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Parteivorsitz und Regierungsamt: Premierministerin May kündigt Rücktritt für Juni an
Yui Mok / DPA

Die britische Premierministerin Theresa May will ihr Amt als Parteichefin am 7. Juni abgeben. Das sagte die konservative Politikerin in London. Ihre Tage als Premierministerin sind damit auch gezählt.

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neurobi 24.05.2019, 14:45
110. Mir tat sie immer leid!

Also ich finde Frau ist die tragischte Figur in dem Brexit-Theater.
Sie ist eigentlich für den Verbleib in der EU gewesen und sollte den Brexit dann durchführen, also etwas was nicht ihrer Überzeugung entspricht.

Ich denke sie hat nur einen entscheidenden Fehler gemacht. Spätestens nach der ersten Niederlage im Parlament hätte sie das Volk wieder Fragen müssen.
Das wäre nur Fair gewesen, da die erste Abstimmung nur auf Basis der von Lügen seitens der Brexitiers so ausging.

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Beat Adler 24.05.2019, 14:46
111. Neuwahlen und/oder ein 2. Referndum aendern NICHTS, heute nicht, geste

Zitat von adal_
Nicht geschickt, ist milde ausgedrückt. Der Verlust der Tory-Mehrheit bei der Neuwahl 2017 war der Anfang vom Ende ihrer Brexit-Politik. May hat damals gezockt und es verbockt. Wie schon vor ihr Cameron, indem er das EU-Referendum überhaupt ansetzte. Er erwartete, die notorischen EU-Gegner innerhalb der Torys zu schwächen. Mit demselben Kalkül rief May Neuwahlen aus: Sie wollte die Hard Brexiters schwächen und erreichte das Gegenteil. Das mit der Grenze auf der irischen Insel sollten Sie noch mal überdenken. Kleiner Tipp: Karfreitagsabkommen.
Neuwahlen und/oder ein 2. Referndum aendern NICHTS, heute nicht, gestern nicht.

Die von der Theresa May eingeleiteten Neuwahlen 2017 ergaben bei den gewaehlten Tories keinen Einheitsblock in Sachen Brexit, das war auch vorher NICHT der Fall.

Wenn nun der Nachfolger von May Neuwahlen ansetzt, bleibt das gleiche Problem bestehen. Wenn ein erneutes Referendum stattfindet, wird, unabhaengig vom Ausgang, das Land noch weiter zerissen.

Unterdessen entfernte sich Grossbritanien so weit von der Rest EU der 27, dass selbst bei einem Remain-Resultat einer erneuten Volksabstimmung nichts vernuenftiges, zukunftfaehiges rauskommt. Das Einzige, das ein Remain-Resultat loest, ist KURZfristig die Grenzfrage der Grenze Irland-Nordirland. Der ganze Rest bleibt unveraendert, ergo Chaos!
mfG Beat

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maxbeck54 24.05.2019, 14:48
112. Oh, Mann

Was hat sie auch an dem Deal festgehalten? Hat kein Mensch verstanden! Das Referndum war klar: Raus aus der EU. Dann wurde ein Deal auch im Parlament abgewiesen. Ergo, einfach den Brexit ohne Deal machen. So einfach ist das. Das ist der Wunsch der Briten. Fertig. Da eiert die doch Monate und Jahre für nix um. Unglaublich.

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kjartan75 24.05.2019, 14:49
113.

Zitat von erzengel1987
Frau May hat eigentlich als einzige Politikerin einen einigermaßen guten Job gemacht. Im Vergleich zu den Abgeordneten im Unterhaus. Frau May hat ein Abkommen ausgehandelt, mit dem GB gut hätte leben können. Zudem standen zusätzlich weitere Optionen im Raum. Keine einzige Option hat im Unterhaus eine Mehrheit finden können. Spätestens dann muss man sich Fragen wieso hat May weitergemacht? Ich denke sie hat gehofft, dass die sturen Böcke doch endlich vernunft beweisen und einen Kompromiss eingehen, wie man es von einem Abgeordneten erwartet. Aber nein... bei der verfahrenen Situation ich kann Frau May verstehen...
Diese Analyse würde stimmen, wenn Theresa May es nicht wäre, die stur an ihren "red lines" festgehalten hätte. Wenn es nicht May gewesen wäre, die zu sehr auf die Rechtsaußen-Truppe um Rees-Mogg gesetzt hat und dadurch jegliche Kompromissbereitschaft hat vermissen lassen. Es war Theresa May, die die Partei vor das Land gestellt hat. Und es war Theresa May, die ohne Not Neuwahlen ausgerufen hat, nur um eine vermeintlich sattere Mehrheit erzielen zu können, stattdessen musste sie mit extremen Nationalisten aus Nordirland eine Vereinbarung treffen, um ihre Minderheitsregierung zu stützen. Und es war Theresa May, die immer sagte, dass kein Deal besser wäre als ein schlechter Deal (auch wenn sie es faktisch am Ende revidiert hat). Sie hat dabei die Zusammenarbeit mit anderen Parteien vollkommen aus dem Auge verloren. Dabei war es schon seit der Neuwahl klar, dass sie quasi keine eigene Mehrheit hat, um den Deal durchzubringen.

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quark2@mailinator.com 24.05.2019, 14:53
114.

Zitat von Beat Adler
"Das sie überhaupt Neuwahlen durchführte, obwohl sie eine stabile Mehrheit hatte, war mMn. nicht geschickt." Haette sie mit der alten Mehrheit einen Brexit mit dem 585 seitigen Austrittsabkommen durchziehen koennen? Schon die alte Mehrheit der Tories war in sich gespalten, was den Brexit betrifft, hart gegen weich, hart oder weich gegen gar nicht. Ein zweites Referendum dem Ersten gleich nachschieben, ging nicht. Das war aus demokratischen Gruenden schlicht unmoeglich. Theresa May hatte von Anfang an keine Chance alle Abgeordneten ihrer Partei GEMEINSAM hinter irgend einen Vorschlag zu bringen. Das Gleiche galt und gilt auch fuer den Jeremy Corbin. mfG Beat
Soweit sind wir uns einig. Aber da sind wir eben schon wieder bei einem weiteren Schwachpunkt in ihrer Taktik. Als damals das Parlament durchgesetzt hat, daß es über den "Deal" abstimmen darf, wäre mMn. wieder der Punkt gewesen, wo sie sich auf die Hinterbeine hätte stellen müssen (natürlich vorher). Entweder der Parlament vertraut ihr, oder sie tritt zurück. Es war an der Stelle ja schon klar, daß keine Mehrheit im Parlament für irgendeine real existierende Lösung zu haben sein würde. Abgesehen davon war das schon NACH den unnötigen Wahlen, die sie die eigene Mehrheit kosteten. Ich behaupte nicht, daß ich es von meinem Liegestuhl aus besser gemacht hätte. Dazu hat man gar nicht genug Informationen. Ich argumentiere nur ein bischen gegen Ihre Behauptung, daß niemand sonst es besser gemacht hätte. Aus meiner Sicht ist das ebenfalls nicht zu belegen.

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wahrsager26 24.05.2019, 14:53
115. Ihr Rücktritt war überfällig?

Wer weis was nachkommt? Immerhin hat die Dame 'Klasse' gezeigt! Ich möchte nicht wissen,was in den letzten Monaten an Unerfreulichkeiten auf sie warteten.Man sollte nicht ungerecht urteilen,nur weil wir die Briten mehrheitlich für ihren Austritt geißeln!

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Beat Adler 24.05.2019, 14:53
116.

Zitat von omop
Ich erwarte von einem Spitzenpolitiker schon, dass er gewisse Führungseigenschaften mitbringt..nicht jeder taugt für den Vorsitz. Ich rede hier nicht von Trump, Putin etc.,sondern von Ex-Politikern wie Kohl,Mitterrand,Schröder, die einfach eine gewisse Grundordnung in das System reingebracht haben. Fakt ist, dass das Führungspersonal in einigen EU-Ländern keinen überzeugenden Eindruck hinterlässt..oder wollen Sie das bestreiten?
"Fakt ist, dass das Führungspersonal in einigen EU-Ländern keinen überzeugenden Eindruck hinterlässt..oder wollen Sie das bestreiten?"

Um diese Frage zu beantworten, muss ich die entsprechenden Namen kennen. Bitte darum. Danke im voraus.
mfG Beat

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spon1899 24.05.2019, 14:57
117.

Mit dem Brexit-Lügner Johnson wird es noch viel schlimmer für GB. Da war May noch harmlos dagegen. Außerdem war sie selbst für " remain". Als letzte Amtshandlung empfängt sie Trump. Die arme Frau hat mein ehrliches Mitgefühl. Schlimmer geht's nicht.

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steiger 24.05.2019, 14:57
118. Zum Glück muss sie wohl nicht Nachsitzen.

Möglich das man in Deutschland mit jahrzehntelanger sich wiederholender Endlospredigt und schauen wir mal hier und wir schaffen das dort, Bundeskanzler bleiben kann. In UK geht das offensichtlich nicht. Sie hat wirklich bei der Lieferung versagt (ich weiß bis heute nicht was sie, oder ihre Führer im Hintergrund eigentlich wollten) und daher sage ich zum hoffentlich endgültigen Abschied in den Ruhestand, Cheerio & not well done! Sie bekommt aber bestimmt noch ein schöner Orden nachgereicht.

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telarien 24.05.2019, 15:01
119. Klarer Wählerauftrag war der Brexit

Frau May hat verzögert, taktiert, nur den Wählerauftrag nicht erfüllt. Im Hintergrund wird es andere Ziele gegeben haben.
Deutlicher kann man den Wert von Wählerstimmen für die verkommenen Politiker nicht demonstrieren.

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