Forum: Politik
Parteien nach der Europawahl: Deutsche Teilung
imago/ Future Image

Es grünt so grün: Die Ökopartei löst die SPD als Hauptkonkurrent der Union ab. Doch die beiden sind sich ähnlicher, als es dem politischen Wettstreit guttut.

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mueller1 27.05.2019, 03:08
10. Die SPD wird als Steigbügelhalter benötigt

Zitat:
"Nicht versuchen, die Light-Version der Grünen zu geben, sondern im Sinne der Diversität den Wählern ein Angebot zu machen, die einst eben auch maßgeblich zu den Wahlerfolgen der SPD beitrugen: Jene Leute, die von ihrer Hände Arbeit leben und die durchaus ein - wenn auch nicht akademisch - geschultes Sensorium für Fragen der Gerechtigkeit haben. "

Dazu ist es zu spät. Die Partei der "Neuen Mitte" wird im Herbst in Sachsen und Brandenburg wieder als Steigbügelhalter gegen die AfD benötigt werden.
Sie wird sich ihrem Schicksal fügen - "erst das Land, dann die Partei" ist ein weitverbreitetes Schlagwort innerhlab der SPD. Sie wird bei frustrierten AfD-Wählern kaum punkten können - als Altpartei und "Arbeiterverräter" wird die SPD keine glaubwürdige Politik für "abgehängte, alte, weiße Männer" machen können - schließlich wurde in den vergangenen 20 Jahren Eigenveranwortung statt Solidarität gepredigt.

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Clara77 27.05.2019, 03:09
11.

CDU und Grüne sind sich eigentlich nicht ähnlich. Das einzige, was sie verbindet ist, dass sie von relativ ähnlichen Milieus, also eher den Bürgerlichen dominiert sind. Aber die CDU ist trotzdem eine Volkspartei, die behäbig und leicht autoritär ist - aber integrieren kann. Die Grünen können das nicht mehr, sondern ihre Konzepte sind auch abgesehen von Details nicht mehr konsensfähig. In Europa übrigens auch nicht.
Und einer grünen Dominanz fast automatisch dazu führen, dass die AfD durch die Decke geht.
Die SPD wird das auch im Leben nicht auffangen können. Das ist auch die zentrale Fehlkalkulation des Linkslagers. Es geht nicht um Geld, sondern um identitätsfragen und hätte vielleicht die CDU noch ausgleichen - nie aber die Grünen.
Im Ergebnis wird Deutschland vermutlich politisch immer schwerer berechenbar und eine zunehmend ernsthafte Spaltung reinkommen.

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DonMcM 27.05.2019, 04:22
12. rechts oder links, sonst nix

Man weiß ja - der Spiegel - war noch nie Grün. Deshalb schreibt er aus der angesäuerten, verhärmten Miene einer verlorenen Wahl....
1)Ewig gestrig....: bemüht er in diesem Kommentar noch immer das alte LINKS-RECHTS-SCHEMA, welches wohl für den Spiegel das allein glücklich machende "klare" Unterscheidungsmerkmal der Parteien, insbesondere von SPD - CDU ist. CDU rechts. SPD links? Wie bitte? Dieses Modell ist seit Oskar Lafontaines Austritt aus der SPD gescheitert und nicht mehr existent. Seit wie vielen Jahren ist das jetzt?..... Aber das bleibt wohl für immer in den Köpfen der Spiegel Kommentatoren. Jetzt wird immer noch getrauert, dass die Arbeiterschaft ab und zu heutzutage Grün - CDU- oder gar AFD wählt. Vielleicht fällt mal auf, dass die heutige Wahl eine ganz andere Gegnerschaft in der Politik wahr macht: Grün gegen Schwarz-Rot-FDP-AFD. Die der ewig Gestrigen, die das Soziale allein in der Wirtschaft verorten (SPD, Gewerkschaften) oder nirgends richtig (CDU) und die immer noch nicht begriffen haben, dass wir wenn wir so weiter wirtschaften, das Soziale völlig zerstören. Denn auf einem eines Tages für viele nicht mehr bewohnbaren Planeten wird es diesen Begriff nicht mehr geben. Da gilt dann nur noch das Recht des Stärkeren. Es gibt also eine echte Konkurrenz heute: Gegen die Umwelt oder dafür. Man kann von der für den Klimaschutz streikenden Jugend nur begeistert sein. Auch von dem Motto, redet nicht nur, tut endlich was. Und nicht irgendwann, sondern jetzt!!
2) Teilung Deutschlands: Sofort wieder das alte bewährte Modell der ewigen Teilung rauskramen. Katastrophe im Kommentar: WEST-OST Spaltung. Auch hier wird ideologisch geargwöhnt, das Problem läge beim RECHTS lastigen Osten..... und man spürt sofort auch hier sind die Spiegelantworten allein von dem so simplen Schema geprägt. So gibt es natürlich keine Antworten auf die wirklichen Probleme im Osten. Alles wird überlagert von der RECHTS Verortung des Ostens. Das ist der Kardinalfehler, erst uralte Schemata über alles legen und dann anfangen zu denken. Alle Versuche auf die Ebene sachlicher Argumentation zu kommen, scheitern an dieser gewollten ideologisch verbrämten 2-Teilung dieser Welt.

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DJ Bob 27.05.2019, 04:47
13. erstaunlicher Beitrag von SPON good work

Die Grünen versuchen seit Jahren ihren Image als Partei der "Besserverdienende" fast schon verzweifelt an die FDP abzugeben.
Ist schon erstaunlich das hier auf SPON zugegeben wird das die Wählerschaft der CDU sehr ähnlich wie der der Grünen sei. Und die Tatsache das der Absturz der SPD nicht nur mit dem Stillstand der Groko Jahren zu erklären sei sondern auch weil die SPD anstatt ihr Profil als Arbeiterpartei zu präsentieren sich als "Grün light" Partei versuchen.
Wenn ich Umweltschutz Themen als "Hauptargument" für mein Wahlverhalten wähle, dann wähle ich lieber das Orginal

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spiegelneuronen 27.05.2019, 05:05
14. Korr.

Sorry, das Bündnis das von der CDU zur DDR-Wahl 1990 geschmiedet wurde, war natürlich nicht die DVU sondern der Zusammenschluss von CDU, DSU und DA zur Allianz für Deutschland.

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Ontologix II 27.05.2019, 05:09
15. Auslaufmodelle CDU und SPD

Die CDU muss zur Kenntnis nehmen, dass ihr mittelalterliches Betschwestern-Image bei der jüngeren Generation nicht mehr ankommt. Die SPD hat den strategischen Fehler gemacht, über ein Jahrzehnt lang die Kapriolen der überforderten Kanzlerin Merkel mitgetragen und ihr eigenes Profil auf dem Altar der Machtbeteiligung geopfert zu haben.

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plainchampagne 27.05.2019, 05:23
16. Hoffnung

Wie vom Autor richtig erkannt, kommt ein großer Teil der AfD Wähler von CDU/CSU und SPD. Nicht von der NPD. Wenn CDU und CSU endlich aufhören würden bei Themen wie Immigration die SPD links überholen zu wollen, könnte ein großer Teil dieser Protestwähler zurückgewonnen werden. Und die an die Grünen verlorenen Besserverdiener werden spätestens dann zurückkommen, wenn sie realisieren, dass sie deren Steuerkonzept de facto enteignet, um irgendwelche utopischen Sozialprojekte zu finanzieren. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

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hwmueller 27.05.2019, 05:32
17. Im Kern ist der Grünenhype eine späte

Bestätigung der merkelschen Flüchtlingspolitik, die eben im Osten überhaupt nicht abgesagt ist.
Aber der Mehrheit der Deutschen stehen hinter "no border no nation".
Habeck übernehmen Sie!

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fördeanwohner 27.05.2019, 05:41
18. -

Wer mal genau hinschaut, der sollte bemerkt haben, dass die Grünen ihr soziales Profil in letzter Zeit geschärft haben. Und Frau Merkel ist eben nicht die Union. AKK und Habeck/Baebock sind sich nicht so ähnlich, wie Sie uns hier weismachen wollen.
Aber finden Sie ruhig immer wieder dasselbe Haar in der Suppe, Sie als Medienvertreter dürfen nicht zu positiv an etwas herangehen.

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112211 27.05.2019, 05:51
19. 15 %

Dass die AfD hauptsächlich in den ehemaligen DDR Gebieten punktet, ist klar. Dabei sollte man mal die Kirche im Dorf lassen: insgesamt wohnen dort -wohlwollend gerechnet- 15 % der Bevölkerung. Tendenz: weiter sinkend, und zwar deutlich, abgesehen von wenigen Städten.

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