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Parteitag der Linken: Offener Streit nach Wagenknechts Rede
DPA

Der Zwist in der Führungsspitze der Linken ist auf dem Parteitag in Leipzig offen zutage getreten. Delegierte quittierten die Rede von Fraktionschefin Sahra Wagenknecht mit Buh-Rufen.

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gluonball 10.06.2018, 14:14
10. Realität

Ich frage mich wie viele Menschen im kleinem Deutschland denn mal genug sind. Hier herrscht doch schon die größte Bevölkerungsdichte in Europa. 100 Millionen? Wenn da jemand glaubt, dass die Mieten nicht mitsteigen dann glaubt er wahrscheinlich auch an den Weihnachtsmann.
Von den restlichen Struckturen wie Ärzten, Schulen, Lehrern usw. braucht man da gar nicht erst anfangen.

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Leser Stefan 10.06.2018, 14:20
11. Und genau deswegen...

..bin ich in keiner Politischen Partei aktiv tätig, denn den Argumenten von Frau Wagenknecht ist nix zuzufügen! Frau Wagenknecht hat Recht damit, wenn sie sagt, dass den Flüchtlingen in ihrer Heimat besser geholfen ist, anstatt dass sich Flüchtlinge auf den Weg in ein sicheres Land zuzumuten, viel geld dabei verlieren, und völlig ungeschützt Kriminalität ausgesetzt zu sein. Wir können nicht alle Flüchtlinge auf nehmen, und so lange die Wahrnehmung vieler Bürger in Deutschland ist, das Flüchtlinge verantwortlich für die Armut in allen Formen in Deutschland ist, und somit mehr der AFD Wähler in die Hände spielt, muss gerade zu auch eine alternative zur Linken Wilkommenskultur geben, und diese ist halt das Flüchtlingsproblem in deren Heimat zu bekämpfen! Geld kostet beides, aber es würde die Angst vieler Menschen vor Überfremdung nehmen, und vor allem den rechten und neoliberalen krâften es soweit zu erschweren, Arm gegen Ärmer aus zu spielen, und gerade bei den rechten die Chancen zu nehmen, das Einwanderung unsere Identität nehmen würden...denn sozial kann eine AFD nicht, genau so wie eine Linke keinen Rassismus kann!

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Emderfriese 10.06.2018, 14:20
12. Einfluss

Zitat von angst+money
Das übliche: den Leitantrag könnte man eigentlich unterschreiben wenn man nicht wüsste, dass er nur für wesentliche Waffenexporte gilt und nicht für russische. Die Linke ist einfach zu moralisch: einmal hätte genügt statt doppelt.
Um wesentliche Waffenexporte geht es in jedem Fall - da Sie aber eigentlich "westliche" meinen, liegen sie doppelt falsch: Zum einen geht es um deutsche (!) Waffenexporte, und zum anderen hat weder die Linke noch die BRD überhaupt irgendeinen Einfluss auf das russische Exportwesen.

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jetzttexteich 10.06.2018, 14:22
13. Frau Wagenknecht

Frau Wagenknecht

vertritt in weiten Teilen die *alte* SPD. Eine SPD, welche auch heute noch wählbar wäre und mit Sicherheit auch wieder weit über 40% käme. Schade Frau Wagenknecht...! So bleibt halt nur noch die Protestwahl....egal welcher Parteil.... aber bestimmt nicht mehr die Wahl von Linken,SPD, CDU, FDP usw. Was die Arbeitsmigration betrifft, so sollte diese erst möglichsein wenn in der EU auch weitgehend wirtschaftlich, steuerlich und soziale Voraussetzungen gegeben wären.

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hei-nun 10.06.2018, 14:32
14. Na toll - Wagenknecht wird sich freuen !

Zitat von nachdenk71
Es gibt einen erheblichen Dissens zwischen den Wählern der Linken sowie deren Repräsentanten. Während die Wähler der Linken angesichts der Probleme auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt sowie der immensen Kosten eine Massenmigration in ihrer großen Mehrheit ablehnen, halten die Funktionäre und Delegierten an ihren unhaltbaren Positionen fest. Leider ist es so, dass Frau Wagenknecht und ihre Position in dieser Partei nicht mehrheitsfähig ist.
Was Sie sagen bedeutet: So wie Wagenknecht recht hat, ist sie exakt auf der Linie der AfD - selbst im Hinblick auf Russland. Wenn Wagenknechts Sicht die der Linken wäre, dann wäre die Linke überflüssig, denn dafür gibt es bereits die AfD. Die derzeitige "Kipping"-Position der Linken hat ein Alleinstellung-Merkmal und ist den Linken deshalb auch so wichtig.

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coron68 10.06.2018, 14:32
15. Die Flüchtlingsproblematik

...kommt allen Parteien zur rechten Zeit, muss man sich doch nicht mehr um die anderen, sehr wichtigen Themen im Inland kümmern. Uns Deutschen schein nur dieses Thema wichtig zu sein? Gibt es noch eine einzige Partei mit sozialem Interesse? Wagenknecht äußert zumindest ein solches und spricht Kinderarmut, Verteilungsungerechtigkeit und HartzIV-Wahnsinn, bei dem Krankgewordene ihr selberverdientes Hab und Gut verlieren, an. Damit würde ich sie wählen. Vielleicht würde sie wirklich etwas ändern, etwas für uns tun als Bürger, als wie unsere aktuelle Regierung weiterhin rein der Wirtschaft zu dienen.

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Emderfriese 10.06.2018, 14:36
16. Flucht

Deutschland ist ein reiches Land, die EU ist keine arme Union, es wäre von den Möglichkeiten her nicht jenseits der Vorstellungen, tatsächlich offene Grenzen für eine Zuwanderung zu haben. Solange aber der Reichtum ungerecht und völlig einseitig verteilt wird und eine wachsende Schicht der Deutschen bzw. der Europäer verarmt, ist es falsch, diese Armut noch mit ungeregelter Immigration zu vergrößern. Denn solange die Besitz- und Machtverhältnisse so sind, wie sie sich augenblicklich darstellen, wächst dann nur die Schicht der Armen. Die der Deutschen und der Neuankömmlinge. Das kann keiner wollen, denn die Konsequenzen könnten sehr schlimm sein. Diese Zusammenhänge klarzustellen muss die Aufgabe der Linken sein, und vor diesem Hintergrund ist eine geregelte Aufnahme auch von Wirtschaftsflüchtlingen denkbar. Darüber hinaus hat unser Grundgesetz eine eindeutige Stellung zu politischen Flüchtlingen.

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yvowald@freenet.de 10.06.2018, 14:39
17. SPD sollte endlich eine Kehrtwende machen

Es wäre gut, wenn DIE LINKE zu neuen Kompromissen finden könnte. Denn ein gegenseitiges Zerfleischen dürfte diese Partei am Ende wirklich zerfleischen.
Dabei ist ein linkes Korrektiv zur gegenwärtigen Mailstreampolitik der Anpassung an die Forderungen der Herrschenden Klasse sehr wichtig.
Die führenden Mitglieder der SPD können offenbar nicht erkennen, daß ein Weiter-so mit den Unionsparteien ins Nichts führt.
Die SPD müßte deshalb - gemeinsam mit der Partei DIE LINKE - ein Gegenmodell zur Politik der Klassenherrschaft formulieren, das allen Wählerinnen und Wähler klar macht, daß die jetzige Politik unser Gemeinwesen zerstört.
Eine weitere Finanzkrise deutet sich bereits an.
Wenn der europäische Finanzsektor erneut durch Steuermittel "gerettet" werden muß, könnte dies böse politische Folgen haben.
Die AfD lauert bereits auf "ihren Einsatz".
Um dies zu verhindern, sollte die SPD endlich eine Kehrtwende machen und "den Kapitalismus überwinden", so wie sie dies Jahrzehnte lang gefordert hat.

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Art. 5 10.06.2018, 14:41
18. Unfassbare Realitätsverweigerung

Wer erwartet hätte, in der offenen Debatte nach Wagenknechts Rede würde über die Argumente pro und kontra offene Grenzen für alle diskutiert, wird enttäuscht. Niemand stellt z. B. die Frage, wo die zig Millionen von dann zu erwartenden Zuwanderern überhaupt wohnen sollen, wenn doch schon heute 1 Million Wohnungen in Deutschland fehlen, obwohl so viel gebaut wird wie seit der Jahrtausendwende nicht mehr oder wer dann das von der LINKEN auch geforderte bedingungslose Grundeinkommen für den dann unendlichen Zustrom von neuen Bürgern aufbringen soll. Stattdessen wird davor gewarnt, das Thema öffentlich zu diskutieren, weil damit die AfD gestärkt würde. Dabei ist ja der eigene Parteibeschluss die Grenzen für alle zu öffnen und die Forderung grundsätzlich niemanden abzuschieben die beste Wahlkampfhilfe für die anderen Parteien. So viel Naivität und Realitätsverweigerung in dieser Partei ist unfassbar.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/immobilien-in-deutschland-fehlen-eine-million-wohnungen-a-1156062.html

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lachina 10.06.2018, 14:50
19. Ich warte ja die ganze Zeit schon,

dass Frau Wagenknecht und Herr Lafountaine eine neue linke Partei gründen. Die LINKE mit ihrem Sozialismus aus dem 19. und 20. Jahrhundert ist nicht wählbar, weil sie keine Antworten auf die Herausforderungen dieses Jahrhunderts hat, außer eben dem orthodoxen Sozialismus.

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