Forum: Politik
Parteitag in Texas: Republikaner stimmen für Homosexuellen-Therapie
AP

Ist Homosexualität heilbar? Ja, behaupten die Republikaner in Texas und fassen einen entsprechenden Beschluss. Selbst in der eigenen Partei ist die Empörung groß.

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io_gbg 09.06.2014, 20:13
150.

Zitat von WhereIsMyMoney
Gratulation! Damit liegen die Republikaner auf einer Linie mit den Gender-"Wissenschaftlern". Die behaupten ja auch, dass man sich "entscheiden" kann.
Nein, tun Sie nicht.
Sonst bringen Sie doch mal Belege, dass Wissenschaftler entsprechendes behaupten (unter Angabe der entsprechenden, wissenschaftlichen Publikationen).

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petrapanther 09.06.2014, 20:15
151.

Zitat von cato.
Beim Punkt eines Verbots der Indokrination von Kindern mit religiösen und Pseudoreligiösen Lügen wär ich ganz bei ihnen, Altersbeschränkung 14 (da beginnt die Religionsfreiheit) und einige Probleme würden sich lösen, konsequenterweise müsste man dies aber auch auf linke Ersatzrelgionen ausweiten ...
Kommt darauf an, was mit "linker Ersatzreligion" gemeint sein soll - die Ansicht, dass Männer und Frauen gleichberechtigt sein sollen? Die Gleichwertigkeit verschiedener ethnischer Gruppen? Die Ansicht, dass der freie Markt nicht alle Probleme löst? All dies sind ja Dinge, die von unseren konservativen Freunden gern in Frage gestellt werden. Aber das führt jetzt vom Thema weg.

Zitat von cato.
Ob das aber die Ablehnung von Homosexualität löst ?Könnte es nicht sein, dass sollte Homosexualität angeboren sein, eine Wut und Ekel vor dieser auch angeboren sein könnte ?
Und wenn schon - Phobien lassen sich (meistens) therapieren. Insbesondere ist die Phobie das Problem, und nicht das Objekt, auf dass sie sich bezieht. Es kommt ja auch niemand auf die Idee, alle Spinnen auszurotten, nur weil manche Leute sie nicht mögen.

Zitat von cato.
Völlig verschieden nicht, meist haben beide etwas miteinander zu tun, ja nicht immer weswegen ja auch nur ein Indiz, also ein Hinweis (der natürlich auch in die falsche Richtung deuten könnte)
Und deswegen sind solche "Hinweise" auch ziemlich nutzlos, gerade für uns Laien.

Zitat von cato.
aber diesem sollte man doch einmal nachgehen, bevor man das Dogma aufstellt die sexuelle Orientierung sei angeboren.
Wieso "Dogma"? Das ist meines Wissens der letzte Stand der Forschung, auch wenn das vielen Konservativen offenbar nicht ins Weltbild passt.

Zitat von cato.
Komisch bei Geschlechtsumwandlungen verläuft die Diskussion ganz anders, da wollen die Ewiggestrigen umbedingt, dass sich Männer und Frauen verstümmeln lassen dürfen.
Tut mir leid, aber die Welt ist nun einmal nicht so einfach und eindimensional, wie Sie es offenbar gerne hätten! Die Medizin ist ein komplexes Gebiet, und die geschlechtliche Identität ist etwas ganz anderes als die sexuelle Orientierung. Sie vergleichen Aepfel mit Elefanten.

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Barath 09.06.2014, 20:16
152. ...

Zitat von westerwäller
Anstatt Fakten anzuerkennen beten Sie ihr "Mantra der unveränderlichen sexuellen Orientierung" herunter. Wenn ich als 50-jähriger Schwuler, der sich nie zum anderen Geschlecht hingezogen fühlte, im Urlaub eine nette Frau kennenlerne und feststelle, dass mir das doch besser gefällt, dann bin ich krank? Unterwerfe mich der Gesellschaft (Was mich früher auch nicht interessierte...)? ...
Aber warum sollten sie sich dann therapieren lassen?

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gernot999 09.06.2014, 20:17
153. Viele Kommentare hier sind unlogisch

um nicht zu sagen irrational. Man kann nicht gender mainstreaming gutheissen, das ja grundsätzlich von einer Wählbarkeit des Geschlechts ausgeht und dann aber gleichzeitig furchtbar empört sein, wenn das politisch angewendet wird. Viele Homosexuelle laufen auf Demos mit Schildern rum, auf denen steht "Homophobie ist heilbar". Wenn aber welche hingehen und ihnen entgegnen "Homophilie" ist heilbar", dann sind sie plötzlich völlig empört.
Das ist schlicht kindisch. Wenn Wählbarkeit angenommen wird, dann geht das natürlich in beide Richtungen.

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petrapanther 09.06.2014, 20:26
154.

Zitat von westerwäller
Anstatt Fakten anzuerkennen beten Sie ihr "Mantra der unveränderlichen sexuellen Orientierung" herunter.
Das ist kein "Mantra", sondern die Realität. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!

Zitat von westerwäller
Wenn ich als 50-jähriger Schwuler, der sich nie zum anderen Geschlecht hingezogen fühlte, im Urlaub eine nette Frau kennenlerne und feststelle, dass mir das doch besser gefällt, dann bin ich krank? Unterwerfe mich der Gesellschaft (Was mich früher auch nicht interessierte...)?
Nein, wieso sollten Sie dann krank sein? Wo habe ich das geschrieben? Die sexuelle Orientierung kann sich in der Tat im Laufe der Zeit wandeln (ich kenne persönlich ein paar Beispiele, in beide Richtungen). Aber dieser Prozess ist nicht willentlich beeinflussbar, und schon gar nicht sollte man daran herumdoktorn! Warum ist das bloss so schwer zu verstehen?

Zitat von westerwäller
Solche Leute werden von Ihnen behandelt, wie Deserteure in der Armee. Nur für Deserteure gibt es jede Menge Entschuldigungen. Sie bestreiten einfach, dass es Desertion gibt ...
Was ist das für ein Unsinn, den Sie da schreiben? Haben Sie wirklich solche Mühe, meine Beiträge zu begreifen? Oder legen Sie mir absichtlich Dinge in den Mund, die ich nie gesagt habe?

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zzyzzx 09.06.2014, 20:26
155. Gegen Titelzwang

Zitat von westerwäller
Wenn ich als 50-jähriger Schwuler, der sich nie zum anderen Geschlecht hingezogen fühlte, im Urlaub eine nette Frau kennenlerne und feststelle, dass mir das doch besser gefällt, dann bin ich krank? Unterwerfe mich der Gesellschaft (Was mich früher auch nicht interessierte...)?
Es wird Sie niemand daran hindern, mit dieser Frau glücklich zu werden, auch wenn Sie das hier behaupten.

Umgekehrt wird ein Schuh draus: Der Schwule, der in seiner Jugend krampfhaft versucht hat, seiner Umwelt zu entsprechen, möglicherweise geheiratet und Kinder gezeugt hat, wird, falls er sein Coming Out doch noch auf die Reihe kriegt, im harmlosesten Fall mit Unverständnis aus der konservativen Gesellschaft rechnen müssen.

Man wird sich seiner sexuellen Orientierung bewusst, wenn man noch Erziehungsberechtigte hat. Und hier sehe ich die große Gefahr der Therapien: Eltern, die alles tun würden, um nicht wegen eines homosexuellen Kindes ins Gerede zu kommen. Ob das Kind dabei auf der Strecke bleibt, ist egal.

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DMenakker 09.06.2014, 20:27
156.

Zitat von lampenschirm73
Nö, weil niemand will irgendwen therapieren. Man will bloß verhindern dass die "Therapie" generell verboten wird.
Sexuelle Orientierung ist nicht therapierbar. In keinerlei Richtung. Und genau deswegen MUSS die Therapie verboten werden. Denn den einzigen "Erfolg" den man verbuchen könnte, resultiert da heraus, dass ursprüngliche Selbstunterdrückung wieder Oberhand über die Realität gewinnt. Und das ist Folter pur. Und gerade diejenigen, die sich aus gesellschaftlichem Druck einer "Heilung" unterziehen wollen, sind nachher diejenigen, welche mit dieser erzwungenen inneren Zerrissenheit am allerwenigsten umgehen können. Denn wenn es diese "Therapie" offiziell gibt, gibt es auch Leute, die "jetzt mach doch mal, wurde doch Opa am Sterbebett versprochen" bzw. wahlweise "du zerstörst deine Familie" über "Vaters Karriere ist kaputt, weil DU homosexuell bist" etc. etc. etc. ganz offenen oder auch subtilen Druck ausüben, den Mist über sich ergehen zu lassen. Und wie gesagt, die Schwächsten, die schon diesem Druck nicht widerstehen können, werden dann auch erfolgreich "therapiert", weil sie sich zu Gunsten anderer oder des lieben Friedens willen selbst verleugnen und daran kaputt gehen.

Keine Toleranz der Intoleranz. Gilt nicht nur für 14 jährige Muslima mit Schleierzwang, sondern auch für Homosexuelle weltweit.

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Whitejack 09.06.2014, 20:28
157.

Zitat von cato.
Dieser setzte nur ein als die Grünen mit gesetzlichem Zwang solche Maßnahmen gegen den Willen der Betroffenen durchzusetzen versuchten namentlich mit dem Veggieday.
Nö, das ist nie passiert und war auch nie als gesetzlicher Zwang in der Planung. Das ist schlichtweg gelogen.

Der Aufschrei kam deshalb, weil die Leute die Grundintention der Partei dahinter gesehen haben, nämlich auf Dauer den Fleischkonsum abzuschaffen. Derselbe Effekt steckt auch hinter der Idee der Republikaner, Homosexualität zu therapieren. Es ist die politische Dimension, die dahinter steckt. Und deshalb ist es sogar ganz ausgezeichnet vergleichbar.

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Hörbört 09.06.2014, 20:29
158. Was für ein Problem?

Zitat von cato.
Das Problem ist, dass der Forschungsstand nicht ausreicht um zu sagen, wie genau Homosexualität entsteht und ob sie Therapierbar ist.
Das ist allein aus Forschungsgründen interessant, aber es ist kein "PROBLEM", weil Homosexualität NICHT therapiert werden MUSS.

Schon in der Grundannahme machen Sie sich die Position der Hardliner zu eigen, auch wenn Sie das im weiteren Geschwurbel zu verdecken versuchen.

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westerwäller 09.06.2014, 20:33
159. Brauchen sie ja nicht ...

Zitat von Barath
Aber warum sollten sie sich dann [...wenn sie ihre sexuelle Orientierung ändern ...] therapieren lassen?
Nur: Man darf ihnen auch nicht das Recht darauf verwehren...

Ein anderer Forist hat folgendermaßen argumentiert:
(Ich such's jetzt nicht extra raus ...)

1) Man darf einem Kranken eine Therapie nicht verwehren
2) Homosexualität ist aber keine Krankheit
3) Also darf man ihnen keine Therapie gewähren

Welche Unlogik...

Jeder Mensch darf sich therapieren lassen wie er will. Ob er's bezahlt bekommt, ist eine andere Frage...

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