Forum: Politik
Parteivorsitz und Regierungsamt: Premierministerin May kündigt Rücktritt für Juni an
Yui Mok / DPA

Die britische Premierministerin Theresa May will ihr Amt als Parteichefin am 7. Juni abgeben. Das sagte die konservative Politikerin in London. Ihre Tage als Premierministerin sind damit auch gezählt.

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Proggy 24.05.2019, 14:03
80. Kein freiwilliger Rücktritt

Sie geht als Parteichefin nicht freiwillig - das '1922 Committee' ihrer eigenen Partei, hat sie dazu gezwungen - mit dem 'Umschlag-Argument'. Man war anscheinend bereit, für Mays Ablösung per Misstrauenvotum der eigenen Partei, notfalls das Gesetz zu ändern.

Der Rücktritt als PM wäre in diesen Tagen jedoch wesentlich wichtiger gewesen.
Nun, dazu wird man diese Drama-PM wohl auch erst zwingen müssen.

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postmaterialist2011 24.05.2019, 14:04
81. Wahnsinn wie schnell die Menschen vergessen !

May war jahrelange eine erzreaktionäre, ultrakonservative Innenministerin gegen die der Nullleister Seehofer wie eine herzensgute Mutter Theresa erscheint. Durch ihrer menschenverachtende Einreise- und Flüchtlingspolitik hat sie nicht nur viele Menschen in den sicheren Tod geschickt, sondern ist auch für das rechte Abdriften des UK verantworlich. Als Prime Minister hat sie masslos versagt, sie hat in über 2 Jahren so gar nichts zustande gebracht. Eine empathielose, schreckliche Frau, die jetzt auch noch auf die Tränendrüse drückt. Good Riddance !! Lasst doch den Schnösel Boris Johnson an die Macht, dann wird das Vereinigte Königreich endgültig an die Wand gefahren.

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Ontologix II 24.05.2019, 14:05
82. Nach der gutwilligen ...

... aber glücklosen May wird der wahrscheinliche Nachfolger Boris Johnson das Vereinigte Königreich in ein historisches Chaos treiben. Boris-Kenner wissen, dass ihm Aktenstudium, sorgfältige Vorbereitung und langfristige Planung eher gleichgültig sind. Trump wird vermutlich ein britisches Pendant erhalten.

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Sumerer 24.05.2019, 14:08
83.

Zitat von isi-dor
Warum tritt sie nicht sofort zurück und macht den Weg für Neuwahlen frei? Nur das wäre konsequent, denn sie ist seit Monaten, wenn nicht Jahren eine "lame duck". Sie kann nicht mal mit Notstandsgesetze regieren, wie Kumpel Donald, den sie ja unbedingt noch bewirten will vor ihrem Rücktritt. Habe selten Politiker gesehen, die ihr Volk noch mehr verachten, als Frau May.
Ihr Verhalten ist völlig in Ordnung. Die Briten sind hinsichtlich Europäischen Union eine gespaltene Nation und benötigen Zeit, um sich neu zu formieren.

Das geht nur in kleinen Schritten. Und noch sind sie drin. Ich hoffe zaghaft, dass das auch so bleibt. Es hängt aber auch von uns Deutschen ab. Unsere wirtschaftlichen Hegemonialbestrebungen in Europa - trotz der damit verbundenen Einschnitte, müssen wir aufgeben, wenn wir Europa nicht völlig zerdeppern wollen.

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grotefend 24.05.2019, 14:08
84. Unsinn!

Zitat von isi-dor
Warum tritt sie nicht sofort zurück und macht den Weg für Neuwahlen frei? Nur das wäre konsequent, denn sie ist seit Monaten, wenn nicht Jahren eine "lame duck". Sie kann nicht mal mit Notstandsgesetze regieren, wie Kumpel Donald, den sie ja unbedingt noch bewirten will vor ihrem Rücktritt. Habe selten Politiker gesehen, die ihr Volk noch mehr verachten, als Frau May.
Verachtung gegenüber dem Volk kann man ihr nun mal nicht unterstellen. Als verantwortungsvolle Politikerin war sie sich in Klaren, dass es eben jene 48% gibt, die in der EU verbleiben wollten. Wie sie in ihrer Rede gesagt hat, ging es und geht es um Kompromiss. Wie ihre Mittel dazu aussahen, darüber kann man streiten. Ein Johnson aber würde mit der Holzhammer-Methode vorgehen und einen Großteil des Volkes verachten. Bei May kann ich das beileibe nicht erkennen.

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mostly_harmless 24.05.2019, 14:09
85.

Zitat von kuac
Nicht May hat versagt, sondern das Parlament und in gewissermaßen auch die Briten und nicht zu vergessen, die Boulevardpresse der Reichen und Populisten.
IMHO hätte May bei dieser "Gemengelage" das Parlament von Beginn an über den Stand der Dinge bei den Verhandlungen auf dem Laufenden halten müssen. Man muss das nicht ständig in der Öffentlichkeit debattieren, aber das scheinbar die Abgeordneten erst nach Abschluss der Verhandlungen das Ergebnis erfuhren, halte ich für einen Witz.

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purplehaze 24.05.2019, 14:11
86. Abschied

Mein Mitgefühl hat sie. Sie hat alles gegeben was sie konnte, es hat nicht gereicht. Aber keine Chance. Zu viele Befindlichkeiten, Eitelkeiten und zu große Egos auf allen Seiten. Und auch sie hat Fehler gemacht und Dinge vielleicht auch falsch eingeschätzt.
Aber auch Frau May ist "nur" ein Mensch und hat Respekt verdient. Und den hat sie von mir!

Mal schauen was jetzt kommt. Brüssel sollte sich warm anziehen?

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kenterziege 24.05.2019, 14:12
87. Frau May hat im Sinn eines geordneten Ausstiegs eigentlich bei der

EU viel erreicht. Es waren die Hardliner von den Tories und der Labor-Party, die ihre den Erfolg nachhaltig vermasselten. Jetzt wird es einen ungeordneten Ausstieg mit allen Schwierigkeiten, insbesondere an der nordirischen Grenze geben. Ihr Hardliner auf beiden Seiten: Schämt Euch. Ihr stürzt GB in ein vorläufiges Chaos.
Aber das ist denen egal. Manche träumen ja noch vom Empire.
Frau May hat meine Hochachtung. Dagegen ist Frau Merkel eine Landpommeranze.

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hausfeen 24.05.2019, 14:15
88. Da müsste noch viel mehr zurücktreten!

Die gesamte Regierung, das Parlament, das Mehrheitswahlrecht.

GB benötigt eine zu wählende verfassungsformende Versammlung, um die Lehren zu ziehen und echte Demokratie umzusetzen. Farage würde dabei keine 40% erlangen.

Und dann erst Neuwahlen für das Parlament. Möglichst in einem neuen Saal. Der Westminster ist doch groß genug auch für moderne Ansprüche ließe sich da was einbauen. Das heutige Unterhaus wäre dann ein prima Museum.

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Beat Adler 24.05.2019, 14:16
89. Außendarstellung doch sehr farblos? Besser Trump, Erdogan, Putin et.al

Zitat von omop
warum die Ränder links wie rechts stark zugewinnen..Politiker wie May, Cameron, Renzi etc. sind Paradebeispiele wie man bei Gegenwind einfach die Segel streicht bzw. Verantwortung abgibt. Die Schwäche der großen Parteien ist teilweise eben dem Personal geschuldet, das sich scheinbar nicht mehr seiner Verantwortung für das Land bewusst ist. Stattdessen haben wir es hier vielfach mit egozentrischen Karrieristen zu tun. Sollten die etablierten Parteien wieder eine klare inhaltliche Fokussierung und charakterstarke Leader an der Spitze haben, wäre der EU schon viel geholfen. In diesem Kontext halte ich auch Herrn Weber für eine Fehlbesetzung..fachlich mag er kompetent sein, in der Außendarstellung doch sehr farblos.
Außendarstellung doch sehr farblos? Besser Trump, Erdogan, Putin, Duterte, Bolsonaro et.al sowie Farage, Le Pen, Salvini, Orban, Kurz, Wilders und noch ein paar. Unsere Zukunft gruesst mit clownesken, faschistoiden Lautsprechern und Fake News bei Facebook! Warum noch Demokratie? Sowas langweiliges und farbloses!

Wie geniesse ich die langweilige Merkel, den NIE-Luegner Macron und bald nicht mehr die serioese May.

In der EU, so zeigen es kuerzlich durchgefuehrte Meinungsumfragen, verlangen 38% der Jungen einen starken Mann an der Spitze ihres Staates, 31% wollen das Militaer. Sind Farage oder Johnson nun in welcher der beiden Kategorien?
mfG Beat

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