Forum: Politik
Parteitag: SPD sehnt sich nach Steinbrück-Neustart
DPA

Zwei Monate fremdelte Peer Steinbrück mit seiner Kanzlerkandidatur. Jetzt will er die Pannenserie endlich beenden und der SPD neuen Schwung verleihen. Der Parteitag in Hannover soll zur Steinbrück-Show werden - allerdings möglichst ohne zu viel Kitsch.

Seite 6 von 28
prqc 07.12.2012, 18:07
50.

Zitat von diabolino
So wie es die SPD in den 1980ern vorgezogen hat, die Wahlen zu verlieren, statt sie mit den Grünen zu gewinnen, so will sie sie heute lieber verlieren, statt sie mit der Linkspartei zu gewinnen. Denn die Linke könnte der SPD das mit gigantischem Abstand allerschlimmste antun, was man der SPD antun kann - sie zu zwingen, ihre großmäuligen, von A bis Z erlogenen Versprechungen auf dem Gebiet der Sozialpolitik in Taten umzusetzen.
Haben Sie eine Alternative? Die Linkspartei ist nicht regierungsfähig - sie lehnt die Marktwirtschaft ab, stellt unrealistische, nicht vernünftig berechnete Forderungen, betreibt NUR Fundamentalopposition (anstatt mit durchdachten Gesetzesentwürfen zu glänzen) und würde mit ihrer Rosskur das Land in die aussenpolitische Isolation treiben.

Nein danke!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
abweichler 07.12.2012, 18:07
51. Spd

Dieser Parteitag wird doch nach dem altbekannten Verfahren ablaufen. Herr Steinbrück erzählt in 90% seiner Rede davon, was die Anderen angeblich nicht können, in
10% davon, dass die SPD alles besser kann, aber nicht
konkret sagt warum die Bürger ihn wählen sollen. Anschließend Beifallsstürme der "Jubeldelegierten" - egal was Steinbrück gesagt hat, denn damit beginnt der Aufbruch in eine neue Zeit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
prqc 07.12.2012, 18:08
52.

Zitat von spaltpilz
SPD nicht auf diesen Einen Kandidaten reduzieren! Clement? Eichel??? Schröder???? So billig sollten wir diesen Clan nicht davonkommen lassen!
Stattdessen weitere 12 Jahre Kohl/Schäuble nach 1998?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Kalaschnikowa 07.12.2012, 18:10
53. Das wird nixxxxx!

Zitat von kurshalten
Peer Steinbrück kann man nur raten, Themen inhaltlich mit Fakten zu besetzen und seine Vorstandssprache volksnäher zu formulieren, denn sonst wird´s nix.
Das wird sowieso nixxxxx. Dieser Kandidat ist einfach "verbrannt", da können ihm die Genossen noch so zujubeln und in Ovationen ausbrechen, alles für die Katz! Kann mich noch erinnern, wie nach der letzten Wahl dem Steinmeier zugejubelt wurde, als hätte er die Wahl gewonnen - es war gespenstisch schaurig!!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kahabe 07.12.2012, 18:10
54. Psst!

Zitat von diabolino
Es ist doch eine schöne alte Tradition der SPD, chancenlose Kandidaten aufzustellen. Ältere Leser erinnern sich vielleicht noch an den nervtötenden Oberlehrer Vogel, den salbadernden Wanderprediger Rau, den geldgierigen Gartenzwerg Lafontaine und die Schlafmütze Scharping, die die SPD einen nach dem anderen als Kandidat zum Wahlverlieren aufgestellt hat. Und warum jetzt Steinbrück? So wie es die SPD in den 1980ern vorgezogen hat, die Wahlen zu verlieren, statt sie mit den Grünen zu gewinnen, so will sie sie heute lieber verlieren, statt sie mit der Linkspartei zu gewinnen. Denn die Linke könnte der SPD das mit gigantischem Abstand allerschlimmste antun, was man der SPD antun kann - sie zu zwingen, ihre großmäuligen, von A bis Z erlogenen Versprechungen auf dem Gebiet der Sozialpolitik in Taten umzusetzen.
Reden Sie hier nicht von Volksfront! Nach dem Verbot der NPD könnte diese ansonsten problemlos die "Macht" übernehmen, mit Hilfe von Zentrum und den Nationalliberalen. Ganz ohne Schandfrieden und Geldentwertung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Kurt Köster 07.12.2012, 18:11
55.

Zitat von sysop
Zwei Monate fremdelte Peer Steinbrück mit seiner Kanzlerkandidatur. Jetzt will er die Pannenserie endlich beenden und der SPD neuen Schwung verleihen. Der Parteitag in Hannover soll zur Steinbrück-Show werden - allerdings möglichst ohne zu viel Kitsch.
Steinbrück wollte nie Kanzler werden. Die Eurokrise macht ihm jetzt einen Strich durch die Rechnung. Er muß ran, weil Deutschland ihn dringend braucht.

Wofür soll man ihn und die SPD wählen? - Damit Europa wieder nach vorne kommt und in Deutschland mehr soziale Gerechtigkeit herrscht.

Was unterscheidet Steinbrück von der Kanzlerin? Eine Frage, drei knappe Antworten:

- sozialer Kompaß
- klare Kante gegen Spekulanten und Hinterzieher
- Kompetenz in Sachen Europa.

Steinbrück muß sich nicht als Sozialdemokrat inszenieren. Er muß ganz einfach nur der sein, der er ist. Dann passt das schon. Je natürlicher er sich auf dem mit großer Spannung erwarteten Parteitag in Hannover gibt, desto mehr werden die Abgeordneten Steinbrück tief in ihr Herz schließen.

SPD
Partei für jung und alt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Knackeule 07.12.2012, 18:13
56. Ein neuer SPD-Kanzlerkandidat ?

So so, die SPD wünscht sich einen "Neustart" für ihren Kanzler-Kandidaten "Steinbrück". Wie wäre es denn alternativ mit einem neuen SPD-Kanzler-Kandidaten ? Zur Abwechslung vielleicht mal keinen von Gerhard Schröders ehemaligen "Agenda2010"-Arbeitnehmerverrätern, sondern einen echten SPD-ler mit Gewerkschaftshintergrund ? Könnte man ja mal versuchen, vielleicht holt man dann auch die früheren SPD-Stammwähler wieder zurück, die seit der Schröders Politik auf die SPD pfeifen. Nur mal so als Vorschlag.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
eknoes 07.12.2012, 18:16
57. Tristesse...

Zitat von vincent1958
...diesen Mann wählen will,soll sein Buch "Unterm Strich"lesen.Die Fehler,die Sie bemängeln gibt PS hier unumwunden zu!Wer das buch gelesen hat,kommt an diesem klugen Mann nicht vorbei!
Ich stimme Ihnen vorbehaltlos zu, @vincent!

Dieses, von immer denselben Foristen gebetsmühlenhaft und reflexartig vorgetragene Widergekäue gemachter Fehler Steinbrücks in der Vergangenheit ist etwa so interessant, wie einer Packung Gefriererbsen beim Auftauen zuzusehen.
Für mich ist das das laute Pfeiffen im dunklen Wald, weil sie spüren, dass Peer Steinbrücks politischer Intellekt Lichtjahre über dem Merkelschen liegt.
Das zu realisieren ist anscheinend aber leider nicht "Michels" Sache.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
laotse8 07.12.2012, 18:17
58.

Zitat von sysop
Zwei Monate fremdelte Peer Steinbrück mit seiner Kanzlerkandidatur. Jetzt will er die Pannenserie endlich beenden und der SPD neuen Schwung verleihen. Der Parteitag in Hannover soll zur Steinbrück-Show werden - allerdings möglichst ohne zu viel Kitsch.
Der Mann hat im Team mit Hessens Koch dafür gesorgt, dass die Haltefristen bei Aktienkursbesteuerung im Handstreich abgeschafft wurden und damit jede ab 2009 erfolgende Altersvorsorge zum steuerlichen Spekulantentum verunglimpft. Unfassbare Dummfrechheit. Unwählbar.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ChakaChaka 07.12.2012, 18:18
59. Steinbrück und Neustart?

Wie soll das denn gehen?
Die SPD ist doch von allen guten Geistern verlassen, dass sie ausgerechnet diesen Gralshüter der Finanzindustrie zum Kanzler machen will. Der Mann hat keinen Instinkt. Der setzte mit einem hochdotierten Vortrag (15000€) doch glatt noch Anfang diesen Jahrens auf die fallende Pleitebank "Sal Oppenheim", die mit der Arcandor-Pleite in Zusammenhang gebracht wird (Rückvermietung von ehemaligen Arcandor-Immobilien zu Mondmieten, die Arcandor nicht mehr zahlen konnte).
(Siehe auch abgeordnetenwatch.de: Peer Steinbrück)

Der Mann ist vielleicht gut für ein Commedy-Show, bei Sprüche klopfen zählt, aber Charakter nicht gefragt ist. Aber Steinbrück ist absolut inakzeptabel als SPD-Kanzler.
Willy würde sich im Grabe umdrehen.

Was hat die SPD nur geritten, dass sie diesen Mann zum Kanzler machen will. Wollen die vielleicht hinterher gar nicht die Bundestagswahl gewinnen, sondern als Juniorpartner der CDU weiter gegen ihr ursprüngliche Kernwählerschaft Politik machen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 28