Forum: Politik
Parteitag der Linken: Offener Streit nach Wagenknechts Rede
DPA

Der Zwist in der Führungsspitze der Linken ist auf dem Parteitag in Leipzig offen zutage getreten. Delegierte quittierten die Rede von Fraktionschefin Sahra Wagenknecht mit Buh-Rufen.

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hansfrans79 10.06.2018, 13:22
1. Zerfleischt sich?

Was soll diese ständig tendenziöse Berichterstattung, wenn es um die Linke geht?
Beim nächsten historischen Artikel über die SED wird sich dann lustig gemacht, weil alle das gleiche Lied gesungen hätten und die Abstimmungen 100 Prozent Einigkeit zeigten.
Gibt es offenen Diskurs und Streit, ist das auch wieder nicht richtig.

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jeby 10.06.2018, 13:33
2.

"Außerdem müsse es sichere und legale Fluchtwege sowie offene Grenzen für Schutzsuchende geben."

Ist das nicht zu eng gefasst? Die offenen Grenzen sollen doch für alle gelten:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/linken-chefin-katja-kipping-ich-wollte-kein-kuschelergebnis-a-1212135.html

SPIEGEL ONLINE: Also gelten offene Grenzen auch für Arbeitsmigranten?
Kipping: Ja klar. Sonst hätten wir ja hier nicht festgehalten, dass wir eine solidarische Einwanderungsgesellschaft wollen.

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citizen01 10.06.2018, 13:36
3. Die Delegierten mögen dem Programm zustimmen, die Wähler

der Linken werden eher Frau Wagenknecht zustimmen, die die für Linke schmerzhafte Differenzierung der Zuwanderer auf den Punkt bringt. Der Dreiklang vernebelt nur die absolut freie Zuwanderung in den Vorstellungen von Kipping und Co. Die Sozialausgaben für Wirtschaftsflüchtlinge fehlen anderswo, und da fällt jedem Linken ein, wem es stattdessen gegeben werden sollte.

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hildesheimer2 10.06.2018, 13:37
4. Konsens bei allen etablierten Parteien

Bei der Debatte wird stets vergessen, dass fast alle etablierten Parteien, mal abgesehen von der AfD, grundsätzlich für Hilfe und Aufnahme von politisch Verfolgten und Kriegsflüchtlingen sind. Nur der Begriff "offene Grenzen" wird nicht geteilt. Hier geht es darum ernsthaft die Berechtigung zu prüfen und Wege für die Aufhenthaltsbedingungen zu finden. Leider gilt für viele Migranten, dass Sie die Kriterien nicht erfüllen. Welches Klientel will die LINKE mit dem Begriff "offene Grenzen" ansprechen ?

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Frida_Gold 10.06.2018, 13:39
5.

Wagenknecht versucht, die LINKE auch für normale Arbeitnehmer wählbar zu halten, wird aber am radikalen Flügel scheitern. Kippinger und Co. haben nun einmal keinen Blick für die Probleme der Bevölkerung, sondern wollen eine Weltanschauung durchsetzen. Das wird der Partei einige Stimmen kosten und vermutlich liegt der einzige Weg wirklich in der Spaltung. Falls Wagenknecht und Lafontaine eine neue linke Partei mit sozialdemokratischen Elementen gründen, gäbe es vermutlich sogar Wähler - nichtradikale Linke und ehemalige SPDler...

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zipelius 10.06.2018, 13:50
6. Das Dilemma der Linken

Kapitalismus und Flüchtlingspolitik a la Merkel sind zwei Seiten derselben Medaille. Unbegrenzter Zuzug sorgt dafür, dass die Nachfrage nach Wohnraum und das Angebot von Arbeitskraft hoch bleiben. Ergo bleiben die Immobilienpreise hoch und die Löhne vergleichsweise niedrig. Die Kosten der staatlich finanzierten Zuwanderung tragen aufgrund des ungerechten Steuersystems hingegen mehrheitlich Mittelschicht und diejenigen, die auf die nun umkämpfteren sozialen Leistungen angewiesen sind. Ist das linke Politik? Wagenknecht hat das erkannt und versucht linke Politik zu retten - mit ungewissem Ausgang.

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Valis 10.06.2018, 13:52
7. Ohne Wagenknecht

Ohne Frau Wagenknecht wird diese Partei nicht mehr relevant sein.
Frau Wagenknecht Vorstöße gehen mit der Zeit. Während der extrem Linke Flügel weiter nach einer völlig unrealistischen Politik sehnt.

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angst+money 10.06.2018, 13:52
8.

Das übliche: den Leitantrag könnte man eigentlich unterschreiben wenn man nicht wüsste, dass er nur für wesentliche Waffenexporte gilt und nicht für russische.

Die Linke ist einfach zu moralisch: einmal hätte genügt statt doppelt.

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nachdenk71 10.06.2018, 13:53
9. Wagenknecht hat Recht

Es gibt einen erheblichen Dissens zwischen den Wählern der Linken sowie deren Repräsentanten. Während die Wähler der Linken angesichts der Probleme auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt sowie der immensen Kosten eine Massenmigration in ihrer großen Mehrheit ablehnen, halten die Funktionäre und Delegierten an ihren unhaltbaren Positionen fest. Leider ist es so, dass Frau Wagenknecht und ihre Position in dieser Partei nicht mehrheitsfähig ist.

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