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Parteivorsitz und Regierungsamt: Premierministerin May kündigt Rücktritt für Juni an
Yui Mok / DPA

Die britische Premierministerin Theresa May will ihr Amt als Parteichefin am 7. Juni abgeben. Das sagte die konservative Politikerin in London. Ihre Tage als Premierministerin sind damit auch gezählt.

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yoda56 24.05.2019, 12:51
40. Dieser Abgang...

...mit einer von Falschdarstellungen dominierten Lobeshymne auf sich und Cameron mit dem geschauspielerten Schluchzer am Ende entsprach ihrer gesamten Amtszeit und wurde an Peinlichkeit nur durch ihre ungelenke Tanzeinlage in Südafrika übertroffen.

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Willi S. 24.05.2019, 12:51
41. muss nächster PrimeMinister einen Kompromiss erzielen?

Nein. May liegt falsch mit ihrer Aussage, der nächste PM müsste eine Einigung im Kompromiss erzielen.

Das Unterhaus hat zwar bei einer eher obstrusen Abstimmung im März19 weit mehrheitlich gegen einen No-Deal Brexit gestimmt. Wenn das Unterhaus sich aber auf keinen Gegenvorschlag mehrheitlich einigt, kann der nächste PM, wahrscheinlich ein Hardliner, auch alle Termine verstreichen lassen und in den von den Hardlinern gewünschten harten Brexit laufen.

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Spiegelleserin57 24.05.2019, 12:53
42. nana...

Zitat von claus7447
Erstaunlich - mit welcher Lobrede sie sich selbst verabschiedet hat und dann - blitzschnelles umdrehen mit Tränen! Ja Frau May ... das hatten sie sich selbst zuzuschreiben - sozusagen: verbockt!
mal nicht so laut reden! Das heißt alles nicht dass es nun eine eindeutige Lösung geben wird sondern eher noch ein großes Chaos!
Es gibt immer wieder Strebungen gegen die EU denn soooo begeistert wie wie viele hier glauben stehen längst nicht alle Briten der EU gegenüber!

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w.diverso 24.05.2019, 12:54
43. Jetzt war ihr Wirken

schon nicht besonders erfolgreich, und beim Treffen mit Trump wird sie sich noch anhören können was sie alles falsch gemacht hat. Wenn sie klug gewesen wäre, was nach ihrem Verhalten im britischen Parlament nicht ganz klar scheint, hätte sie sich das Treffen mit Trump besser erspart. Seine Betreuung hätte doch Boris übernehmen können. Die beiden scheinen ja auf dem selben Niveau zu sein.

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Vadomar 24.05.2019, 12:59
44. Ein Chaot wie Johnson als PM ...

...wäre vielleicht heilsam für alle, die immer noch für den Brexit sind.
Johnson hat weder ein Konzept noch das intellektuelle Potential um einen Brexit, sei es nun ein weicher oder harter, bewältigen zu können.
Das könnte zu einem Aufwachen in der britischen Bevölkerung führen,

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fruitfox 24.05.2019, 13:01
45. guter Job

Sie hat einen guten Job gemacht, mehr war nicht drin. Wer immer ihr nachfolgt, für die Briten wird es ein böses Erwachen geben. Johnson traut sich sowieso nicht Verantwortung zu übernehmen. Der weiß auch das er sowohl in Brüssel als auch im eigenen Parlament nichts anderes als May erreichen kann.

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M. Vikings 24.05.2019, 13:04
46. Brüssel kann gar nichts vorverlegen.

Zitat von p-touch
PM werden kann Brüssel denn Austritttermin gleich vorverlegen, das spart Zeit und Nerven. Mit denn Hardcore-Brexit-Anhängern im Rücken kann Johnson nur unerfüllbare Maximallforderungen stellen, da sind Verhandlungen überflüssig.
Und zu verhandeln gibt es auch nichts mehr,
da hilft auch kein neuer PM im U.K..
Der ist nach dem zu erwartenden Wahlergebnis
noch schwächer als May.

Der rechtliche Teil, der den Austritt regelt,
ist mit der EU nicht mehr verhandelbar,
da gibt es keinen Spielraum mehr,
ohne die Prinzipien der EU aufzugeben
und andere Länder zum Austritt zu ermuntern.

Auf den politischen Teil,
der auf die zukünftigen Beziehungen abzielt,
hätte die EU laut Barnier schon vor dem 29. März verzichtet.
Die Herausnahme des Teils war die substanzielle Veränderung,
die für die dritte Abstimmung im House of Commons notwendig war.

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f_aus_m 24.05.2019, 13:07
47. lächerlich?

Zitat von Annalu
Erst versagt, dann Klein-Mädchen-Spielchen gemacht und anschliessend den Zeitpunkt des Absprunges verfehlt. Eine lächerliche Gestalt.
Alles richtig, aber nicht lächerlich. Sie war die übriggebliebene, nachdem alle aus der ersten Reihe abgewunken haben, wohl wissend, was da kommt und ja auch kam. Pech für Johnson: Er hatte gehofft, daß der Brexit bei Mays Abtritt durch sei und damit nicht mehr dafür verantwortlich. Daß May eine politische Zukunft über den Brexit hinaus gehabt hatte, war sowieso unrealistisch, daß wußte sie auch selbst.
Nun muß BoJo die Drecksarbeit zuende bringen oder sonst jemand. Und sich schmutzig machen.
Während May vielleicht noch Sympathie, Verständnis oder Mitleid in der EU entgegenschlug, jedoch dem Boris? Nein. Der wird nichts mehr erreichen. Und scheitern.

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cto74 24.05.2019, 13:10
48. Hoffnungslos?

Zitat von spon-facebook-10000012354
Hier treffen m.E. drei Komponenten aufeinander, die das Scheitern von May sehr wahrscheinlich machten: 1. Im UK wurde eigentlich ein Volksentscheid, kein Referendum durchgeführt: In der Politikwissenschaft wird der Begriff Volksentscheid stets verwendet, um die Abstimmung über eine vom Volk vorgebrachte Vorlage zu einem politischen Gegenstand (ein sogenanntes Initiativverfahren) zu bezeichnen. Ein Referendum bezeichnet im Gegensatz dazu stets eine Abstimmung über eine von der gewählten Vertretung (Parlament) oder der Regierung erarbeitete Vorlage. Dies bedeutet dass faktisch dem Parlament ein Auftrag erteilt wurde ein Verfahren für das Verlassen der EU zu erarbeiten. 2. Im britischen Parlamentswahlsystem gibt es lediglich ein einfaches Mehrheitswahlsystem. Demnach ist gewählt, der die einfache Mehrheit der Wählerstimmen in einem Wahlbezirk auf sich vereinigt hat. Das System bevorzugt größere Parteien. Minderheiten haben keine Chance, politisch im Parlament vertreten zu sein. 3. Der Abgeordnete ist u.a. deshalb primär seinem seinen Wahlbezirk verpflichtet. Jetzt kommt jedoch die regionale Divergenz der Ergebnisse bei Brexit-Entscheid zum Tragen. Während die Einwohner Schottlands und Nordirlands mehrheitlich für einen Verbleib des Vereinigten Königreichs in der EU abgestimmt haben, sind in weiten Teilen Englands hauptsächlich die Befürworter des Brexit zu finden. Ausnahmen bilden hierbei die großen Städte des Landes, wie beispielsweise London, York, Oxford, sowie die Regionen westlich von London, in denen eine fortgesetzte EU‐Mitgliedschaft mehrheitlich befürwortet wurde. Die Wahlergebnisse in Wales, weichen regional stark voneinander ab, sind jedoch tendenziell ausgeglichen. Dies bedeutet dass die Parteien völlig unterschiedliche Tendenzen abbilden was den Brexit betrifft. Insofern war das Scheitern von May bei der Umsetzung des Volksentscheides zu erwarten.
Hm, die Analyse macht mich ein wenig hoffnungslos, denn die von Ihnen angeführten Punkte 2 und 3 bleiben ja bestehen. Was ist dann für UK und für die EU zu erwarten? Schottland hat sich m.W. vor wenigen Jahren vor allem wegen der EU-Mitgliedschaft doch noch zum Verbleib im UK entschlossen, und in Nordirland sehe ich dann schon die Waffen blitzen, wenn eine EU-Außengrenze droht. Wie sehen Sie die Zukunft?

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quacochicherichi 24.05.2019, 13:12
49.

Zitat von sporadischer
Natürlich hat Frau May sehr große Fehler gemacht. Bei dem ganzen Desaster sollte man nicht vergessen, wer den eigentlichen Startschuss für den Brexit gab!
Die, die den Mist zusammenwischen musste geht mit Tränen in den Augen, während der Trottel der den Mist zu verantworten hat, beim Abschied fröhlich ein Lied gepfiffen hat.

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