt wenn sie allein auf p.c. setzt statt Probleme auch lösen zu wollen. Viel Spaß dabei.

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friedrich_eckard 13.09.2010, 09:00
8.

Das musste ja wohl kommen! Nun ist die Gesellschaft, die sich da zu Wort meldet, eine etwas gemischte. Die taktisch motivierten Überlegungen des Herrn Schulz sind ja vielleicht nachvollziehbar, aber trotzdem falsch: eine "mediale Aushungerung" Sarrazins wird nicht gelingen, alle verbalen Distanzierungen von Sarrains Positionen werden nichts fruchten, die SPD kann ihn eben nur durch den Hinauswurf loswerden. Aber der Rest... Herrn Geldverdiener, Aufsichtsrat und Vortragsreisenden Steinbrück sollte die SPD besser nahelegen, sich zunächst einmal zu entscheiden, ob er sein Bundestagsmandat niederlegen oder ausüben will, und sich bis dahin mit öffentlichen Äusserungen zurückzuhalten - es ist ja ein Stück aus dem Tollhaus, dass sein Name ernsthaft genannt wird, wenn es um die Kanzlerkandidartur der SPD geht. Das Politpetrefakt Dohnanyi, den "Herrn aus Hamburg" (Herbert Wehner, mit der gebotenen Geringschätzung), heute noch als führenden Sozialdemokraten zu bezeichnen, dürfte ein wenig gewagt sein, und dass der Mann sich immer dann zu Wort meldet, wenn es gilt, die SPD auf strammem Rechtskurs zu halten, daran hat man sich inzwischen auch gewöhnt. Und Herr Struck vervollständigt dann noch die Reihe jener, die den Ruf der SPD nahezu irreparabel beschädigt haben, die aber, statt schweigend ihren gutdotierten Ruhestand zu geniessen, sich immer noch mit "guten Ratschlägen" hervorwagen.

Herr Gabriel, meinem Herzen keineswegs besonders teuer, hat in dieser Sache bisher eine Standfestigkeit gezeigt, die ich ihm nicht unbedingt zugetraut hätte. Er wird sich hoffentlich nicht irremachen lassen.

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mischamai 13.09.2010, 09:00
9. Bla Bla

Zitat von u_s
Die SPD muß ihn rauswerfen und sich mit dem Thema (und vielen anderen unsozielen Beschlüssen der Vergangenheit) auseinandersetzen. Als Ergebnis steht dann vielleicht wieder eine wählbare SPD. Andernfalls wird sie von Asozialen wie Sarrazin vor den Karren gespannt.
..populistisches Geplänker,gerade solche Menschen sind die ersten die von Sarrazin lernen könnten..

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