Forum: Politik
Parteikongress in Peking eröffnet: Xi sieht China vor "ernsten Herausforderungen"
REUTERS

Chinas Präsident hat den Kongress seiner Kommunistischen Partei eröffnet: Die Welt sehe sich "tiefgreifenden Veränderungen" ausgesetzt, sagte Xi. "Alle Genossen müssen höchst wachsam gegenüber den Gefahren sein."

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grommeck 18.10.2017, 08:36
10. Apparatschiks des Kapitalismus, Diktatoren die das Land ausbeuten!

Mehr ist China nicht. Dort ist nichts positives zu sehen, überhaupt nichts. Es stopft sich eine Minderheit die Taschen voll, wie hier auch. Nur hier gibt es noch Menschenrechte, dort nicht.

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Norbert1981 18.10.2017, 08:36
11. ...

Zitat von jupp78
In vielen Belangen ist China heute kapitalistischer als wir es hierzulande sind. Mit Kommunismus/Sozialismus hat das alles nicht mehr viel zu tun. Und man muss auch nicht so tun, als ob alles super wäre in China. Weitere Bevölkerungsschichten leben, nach unseren Maßstäben, in bitterer Armut.
"Weitere Bevölkerungsschichten leben, nach unseren Maßstäben, in bitterer Armut."
Ich möchte nur fragen: Haben Sie Quelle dafür?

Vor einigen Wochen hat Allianz Gruppe den Weltvermögensbericht von diesem Jahr gerade veröffentlicht. Zitat aus diesem Bericht:
"Immer mehr Chinesen gelingt der Aufstieg in die Vermögensmittelschicht. Diese definiert sich durch ein Nettogeldvermögen (also abzüglich Schulden) von 7700 bis 45.900 Euro. Knapp mehr als eine Milliarde Menschen verfügen auf der Welt über ein Vermögen dieser Größenordnung, 560 Millionen davon sind Chinesen. Von den 550 Millionen Menschen auf der Welt mit einem Netto-Geldvermögen von mehr als 45.900 Euro, sind mittlerweile schon mehr als 100 Millionen Chinesen."

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/bankeinlagen-bleiben-der-deutschen-sparer-liebstes-kind-15220706.html

Irgendwie ist die Argumentation meiner persönlichen Meinung nach schief, wenn Sie selber keine Quellen dazu angeben können (oder bewußt falsch wiedergeben)

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Reinhold Schramm 18.10.2017, 08:52
12. Der Große Bruder der chinesischen Bourgeoisie!

Chinas Präsident hat den Kongress seiner Partei eröffnet: Die Welt sehe sich "tiefgreifenden Veränderungen" ausgesetzt, sagte Xi. "Alle Genossen müssen höchst wachsam gegenüber den Gefahren sein." (vgl. Spiegel-Online)

Kommentar

Genosse Hui hat sein Vermögen auf 36 Milliarden Euro vervierfacht. Hui Ka Yan, 59, Vorsitzender des Baukonzerns Guangzhou Evergrande, hat sein Vermögen dieses Jahr auf 43 Milliarden US-Dollar (36 Milliarden Euro) vervierfacht. Damit ist er laut dem am 12. Oktober veröffentlichten Hurun-Report, die reichste Person Chinas.

Laut einer Studie der Peking-Universität befindet sich derzeit ein Drittel des gesamten Vermögens des Landes im Besitz des reichsten Prozent der Haushalte, während die ärmsten 25 Prozent der Haushalte nur ein Prozent des Vermögens besitzen.

“Eure Ideen selbst sind Erzeugnisse der bürgerlichen Produktions- und Eigentumsverhältnisse, wie Euer Recht nur der zum Gesetz erhobene Wille Eurer Klasse ist. Ein Wille, dessen Inhalt bestimmt ist durch die materiellen Lebensbedingungen Eurer Klasse.

Die interessierte Vorstellung, Eure Produktionsverhältnisse und Eigentumsverhältnisse aus geschichtlichen ‹ und nur › vorübergehenden, einer bestimmten Entwicklungsstufe der Produktionskräfte entsprechenden Verhältnisse in ewige Natur- und Vernunftgesetze zu verwandeln, teilt Ihr mit allen untergegangen herrschenden Klassen!“ (Karl Marx)

[Aus: Entzifferung der einzigen erhaltenen Originalseite des Entwurfs zum „Manifest der Kommunistischen Partei“. Handschrift von Karl Marx.]

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Norbert1981 18.10.2017, 08:53
13. ...

Zitat von rosenrot367
Autoritärer Ein-Parteien-Staat, keine Rede- und Pressefreiheit, die Kommunistische Partei kontrolliert alles und jeden, katasrophale Umweltpolitik, bittere Armut auf dem Lande, Millionen Wanderarbeiter ohne die elemantarsten Rechte und, und, und.....Ja, ja, das chinesische Modell ist supertoll.....
In China gibt es nach der Statistik aktuell insgesamt ca.90 Millionen Parteimitglieder der kommunistischen Partei.

In China leben insgesamt momentan ca.1,35 Milliarden Menschen.
Denken Sie wirklich, die 90 Millionen Menschen sind wirkilch überhaupt in der Lage alles der übrigen 1,26 Milliarden Menschen zu kontrollieren?

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ththt 18.10.2017, 09:01
14. China ganz sicher nicht kapitalistisch

Unter jeden Artikel über China müssen einige Leute ja immer wieder betonen, dass China ja nur so erfolgreich ist weil es angeblich kapitalistisch wäre. An diese Leute: der Marxismus-Leninismus ist in China präsenter als ihr glaubt. Lieber vorher informieren, als rauszuposaunen dass ein sozialistischer Staat nicht erfolgreich sein kann.

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Norbert1981 18.10.2017, 09:02
15. ...

Zitat von grommeck
Mehr ist China nicht. Dort ist nichts positives zu sehen, überhaupt nichts
Woran machen sie das fest? Ganz klar, Niemand lobt China über alles.

Die Tatsache ist aber: China holt in beinahe allem Bereich mit atemberaubendem Tempo auf (in einigen Bereichen schon sogar weltweit führend).
Aber was interessieren schon Fakten wenn man einen neoliberale Brille trägt?

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jupp78 18.10.2017, 09:08
16.

Zitat von Norbert1981
Irgendwie ist die Argumentation meiner persönlichen Meinung nach schief, wenn Sie selber keine Quellen dazu angeben können (oder bewußt falsch wiedergeben)
Vorweg: Aus dem Vermögen einer Minderheit zu schließen, wie es um die Armut der Mehrheit steht, ist schwierig, bis hin zu unmöglich.

Und ja, es gibt durchaus eine, auch nicht ganz kleine Bevölkerungsschicht in China, der es durchaus gut geht.
Aber neben den 560 Millionen, müssen Sie eben auch mal fragen, was ist mit den restlichen rund 900 Millionen Chinesen?
Und da wird es schnell düster. Dem widerspricht übrigens auch ihre Quelle nicht, vor allem wenn man sich den Durchschnitt mit 7850€ ansieht, wird schnell klar, der Rest hat praktisch nichts.

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stefan7777 18.10.2017, 09:27
17. Wir müssen weg vom Ihr und Wir, weg von überholten Ideologien

Auch wenn es vielen nicht schmecken mag - Die Welt wird kleiner. Wir sind alle in der Ost-West Spannung der Ideologien aufgewachsen, aber die taugt nicht mehr. Warum schimpfen alle auf die Chinesen, die machen einen einigermaßen guten Job derzeit. Klar nach unserer Vorstellung von Freiheit ist es eine Meinungsdiktatur, aber auch das wird sich immer mehr legen, denn Chinas Machthaber, so befremdlich dies für uns hier im "Westen" ist, sind bereit das Land zu transformieren, an Gegebenheiten anzupassen. Bei uns sind von USA über das Verhältnis zu Russland bis Türkei, Edogan und Konsorten, die Zeichen eher schlecht.

Merkels Neudefinition unserer Demokratie sagt alles: Aus der Sozialen Marktwirtschaft vom konservativen Ludwig Erhard, wurde von Merkel die Marktkonforme Demokratie gemacht. Mit unserer neoliberalen, transatlantischen Geldelite und deren engen Bündnis mit der Politik sind wir gerade auch nicht die Ausgeburt des Sozialwesens, oder?

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Norbert1981 18.10.2017, 09:32
18. ...

Zitat von jupp78
Vorweg: Aus dem Vermögen einer Minderheit zu schließen, wie es um die Armut der Mehrheit steht, ist schwierig, bis hin zu unmöglich. Und ja, es gibt durchaus eine, auch nicht ganz kleine Bevölkerungsschicht in China, der es durchaus gut geht. Aber neben den 560 Millionen, müssen Sie eben auch mal fragen, was ist mit den restlichen rund 900 Millionen Chinesen? Und da wird es schnell düster. Dem widerspricht übrigens auch ihre Quelle nicht, vor allem wenn man sich den Durchschnitt mit 7850€ ansieht, wird schnell klar, der Rest hat praktisch nichts.
"was ist mit den restlichen rund 900 Millionen Chinesen?"

900 Millionen? Nein, es sind ca. 800 Millionen. In China leben momentan ca. 1,35 Milliarden Menschen

Zitat aus Weltvermögensbericht: "Von den 550 Millionen Menschen auf der Welt mit einem Netto-Geldvermögen von mehr als 45.900 Euro, sind mittlerweile schon mehr als 100 Millionen Chinesen."

Dann die übrigen 700 Milionen Chinesen, ich nenne Fakten und persönliche Erfahrung von mir als Beispiel:

1998 verdiente der durchschnittliche chinesische Industriearbeiter 728 Euro (Netto). Im Jahr. 2016 verdiente er 7604 Euro (Netto). Den Unterschied sollte man bemerken.

War vor 20 Jahren Armut wirklich an allen Ecken von China zu finden, so ist sie heute - zumindest in den wirtschaftlichen entwickelten Zonen - nicht mehr sichtbar. Müllstöbern habe ich in China in den letzten ca.10 Jahren nicht mehr gesehen. Ein relativer Wohlstand kommt also immer mehr bei vielen Menschen an.

Ps: ich bin seit Anfang 90er Jahren immer privat und beruflich in China gewesen, deswegen weiß ich genau, wovon ich rede.

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Analog 18.10.2017, 09:59
19. Die Frage ist doch,

Zitat von jupp78
In vielen Belangen ist China heute kapitalistischer als wir es hierzulande sind. Mit Kommunismus/Sozialismus hat das alles nicht mehr viel zu tun. Und man muss auch nicht so tun, als ob alles super wäre in China. Weitere Bevölkerungsschichten leben, nach unseren Maßstäben, in bitterer Armut.
würde es der Bevölkerung in einer Demokratie besser gehen? Dort gibt es einen Aufschwung, da träumen wir von. Bin da sehr gespalten in meiner Einschätzung, kann auch nicht glauben, dass freie Wahlen in diesem riesigen Land für sichere Verhältnisse sorgen würde.

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