Forum: Politik
Partei gegen Provokateur: Zweifel in SPD an Sarrazin-Ausschluss wachsen

An diesem Montag will die SPD-Spitze das Ausschlussverfahren gegen Thilo Sarrazin einleiten - doch der Unmut bei den Genossen wächst: Führende Sozialdemokraten halten einen Rausschmiss für falsch. Parteichef Gabriel gerät dadurch unter Druck.

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tunnelblick 13.09.2010, 11:29
90. ...

Zitat von Cassandra105
Und die Wähler gegen alle zur NPD, die einzige Partei, die Sarrazin zujubelt und recht gibt. Muss daher die neue Volkspartei sein. So richtig amüsant ist ja, dass Sarrazin.....
Genau. Wer nämlich von "braun" rechts bekommt, ist nämlich selber einer. Aha. Vielen Dank für den Einblick in die Welt ihrer Gedankenschlüsse.

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leerzeichen 13.09.2010, 11:30
91. Welche meint man ?

Zitat von oberallgaeuer
Es geht darum, dass Herr Sarrazin so krude Abstammungstheorien vertritt, die in einer demokratischen Partie nichts zu suchen haben. Er beruft sich dabei zum Teil auf Wissenschaftler, auf die sich schon die Nazis berufen haben.
Beruft er sich nicht auf Elsbeth Stern, Heiner Rindermann und Detlef Rost ?
Was ist denn an denen zu beanstanden ?

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Parzival v. d. Dräuen 13.09.2010, 11:30
92. Rentenhausen der Politik.

Zitat von Silverhair
... Sarrazin vertritt den Rassen und Herrenwahn mit seinen scheinwissenschaftlichen Thesen - das Modell des "nur wertes Leben" ist ihm wichtig .. Ein Fataler weg auf solche Braunen Gedanken aufzuspringen - da sollte dann doch lieber die SPD auf solche Mitglieder gleich verzichten!
Treten Sie doch aus! Die SPD mag ein Traditionsverein sein, aber die Frage ist doch, ob nicht die Politik auf die Garde der ewig Gestrigen verzichten kann. Wessen Denken in der Fixierung auf die Automatismen von "Herren- und Rassenmensch", also in den 60er Jahren stehen geblieben ist, hat das Haltbarkeitsdatum überschritten. Wer kann denn noch hören, wenn auf der Ebene eines: "Alles Nazis, außer Mutti." nicht mal mehr argumentiert wird, stattdessen aber Partei-Ausschluss, Maulkorb, Diffamierung und Unsachlichkeit einziges Mittel sind. Prüft man die Beteiligung der SPD am Medienkomplex, liegt nicht weniger die Vermutung nahe, dass sich die SPD die Wirklichkeit so schreiben lässt, wie sie dem Alteisen politischer Orientierung in den Kram passt. Und es geht im Wehner'schen Sinne anscheinend um Meinungsfreiheit. Es steht den anderen wohl frei, ohne Meinung zu sein.

Nehmen Sie es realistisch. Die SPD hat sich nicht nur in der Causa Sarrazin schwer beschädigt. Dort aber bietet sich die Möglichkeit noch das restliche Porzellan zu zerschlagen, in dem Versuch, die "letzten Aufrechten" auf Linie zu zwingen. Und die können sich nach den nächsten Wahlen dann kollektiv bei Die Linke die neue, alte Heimat suchen. Mauersteine und Zement gibt es da palettenweise zum Übertritt.

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Christian Wernecke 13.09.2010, 11:32
93. Erst ausgrenzen, dann diskutieren?

SPD-Präsidiumsmitglied Martin Schulz fasst die Wut über die möglicherweise bevorstehende Einstellung des Ausschlussverfahren gegen Sarrazin zusammen, wenn er sagt: „Ein Parteiverfahren gegen ihn ist leider genau das, was sich dieser schamlose Selbstvermarkter wünscht. Wir sollten uns mit den Themen Sarrazins befassen und nicht so sehr mit der Person.“

Zugleich wird der widersprüchliche Umgang der SPD-Führung gegen den Querdenker deutlich: Erst wird der Mann beleidigt und ausgegrenzt, dann nimmt man sich dessen Themen, welche man selbst so sträflich vernachlässigt hat, an. Souveräne Führung sieht anders aus.

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thomasb1312 13.09.2010, 11:35
94. Verständnisproblem

Zitat von Silverhair
Der Nutzen der Gesellschaft ist doch schon kassiert worden - die Einwanderer haben ja gearbeitet .. Nur das man die langfristige Ausbeutung nicht perfekt umgesetz hat - das scheint Sarrazins Problem zu sein!
Sie haben überhaupt nichts verstanden. Es geht nicht um die Einwanderer an sich, sondern um denjenigen Teil der jegliche Integrationsangebote ausschlägt und nur einwandert, um uns Steuerzahlern auf der Tasche zu liegen. Das ist ein Problem, was gelöst werden muss. Andere Einwanderergruppen werden von Sarazzin ausdrücklich für Ihre Integration gelobt. Paßt halt nur nicht in ihr schwarz-weiß-Denken.

Zitat von Silverhair
Seit 50 Jahren schiebt man Ausbildung der Deutschen auf die Lange Bank, keine Fremdsprachen, keine intl. Erfahrung .. uneinsetzbar in einer globalen Welt .. und die Regierungen schaffen zwar ein gigantischen Geldmonster, aber auch Sarrazin verschweigt dabei das dieses Ganze Gebilde auf weniger als Treibsand gebaut ist!
Dieser Unfug disqualifiziert Sie eigentlich als Gesprächspartner vollkommen.

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Hank_Chinaski 13.09.2010, 11:35
95.

Zitat von quadraginti
Jetzt ha'm wir uns solche Mühe gegeben, den Sar. als Nattzieh zu brandmarken. Ob der Sar. Nattzieh ist oder nicht spielt gar keine Rolle. Wir wollen den Erfolg sehen. Also raus aus der SPD. Und künftig läuft's genau so: . Dann herrscht Ruhe, wir sind wieder unter uns. Das einzige woran wird dann noch zu xdenklebn haben ist: Unsere .

Genau das ist eins der Probleme hier in D. Man ist nicht immer gleich ein Nazi weil man sich rassistisch äußert. Aber besser machts das auch nicht. Nur wird dann immer gleich die Nazikeule geschwungen und das geht am Ziel vorbei.

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Alex_bonn 13.09.2010, 11:36
96. Wertschätzung und Wertvorstellungen

Zitat von rkinfo
Daher liegt Gabriel richtig den nichtsnutzigen Provokateuer raus zu werfen.
...auch wenn Ihnen es schwerfallen sollte das nachzuvollziehen: Sarrazin hat in seinem Arbeitsleben hervorragende Arbeit geleistet und viel bewegt. Zwar erst spät in der ersten Reihe als Senator, davor aber bereits in den Ministerien. Es muss auch Leute geben, die "im Sitzen" arbeiten; sie sind ebenso wichtig, wie die Leute der Basisarbeit. Vergessen sie das nicht!

Zitat von rkinfo
Daher liegt Gabriel richtig den nichtsnutzigen Provokateuer raus zu werfen. Möge er mit seiner 10.000€/ Monat Pension im Heime vermodern und früh den Prof. Alzheimer treffen.
Wer dieses Schicksal einem anderen Menschen wünscht, sollte seine Wertvorstellungen überprüfen. Jede Partei muss sich für ein solches Mitglied schämen, egal wie viel Arbeit in "Wind & Wetter" es hinter sich hat.

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Matthias Muschiol 13.09.2010, 11:37
97. Schrecklich, schrecklich ...

Zitat von oberallgaeuer
(...) Der gleiche Mensch, der erst dann zurücktrat als man ihm zusätzlich EUR 1.000 pro Monat zu seiner Pension angeboten hat. Davon könnten nach seiner Rechnung alleine 6 Hartz IV Empfänger leben.
Die Pensionsregelungen im Politik- und sonstigen Staatsdienst finde ich ja auch durchaus diskussionsbedürftig - aber: gleiches Recht für alle, würde ich sagen.
Sarrazin hat mehrere Jahre für die Bundesbank gearbeitet und deshalb schlicht Anspruch auf die entsprechende Pensionszahlung. Doch wenn solche Versorgungsfragen Sie so interessieren, gefällt Ihnen bestimmt auch das folgende Beispiel:

http://www.focus.de/politik/deutschl...id_177911.html
Und jetzt rechnen Sie als konsequenter Mensch bestimmt aus, wie viele Hartz-IV-Empfänger nach Ihrer Formel von diesem schönen Altersanspruch leben könnten (mal ganz abgesehen von den Umständen des Ausscheidens aus dem Dienst).

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Cassandra105 13.09.2010, 11:38
98.

Zitat von specchio
Es ist ein Kreuz mit der Meinungsfreiheit.
Nichts am Fall Sarrazin hat etwas mit Meinungsfreiheit zu tun, die hat er nämlich mehr als die meisten Deutschen. Kein normaler Bürger hätte die Chance der Meinungsverbreitung erhalten und hätte nicht nur sofort den Job verloren, sondern auch eine Anzeige wegen Beleidigung oder sogar Volksverhetzung am Hacken.

Der Letzte, der sich über die Meinungsfreiheit beschweren sollte, ist Sarrazin und seine Jünger, er strapaziert diese nämlich seit Jahren sogar über das legale Maß hinaus, was er nur dank seiner Position konnte.

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Grosskotz 13.09.2010, 11:39
99. Ich bezweifle die Richtigkeit der Aussagen von Frau Stern

Zitat von b.b.baxter
Dazu mal eine Pressesmeldung: "Verdummungs"-Hypothese: Intelligenzforscherin widerspricht Sarrazin Hamburg (ots) - "Mit seinem mehrfach wiederholten Satz 'Intelligenz ist zu 50 bis 80 Prozent erblich' zeigt Thilo Sarrazin, dass er Grundlegendes über Erblichkeit und Intelligenz nicht ......
Wer garantiert, daß Frau Stern nicht auch unter Druck steht und Thesen verkündet, die politisch geboten erscheinen?
Außerdem: Die Geschichte der Wissenschaft ist voll von Irrtümern. Das hat die Wissenschaftskritik ergeben. Selektion der Themen, sowie Beobachtungen und Schlußfolgerungen - alles Ergenissise subjektiver Wahrnehmungen. Es ist nun mal leider so, daß die Menschen immer das glauben, was sie gerne möchten.

Jeder Anhänger der Nichtvererbungsthese soll sich die Frage stellen, mit welcher Frau er lieber Kinder zeugen möchte, wenn die auch mal intelligent sein sollen: soll es eine fünfsprachige Jüdin aus Tel Aviv sein, eine Tochter eines indischen Mathemaikprofessors oder eine analphabetische Bauerntochter aus einer anatolischen Hochebene.

Wenn er sich für letztere entscheiden sollte, dann nehme ich ihm seine Überzeugung ab, daß Intelligenz nicht vererblich sein soll

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