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Parteichefs vor neuer Regierung: "Der Wohlstand muss bei allen ankommen"
DPA

171 Tage sind seit der Bundestagswahl vergangen. Jetzt steht der Koalitionsvertrag von Union und SPD vor der Unterschrift. Die Parteichefs nennen die wichtigsten Ziele - und sprechen von "sehr viel Arbeit".

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remcap 12.03.2018, 15:19
120. Wohlstand? Gerne...nur wann und wie?

Ich gebe die Hoffnung auf. Die letzten 12 Jahre hätte was passieren können. Nun sind die Bedingungen noch viel schwerer geworden und nicht nur in Deutschland. Das sind alles keine gute Voraussetzungen für Wohlstand und Veränderungen. Wenn in den nächsten 3,5 Jahren nix passiert, soll wenigsten die Illusion des Wohlstands durch die Medien und Bundesregierung aufrecht erhalten bleiben.

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haarer.15 12.03.2018, 15:20
121.

Zitat von MartinH
dann verraten Sie mir einmal, wer die 50 Milliarden bezahlt....vielleicht Frau Merkel aus der Portokasse? Das Geld fehlt im Bundeshaushalt jetzt, so einfach ist das.
Man sollte nie eine Gruppe gegen die andere ausspielen. Das bringt gar nichts, Nullkommanull. Die Flüchtlingspolitik in Deutschland war nun einmal Chefsache der Kanzlerin und sie soll auch dafür geradestehen. Ihr Vorredner hat aber weitgehend recht, sorry ...

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mirage122 12.03.2018, 15:20
122. Irre ich da?

Sagte unsere Dauer-Bundeskanzlerin nicht schon vor Jahren, dass der Wohlstand bei allen bereits angekommen ist? Oder ist er unterwegs irgendwo verloren gegangen? Diese Frau ist nach wie vor nicht tragbar und ich würde mir wünschen, dass bei der Wahl eine Sahra Wagenknecht als Gegenkandidatin antritt. Das wäre doch hoch-interessant und spannend!

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002614 12.03.2018, 15:22
123. Auch nicht andersrum

Zitat von mostly_harmless
Andersrum wird ein Schuh draus: Was macht eigentlich der Architekt ohne Maurer? Oder anders gesagt : SIE machen es sich einfach.
Es sollte sich vielmehr die Erkenntnis durchsetzen, dass wir alle, die Architekten und die Maurer, (was man übrigens auf alle Gebiete ausdehnen kann,) einander brauchen. (!)

Mann/Frau, oben/unten, links/rechts - alles wäre nichts ohne den Gegenpol.

Und deshalb brauchen die Arbeiter die Arbeitgeber, die Arbeitgeber mehr Kapital, um wieder mehr Arbeitern in Arbeit und Brot zu bringen -
usw.

Dass es Auswüchse nach oben uns unten gibt, besonders seit Europa und praktisch die ganze Welt ohne Grenzen ist, stimmt zwar. - Aber das macht dennoch diese Regel nicht unwahr.

Ich habe mich schon oft gefragt, warum wir der Verkäuferin an der Kasse oder der Pflegerin, dem Feuerwehrmann, dem Busfahrer usw. nicht viel mehr Achtung und Dankbarkeit entgegen bringen - zusätzlich zu dem Gehalt, das sie bekommen. Sie sind es, die unsere Gesellschaft täglich am Laufen halten.... -

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Fernspäher 12.03.2018, 15:27
124. Habe ich etwas verpasst?

Nennt wirklich keiner als wichtiges Ziel die Steuerschlupflöcher für die Global Player zu stopfen? Es kann doch wohl nicht sein, dass gerade die Unternehmen die hier besonders viel Gewinn machen (absolut und bezogen auf die Nettoumsatzrendite), besonders wenig Steuern bezahlen.

Nennt wirklich keiner als wichtiges Ziel, dass wieder mehr High-Tech-Produkte in Deutschland hergesetllt werden?

Nennt wirklich keiner als wichtiges Ziel, dass die deutschen Bürgschaften für andere Staaten abgebaut werden und die EU-Finanzen saniert werden? Wenn Italien Pleite geht, dann wird es auch für Deutschland eng.

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jjcamera 12.03.2018, 15:29
125. Meckern

Zitat von heinrichhaine
Dass eine Partei, in diesem Falle die CSU, die bundesweit nur 6,2% der Stimmen auf sich vereint, 20% der Minister stellen darf, ist für mich schon befemdent genug - wenn sich dann aber auch noch einer dieser diese Minderheitsvertreter so in den Vordergrund spielt wie der Herr Seehofer das gerne tut, dann wird es richtig komisch. Eine solche Randgruppenpartei wie die CSU sollte maximal einen Minister, eine Ministerin stellen dürfen.
Na und? Der Mann vertritt immerhin die Interessen seiner Wähler mit aller Kraft. Das kann man von Herrn Maas (hat den überhaupt einer gewählt?) oder der Berliner Bezirksbürgermeisterin Giffey nicht unbedingt sagen kann.
Lassen Sie doch wenigstens die Leute mal regieren, bevor Sie über alles meckern. Es könnte ja sein, dass diese Regierung gar nicht so schlecht ist, weil sie ein extrem breites politisches Spektrum abbildet.

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hotgorn 12.03.2018, 15:30
126.

Zitat von gluonball
Natürlich ist das so. Sie verstehen scheinbar weder eine Bilanz noch einen Etat: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/jamaika-knappes-budget-fuer-koalition-a-1173849.html Für Vorhaben hatten sie also ca.30 Millarden. Ohne die Flüchtlinge hätte man vermutlich ca. 100 Milliarden gehabt. Das hätte man natürlich ......
1. Wäre das für die Mehreinnahmen für die Schwarze Null drauf gegangen und 2. kommen große Kriegseinsätze zur Dauerhaften Stabilisierung von Krisengebieten wohl teurer als die Aufnahme von Flüchtlingen.

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cabeza_cuadrada 12.03.2018, 15:32
127. nun

Zitat von christian-h
1) Nein. Denn letztlich wird jeder gebraucht um ein entsprechendes Produkt zu erzeugen. Sie können weder ohne Maurer noch ohne Architekt auskommen. Im ersten Fall hätten Sie zwar schöne Baupläne aber niemanden der diese umsetzt und im anderen Fall eine Umsetzung, aber ob das so alles hält wäre.....
die Diskussion wird mehr und mehr unlogisch und ideologisch. Fakt ist, in meinem Beruf konnte ich nach Studium ein wesentlich höheres Gehalt aushandeln als ich es vorher gekonnt hätte. Womit wir wieder bei Angebot und Nachfrage wären. Und im IT Bereich stelle ich auch kein Produkt her womit sie rum fahren oder in dem sie wohnen könnten. nur weil ich mich in meinem Job nicht einsaue heißt es ja nicht dass ich mein Geld nicht wert bin.

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Emderfriese 12.03.2018, 15:34
128. Trinkgewohnheiten

Zitat von jollen
Ein Wirt verkauft das Bier an seine Kunden abhängig vom Einkommen. So müssen die 4 ärmsten nichts bezahlen. 3 aus dem Niedriglohnbereich zahlen 2 Euro pro Bier 3 aus dem Mittellohnbereich zahlen 3 Euro pro Bier 2 aus dem Hochlohnbereich zahlen 7,5 Euro pro Bier Und alle sind zufrieden mit dieser Abmachung. Die Rechnung liegt bei 30 Euro. Dann kann der Wirt eine Preissenkung vornehmen. Anstatt 30 Euro müssen nur noch 24 Euro bezahlt werden. Der Wirt rechnet also: Die 4 ärmsten müssen immer noch nichts bezahlen. 3 aus dem Niedriglohnbereich zahlen 1,6 Euro pro Bier 3 aus dem Mittellohnbereich zahlen 2,4 Euro pro Bier 2 aus dem Hochlohnbereich zahlen 6 Euro pro Bier Die 3 aus dem Niedriglohnbereich werden wütend. Umverteilung von unten nach oben. Die oben werden stärker entlastet als wir. Richtig, sagen die 4 armen, wir bekommen gar nichts.... Irgendwann wird es den beiden aus dem Hochlohnbereich zu viel. Sie beschließen, sich ab Morgen eine andere Bar zu suchen. Am nächsten Tag treffen sich wieder die 4 ärmsten, 3 aus dem Niedriglohnbereich und 3 aus dem Mittellohnbereich. Als der Wirt die Rechnung bringt fehlt Geld. Die 4 ärmsten sagen, wir haben nichts. Die 3 aus dem Niedriglohnbereich sagen, mehr als 2 Euro können wir nicht bezahlen. Und die 3 aus dem Mittellohnbereich sagen, mehr als 3 Euro haben wir auch nicht. Und der Wirt fragt: Wer bezahlt den Rest?
"...Irgendwann wird es den beiden aus dem Hochlohnbereich zu viel.
Sie beschließen, sich ab Morgen eine andere Bar zu suchen. ..."

Glauben Sie ernsthaft, Manager sitzen mit Hartzern und Mindestlöhnern an einem Tisch? Und zahlen nur lächerliche 6 Euro für ein Bier? ´"Nee!" sagen die, "ich setzt mich doch nicht mit Hungerleidern an einen Tisch und sauf das Proletenzeugs!" Schnippt mit dem Finger und das Barmädchen kommt eilends mit dem Schampus... dieweil der Wirt ums Eck die ohne Kohle gleich rausgeschmissen hat.

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jjcamera 12.03.2018, 15:34
129.

Zitat von remcap
Ich gebe die Hoffnung auf. Die letzten 12 Jahre hätte was passieren können. Nun sind die Bedingungen noch viel schwerer geworden und nicht nur in Deutschland. Das sind alles keine gute Voraussetzungen für Wohlstand und Veränderungen. Wenn in den nächsten 3,5 Jahren nix passiert, soll wenigsten die Illusion des Wohlstands durch die Medien und Bundesregierung aufrecht erhalten bleiben.
...und das sagen Sie in einem Land, das nach den Skandinavischen Ländern den höchsten allgemeinen Wohlstand in der gesamten Welt erreicht hat?
Gerade die letzten 12 Jahre haben erheblich dazu beigetragen.
Oder leben Sie in Albanien und haben da 'was verpasst?

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