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Parteivorsitz und Regierungsamt: Premierministerin May kündigt Rücktritt für Juni an
Yui Mok / DPA

Die britische Premierministerin Theresa May will ihr Amt als Parteichefin am 7. Juni abgeben. Das sagte die konservative Politikerin in London. Ihre Tage als Premierministerin sind damit auch gezählt.

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cobaea 24.05.2019, 19:40
170.

Zitat von kuac
BoJo und Farage sind doch Feiglinge. Gleich nach dem Referendum machten die beiden sich vom Acker. Diese zwei könnten sich als PM bewerben oder darauf bestehen, die Verhandlungen mit der EU durchzuführen. Aber, nichts davon wollten sie. Also, PM May musste sie auch nicht fragen. Derjenige, der einen Vertrag kündigt, kann nicht Bedingungen stellen. EU hat gar kein Problem mit der Irischen Grenze. Sie ist eine Notwendigkeit und sie wird ohne Backstop auch kommen. Die IRA wird dann auch kommen und was macht dann GB? Einmarsch und Irland annektieren?
Abgesehen davon, dass BoJo sich 2016 selbst aus dem Rennen um den PM-Job nahm: BoJo war Aussenminister - er sass also mit am Kabinettstisch, wenn über den Austritt beraten wurde. Und sein Brexit-Kumpel David Davis war Brexit-Minister und sollte die Verhandlungen mit der EU führen. Noch mehr fragen hätte man die Herren ja kaum können. Dass Davis absolut uninteressiert war und zu den Verhandlungen entweder gar nicht oder nur sehr kurz auftauchte, zeigt, wie ernsthaft die Herrschaften an einem vernünftigen Austritts-Abkommen interessiert waren.

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Ontologix II 24.05.2019, 20:14
171. Moment mal

Zitat von lanzelot72
Rees-Mogg scheidet praktisch aus, und zwar aus religiösen Gründen: Er ist Katholik. Die Ernennung eines Katholiken oder Juden zum Premierminister ist nach britischem Recht zwar nicht ausdrücklich verboten, jedoch faktisch unmöglich.
Premier Benjamin Disraeli wurde als Jude geboren und erst mit 13 christlich getauft. Wegen seiner sephardischen Herkunft sah er sich antisemitischen Anfeindungen ausgesetzt. Er verstand sich in seinen sieben Jahren als britischer Premierminister gut mit Bismarck. Das Paar wurde Dizzy und Bizzy genannt.

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lanzelot72 24.05.2019, 21:03
172. @Ontologix II (158)

Aha. Soso. Und jetzt frage ich (zum gefühlt 1000sten mal) auch Sie: Wie zum Teufel öffnet man eine offene Grenze ??? Durch Magie, oder quantenmechanische Verschränkungseffekte, oder vielleicht ganz einfach durch faktenbefreites Gefasel?

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lanzelot72 24.05.2019, 21:23
173. @Ontologix II (171)

Eben. Sag ich doch. Er war bei Amtsantritt eben KEIN Jude mehr, sondern Anglikaner. Tony Blair wurde Katholik, NACHDEM als PM entlassen war. Rees-Mogg IST aber Katholik (und das wird er bleiben). Was genau verstehen Sie daran nicht?

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quark2@mailinator.com 25.05.2019, 02:10
174.

Zitat von Beat Adler
Was nuetzt eine Mehrheit im House of Commons bei INTERNER Zerissenheit? Nichts. Das war nicht zu loesen. Weder durch ein Beibehalten der existierenden Mehrheit, noch durch das Abhalten von Neuwahlen 2017. Was haette getan werden MUESSEN, war, dass die Queen, die Staatschefin, den Ruecktritt von David Cameron ABLEHNT, um ihn dazu zu zwingen die Suppe, die er dem Land einbrockte, bis zum letzten Loeffelchen selbst zu essen. ... mfG Beat
Hmmm, da scheinen wir einfach unterschiedlicher Meinung zu sein. Ich denke, May hat es erst soweit kommen lassen, weil sie keine klare Führung gezeigt hat und weil sie diese Wahl veranstaltet hat, die sie einfach enorm geschwächt hat. Das haben ihr die Leute in der Partei natürlich übel genommen und vor allem hat das auch jede Lösung unmöglich gemacht, bei der Nordirland die Zeche gezahlt hätte.

Aber interessant, daß Sie die Queen erwähnen. Witzigerweise habe auch ich dbzgl. Gedanken gewälzt und kam zu dem Schluß, daß die Queen vor paar Monaten über ihren Schatten hätte springen sollen und im Angesicht einer drohenden nationalen Katastrophe hätte das tun sollen, was sie nicht darf, nämlich sich hinstellen und in eine Richtung zeigen. Irgendwann fordere ich von jedem, der Verantwortung hat, genug Courage, auf eigene Interessen zu verzichten und das Richtige zu tun.

Wenn sie Cameron nicht entlassen hätte ... so what ? Er hat immer gesagt, er will keinen Brexit. Wenn man ihm den Abtritt verwehrt, erklärt er eben keinen Brexit. Nur er hätte es tun können ... Aber selbst wenn, ich glaube, das geht viel zu sehr darum, irgendwelchen Leuten, die man nicht leiden kann, eins auszuwischen. Bringt niemanden weiter. Am Ende des Tages kann UK kein Ergebnis erzielen, das zufrieden stellt. Egal was es macht. Aber von allen Optionen, die es hat, ist aus meiner Sicht ein Rücktritt von §50 am sinnvollsten. Das ist auch kein Verrat am Referendum, denn das Referendum wollte etwas, das real nicht zu haben ist, den Stand, den ein Austritt 1990 gehabt hätte - Handelsbeziehungen mit den einzelnen Staaten Europas. Gibt's nicht mehr. Also kann man es auch lassen.

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adal_ 25.05.2019, 17:06
175. Die Queen ist neutral, sie geht nicht mal wählen

Zitat von quark2@mailinator.com
interessant, daß Sie die Queen erwähnen. Witzigerweise habe auch ich dbzgl. Gedanken gewälzt und kam zu dem Schluß, daß die Queen vor paar Monaten über ihren Schatten hätte springen sollen und im Angesicht einer drohenden nationalen Katastrophe hätte das tun sollen, was sie nicht darf, nämlich sich hinstellen und in eine Richtung zeigen.
Juni 2017: Zur Queen's Speech erschien Königin Elizabeth II. in einem blauen Hut mit gelben Applikationen, der an die Flagge der Europäischen Union erinnert.
Mehr ist nicht drin.

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Schartin Mulz 25.05.2019, 17:23
176. Weder

Zitat von pnegi
An welcher Universität haben Sie denn Demokratie gelernt? Demokratie ist die Macht, die vom Volke ausgeht. Brexit war eine demokratische Entscheidung des Britischen Volkes. Und diejenigen, die das nicht respektierten. wie Theresa May und die EU, die mit ihrer politischen Macht bis heute respektlos gegenüber dem Britischen Wähler sind, den Brexit verweigern, das sind Feinde der Demokratie. Die Briten haben übrigends gestern wieder demokratisch wählen dürfen. Am Sonntag werden Sie dann sehen, welches die grösste demokratisch gewählte Fraktion der Briten in Brüssel sein wird. Soviel sollte heute schon klar sein; es wird nicht Th.May's Partei sein...
May noch die EU haben den Brexit verhindert. Was schreiben Sie da?
May hat mit der EU ein Abkommen ausgehandelt und wenn die Parlamentarier in GB dem zugestimmt hätten, wäre GB längst raus.

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