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Parteitag: SPD stimmt für Koalitionsverhandlungen mit der Union
AFP

GroKo oder NoGroKo? Nach stundenlanger Debatte haben die Delegierten auf dem SPD-Parteitag entschieden: Die Mehrheit sprach sich für Koalitionsverhandlungen mit der Union aus.

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Proggy 21.01.2018, 19:30
220. Hoffnungslos

Zitat von benutzername21
Die Spd hat mich sehr überrascht, ich hätte im Leben nicht gedacht, dass nur 57% für die Groko stimmen. Das die Parteispitze und deren Gefolge soviel Rückgrat wie ein Gummibärchen besitzen sollte nach acht jahren niemanden mehr überraschen, aber scheinbar gibt es noch Menschen in der Spd, die etwas dagegen haben dem Wähler ins Gesicht zu lügen. Das lässt einen hoffen, dass die Groko doch noch verhindert werden kann wenn die Mitglieder nach den Verhandlungen abstimmen
So wie 2013?
Nein, die SPD-Basis ist nicht allzu flexibel, wenn es um politisches Denken geht. Sonst wären sie schließlich keine SPD-Mitglieder.
Das gibt einen Zombie-Walk, unter Führung der C-Parteien, bis zur nächsten Wahl.

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hinschauen 21.01.2018, 19:31
221.

Zitat von Proggy
Rote Träumerei. Wieso sollte die SPD ausgerechnet jetzt (nach diesem desaströsen Ergebnis für die Führung) auf einmal anfangen, eine andere Politik zu machen, als die Politik, die sie jahrelang mitgetragen und abgenickt haben - wieder ein Salto rückwärts? Frau Merkel hat es soeben schon formuliert (für ihre Verhältnisse sehr schnell und vor allem deutlich) : innerhalb des Rahmens des Finalen Sondierungspapiers, wird verhandelt. Die SPD kann jetzt auch nicht mehr anders. Mit dem "Rückenwindchen" hat sie Panik pur vor dem Platzen der Verhandlungen UND Neuwahlen. Dann wäre alles sofort ruiniert!
Mein Post bezog sich - eigentlich unübersehbar- auf das, was möglich gewesen wäre, wenn die SPD nicht so abgestimmt hätte. Sie aber argumentieren mit dem, was jetzt möglich ist.

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zaunreiter35 21.01.2018, 19:32
222. Sie haben

Zitat von hinschauen
Die ganze Absurdität der Debatte zeigte sich an den Reden von Nahles und Stegner. Die hämmerten mit einer richtigen Wut gegen die schlimmen Leute von der CDU an, die den Namen "Hate speech" mehr verdient hat als so manches, was man heute so bezeichnet. Und wenn man als Zuschauer denkt: "Richtig so, das sind ganz Schlimme bei der CDU", muss man sich hinterher erstmal klar machen: Moment, das waren gerade die Redner, die DAFÜR sind, mit diesen schlimmen Leuten zu koalieren.
das klar erkannt. Nur...ein Großteil der Zuschauer vorm Fernsehen wird bestimmt nicht auf den Gedanken kommen, weil die das inzwischen alles für normal halten, wie sich Politiker für ihren eigenen Vorteil verhalten. Aber so ein Verhalten sollte sanktioniert werden.

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alfredo24 21.01.2018, 19:36
223. @Listkaefer, #168

Zitat von Listkaefer
... leider nie eine faire Chance! Hier wird über dieser Partei ganz überwiegend nur Kritik und Häme ausgekübelt. Mal bitte nachdenken: Die SPD hat Ziele, über die sie diskutiert. Von Zielen der CDU ist nichts bekannt. Merkel leistet sich die Unverfrorenheit, den Wählern nicht zu erläutern, was für ein Konzept sie in Deutschland und Europa verfolgt. Aus ihrer Partei kommen vorwiegend Verhinderungen von SPD-Politik. Eigene Visionen? Keine. Über die CSU kann man nur noch sagen, dass sie aus lauter Angst vor der AFD immer rechter wird. Mindestlohn, Renten, Gesundheit, Europa ... auf allen Feldern muss die SPD die Union zum Jagen tragen! Es kommt nichts originäres von der Union. und wenn man den Innenzustand der Parteien vergleicht: CDU erschöpft sich in Kanzlerwahlverein; CSU ist fast autokratisch von der Parteispitze geführt, die Mitglieder haben keine eigene Meinung, die etwas zählt. Dagegen SPD: Lebendiger kann Interne Parteidemokratie nicht sein! Trotzdem hat diese Partei bei den hier vertretenen Foristen keine Chance.
Schön wie sie den Zustand von CDU/CSU beschrieben haben. Dann erst recht dürfte die SPD nicht noch in einer GroKo das weiter so unterstützen. Da widerspricht sich doch etwas. Viel klüger halte ich die Vorstellung vom Juso-Vorsitzenden Kevin Kühnert, der meint, man hätte Merkel zu einer Entscheidung über eine Minderheitsregierung herausfordern können, indem man eben nicht für die Weiterso-GroKo gestimmt hätte. Das Risiko wäre gewesen, dass Neuwahlen angestanden hätten. Doch der schwarze Peter wäre in dem Fall bei Merkel gewesen.

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