Forum: Politik
Parteien nach der Europawahl: Deutsche Teilung
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Es grünt so grün: Die Ökopartei löst die SPD als Hauptkonkurrent der Union ab. Doch die beiden sind sich ähnlicher, als es dem politischen Wettstreit guttut.

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mccartney11 27.05.2019, 00:54
1. so laeuft der Hase...

Unter Kramp-Karrenbauer wird sich die CDU den Gruenen zuwenden, die Groko ist faktisch tot.
Die SPD wird weiter von Klima und Umverteilung reden, aber nichts konkretes bieten und die Partei ist mittelfristig am Ende.
Dann aber werden die schlauen Gruenen die Union Stueck fuer Stuck ueber den Tisch ziehen und das wird der wirkliche Bruch im Parteiengefuege des Landes.
Endresultat : Beide Alt - Volksparteien sind dahin !

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Flauschie 27.05.2019, 01:01
2. Polarisierung ist irrelevant

Relvant waere vielmehr, wenn sich die Politik weniger mit Klientelpolitik beschaeftigen wuerde als vielmehr endlich mal damit zu beginnen, wissenschaftliche Relalitaeten umzusetzen. Und das bezieht sich nicht nur auf den Klimawandel sondern auch auf Sozial- und Wirtschaftswissenschaft. Die Politik des Bauchgefuehls muss endlich aufhoeren. Lagerkaempfe sind nicht dabei hilfreich das Richtige zu tun - und das Richtige ergibt sich aus der Analyse von Datenmaterial.

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spiegelneuronen 27.05.2019, 01:47
3. Allesamt West-Import die AfD-Protagonisten im Osten

Im Osten wurde die CDU in den Jahren der Wiedervereinigung mit Wirtschaftskompetenz gleichgesetzt. Dazu wurde 1990 ein Bündnis namens DVU geschmiedet.
Anschließend wurde der Osten mittels Treuhand deindustrialisiert. Die Arbeitslosenstatistik ist nicht aussagefähig und taugt nicht zur vollmundigen Wohlstandsverkündung. Die Berechnungsbasis wurde seitdem ca. 20-mal verändert. Gerhard Schröder schuf einen Niedriglohnsektor im Namen der SPD und auch der Grünen. Der CDU war es nur Recht.

Während sich CDU und Grüne im Westen aus Zufriedenen speisen, wird im Osten Protest in Form der AfD gewählt und sich gegen vollmundige Politik-PR gestellt.
Daraus speist sich im Osten die AfD, deren Ost-Protagonisten allesamt aussätzige West-Krakeeler sind, ob Kalbitz, Höcke, Gauland (ex Brandenburger AfD) u.s.w.

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engelchen5711 27.05.2019, 01:51
4. Für die SPD ist es die letzte Warnung und das ist auch gut so

Was hat sie um den eigenen Machterhaltungswillen in der GroKo für den Bürger nicht alles versiebt. Da ging es nicht nur um Klimaschutz. Auch bei den Miethaien hat sie sich zurückgehalten. In den Großstädten gentrifizieren die Miethaie wie Deutsche Wohnen & Co. inzwischen immer mehr Menschen. Mietpreisbremse, Mietendeckelung und als letzte Konsequenz die legale Vergesellschaftung nach Art. 15 GG, alles hat die mitregierende SPD bisher versaut oder gar nicht erst angepackt. Es wird Zeit diese Patei, die sich sozialdemokratisch schimpft, endlich aus dem Spielfeld zu schießen. Dieses selbstbeweihräuchernde Geschwafel nach der Europawahl von Nahles gab dann dieser Partei noch den Rest. Auf die Sozis kann man heutzutage wirklich gut und gerne verzichten. Die Grünen haben zukünftig die große Chance sich zu beweisen. Hoffentlich tun sie das. Viele Wähler haben große Erwartungen in sie gesteckt. Vermasselt es nicht.

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paraibu 27.05.2019, 02:05
5. Umweltschutz = links?

Millionen Wähler hat die CDU an die Grünen verloren, weil es für Menschen, die
eine andere Klimapolitik wollen, in Deutschland momntan keine andere Option gibt. Dabei sind die Grünen eigentlich mehr Rot als Grün, und haben das Thema selber über Jahrzehnte verschlafen. Wenn die CDU sich endlich dazu durchringen würde, das Thema konsequent anzugehen, könnte sie Wähler zurückgewinnen.

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gunnarqr 27.05.2019, 02:06
6. Soweit, so gut

Die Einschätzung zu den Grünen finde ich etwas gewagt. Sollten die Grünen sich für Jamaika oder gar Grün/ Schwarz entscheiden im Bund und den Ländern, werden sie recht schnell die jungen Wähler zwischen 18 und 30 wieder verlieren. Und genau diese haben den größten Stimmenzuwachs gebracht.
Allerdings ziehe ich (inzwischen fast 68) es ernsthaft in Erwägung, in der nächsten Bundestagswahl grün zu wählen. Ich habe schon die AL gewählt, dann die Grünen, aber nach Joschka Fischers Abgang waren sie für mich nicht mehr wählbar. Die neue Führungsspitze und Ausrichtung der Grünen könnte mich eventuell überzeugen, solange sie NICHT mit CDU/CSU koalieren.

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zeichenkette 27.05.2019, 02:10
7. Ist halt Demokratie

Niemand hat jemals gesagt, dass das einfach wäre. 51% der Wahlberechtigten in Europa haben ihre Stimme abgegeben und jetzt muss man weitersehen. Offensichtlich sind Umweltfragen für viele ein sehr wichtiges Thema und für andere ist Immigration (wenn man das den Rechten zuordnen will) ein wichtiges Thema. Damit muss Europa jetzt zurecht kommen und das Ergebnis zeigt genau das. Das ist doch gut, oder etwa nicht? Denn das sind garantiert die wichtigen Themen. Dass die soziale Frage zwischen diesen heißen Themen der Mehrheit scheinbar gar nicht so sehr wichtig ist, das könnte man aus dem recht schwachen Ergebnis der Linken überall schließen, bis hin zu den Sozialdemokraten, die ja schon nur mild links und sozial sind. Das allein würde mir so RICHTIG zu denken geben, denn das ist letztlich der glimmende Scheit unter den anderen Fragen. Aber wie auch immer, das war eine spannende Wahl und sie gibt Hoffnung darauf, dass es demokratisch weitergehen wird. Sowohl von der grünen als auch von der rechten Seite aus sollte man sich so oder so für jede Stimme bedanken, den nur so geht Demokratie: Man muss schon mitmachen und seine Stimme erheben, auch wenn sie nicht jedem passt. Nur so wird man gehört. Man kriegt vielleicht nicht alles, was man will, aber so ganz übergangen wird nur der, der gar nicht abstimmt. Von daher war das vor allem ein Sieg der Demokratie in Europa und das ist eine durchaus gute Sache.

Ich möchte mich deshalb hier bei allen linken, konservativen, progressiven, rechten, liberalen, grünen, alternativen, jungen, alten, männlichen, weiblichen und sonstigen Leuten bedanken, die mit abgestimmt haben. Wir kriegen das schon irgendwie hin, wenn wir alle konstruktiv mitmachen.

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tommit 27.05.2019, 02:29
8. Warum nur hab ich das Gefühl

dass in der Presse 3 Sekunden nach einer Wahl wie in den Parteien, sofort wieder ein Fass der Machtfrage aufgerissen wird.
Das nist genau der SToff der ausser die Mandatsträger wurklich jeden abschreckt... Es geht um globale Probleme und in D und sonswo wurd wieder Nabel betrachtet und warum man daran schuld ist dass man so erfolgreich doch sei.
Mit der Wahl ist noch garnichts erreicht. Es wurde gewählt und eine Menge hat sich wieder verleiten lassen zur ALternative der Resignation und prompt wird wieder die Frage gestellt die alles maximal abtörnt... Welches Gesicht bekommt jetzt welche Macht...

Es gibt keinen sbescheuerteren Reflex als diesen,.
Wo wird Greta Thunberg gerade auf der Promiparty rumgereicht?
Das KInd wird medial im Wettbewerb aufgerieben .. man schmückt sich mit ihr ...

DIese westliche Vermarktungsmaschinerie schiebt echt jeden auf die selben Schienen. Es ist unerträglich ..insbesodnere wenn man sich die Wahlbeteiligung an Europawahlen seit 1980 anschaut ...

Ich hoffe inständig dass die Grünen diese Wähler auch binden kann, wenn nicht wird es demnächst äusserst hässlich.

Denn der Umweltschutz wird Geld kosten,wobei gerade der Ertragsanteil der jungen Generationen steigt.

Bin mal gespannt wie es ist wenn man bis 105 Steuererklärungen machen darf knapp über dem Existenzminimum.

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baronejo 27.05.2019, 02:38
9. Wahlanalyse

Es gibt Wahlanalysen nach Alter, Geschlecht, Bildung etc. - aber warum nicht mal nach Haushaltseinkommen, Verdienst oder Einkommenssteuer. Alles Dinge, nach der ich unlängst von einem Marktforschungsinstitut gefragt wurde.

Es wäre doch interessant zu erfahren, wie sich die Wähler der Grünen und der AfD da so positionieren. Grüne Besserverdiener gegen rechte Hartzer? Oder Studenten/Kulturschaffende gegen den Mittelstand.

Ich wüsste schon gerne, wo sich die Wähler da verorten... ein richtiges Profil haben beide ja in der Hinsicht nicht

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